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Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Johann Wolfgang von Goethe
Einblick in sein Leben und Werk


Porträt des jungen Goethe

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war Dichter, Kritiker und Naturforscher. Bis heute ist er die bedeutendste Erscheinung der deutschen Literatur geblieben. Nicht nur während der nach ihm benannten Goethezeit, sondern auch für folgende Generationen war und ist er der Inbegriff kultureller Geistigkeit. 

 

 

 

Eine virtuelle Zeitreise durch das Leben und Werk von Friedrich Schiller

 
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) war Dichter, Dramatiker, Historiker, Philosoph, Mediziner und Freiheitskämpfer. Sein Freundschaftsbund mit Goethe, der Austausch mit Herder und Wieland bildeten den Beginn der Weimarer Klassik.

 

 

Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger: Friedrich Schiller: Der Kampf mit dem Drachen in Umrissen von Moritz Retzsch

(München Februar 2020)

Von dem Maler und Radierer Moritz Retzsch (1779-1857) publizierte  das Goethezeitportal bereits Umrisse zu Werken Goethes ("Faust") und Schillers ("Lied von der Glocke", "Gang zum Eisenhammer", "Pegasus im Joche"). Hier folgen die zu ihrer Zeit geschätzten Umrissradierungen von 1824 zu Schillers volkstümlicher Ballade "Der Kampf mit dem Drachen" (Erstdruck 1799). Dem Text der Ballade werden die 16 Umrisse von Retzsch sowie seine von ihm so bezeichneten "Andeutungen" beigegeben, in denen der Künstler die (teilweise vom Text abweichenden oder ihn ergänzenden) Bildmotive und deren Ausgestaltung beschreibt. Der Ausspruch des Kreuzordenritter-Meisters "Mut zeiget auch der Mameluk, / Gehorsam ist des Christen Schmuck" wurde zum geflügelten Wort. Eine Kurzbiographie stellt den Künstler vor.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethe spricht in den Phonographen. Eine Liebesgeschichte. Groteske von Mynona zu Neujahr 2020

(München Dezember 2019)

Salomo Friedländer alias Mynona (1871-1946) war ein Literat und Philosoph, der als freier Schriftsteller im Berliner Kreis avantgardistischer Künstler und Gesellschaftskritiker lebte. Für seine literarischen Werke wählte er als Pseudonym "Mynona", das rückwärts gelesene Wort "anonym". Bekannt geworden sind seine Grotesken, die Heterogenes verbinden und "kalkuliert auf Irritation angelegt" sind (so Reto Sorg über die Groteske). Die hier ausgewählte, 1916 erstmals publizierte Groteske verbindet die etwas mühevolle Liebesgeschichte der Studentin Anna Pomke, die  schwärmend gern Goethes Stimme hören möchte, mit ihrem in sie verliebten Prof. Dr. Abnossah Pschorr, der – um sie für sich zu gewinnen – einen Spezial-Phonographen erfindet,  um einst gesprochene Sätze dieses berühmten Toten mit Hilfe ihrer andauernden "Tonschwingungen" wieder vernehmbar zu machen. Um Goethes Stimme möglichst authetisch einzufangen, bildet Prof. Pschorr dessen Luftwege und Kehlkopf nach. Dies gelingt ihm durch Studien an Goethes Leichnam in der Weimarer Fürstengruft, in die er einbricht und die dortige "Bewachungsgilde" hypnotisiert. Nach der Konstruktion seines kleinen Apparates mit Anna Pomke wieder in Weimar, erhält er Zutritt zu Goethes Arbeitszimmer, stellt seinen Phonographen dort auf und es gelingt ihm zur Ver- und Bewunderung aller Anwesenden "die wirkliche Wiederholung wirklich von ihm gesprochener Worte". Sie sind ans "Eckermännlein" gerichtet, polemisieren gegen Newton und handeln über die Philosophie Schopenhauers, über den Mynona promoviert hat, und die Rolle des Willens, "den wahrhaften Urheber aller großen und kleinen Dinge". Auf mehrere historische Personen und Ereignisse in Weimar nimmt die Groteske spöttisch Bezug, so auf Elisabeth Förster-Nietzsche, die Schwester Nietzsches und Nachlassverwalterin ihres Bruders, die das Weimarer "Nietzsche-Archiv" begründete. Nach mancherlei Wirren findet die Liebesgeschichte im Weimarer "Elephanten" ihr happy end.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Walther von der Vogelweide. Bilder von Eduard Ille im Schloss Neuschwanstein. Mit Hinweisen zur Rezeption des Minnesangs im 18. und 19. Jahrhundert

(München Dezember 2019)

Mit dem Schloss Neuschwanstein (seit 1869 im Bau) schuf sich König Ludwig II. von Bayern ein "privates Refugium", in dem er seine romantische Vorstellung vom Mittelalter umsetzen konnte. Die detaillierte Planung des Baues und seine bildliche Ausgestaltung nach Konzeptvorschlägen von H. Holland lag in den Händen des Königs selbst. Für das Toiletten-Zimmer wurden Bilder aus dem Leben und dem Werk von Walther von der Vogelweide, "als dem meistgerühmten und meistgefeierten aller Minnesänger", ausgewählt. Sie werden hier als Postkartenserie aus dem Münchner Verlag von Martin Herpich wiedergegeben. Informiert wird über den Maler und Illustrator Eduard Ille (1823-1900), einen führenden Mitarbeiter der "Münchener Bilderbogen" und der "Fliegenden Blätter", der an der Ausmalung von Schloss Neuschwanstein beteiligt war. Die produktive Rezeption des Minnesangs seit den Ausgaben von Bodmer und Breitinger (1758/59) wie von Tieck (1803) wird in den wichtigsten Daten und Fakten referiert, womit die Wirkungsgeschichte verdeutlicht wird, auf der die Themen der in Wandpaneelen eingefügten 'Teppichmalereien' in Neuschwanstein fußen.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Frank Wedekind: Der Hänseken. Ein Kinderepos. Eine Gabe des Goethezeitportals zu Weihnachten 2019

(München Dezember 2019)

"Der Hänseken. Ein Kinderepos" ist eine Gabe des Goethezeitportals zu Weihnachten 2019. Der Dramatiker Frank Wedekind (1864-1918) verfasste das "Kinderepos" für seine dreijährige Schwester Emilie (geb. 1876) zu Weihnachten 1879, als er noch zur Schule ging. Illustriert wurde es vom Bruder Armin (1863-1934), Arzt und Stadtverordneter in Zürich. Es erschien 1896 in einer Auflage von 2000 Stück im Verlag von Albert Langen in München. Anregungen für "Das Hänseken" kamen von Heinrich Hoffmanns "Struwwelpeter" (1844) und Theodor Storms Kindermärchen "Der kleine Häwelmann" (1849). In der "Geschichte von den schwarzen Buben" im "Struwwelpeter" wird ein Mohr von drei Knaben verspottet, die zur Strafe in schwarze Tinte getaucht werden. "Nun seht einmal, wie schwarz sie sind, viel schwärzer als das Mohrenkind." Der kleine Häwelmann hat eine unbändige Lust am Rollen des Rollenbetts, die seine Mutter nicht befriedigen kann. Indem der Mond einen Strahl durch das Schlüsselloch fallen lässt, verhilft er dem auf ihn reitenden Jungen beim Verlassen des Hauses. Der "gute alte Mond" leuchtet Häwelmann bei seiner wilden langen Fahrt durch die Straßen der Stadt (mit dem "goldenen Hahn auf dem Glockenturme"), über den Wald hinaus "über die Heide bis ans Ende der Welt, und dann gerade in den Himmel hinein". Die aufgehende Sonne beendet seine Mondstrahl-Reise im Himmelreich, auf der ihm niemand begleiten will: "Und - eins, zwei, drei! nahm sie den kleinen Häwelmann und warf ihn mitten in das große Wasser," d.h. heißt in einen Tintenstrom. Originell ist der Ausgang von Wedekinds "Kinderepos": Hänschen, ob seiner Tintenschwärze von seiner Mama und dem ganzen Städtchen nicht erkannt und verstoßen, wird freundlich aufgenommen von den Mohren. "Doch wenn die Weißen dich mißhandeln, / Dann kannst du zu den Mohren wandeln!" So findet der sich stets zurückgestoßen fühlende, tobende Knabe endlich Spielkameraden, die er auf seinem Ritt auf dem Mond nicht gefunden hatte.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Bilder zu Gedichten von Moritz Graf Strachwitz

(München November 2019)

Das Goethezeitportal publiziert 10 Gedichte des weitgehend vergessenen Moritz Graf von Strachwitz (1822-1847), mit Zeichnungen von Felix Wichert, in Holzschnitt ausgeführt von R. Brend'amour's xylographischer Anstalt. Strachwitz, Spross einer angesehenen Adelsfamilie in Schlesien, studierte die Rechte, quittierte jedoch die Beamtenlaufbahn und führte ein freies, ungebundenes Leben. Mehrmals sprach er sich gegen den "Schacher", das "Philister-" und "Memmenthum" der Gegenwart und für die Werte der heroischen Zeit des Rittertums aus. Strachwitz war ausschließlich Lyriker. Im  literarisch-geselligen "Sonntags-Verein zu Berlin", bekannt  als "Tunnel über der Spree", wurde er in den 1840er Jahren und über seinen Tod hinaus zur "Identifikations-" und "Leitfigur" des Kreises (Weißert). Die bekannteste Würdigung von Strachwitz als Charakter und Balladendichter stammt von Fontane, der einige Zeit, wie er sich erinnert, "einer der Eifrigsten in der Strachwitz Gemeinde" war.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Die Geschichte des Reineke Fuchs für Kinder bearbeitet. Illustriert von Eduard Ille

(München November 2019)

"Wenn heut' man List und Falschheit schilt, / Ist Reineke, der Fuchs, ihr Bild." Das Epos vom schlauen Fuchs, das ins Mittelalter zurück reicht, wurde in der Goethezeit und im 19. Jahrhundert mehrfach bearbeitet, darunter mit großem Erfolg auch von Goethe. Im Münchner Verlag von Braun & Schneider, einem führenden Verlag besonders für populäre Druckgraphik, erschien eine Bearbeitung für Kinder 1872/73  in drei "Münchener Bilderbogen" sowie als "Münchener Bilderbuch", illustriert von Eduard Ille und illuminiert durch die verlagseigene Kolorierungswerkstatt, das hier vollständig wiedergegeben wird. Eduard Ille (1823-1900) war ein führender Mitarbeiter der "Münchener Bilderbogen", von denen er von 1850 bis 1897 71 Nummern illustriert hat, und der "Fliegenden Blätter". Zum Vergleich wird verlinkt mit den gezeichneten Vorlagen einer 1826 publizierten Bilderfolge von Johann Heinrich Ramberg, einem populären Buchillustrator der Goethezeit.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Der faule Heinz und das dumme Katherlieschen. Zwei Märchen aus Grimms Kinder- und Hausmärchen. Mit Zeichnungen von Leopold von Kalckreuth

(München Oktober 2019)

Der Verlag Bruno Cassirer gab in seiner Reihe "Das Märchenbuch" zwei Bände mit Illustrationen von Leopold von Kalckreuth (1855-1928) zu Grimms Kinder- und Hausmärchen heraus. Kalckreuth, zeitgenössisch als "poetischer Realist" charakterisiert, schuf schlichte, locker gezeichnete, teilweise komische Schwarz-Weiss-Illustrationen. Im Folgenden publiziert das Goethezeitportal zwei selten zu lesende Texte über Faulheit und Dummheit: die Märchen vom "faulen Heinz" (KMH 164) sowie vom "Frieder und dem dummen Katherlieschen" (KHM 59). Aus den Anmerkungen der Brüder Grimm geht hervor, dass das Märchen vom dummen Katherlieschen, das die Wünsche ihres Mannes auf groteske Weise wörtlich nimmt, in verschiedenen lokalen Varianten verbreitet war. Auf ihr naiv-fehlerhaftes Verhalten hingewiesen, antwortet die junge Frau: "Friederchen, das habe ich nicht gewusst, hättest mir's sagen müssen."

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Die Pontinischen Sümpfe. Bilder und Texte.
Geschichtslandschaft | Mythologisierung
Stimmungsbilder | Ruinenromantik

(München September 2019)

Ergänzend zu den Motiven aus der Campagna di Roma stellt diese Seite die Pontinischen Sümpfe südlich von Rom bzw. auf dem Weg von Rom nach Neapel vor. Lexikoneinträge erklären die geologischen Gegebenheiten, die zur Bildung der Sümpfe führten, und weisen hin auf die Geschichte der in der Antike einst blühenden Region, die vergeblichen Versuche der Trockenlegung des Sumpfgeländes und die Gefahr der Ansteckung mit Malaria. Der Schwerpunkt liegt auf den Überformungen durch "neue signifikatorische Akte" (Hartmut Böhme), die den Pontinischen Sümpfen eigene Bedeutungen verleihen. So erinnert Friedrich Sickler bei seinen Studienreisen antike Geschichte und Mythologie. In Gregorovius, der von Rom aus die Meeresküste entlang nach Süden wanderte, lösten die Sümpfe mit ihrem Urwald und den  halbwilden Büffelherden eine "Stimmung vollkommen mythologischer Natur" aus, die ihn an die Indianer Nordamerikas erinnerte. Ähnlich erging es dem Schriftsteller Grabein, der bei seinen Wanderungen die Campagnabüffel und ihre Hirten studierte. Mit dem Ölbild "Die Pontinischen Sümpfe bei Sonnenuntergang (1848, Erstfassung 1839) führt August Kopisch vor, wie sich die Landschaft bei Sonnenuntergang mit ihren Beleuchtungs- und Spiegeleffekten zu einem Stimmungsbild gestaltet. Stimmungsbilder wurden zu einer Spezialität des spanische Malers Enrique Serra (1859-1918). Wir zeigen einige freie Kompositionen von Fragmenten antiker Bauten und Skulpturen aus den Pontinischen Sümpfen, die halb versunken und überwuchert von einer üppigen, oft blühenden Vegetation und trotz ihrer meist kräftigen Farben Sinnbilder der Vergänglichkeit der menschlichen Kultur sind. Zur Gattung der "künstlichen Ruinen", die ihren Motiven nach den Stimmungsbildern aus den Pontinischen Sümpfen entsprechen, gehört die "Römische Ruine" im Park von Schönbrunn (erbaut 1778, gemalt von Ferdinand Georg Waldmüller 1832): ein dem Schein nach im Wasser versinkendes Bauwerk mit einer antiken Figurengruppe, eingebunden in die umgebende Natur.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Die Illustrationen von August von Kreling zu Goethes "Faust" im Verlag von Walter Seifert

(München Juli 2019)

Der Bildhauer und Maler August von Kreling (1819-1876) entwarf einen Zyklus von Kompositionen zu Goethes "Faust", der in unterschiedlichen Medien ─ im Buch, in Mappen, auf Postkarten und als Einzelblätter – weit verbreitet wurde. Auf einer früheren Seite des  Goethezeitportals wurde  die Popularisierung dieser Bilder durch mehrere Postkartenserien unterschiedlicher Verlage belegt; auf der vorliegenden Seite wird die vollständige Folge von 12 Bildern aus dem 1905 gegründeten Stuttgarter Verlag von Walter Seifert vorgestellt. Der Zyklus erschien um 1912 in der Reihe "Klassische Kunst" als einfache Flügelmappe mit Blättern auf billigem Papier. Im Unterschied zu Prachtwerken sollte dieses  Format mit illustrierten Texten von Homer, Dante und Goethe ein breites Publikum erreichen.

  Zur Dokumentation

 

 



 Jutta Assel und Georg Jäger: Neapel. Volksleben Folge III. Dolce far niente

(München Juli 2019)

Die vierte und abschließende Seite zum Volksleben in Neapel dokumentiert, wie Goethe durch genaue Beobachtungen vor Ort die "nordische", aufklärerische und protestantische negative Beurteilung der Stadt und ihrer einfachen, scheinbar nach dem Motto "dolce far niente" lebenden Bewohner widerlegt, die z.B. auch der von ihm ansonsten geschätzte Reiseführer von J. J. Volkmann verbreitet. Weitere, dem "einfachen Volk" gewidmete Schwerpunkte bilden Herstellung, Kochen und Essen der neapolitanischen Nationalspeise der Maccaroni sowie anderer Speisen und Getränke auf den offenen Straßenmärkten. Von A. v. Kotzebue wird ferner als "reiche Quelle der Nahrung die unendliche Menge und Verschiedenheit der Seefische" gerühmt, "die gekocht, gebraten und roh auf den Straßen verkauft und verzehrt werden" u.v.m. Von dem Reiseschriftsteller Wilhelm von Lüdemann stammt die abschließende Gegenüberstellung von Neapel und Rom: "Neapel ist der reizende Körper – Rom der sinnende Geist, die fühlende Seele Italiens."

   Folge IV: Dolce far niente

 


Die Weimarer Klassik

Aus dem Jugendprojekt

Ruth Mirtes: Goethe und die Weimarer Klassik

Frisch aus dem Ei geschlüpft sind bei uns die neuen Informationsseiten über die Weimarer Klassik im Jugendprojekt. An dieser Stelle 1000 Dank an die Deutsch-Lehrerin Ruth Mirtes für den lebendigen und informationsreichen Text! Wir finden den Beitrag richtig gut zu lesen und mal nicht so trocken, wie es leider ja oft in Sekundärliteratur der Fall ist. Überzeugt Euch am besten selbst gleich auf den Seiten über "Goethe und die Weimarer Klassik".

Um uns der Weimarer Klassik zu nähern, müssen wir das thüringische Städtchen zunächst einmal verlassen. Zusammen mit Goethe brechen wir nach Italien auf und spazieren zuweilen neben ihm, wenn er dort, unter der Sonne des Südens, zum Klassiker wird....

Zur Mignon-Serie Folge II  Zum Beitrag

 

 

Empfehlungen der Redaktion

Uwe Japp: Die diskursive ‚Imagination‘ Europas bei August Wilhelm und Friedrich Schlegel

Der vorliegende Aufsatz diskutiert die Idee Europas in den Vorlesungen August Wilhelm und Friedrich Schlegels. Die hauptsächliche Frage ist, wie die Pluralität der Nationen und Literaturen als Einheit gedacht werden kann. Es ist zu akzeptieren, dass die Idee Europas nicht per se evident ist, sondern als das Resultat einer Konstruktion betrachtet werden muss. Friedrich Schlegel z.B. charakterisiert Europa durch Mannigfaltigkeit und Rastlosigkeit, Asien hingegen durch Ruhe und Fülle. Es ist zu fragen, wie derartig allgemeine Thesen auf die Literatur appliziert werden können, insbesondere auf die Geschichte der Literatur. Der vorliegende Aufsatz exponiert und erläutert die Antworten beider Schlegel. Ein Fazit gibt Hinweise auf die ‚Europäizität‘ der europäischen Literatur, wie die Romantiker sie sehen. Ein Supplement verweist auf den speziellen Ausblick auf die europäische Literatur, der sich in Friedrich Schlegels Zeitschrift Europa findet, die er von 1803 bis 1805 herausgab.

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