goethe

Schillers Lied von der Glocke.
Mit Illustrationen von Alexander von Liezen Mayer


Die Ausgabe druckt den Text vollständig ab. "Das Lied von der Glocke" finden Sie auch im "Projekt Gutenberg.DE". URL: http://gutenberg.spiegel.de/schiller/gedichte/glocke.htm.

Im Folgenden werden die Seiten originalgetreu reproduziert. Die Inhaltsangabe enthält die Seitenzählung mit der erste Verszeile auf der Seite. Den Kupferstichen wird nach Möglichkeit jeweils eine einschlägige Verszeile zugeordnet.


Inhalt

 Außentitel
 Innentitel
5  Festgemauert in der Erden
6  Nehmet Holz vom Fichtenstamme
7  Weiße Blasen seh' ich springen
8  Denn mit der Freude Feierklange
 Kupferstich:
 Der Mutterliebe zarte Sorgen
9  Die Jahre fliehen pfeilgeschwind
10  Fremd kehrt er heim in's Vaterhaus
 Kupferstich:
 Der ersten Liebe goldne Zeit!
11  Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
12  Denn wo das Strenge mit dem Zarten
 Kupferstich:
 Lieblich in der Bräute Locken
13  Wenn die hellen Kirchenglocken
14  Und lehret die Mädchen
 Kupferstich:
 Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein
15  Und der Vater mit frohem Blick
16  Wohlthätig ist des Feuers Macht
17  Durch die vollbelebten Gassen
18  Das ist Sturm!
19  Fällt sie, in des Speichers Räume
20  Was Feuers Wuth ihm auch geraubt
21  In die Erd' ist's aufgenommen
22  Dem dunkeln Schooß der heil'gen Erde
23  Ach! des Hauses zarte Bande
24  Munter fördert seine Schritte
 Kupferstich:
 (Heimkehr von der Ernte)
25  Kornbeladen
26  Markt und Straße werden stiller
27  Heil'ge Ordnung, segenreiche
28  Holder Friede
29  Dieses stille Thal durchtoben
30  Nun zerbrecht mir das Gebäude
31  Da zerret an der Glocke Strängen
32  Da werden Weiber zu Hyänen
33  Freude hat mir Gott gegeben!
34  Herein! herein!
 Kupferstich:
 Concordia soll ihr Name sein
35 Des Lebens wechselvolles Spiel
 Schlußvignette



Kurzbiographien der Künstler


Deininger, Jakob Friedrich, Kupferstecher, geb. 24. März 1836 in Nürnberg, ebenda Unterricht als Kupferstecher; seit 1869 Studium an der Akademie in München. Deininger reproduzierte Bilder vieler zeitgenössischer Maler wie A. v. Rhomberg, C. Raupp, Salentin, Seitz etc. Er beschäftigte sich auch mit dem Farbstich. (Thieme-Becker)


Forberg, Ernst, Kupferstecher und Radierer, geb. 20. Oktober 1844 in Düsseldorf, bildete sich auf der dortigen Akademie bei Jos. Keller und ging Ende der 60er Jahre nach Wien, wo er zumeist als Stecher und Radierer für die "Zeitschrift für bildende Kunst" und die Veröffentlichungen der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst tätig war, bis er 1879 als Lehrer der Kupferstecherkunst an die Düsseldorfer Akademie berufen wurde. Von seinen zahlreichen Stichen und Radierungen sind die hervorragendsten: Der wunderbare Fischzug und Weide meine Schafe! nach Raffaels Tapeten, die Konsultation beim Advokaten nach W. Sohn, Luthers Disputation mit Eck nach Lessing, die Fruchtlose Strafpredigt nach Vautier, die Weinprobe nach Kurzbauer, das Vogelnest nach I. Geertz, die Wegführung der Juden in die babylonische Gefangenschaft nach Bendemann, Jugendliebe nach H. v. Angeli, der Große Kurfürst und Friedrich d. Gr. nach Camphausen. Auch hat er Bildnisse radiert. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-1909, Bd. 6, S. 754; Digitale Bibliothek 100, S. 61472)


Hecht, Wilhelm, Holzschneider und Radierer, geb. 28. März 1843 in Ansbach, lernte seit 1857 bei dem Formschneider Döring die Holzschneidekunst, bildete sich dann in größeren Ateliers zu Leipzig, Berlin und Stuttgart und errichtete 1868 ein eigenes Atelier in München. Besonders Hervorragendes leistete er im Faksimileschnitt nach Zeichnungen. Ein Auftrag der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in Wien, einige Holzschnitte nach den Gemälden der Galerie Schack in München auszuführen, veranlaßte ihn, sich dabei in der Radierung zu versuchen, der er sich in der Folge ganz widmete. Er hat mit großem Erfolg nach Schwind, Böcklin, Lenbach, Rottmann, Schleich, Murillo, Rubens, van Dyck und Jan van Schorel radiert und in zwei Originalradierungen: Kaiser Wilhelm I. und König Ludwig von Bayern im Ornat des Ordens vom heil. Georg (letztere von ungewöhnlicher Größe), auch Geschick für malerische Anordnung bekundet. 1884 wurde er als Professor der Holzschneidekunst an die Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums für Kunst und Industrie nach Wien berufen, wo er auch die xylographische Anstalt der Hof- und Staatsdruckerei leitet. Für das Sammelwerk "Die vervielfältigende Kunst der Gegenwart" (Wien 1889-1903) schrieb er den Abschnitt über den modernen Holzschnitt in Deutschland. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-1909, Bd. 9, S. 33 f.; Digitale Bibliothek 100, S. 81680)


Kramer, Ludwig von, Kirchen- und Historienmaler, Illustrator, geb. 25. Mai 1840 in Augsburg, gest. 7. Januar 1908 in München. Studium an der Akademie in München; zahlreiche (religiöse) Historienbilder und Kartons; Illustrationen zu Kinderbüchern (L. Morgenstern: "100 Erzählungen aus der Kinderwelt"; Froschberger: "Ein Kinderleben", auch zu selbstverfaßten wie "Ostereier" "Allerlei in bunter Reihe"). Sein Bruder war der Bildhauer und -schnitzer Joseph von Kramer in München. (Thieme-Becker)


Liezen-Mayer, Alexander, Maler, geb. 24. Januar 1839 in Raab (Ungarn), gest. 19. Februar 1898 in München, besuchte die Wiener und die Münchener Akademie und seit 1862 das Atelier Pilotys. Unter des letztern Leitung malte er: die Königinnen Maria und Elisabeth von Ungarn am Grabe Ludwigs d. Gr. und die Krönung Karls von Durazzo im Dom zu Stuhlweißenburg. Drei Jahre später erhielt er in einer akademischen Konkurrenz den ersten Preis, und es wurde ihm die Ausführung des Bildes: Elisabeth von Thüringen wird heilig gesprochen, übertragen. 1867 malte er: Maria Theresia, das Kind einer armen Kranken säugend, und dann den Vorhang des Theaters am Gärtnerplatz in München: die Poesie, von den Musen umgeben.

1867 verließ er die Akademie, um sich als Bildnismaler zu betätigen. Auch zeichnete er Illustrationen zu Goethe und Schiller. 1870 begab er sich nach Wien, wo er den Kaiser und mehrere Angehörige der Aristokratie porträtierte. 1872 kehrte er nach München zurück. In demselben Jahre malte er Imogen und Jachimo nach Shakespeares "Cymbeline", Szenen aus Goethes "Faust" und 1873 die Unterzeichnung des Todesurteils der Maria Stuart durch Elisabeth (Museum in Köln), eins seiner Hauptwerke, bei dem freilich der Schwerpunkt in der virtuosen Stoffmalerei liegt. Es folgten drei Kartons zu Scheffels "Ekkehard", 50 Kartons zu Goethes "Faust" und 32 Illustrationen zu Schillers "Lied von der Glocke", die durch Holzschnitt vervielfältigt worden sind.

Im Oktober 1880 folgte er einem Ruf als Direktor der Kunstschule nach Stuttgart, kehrte aber 1883 nach München zurück, wo er bis zu seinem Tode als Professor der Geschichtsmalerei an der Kunstakademie tätig war. Von seinen letzten Werken sind noch zu nennen: Philippine Welser vor Kaiser Ferdinand I. (1889) und Frühling (Kohlezeichnung). (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl., 1905-1909, Bd. 12, S. 543 f.; Digitale Bibliothek 100, S. 117632 f.)


Ludy, Friedrich August, Kupferstecher und Radierer, geb. 1823 in Köln als Sohn des Kupferstechers Wilhelm Ludy. Er studierte und arbeitete 1839-1851 bei dem berühmten Kupferstecher Joseph Keller in Düsseldorf. Er stach u.a. nach Nazarenern wie Fr. Overbeck, Jos. Führich oder auch nach Ludwig Knaus und Franz Krüger. (Thieme-Becker)


Jutta Assel, Georg Jäger, im Juni 2005



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