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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Johann Wolfgang von Goethe: Einblick in sein Leben und Werk

Georg Melchior Kraus: »Goethe« 1775/76

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war Dichter, Kritiker und Naturforscher. Bis heute ist er die bedeutendste Erscheinung der deutschen Literatur geblieben. Nicht nur während der nach ihm benannten Goethezeit, sondern auch für folgende Generationen war und ist er der Inbegriff kultureller Geistigkeit. 

 

 

 


 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Ostern 2017. Ein bunter Strauß

Für das Osterfest 2017 bietet das Goethezeitportal einen bunten Strauß von Bildpostkarten und Gedichten. Deutlich werden dabei in den Texten die Versatzstücke, aus denen sich die Vorstellung von Ostern zusammen setzt: Dem christlichen Festanlass, der Auferstehung Christi und dem Sieg über den Tod, wird der Aufbruch der Natur zu neuem Leben parallelisiert: "Ein neues Leben bricht hervor, / Das Alte ist vergangen." Für Kinder und für alle, die sich ein kindliches Gemüt bewahrt haben, bieten Osterhase und Ostereier Anlässe zu Brauchtumspflege und Spiele: Die Ostereier, die der Osterhase versteckt, werden aufwendig gefärbt und dekoriert. Die Suche nach den Eiern ist spannend für Jung und Alt. Wer kann, wandert oder spaziert ins Grüne hinaus, um die wieder erwachende Natur zu genießen. Neben Hasen und Eiern sind es immer wieder Kinder und Blumen, welche zu kreativen Bildfindungen genutzt werden. Die Seite enthält eine Auswahl kleiner Kompositionen und Montagen mit Ostergrüßen in mehreren Sprachen.

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Besuchen Sie auch unsere weiteren Osterseiten mit Bildern und Texten:

 

 

 


Eine virtuelle Zeitreise durch das Leben und Werk von Friedrich Schiller

 
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) war Dichter, Dramatiker, Historiker, Philosoph, Mediziner und Freiheitskämpfer. Sein Freundschaftsbund mit Goethe, der Austausch mit Herder und Wieland bildeten den Beginn der Weimarer Klassik.

 

 

Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger: Poccis Minnelieder

(München April 2017)

Das Goethezeitportal stellt die vier Minnelieder vor, die Franz von Pocci zusammen mit Hyazinth Holland in losen Einzelblättern publizierte. Die Ausgabe war Teil der Festkultur der Münchner Künstlerschaft: Beim Maifest 1855 wurden 1.200 lose Blätter ausgeworfen, der größte Teil der Auflage. Die Seite weist auf die Münchner Burgen- und Ritterromantik hin, die sich um Ludwig Schwanthalers Humpenburg und die von ihm erbaute Burg Schwaneck entfaltet hatte und an der sich auch Pocci beteiligte. Hingewiesen wird auf die Wiederentdeckung und produktive Aneignung des mittelalterlichen Minnesangs seit Mitte des 18. Jahrhunderts und in der Romantik, an der Pocci mit seinen Minneliedern teil hatte.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Schillers Familie im Bild

(München März 2017)

Das Goethezeitportal stellt die Familie Schiller im Bild vor: Vater und Mutter, die beiden Schwestern, seine Ehefrau Charlotte, geborene Lengenfeld, sowie seine vier Kinder, die zwei Knaben Karl und Ernst und die beiden Mädchen Caroline und Emilie. Alle Mitglieder der Familie - mit Ausnahme von Schiller selbst, dessen Bildnisse eine eigene Seite bilden - werden vorgestellt mit einem einem kurzen Lebenslauf, zumeist auch mit zeitgenössischen Hinweisen auf ihre äußere Gestalt und ihren Charakter. Eingefügt sind zwei Gedichte: Mörike "Auf das Grab von Schillers Mutter" erinnert an das seinerzeit fast vergessene Grabmal der Mutter ("Eines Unsterblichen Mutter"); des dänischen Dichters Öhlenschläger "An Charlotte Schiller" würdigt die liebende Gattin. "Ich seh' im heil'gen Abendschauer, / Wenn düster die Cypressen weh'n, / Dich, eine Blum', in Liebestrauer / Am Grabe des Geliebten steh'n." Die Bilder sind unterschiedlichen Quellen entnommen, den populären Bildpostkarten, Abbildungen in Büchern und Prachtausgaben. Annotationen zu den Bildern enthalten Grunddaten der beteiligten Künstler. Literaturhinweise regen zu einer Vertiefung der Biographien ein.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Goethes Geburtshaus in Frankfurt a.M. auf alten Postkarten

(München März 2017)

Das Geburtshaus und das Leben im Hirschgraben in Frankfurt hat Goethe in "Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit" ausführlich beschrieben. Das Goethezeitportal gibt die Memoiren im Auszug wieder und ergänzt sie durch fast 60 Ansichten auf Postkarten: 25 Außenansichten des Goethehauses vor und nach dem Umbau 1755 sowie dem "Höfchen" mit dem "Prinzessinnenbrunnen", 6 Ansichten des Erdgeschosses, mit Hausflur, Wohnstube bzw. Speisezimmer und der Küche, 11 Ansichten des ersten Stockes, mit Aufgang, Musikzimmer, "Staatszimmer" und den Thorancbildern, 8 Ansichten des zweiten Stockes mit Geburtszimmer, dem Zimmer der Mutter, Frau Rat Goethe, dem Gemäldekabinett und dem Studierzimmer bzw. der Bibliothek des Herrn Rat, 7 Ansichten des dritten Stockes mit Goethes Arbeitszimmer, auch "Dichterzimmer" genannt. Ergänzend werden Postkarten der alten Museumsräume gezeigt.

Im Text bzw. Bild vorgeführt werden ferner einzelne Vorkommnisse wie die Anekdote von den mecklenburgischen Prinzessinnen, späteren Königinnen von Hannover und Preußen, am Brunnen im Innenhof; der Musikunterricht und der Umgang mit dem Königsleutnant Graf Thoranc, der während seiner Einquartierung in Goethes Vaterhaus im Zuge des Siebenjährigen Krieges die Frankfurter Maler um sich scharte, bei Ihnen Bilder in Auftrag gab und kaufte - ein künstlerisches Leben und Treiben, an dem der junge Goethe lebhaften Anteil nahm.

Skizziert wird das Schicksal von Goethes Geburtshaus bis zum Kauf durch das Freie Deutsche Hochstift 1863 und seiner Einrichtung als Memorialstätte. Ernst Beutler, 1925 zum Direktor des Freien Deutschen Hochstifts und Leiter des Goethemuseums berufen, konzipierte das Frankfurter Goethemuseum als "Versuch einer, freilich höchst bruchstückhaften, Biographie in Bildern". Der sinnliche Eindruck des Hauses mit seinen Bildern und Gegenständen stand am Anfang und sollte zur Beschäftigung mit dem Werk Goethes führen. Da nur wenige Ausstattungsgegenstände der Familie Goethe überliefert sind, musste man diese überkommenen Originale mit geschenkten und angekauften goethezeitlichen Objekten kombinieren. Wie Ausstattungsstücke immer wieder ausgetauscht und damit ein überzeugender zeittypischer "Originalstil" fürs Goethehaus zu erreichen versucht wurde, wird im Vergleich der Ansichten deutlich.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Roma Sparita. Romansichten in Aquarellen von Ettore Roesler Franz

(München Februar 2017)

"Roma Sparita" (Vanished Rome, Verschwundenes Rom) ist die Bezeichnung für eine Reihe von 120 Aquarellen, die von Ettore Roesler Franz von 1878 bis 1896 verfertigt wurden. Sie zeigen die alten, im Zuge der Modernisierung Roms als Hauptstadt des Königreichs Italien, abgerissenen oder umgebauten Gebäude des historischen Kerns von Rom, wie auch Höfe, Plätze und Gassen mit Genreszenen aus dem damaligen Alltagsleben. Erfasst wurde auch das Ghetto Roms. Wegen ihres dokumentarischen Wertes wurde die ganze Reihe vom Bürgermeister Roms 1883 und 1908 erworben und ist heute im Besitz des Museums in Trastevere. Ettore Roesler Franz (1845-1907), ein römischer Maler, der fast ausschließlich Aquarelle schuf, ist mit dieser Serie bekannt geworden. Das Goethezeitportal veröffentlicht eine Auswahl der Bilder, wie sie auf alten Postkarten erschienen sind.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Eulenspiegel. Postkartenserie von Oskar Herrfurth

(München Januar 2017)

Von Oskar Herrfurth (1862-1934), einem bis heute beliebten Illustrator, publiziert das Goethezeitportal die Postkartenserie zum Volksbuch vom Eulenspiegel. Aus dieser anonymen Schwanksammlung, die wohl 1510/11 erstmals gedruckt wurde, wählte Herrfurth sechs Streiche Eulenspiegels aus, deren Handlung er in farbige Bilder umsetzte. Zum Verständnis wird erläutert, was unter einem "Volksbuch" zu verstehen ist und wie es in der Romantik entdeckt und bewertet wurde. Hingewiesen wird auf Goethe, der in seiner Kindheit zahlreiche Volksbücher 'verschlang', die er in Frankfurt "auf einem Tischchen vor der Haustüre eines Büchertrödlers" billig erstanden hatte. Eine Kurzbiographie stellt Herrfurth vor; Literaturhinweise und Weblinks laden zu weiteren Recherchen ein.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Neujahr 2017. Ein Lebenslauf in fingierten Inseraten und Zeitungsausschnitten

(München Dezember 2016)

Zu Neujahr 2017 publiziert das Goethezeitportal einen Lebenslauf in fingierten Inseraten und Zeitungsausschnitten. Protagonistin ist eine Frau namens Tilly. Sie ist das 1850 geborene Töchterchen eines Wiener Tischlermeisters. Das Lehrmädchen, ein blonder Backfisch mit blauen Augen und Kirschenmund, wird von einem Studenten aus dem Corps Allemannia verehrt und hat eine Liebesaffaire mit einem Ulanen. Als Sängerin gelingt ihr der soziale Aufstieg, gekrönt durch die Heirat mit einem Baron. Es folgen turbulente Zeiten des sozialen Abstiegs, die Ottilie in die Armut stürzen. Die Geschichte von Aufstieg und Niedergang eines hübschen Mädchens aus einfachen Verhältnissen muss aus den Anzeigen und Nachrichten der Presse rekonstruiert werden. Vieles ist dabei der Fantasie des Lesers und seinen kulturhistorischen Kenntnissen überlassen. Gerahmt wird der Text durch Neujahrspostkarten, auf denen schöne Frauen mit dem als Mann imaginierten Beschauer oder mit dem im Bild präsenten Partner flirten. Offenbar ist der Mann der Garant ihres Wohllebens, auf den sich die Aufmerksamkeit der jungen Frauen richtet. Mit diesen Postkarten wird versucht, die Konstellation des Lebenslaufs nachzuzeichnen, doch fehlen die gesellschaftskritischen Perspektiven auf die Kultur der Jahrhundertwende.

 

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Empfehlungen der Redaktion

Monika Fick: Lessings Nathan der Weise und das Bild vom Orient und Islam in Theatertexten aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Was bedeutet es, dass der Prophet Mohammed in "Nathan dem Weisen" komplett übergangen wird? Wäre der Stifter des Islams, der buchstäblich von allen Seiten, von kirchlich-orthodoxer wie von radikal-aufklärerischer, als „Erzbösewicht“ verschrien wurde, nicht ein Kandidat für eine Lessingsche „Rettung“ gewesen? Um diese Frage zu beantworten, wird in der Studie ein bislang kaum beachteter Kontext erschlossen, der erst mit Reinhart Meyers Theaterbibliographie zugänglich geworden ist: 24 Orientdramen, die zwischen ca. 1760 und 1780 erschienen sind, werden ausgewertet und vorgestellt; ihr Islambild wird vor der Folie der Toleranzphilosophie analysiert. Die Rekonstruktion dieser Orientmode auf deutschsprachigen Bühnen wirft ein neues Licht darauf, was Lessings „dramatisches Gedicht“ auszeichnet – es ist jedenfalls nicht die positive Zeichnung der muslimischen Religion, die es mit vielen Orientstücken teilt.

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Woldemar Freiherr von Biedermann: Verheimlichte Epigramme Goethes

Das Goethezeitportal publiziert einen Sonderdruck des Goetheforschers Woldemar Freiherr von Biedermann, der die Unterdrückung und Verstümmelung von Goethes erotischen "Venezianischen Epigrammen" in den Editionen von Goethes Werken dokumentiert. Der für die Zeitschrift "Deutsche Dichtung" bestimmte Beitrag wurde vom Verleger Carl Emil Franzos, nachdem er bereits gesetzt worden war, aus Rücksicht auf die drohende Zensur zurückgezogen. Mitgeteilt wird der Text vom Sohn des Autors, Flodoard Freiherr von Biedermann, aus dem Nachlass seines Vaters.

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Wolfgang Braungart: Gedichte von Friedrich Hölderlin. Die Teck

In: Wolfgang Braungart: Die Teck. In: Gedichte von Friedrich Hölderlin. Interpretationen. Hrsg. von Gerhard Kurz (Universal-Bibliothek; 9472) Stuttgart: Philipp Reclam jun. 1996, S. 9-30. ISBN 3-15-009472-0

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Wolfgang Braungart: Aufklärungskritische Volksaufklärung. Zu Jeremias Gotthelf

In: Fabula. Zeitschrift für Erzählforschung. Bd. 28 (1987), S. 183-226.

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Wolfgang Braungart: "Komm! ins Offene, Freund!". Zum Verhältnis von Ritual und Literatur, lebensweltlicher Verbindlichkeit und textueller Offenheit. Am Beispiel von Hölderlins Elegie "Der Gang aufs Land. An Landauer"

In: Die Formel und das Unverwechselbare. Interdisziplinäre Beiträge zu Topik, Rhetorik und Individualität. Hrsg. von Iris Denneler. Frankfurt a.M.: Peter Lang 1999, S. 96-114. ISBN 3- 631-35240-9

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Wolfgang Braungart: Manierismus als Selbstbehauptung: Jean Paul

In: Manier und Manierismus. Hrsg. von Wolfgang Braungart (Untersuchungen zur deutschen Literaturgeschichte; 106) Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2000, S. 307-322. ISBN 3-484- 32106-7

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Wolfgang Braungart: Vertrauen und Opfer. Zur Begründung und Durchsetzung politischer Herrschaft im Drama des 17. und 18. Jahrhunderts (Hobbes, Locke, Gryphius, J. E. Schlegel, Lessing, Schiller)

In: Zeitschrift für Germanistik. Neue Folge 2, 2005, S. 277-295.

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Wolfgang Braungart: Ungesellige Geselligkeit. Bürger als Epigone seiner selbst

In: Geselligkeit und Bibliothek. Lesekultur im 18. Jahrhundert. Hrsg. von Wolfgang Adam und Markus Fauser (Schriften des Gleimhauses Halberstadt; 4) Göttingen: Wallstein Verlag 2005, S. 45-58. ISBN 3-89244-833-7

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Wolfgang Braungart und Silke Jakobs: Staunen und Hingabe. Zur Ästhetik des Wissens seit dem 18. Jahrhundert

In: Ästhetik in der Wissenschaft. Interdisziplinärer Diskurs über das Gestalten und Darstellen von Wissen (Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft, Sonderheft 7. Hrsg. von Wolfgang Krohn) Hamburg: Felix Meiner Verlag 2006, S. 201-218.

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Die Goethe Akademie: Einladung zur 10. Goethe Akademie nach Weimar

Goethe als Sammler und Forscher
„Dass mein Denken ein Anschauen sei“

27. bis 30. April 2017 in Weimar

Faszinierend ist es, den Blick auf die außerordentlich rege Sammeltätigkeit Goethes zu richten, denn der erhaltene Bestand und auch die Vielfalt seiner Sammlungen sind einzigartig: Bei seinem Tode 1832 hinterließ der Dichter in seinem Wohnhaus am Frauenplan nicht nur unzählige Manuskripte, sondern auch fast 18 000 Mineralien, über 9 000 Blätter Graphik, rund 4 300 Handzeichnungen, eine Bibliothek mit 8 000 Bänden; zahlreiche Plastiken, Gemälde sowie naturwissenschaftliche Kollektionen nannte er außerdem sein eigen. All dies trug der Dichter „mit Plan und Absicht“ zusammen, ihm diente die Sammeltätigkeit – nicht zuletzt in seiner amtlichen Funktion in Weimar und Jena – zur Bildung, denn: „Jeder neue Gegenstand, wohl beschaut, schließt ein neues Organ in uns auf.“

So freuen wir uns sehr, Ihnen Blicke in ausgewählte Sammlungen Goethes in Weimar und in Jena zu ermöglichen und sich so dem Dichter zu nähern. Deutlich wird auch, wie sein Denken den Gegenständen, dem sinnlichen Kontakt mit Natur und Kunst verhaftet ist, wie ihn Fundstücke unmittelbar zu Abhandlungen inspirierten. Dass Goethe auch ‚Menschen-Sammler‘ war, gilt es dann eigens zu besprechen …Eingebunden in das Programm dieser Tage ist auch der Besuch der Jahresausstellung der Klassik Stiftung Weimar, die dem Begründer der modernen Archäologie und Kunstwissenschaft, Johann Joachim Winckelmann, gewidmet ist, dessen Schriften und Briefe Goethe 1805 herausgab und der das Bild Goethes von der Antike maßgeblich prägte.

 

Freuen Sie sich mit uns auf ungewöhnlich-inspirierende Annäherungen an das Universalgenie Johann Wolfgang von Goethe.

Dr. Wolfgang Isenberg (Direktor der Thomas-Morus-Akademie Bensberg) und
Dr. habil. Jochen Golz
(Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e. V.)

 

Hier finden Sie das Programm und die Anmeldeunterlagen:

 

 

 

»Unsere Buch-Tipps für Sie«


Was ist deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst

von Dieter Borchmeyer

Die Frage «Was ist deutsch?» ist ihrerseits typisch deutsch – keine andere Nation hat so sehr um die eigene Identität gerungen und tut es bis heute. Wie vielfältig und faszinierend die Antworten auf diese Frage im Lauf der Jahrhunderte ausfielen, das zeigt Dieter Borchmeyer: Von Goethe über Wagner bis zu Thomas Mann schildert er, wie der Begriff des Deutschen sich wandelte und immer wieder neue Identitäten hervorbrachte. Er erzählt von einem Land zwischen Weltbürgertum und nationaler Überheblichkeit, vom deutschen Judentum, das unsere Auffassung des Deutschen wesentlich mitgeprägt hat, von der Karriere der Nationalhymne und der deutschesten aller Sehnsüchte: der nach dem Süden. Borchmeyer erklärt, wie gerade die deutsche Provinz – etwa Weimar und Bayreuth – Weltkultur schaffen konnte und was es für Deutschland bedeutet, sich entweder als Staats- oder als Kulturnation zu verstehen.

Dieter Borchmeyer zeichnet ein facettenreiches und eindrückliches Bild des deutschen Nationalcharakters. In einer Zeit der Umbrüche, in der Deutschland wieder einmal seine Rolle sucht, ist diese große Geschichte der deutschen Selbstsuche Spiegelbild und Wegweiser zugleich.

Gebundene Ausgabe: 1056 Seiten
Verlag: Rowohlt Berlin; Auflage: 1 (17. Februar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3871340707
ISBN-13: 978-3871340703
Preis: 39,95 €

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