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Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Johann Wolfgang von Goethe
Einblick in sein Leben und Werk


Porträt des jungen Goethe

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war Dichter, Kritiker und Naturforscher. Bis heute ist er die bedeutendste Erscheinung der deutschen Literatur geblieben. Nicht nur während der nach ihm benannten Goethezeit, sondern auch für folgende Generationen war und ist er der Inbegriff kultureller Geistigkeit. 

 

 

 

Eine virtuelle Zeitreise durch das Leben und Werk von Friedrich Schiller

 
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) war Dichter, Dramatiker, Historiker, Philosoph, Mediziner und Freiheitskämpfer. Sein Freundschaftsbund mit Goethe, der Austausch mit Herder und Wieland bildeten den Beginn der Weimarer Klassik.

 

 

Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger: Franz Graf von Pocci: Schattenspiel

(München Mai 2020)

Das 1847 erschienene "Schattenspiel" von Franz Pocci (1807-1876), dem "Kasperl-Graf", besteht aus 29 getuschten, nicht ausgeschnittenen Bildern in schwarz-weiß, von denen 14 hier wiedergegeben werden. Erzählt wird nicht eine zusammenhängende Geschichte in Schattenbildern, vielmehr handelt es sich um eine freie Zusammenstellung von meist bewegten Bildmotiven, bei deren Auswahl der Künstler u.a. auf das Volksleben, Religiosa (Hl. Drei Könige, Flucht nach Ägypten, Prozession) zurückgreift, vor allem aber das Bildinventar der (Spät)Romantik aufgreift (Ritter, Postillon, Nachtwächter, Bergbau, Zwerg, wandernde Zigeuner, Kahnfahrt mit musizierender Gesellschaft, Ständchen, Dudelsack). Schwarzgetuschte Kompositionen mit Silhouetten waren in jenen Jahren populär und wurden etwas später auch häufig in der populären Druckgraphik, z.B. den "Münchner Bilderbogen" verwendet.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
"Es war einmal ..." Das Märchen auf Postkarten

(München April 2020)

Die besonders von den Brüdern Grimm in ihren "Kinder- und Hausmärchen" benutzte "Einleitungsformel" "Es war einmal ..." ruft die "rechte Märchenstimmung, die rechte Einstellung auch zum Märcheninhalt" auf, "verzichtet gänzlich auf historische Glaubwürdigkeit" und weist auf einen "unbestimmten Zeitraum" hin, in dem die  Handlung spielt (Mackensen, Pierer). Die Seite dokumentiert das Nebeneinander von mündlichem Erzählen und dem Vorlesen aus einem gedruckten (Bilder)Buch. Dabei ist das Erzählen im Bereich der Familie, des Hauses oder im Freien eine Domäne des bäuerlichen und (klein)bürgerlichen Lebens, wogegen das Vorlesen aus Bilderbüchern oft auf eine sozial gehobene Schicht weist. Die französischen bzw. aus dem Französischen übersetzten Feenmärchen, die seit dem 18. Jahrhundert einen eigenen Literaturzweig bilden, werden einem gebildeten und reichen Hausstand zugeordnet. Eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung der Märchen nehmen die Mutter sowie Großvater und Großmutter ein. Unter der Bezeichnung "Sinnbilder" werden von uns bildliche Vorstellungen, die häufig nur die allgemeinen Bezeichnungen "Märchen" oder "Waldmärchen" tragen, zusammengefasst. Mit den Träumen und der "Welt des Wunders" innig verwoben, verfügt das Märchen "ganz nach Belieben über die Welt, mit allen ihren Kräften, Gestalten und Wesen; es darf die ganze Natur beleben, allen Wesen und Dingen Vernunft und Sprache leihen" (Pierer). Die Bilder auf über 40 Postkarten bilden den Mittelpunkt der Seite. Ihnen beigegeben werden acht Gedichte, die das "Kinderglück"  der Märchenstunden, aber auch deren Verlust im Leben thematisieren. Nur in seltenen Augenblicken tritt noch die "Waldfee" aus ihrem "Zauberschloss des Waldes". Den Abschluss bildet der Artikel "Märchen" in einem Konversationslexikon des 19. Jahrhunderts, der das damalige Wissen dokumentiert.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Joseph von Eichendorff: Gedichte. Illustriert von Hans Looschen

(München März 2020)

Der Berliner Maler Hans Looschen (1859-1923) war ein Schüler der Berliner Akademie (Malklasse Hildebrandt), Mitbegründer der Secession und von 1913 bis 1923 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Er schuf Stilleben, Landschaften, Bildnisse, Märchenbilder und figürliche Kompositionen, "die sich durch kraftvollen Realismus, breite, wuchtige Pinselführung und koloristischen Reiz auszeichnen." Auch hat er zahlreiche Dichtungen illustriert: Balladen von Goethe und Schiller, Goethes "Hermann und Dorothea", Eichendorffs "Taugenichts" und dessen Gedichte, Chamissos "Schlemihl" wie auch Märchen und Sagen sowie Jugendliteratur. Das Goethezeitportal stellt über 15 Illustrationen zu Gedichten Eichendorffs vor, die 1896 im Verlagshaus Bong in Berlin erschienen. Darunter wenig bekannte Gedichte wie "Der alte Held", Tafellied zu Goethes Geburtstag 1831.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Friedrich Schiller: Der Kampf mit dem Drachen in Umrissen von Moritz Retzsch

(München Februar 2020)

Von dem Maler und Radierer Moritz Retzsch (1779-1857) publizierte  das Goethezeitportal bereits Umrisse zu Werken Goethes ("Faust") und Schillers ("Lied von der Glocke", "Gang zum Eisenhammer", "Pegasus im Joche"). Hier folgen die zu ihrer Zeit geschätzten Umrissradierungen von 1824 zu Schillers volkstümlicher Ballade "Der Kampf mit dem Drachen" (Erstdruck 1799). Dem Text der Ballade werden die 16 Umrisse von Retzsch sowie seine von ihm so bezeichneten "Andeutungen" beigegeben, in denen der Künstler die (teilweise vom Text abweichenden oder ihn ergänzenden) Bildmotive und deren Ausgestaltung beschreibt. Der Ausspruch des Kreuzordenritter-Meisters "Mut zeiget auch der Mameluk, / Gehorsam ist des Christen Schmuck" wurde zum geflügelten Wort. Eine Kurzbiographie stellt den Künstler vor.

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Die Weimarer Klassik

Aus dem Jugendprojekt

Ruth Mirtes: Goethe und die Weimarer Klassik

Frisch aus dem Ei geschlüpft sind bei uns die neuen Informationsseiten über die Weimarer Klassik im Jugendprojekt. An dieser Stelle 1000 Dank an die Deutsch-Lehrerin Ruth Mirtes für den lebendigen und informationsreichen Text! Wir finden den Beitrag richtig gut zu lesen und mal nicht so trocken, wie es leider ja oft in Sekundärliteratur der Fall ist. Überzeugt Euch am besten selbst gleich auf den Seiten über "Goethe und die Weimarer Klassik".

Um uns der Weimarer Klassik zu nähern, müssen wir das thüringische Städtchen zunächst einmal verlassen. Zusammen mit Goethe brechen wir nach Italien auf und spazieren zuweilen neben ihm, wenn er dort, unter der Sonne des Südens, zum Klassiker wird....

Zur Mignon-Serie Folge II  Zum Beitrag

 

 

Empfehlungen der Redaktion

Monika Estermann: Goethe in der Nachkriegszeit. Ein Rundblick

Der Beitrag behandelt das Spektrum von Goethes vielfältigen Funktionen in der kurzen Zeitspanne von 1945 bis 1949, zwischen Kapitulation und Gründung der beiden deutschen Staaten. Im Umfeld seines 200. Geburtstages wird Goethe in den großen Reden und den teilweise heftigen Debatten (Jaspers, Th. Mann, Beutler u.a.) als wichtiger Haltepunkt bei der Suche nach Neuorientierung beschworen. Dabei zeigen sich bereits gravierende Unterschiede in der Rezeption im Westen und dem Osten Deutschlands. Von großer Bedeutung sind aber auch die indirekten Zeugnisse für seine unbeschädigte und beispielgebend verstandene Autorität, etwa als Bezugspunkt in Darstellungen der Gegenwart oder in Berichten über Lektüreerlebnisse während oder nach dem Krieg oder aber in den zahlreichen Neugründungen von Ortvereinen der Weimarer Goethe-Gesellschaft. Dem entsprechend nehmen seine Werke in der bescheidenen Buchproduktion der Zeit eine große Rolle ein  durch die Vielzahl der Titel, besonders der Gedichte, oder „Hermann und Dorothea“ oder des „Faust“. Dabei ist die ungewöhnlich qualitätvolle Ausstattung einiger Ausgaben des „Faust“ in der Zeit des allgemeinen Mangels besonders bemerkenswert, wobei die bedeutendste mit den Illustrationen von Max Beckmann erst 1957 erscheinen konnte.

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Gunter E. Grimm: „Nähe in der Ferne“. Streiflichter auf Gottfried Benns Goethe-Rezeption

Gottfried Benn hat sich seit seinem zum Goethejahr 1932 verfassten, Furore machenden Aufsatz „Goethe und die Naturwissenschaften“ kontinuierlich mit Goethe und seinem Werk beschäftigt. Außer Nietzsche begegnet kein Name häufiger in seinen Essays, Reden und Briefen. Goethe galt ihm als historischer Vertreter eines harmonistischen Weltbildes und – trotz gelegentlicher Ironie – als verehrungswürdige Instanz. Benns Annäherung an Goethes literarisches Werk geschah freilich nicht in hermeneutischer oder systematischer Absicht. Leitend war für ihn ein persönliches Interesse, das ihn Goethe einmal als geistigen Kontrahenten, ein andermal als lebensweltliches und dichterisches Vorbild verstehen ließ. Benns Goethe-Rezeption ist mittlerweile umfassend erforscht. Dennoch gibt es einige weniger beachtete Aspekte, von denen drei in den Blick genommen werden: Benns Selbstinszenierung, die Funktion von F. W. Oelze für Benns Goethebild, die verfremdende Umwandlung Goethescher Muster in Benns eigener Lyrik.

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