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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Johann Wolfgang von Goethe
Einblick in sein Leben und Werk


Porträt des jungen Goethe

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war Dichter, Kritiker und Naturforscher. Bis heute ist er die bedeutendste Erscheinung der deutschen Literatur geblieben. Nicht nur während der nach ihm benannten Goethezeit, sondern auch für folgende Generationen war und ist er der Inbegriff kultureller Geistigkeit. 

 

 

 

Eine virtuelle Zeitreise durch das Leben und Werk von Friedrich Schiller

 
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) war Dichter, Dramatiker, Historiker, Philosoph, Mediziner und Freiheitskämpfer. Sein Freundschaftsbund mit Goethe, der Austausch mit Herder und Wieland bildeten den Beginn der Weimarer Klassik.

 

 

Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Der Maskenball der Thiere. Illustriert von Eduard Ille

(München Januar 2019)

"Der Maskenball der Thiere" erschien 1878 im 36. "Münchener Bilderbuch" des Verlages von Braun & Schneider, bekannt für seine populäre Druckgrafik im Holzstich. Illustriert wurde das Bilderbuch von Eduard Ille (1823-1900), einem führenden Mitarbeiter der "Münchener Bilderbogen" und der "Fliegenden Blätter". Von 1850 bis 1897 hat Ille 71 "Münchener Bilderbogen" illustriert. Die Holzstiche wurden nachträglich mit Hilfe von Schablonen koloriert; die starke Farbigkeit einiger Blätter entspricht dem damaligen und wohl auch heutigen Publikumsgeschmack breiter Schichten, insbesondere von Kindern. Die farbige Wiedergabe im Goethezeitportal bietet Gelegenheit, die einzelnen Szenen dieses Bilderbuches unter Rückgriff auf die beigegebenen Verse zu verstehen.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Pierrot lunaire. Gedichte von Albert Giraud in Auswahl. Übertragung von Otto Erich Hartleben. Vertonung von Arnold Schönberg

(München Dezember 2018)

In der dritten Folge von Mondgedichten stellt das Goethezeitportal zu Neujahr 2019 den Zyklus "Pierrot lunaire. Rondels bergamasques " (mondsüchtiger Pierrot) des belgischen Dichters französischer Sprache Albert Giraud (1860-1929) vor. Der Zyklus von 50 Gedichten in der metrischen Form des Rondeau erschien 1884, die kongeniale freie Übertragung ins Deutsche von Otto Erich Hartleben 1911 im Verlag Georg Müller in München. Wiedergegeben wird eine Auswahl der Gedichte Girauds in der Übertragung von Hartleben, welche die thematische Vielfalt und Vielstimmigkeit des Zyklus belegt. Abgedruckt wird auch Verlaines Gedicht "Mondlicht" (1869), auf das die von Giraud aufgegriffene Wendung "bergamasques" (Masken aus Bergamo) zurückzugehen scheint. Dieses Gedicht hat Claude Debussy zur vielgespielten "Suite bergamasque" (3. Satz "Clair de lune", 1890 komponiert, 1905 veröffentlicht) angeregt. Abgedruckt wird zudem der kleine Zyklus "Pierrot marié", den Hartleben in der Art Girauds gedichtet hat. Lebendig geblieben ist der Zyklus "Pierrot lunaire" durch das atonale Melodram Arnold Schönbergs op. 21, einem "Schlüsselwerk der musikalischen Moderne" (Muxeneder), das 1912 in Berlin uraufgeführt wurde. Es besteht aus dreimal sieben von Schönberg selbst ausgewählten Gedichten für Sprechstimme und Kammerensemble in der Übertragung Hartlebens. Wie populär die Figur des Pierrot und die Mond-Motive um 1900 waren, belegen über 30 Bildpostkarten, darunter französische Serien mit Pierrot als Familienvater ("Pierrot père de famille") oder  Advokat ("Pierrot Avocat"). Giraud und Hartleben, beide heute nahezu vergessen, werden vorgestellt. Die Notizen zu Hartleben weisen hin auf dessen Leben als Bohemien und seinen Hang zum Skurrilen und Grotesken, den die 1903 von ihm gegründete „Halkyonische Akademie für unangewandte Wissenschaften“ in Salò am Gardasee belegt.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Aus der Weihnachtszeit und aus dem Kinderleben. Eine Gabe des Goethezeitportals zu Weihnachten 2018

(München November 2018)

Der Münchner Verlag von Braun und Schneider reussierte mit populärer Druckgraphik im Holzschnitt. Zentrales Verlagsprojekt bildeten die Einblattdrucke der "Münchener Bilderbogen", von denen von 1848 bis 1898 insgesamt 1200 Nummern erschienen, die auch gebunden zu 50 Bänden vertrieben wurden. Eine weitere Vermarktung stellten die "Münchener Bilderbücher" dar, bei denen die Holzschnitte und Texte der Bilderbogen im Buchformat neu arrangiert gedruckt wurden, wobei meist zwei oder mehr Bilderbogen zu einem Bilderbuch zusammengefasst sind. Das Goethezeitportal veröffentlicht das 26. Bilderbuch, in dem die "Münchener Bilderbogen" Nr. 577 "Aus der Weihnachtszeit" und Nr. 564 "Aus dem Kinderleben" unter dem Titel "Aus der Weihnachtszeit und aus dem Kinderleben. In Bildern und Reimen" neu herausgegeben wurden. "Weihnachtszeit" und "Kinderleben" geben den Stoff zu 8 bzw. 19 lose miteinander verbundenen Szenen. Entworfen wurden die Illustrationen von der Kasseler Künstlerin Mathilde Coester (1847-1923), die auch als Autorin von Kinderbüchern tätig war. Nach dem Druck wurden die Illustrationen schablonenkoloriert, um in ihrer oft kräftigen Farbigkeit dem Publikumsgeschmack zu genügen.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Adelbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte
Illustriert von George Cruikshank, Adolph Schrödter und Adolph Menzel

(München November 2018)

"Peter Schlemihls wundersame Geschichte" von Adelbert von Chamisso, 1814 erstmals erschienen, gehört heute, vielfach übersetzt,  zur Weltliteratur. Zur Popularisierung trugen die Illustrationen bekannter Künstler wesentlich bei. Das Goethezeitportal publiziert den Text mit den Paratexten, den Briefen und dem Gedicht Chamissos, welche die Herausgeberfiktion begründen und ausgestalten, wonach es sich bei Peter Schlemihl um einen Jugendfreund des Autors, also um eine reale Person handelt, welche die "wundersame Geschichte" selbst erfahren hat. An Illustrationen werden wiedergegeben: die Kupferstiche des englischen Karikaturisten George Cruikshank, die Chamisso bevorzugte, und des Düsseldorfer Künstlers Adolph Schrödter sowie die Holzstiche des jungen Adolph Menzel. Die Seite regt zum Vergleich der Illustrationsfolgen an: "die karikaturhaft-grotesken, die dämonisch-märchenhafte Komponente des 'Schlemihl' betonenden" Bilder Cruikshanks (Ehmann, S. 251) auf der einen, die fantastisch-realistische Deutung durch Menzel auf der anderen Seite. Das Goethezeitportal stellt Chamisso und die Künstler sowie die benutzten illustrierten Ausgaben vor. Zu den ersten Bewunderern der "wundersamen Geschichte" zählt E.T.A. Hoffmann, der in der "Geschichte vom verlornen Spiegelbilde", einer Erzählung in den "Abenteuern der Silvester-Nacht," die Fabel aufgreift.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Dornröschen. Märchen von Grimm und Bechstein

(München Oktober 2018)

Das bekannte Märchen von Dornröschen wird in der Fassung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm mit 5 Illustrationen von Ludwig Richter und in der Fassung von Ludwig Bechstein mit 20 Illustrationen auf Bildpostkarten publiziert. Dazu kommen weitere Illustrationen, zumeist Bildpostkarten wie  auch aus der Sammlung von Wikipedia bzw. Wikimedia Commons, so dass diese Seite über 35 Zeugnisse zur bildlichen Rezeption des Märchens in der Hoch- wie Popularkultur bereitstellt. Vorgestellt wird ferner die 1902 uraufgeführte Märchenoper von Engelbert Humperdinck, der heute vor allem durch die häufig gespielte Oper von Hänsel und Gretel bekannt ist. Anhand des Libretto  wird deutlich, wie das Märchen von Dornröschen für die Oper vielfach erweitert und verändert wurde. Bis heute wird auch bei der Erziehung und Beschäftigung der Kinder das 'Bewegungs-' und 'Kreisspiel' "Dornröschen war ein schönes Kind" aufgeführt. Das Goethezeitportal stellt den variantenreichen Text des Kinderliedes mit Melodie vor und druckt einige Spielanleitungen ab. Insgesamt bietet damit diese Seite einen Einblick in die reichhaltige deutsche Märchenkultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

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Empfehlungen der Redaktion

Nicole Pohl: “In der freisten Luft” (Goethe). Offenbach under the Reign of Wolfgang Ernst II Fürst von Isenburg

Offenbach had traditionally always attracted the citizens of Frankfurt as a popular summer and retirement resort. Prominent bourgeois and aristocratic Frankfurt families such as Goethe, Brentano, d'Orville and Bernard resided there and mingled there during Wolfgang Ernst's reign. Sophie von La Roche's literary salon ('Grillenhütte') in Offenbach hosted Katherina von Goethe, Juliane von Krüdener, Amalie Fürstin von Gallitzin  and Mme de Stael. This article will explore how Offenbach functioned as a resonance chamber for modern social, political and mercantile ideas during the second half of the 18th century, which was cut short finally by Napoleon.

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Jan Mende: Karl Friedrich Schinkel und das Schöne im Alltag. Entwürfe für das preußische Kunstgewerbe

(Der Text basiert auf dem Manuskript des Vortrags „Karl Friedrich Schinkel und das Schöne im Alltag“, gehalten am 15. Dezember 2016 vor der Kunstgeschichtlichen Gesellschaft zu Berlin und am 18. Oktober 2017 im Kunstgeschichtlichen Institut in München.)

Karl Friedrich Schinkel hat das Produktdesign des preußischen und insbesondere des Berliner Kunstgewerbes deutlich geprägt. Zu hinterfragen ist, welche programmatischen Beweggründe Schinkel hier antrieben, auf welchen Wegen seine Kreationen Eingang in das Sortiment der einschlägigen Unternehmen fanden und schließlich, welche Breitenwirkung er damit tatsächlich erzielte, nicht zuletzt in Hinsicht auf die frühindustrielle Massenproduktion. Umfangreiche Forschungen zur Tonwarenfabrik Feilner legten jüngst exemplarisch offen, wie Schinkel mit seinem Design das Warensortiment einzelner privatgewerblicher Unternehmen dominierte und wie es diesem Ausnahmekünstler gelang, das zumeist auf den höfischen Kontext zugeschnittene, exklusive Formengut zumindest in Einzelfällen auch in der Breite der Gesellschaft zu verankern: So fand das Modell des profanen Berliner Kachelofens eine geradezu ständeübergreifende Verbreitung bis in die Wohnräume des im Entstehen begriffenen Industrieproletariats hinein. Mit seinem staatlich protegierten, bildungsschweren Designprogramm und in der Berufung auf das überzeitliche Ideal der Antike, hoffte Schinkel, dem ästhetischen Wildwuchs von Frühindustrialisierung und Konsumgesellschaft offensiv entgegentreten zu können. Die harmonisch durchproportionierte Schönheit der Schinkel’schen Produktschöpfungen gründet letztlich auf dem Willen, das Auseinanderstrebende seiner Zeit zusammenzuhalten und fixe Bezugspunkte zu setzen im Strom des beständigen Wandels.

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