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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Goethes Schweizerreise 1775
Alpenwanderung in Wort und Bild

Eine Dokumentation

Erstellt: Januar 2011
Stand: Februar 2017
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Gliederung

1. Einführung
2. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit.
Vierter Teil, 18. und 19. Buch.
Mit Zeichnungen Goethes

3. Literaturhinweise
4. Rechtlicher Hinweis und Kontaktanschrift

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1. Einführung

Zur ersten Schweizer Reise brach Goethe am 14. Mai in Frankfurt auf, wo er nach zehn Wochen, am 22. Juli, wieder eintraf. Die Reisegesellschaft bestand aus den Grafen Friedrich und Christian von Stolberg und dem Grafen Christian von Haugwitz. Reisestationen auf dem Weg nach Zürich waren Darmstadt, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Straßburg, Emmendingen (wo Goethe seine Schwester besuchte), Freiburg, Schaffhausen mit dem Rheinfall, Konstanz und Winterthur. Der Aufenthalt in Zürich dauerte vom 9. bis 15. Juni. Die Gesellschaft, der sich Jakob Ludwig Passavant anschloss, wanderte zum Kloster Maria Einsiedeln, von wo die Grafen nach Zürich zurückkehrten und Goethe mit Passavant die Alpenwanderung begann. Sie gingen "nach Schwyz, über den Lowerzer See nach den Rigi. Über Vitznau am Fuße des Berges führte der Weg auf den Spuren Wilhelm Tells zur Tellskapelle und nach Altdorf. Es folgte der Anstieg zum Gotthardpass." Die Passhöhe mit dem Hospiz wurde am 21. Juni erreicht. "Nach der Übernachtung erfolgte am 22. Juni der Abstieg und Rückweg nach Zürich. Dort trafen die Reisenden am 26. Juni ein." Die Rückreise führte über Basel, Straßburg (wo Goethe Lenz traf), Speyer, Heidelberg und Darmstadt. (Goethe: Sämtliche Werke, Bd. 1.2, S. 894f.)

Goethe benutzte das Reisetagebuch, das er zwischen dem 16. und 22. Juni 1775 führte, und 16 seiner Zeichnungen in "Dichtung und Wahrheit" zur Schilderung der ersten Schweizer Reise. Neben Tagebuchnotizen enthält das Oktavheft "Aperçus und zufällige Betrachtungen, Zeugnisse freundschaftlicher Kommunikation sowie erste Gedichtniederschriften" (Hahn: Von Zürich nach Weimar, S. 6), Vieles in nur schwer deutbaren Abbreviaturen. Goethe reflektierte auf dieser Wanderung die Grenzen von Sprache und Zeichnung; er betonte die Schwierigkeiten der Interpretation des einen Mediums durch das andere und experimentierte mit Möglichkeiten ihres Zusammenspiels. Einige Skizzen zeichnen sich durch schnell hingeworfene, dynamische Kürzel von Natureindrücken aus, deren Dechiffrierung schwierig ist - vgl. "Bergpfad am Gotthard" (Corpus Nr. 117) und "Teufelsbrücke" (Corpus Nr. 126). Andere Studien sowie seine Notate (vgl. "Bergrücken in der Schweiz", Corpus Nr. 129, mit Aufzeichnung auf der gegenüberliegenden Seite) schildern sachlich den Charakter der Landschaft (Aufbau und Struktur, Vegetation und Wolken, Farbtönung und Lichtverhältnisse) sowie Bauweise und Nutzung von Hütten und Häusern.

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2.
Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit,
Vierter Teil, 18. und 19. Buch.
Mit Zeichnungen Goethes

Am 16. Juni 1775, denn hier find' ich zuerst das Datum verzeichnet, traten wir einen beschwerlichen Weg an; wilde, steinige Höhen mussten überstiegen werden und zwar in vollkommener Einsamkeit und Öde. Abends 3/4 auf Achte standen wir den Schwytzer hoken [Großer und Kleiner Mythen] gegenüber, zweien Berggipfeln, die nebeneinander mächtig in die Luft ragen. Wir fanden auf unsern Wegen zum ersten Mal Schnee, und an jenen zackigen Felsgipfeln hing er noch vom Winter her. Ernsthaft und fürchterlich füllte ein uralter Fichtenwald die unabsehlichen Schluchten, in die wir hinab sollten. Nach kurzer Rast, frisch und mit mutwilliger Behändigkeit, sprangen wir den von Klippe zu Klippe, von Platte zu Platte in die Tiefe sich stürzenden Fußpfad, und gelangten um zehn Uhr nach Schwyz. Wir waren zugleich müde und munter geworden, hinfällig und aufgeregt, wir löschten gähling unsern heftigen Durst und fühlten uns noch mehr begeistert. Man denke sich den jungen Mann, der etwa vor zwei Jahren den »Werther« schrieb, einen jüngeren Freund, der sich schon an dem Manuskript jenes wunderbaren Werks entzündet hatte, beide ohne Wissen und Wollen gewissermaßen in einen Naturzustand versetzt, lebhaft gedenkend vorübergegangener Leidenschaften, nachhängend den gegenwärtigen, folgelose Plane bildend, im Gefühl behaglicher Kraft das Reich der Phantasie durchschwelgend, – dann nähert man sich der Vorstellung jenes Zustandes, den ich nicht zu schildern wüsste, stünde nicht im Tagebuche: »Lachen und Jauchzen dauerte bis um Mitternacht.«

Den 17. morgens sahen wir die Schwytzerhoken vor unsern Fenstern. An diesen ungeheuern unregelmäßigen Naturpyramiden stiegen Wolken nach Wolken hinauf. Um 1 Uhr nachmittags von Schwyz weg, gegen den Rigi zu, um 2 Uhr auf dem Lauwerzer See [Lauerzer See]  herrlicher Sonnenschein. Vor lauter Wonne sah man gar nichts; zwei tüchtige Mädchen führten das Schiff; das war anmutig, wir ließen es geschehen. Auf der Insel langten wir an, wo sie sagen: hier habe der ehemalige Zwingherr gehaust; wie ihm auch sei, jetzt zwischen die Ruinen hat sich die Hütte des Waldbruders eingeschoben.

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Zeichnung Goethes: Die Mythen
Datiert auf den 17. Juni 1775
(Koetschau / Morris, Tafel 11a; Corpus I, Nr. 107)

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Tuschzeichnung Goethes
Waldlandschaft mit Wasserfall im Hintergrund
Auf der Rückseite bezeichnet: "17 Juni 75 Rigi".
(Koetschau / Morris, Tafel 3; Corpus I, Nr. 112; Maisak, Nr. 27)

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Zeichnung Goethes
Wirtsstube im Ochsen
Ein Gast im Gespräch mit der Wirtin.
Bezeichnet: "Rigi d 17 Juni 1775 im Ochsen".
(Koetschau / Morris, Tafel 1; Corpus I, Nr. 110)

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Zeichnung Goethes: Kapelle
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Auf der Rückseite, nicht von Goethes Hand, bezeichnet: "Goethe den 18. Jun. 1775". Kapelle, an einem bewaldeten Berghang gelegen, rechts seitlich ein Bauernhaus. - Wahrscheinlich bezieht sich auf dieses Blatt die Bemerkung im Tagebuch: "18. Sontags früh gezeichnet die Capelle vom Ochsen aus". (Koetschau / Morris, Tafel 4)

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Zeichnung Goethes: Blockhütte
Bezeichnet: "Rigi. 18 Jun."
(Koetschau / Morris, Tafel 5d; Corpus I, Nr. 113)

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Wir bestiegen den Rigi, um halb achte standen wir bei der Mutter Gottes im Schnee [Wallfahrtskirche Maria zum Schnee]; sodann an der Kapelle, am Kloster vorbei, im Wirtshaus »Zum Ochsen«.

Den 18. sonntags früh die Kapelle vom »Ochsen« aus gezeichnet. Um 12 Uhr nach dem Kalten Bad oder zum Drei-Schwestern-Brunnen. Ein Viertel nach zwei hatten wir die Höhe [Rigi-Kulm] erstiegen; wir fanden uns in Wolken, diesmal uns doppelt unangenehm, als die Aussicht hindernd und als niedergehender Nebel netzend. Aber als sie hie und da auseinander rissen und uns, von wallenden Rahmen umgeben, eine klare, herrliche, sonnenbeschienene Welt als vortretende und wechselnde Bilder sehen ließen, bedauerten wir nicht mehr diese Zufälligkeiten; denn es war ein nie gesehner, nie wieder zu schauender Anblick, und wir verharrten lange in dieser gewissermaßen unbequemen Lage, um durch die Ritzen und Klüfte der immer bewegten Wolkenballen einen kleinen Zipfel besonnter Erde, einen schmalen Uferzug und ein Endchen See zu gewinnen.

Um 8 Uhr abends waren wir wieder vor der Wirtshaustüre zurück und stellten uns an gebackenen Fischen und Eiern und genugsamem Wein wieder her.

Wie es denn nun dämmerte und allmählich nachtete, beschäftigten ahnungsvoll zusammenstimmende Töne unser Ohr; das Glockengebimmel der Kapelle, das Plätschern des Brunnens, das Säuseln wechselnder Lüftchen, in der Ferne Waldhörner; – es waren wohltätige, beruhigende, einlullende Momente.

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Zeichnung Goethes: Bauernhütte
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Bezeichnet: "bey Izenau. d. 19. NB. Die Steine dunckel das Holzwerck heller und durch den ausblickenden dunckeln Grund erhaben". Mit Izenau ist Vitznau gemeint.
Altersurteil: "Schwache Versuche nach der Natur gezeichnet und der Skitze gleich auf demselben Blatte mit Beschreibung nachzuhelfen, wodurch aus beyden nichts wird." (Schema vom 25.10.1821 zum 19. Buch von "Dichtung und Wahrheit")
(Koetschau / Morris, Tafel 6a; Corpus I, Nr. 114, Zitat S. 50)

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Zeichnung Goethes: Schweizer Berghütten
Bleistift, Bisterlavierung und Tuschlavierung
Bleistiftdatierung "1775".
(Corpus I, Nr. 130, mit hier wiedergegebener Abbildung)

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Zeichnung Goethes: Wirtshaus am Vierwaldstädter See
Bezeichnet: "19. Juni 75. Wirtshaus am Vier Waldst. See"
Das Haus steht dicht am Seeufer; links vorn ist ein Kahn angebunden.
(Koetschau / Morris, Tafel 9a; Corpus I, Nr. 115)

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Zeichnung Goethes: Bergpfad
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Bezeichnet: "d. 20 J. Gothard"
"Die Interpretation des Gegenständlichen kann fast bis zur Unkenntlichkeit reduziert werden, so dass nur noch Bewegung an sich wirksam bleibt" (Alfried Hirth).
(Koetschau / Morris, Tafel 6c; Corpus I, Nr. 117, Zitat S. 51)

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 Am 19. früh halb sieben erst aufwärts, dann hinab an den Waldstätter See [Vierwaldstädter See], nach Vitznau, von da zu Wasser nach Gersau. Mittags im Wirtshaus am See. Gegen 2 Uhr dem Grütli [Rütli] gegenüber, wo die drei Tellen schwuren, darauf an der Platte, wo der Held aussprang und wo ihm zu Ehren die Legende seines Daseins und seiner Taten durch Malerei verewigt ist. Um 3 Uhr in Flüelen, wo er eingeschifft ward; um 4 Uhr in Altdorf, wo er den Apfel abschoss. (1)

An diesem poetischen Faden schlingt man sich billig durch das Labyrinth dieser Felsenwände, die steil bis in das Wasser hinabreichend uns nichts zu sagen haben. Sie, die Unerschütterlichen, stehen so ruhig da, wie die Kulissen eines Theaters; Glück oder Unglück, Lust oder Trauer ist bloß den Personen zugedacht, die heute auf dem Zettel stehen.

Dergleichen Betrachtungen jedoch waren gänzlich außer dem Gesichtskreis jener Jünglinge, das Kurzvergangene hatten sie aus dem Sinne geschlagen, und die Zukunft lag so wunderbar unerforschlich vor ihnen, wie das Gebirg, in das sie hinein strebten.

Am 20. brachen wir nach Amsteg auf, wo man uns gebackene Fische gar schmackhaft bereitete. Hier nun, an diesem schon genugsam wilden Angebirge, wo die Reuß aus schrofferen Felsklüften hervordrang und das frische Schneewasser über die reinlichen Kiesbänke hinspielte, enthielt ich mich nicht, die gewünschte Gelegenheit zu nutzen und mich in den rauschenden Wellen zu erquicken. (2)

Um 3 Uhr brachen wir von da auf; eine Reihe Saumrosse zog vor uns her, wir schritten mit ihr über eine breite Schneemasse und erfuhren erst nachher, dass sie unten hohl sei. Hier hatte sich der Winterschnee in eine Bergschlucht eingelegt, um die man sonst herumziehen musste, und diente nunmehr zu einem graden verkürzten Wege. Die unten durchströmenden Wasser hatten sie nach und nach ausgehöhlt, durch die milde Sommerluft war das Gewölb' immer mehr abgeschmolzen, so dass sie nunmehr als ein breiter Brückenbogen das Hüben und Drüben natürlich zusammenhielt. Wir überzeugten uns von diesem wundersamen Naturereignis, indem wir uns etwas oberhalb hinunter in die breitere Schlucht wagten.

Wie wir uns nun immer weiter erhuben, blieben Fichtenwälder im Abgrund, durch welche die schäumende Reuß über Felsenstürze sich von Zeit zu Zeit sehen ließ.

Um 1/2 8 Uhr gelangten wir nach Wasen, wo wir, uns mit dem roten, schweren, sauern lombardischen Wein zu erquicken, erst mit Wasser nachhelfen und mit vielem Zucker das Ingrediens ersetzen mussten, was die Natur in der Traube auszukochen versagt hatte. Der Wirt zeigte schöne Kristalle vor; ich war aber damals so entfernt von solchen Naturstudien, dass ich mich nicht einmal für den geringen Preis mit diesen Bergerzeugnissen beschweren mochte.

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Zeichnung Goethes: Teufelsstein
Bezeichnet: "23 Juni Teufels Stein
(Koetschau / Morris, Tafel 9c; Corpus I, Nr. 123)

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Zeichnung Goethes: Teufelsbrücke
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Bezeichnet: "23. Jun. Teufels Brücke"
"So schnellt die Teufelsbrücke sich förmlich über das Wasser hinüber, nur die Lebendigkeit des Überbrückens ist wichtig, alles andere ist mit den notwendigsten Strichen hierzu nur Folie." (Alfried Hirth)
(Koetschau / Morris, Tafel 9d; Corpus I, Nr. 126, Zitat S. 55)

Laut einer Mitteilung von Frau Irmgard Bogenstahl (arcus88@gmx.de) handelt es sich bei dieser Zeichnung nicht um die Teufelsbrücke, sondern "um die 1649 fertiggestellte Häderlisbrücke, eine zweibogige Gewölbebrücke, die am 24./25. August 1987 in Folge eines starken Unwetters mit Hochwasser weggeschwemmt wurde und im Jahre 1991 identisch zur Vorgängerbrücke wiederaufgebaut wurde." Wie es zu der falschen Bezeichnung durch Goethe kam, bleibt zu klären.

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Zeichnung Goethes: Teufelsbrücke
Bezeichnet: "23 Teufels Brücke"
(Koetschau / Morris, Tafel 10a; Corpus I, Nr. 127)

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 Den 21. halb 7 Uhr aufwärts; die Felsen wurden immer mächtiger und schrecklicher, der Weg bis zum Teufelsstein, bis zum Anblick der Teufelsbrücke immer mühseliger. Meinem Gefährten beliebte es hier auszuruhen; er munterte mich auf, die bedeutenden Ansichten zu zeichnen. Die Umrisse mochten mir gelingen, aber es trat nichts hervor, nichts zurück; für dergleichen Gegenstände hatte ich keine Sprache. Wir mühten uns weiter, das ungeheure Wilde schien sich immer zu steigern, Platten wurden zu Gebirgen, und Vertiefungen zu Abgründen. So geleitete mich mein Führer bis ans Urner Loch, durch welches ich gewissermaßen verdrießlich hindurch ging; was man bisher gesehen, war doch erhaben, diese Finsternis hob alles auf.

Aber freilich hatte sich der schelmische Führer das freudige Erstaunen voraus vorgestellt, das mich beim Austritt überraschen musste. Der mäßig schäumende Fluss schlängelte sich hier milde durch ein flaches, von Bergen zwar umschlossenes, aber doch genugsam weites, zur Bewohnung einladendes Tal; über dem reinlichen Örtchen Urseren und seiner Kirche, die uns auf ebenem Boden entgegen standen, erhob sich ein Fichtenwäldchen, heilig geachtet, weil es die am Fuße Angesiedelten vor höher herabrollenden Schneelawinen schützte. Die grünenden Wiesen des Tales waren wieder am Fluss her mit kurzen Weiden geschmückt; man erfreute sich hier einer lange vermissten Vegetation. Die Beruhigung war groß, man fühlte auf flachen Pfaden die Kräfte wieder belebt, und mein Reisegefährte tat sich nicht wenig zugute auf die Überraschung, die er so schicklich eingeleitet hatte.

An der Matte fand sich der berühmte Ursener Käse, und die exaltierten jungen Leute ließen sich einen leidlichen Wein trefflich schmecken, um ihr Behagen noch mehr zu erhöhen und ihren Projekten einen phantastischern Schwung zu verleihen.

Den 22. halb 4 Uhr verließen wir unsre Herberge, um aus dem glatten Ursener Tal ins steinigte Liviner Tal einzutreten. Auch hier ward sogleich alle Fruchtbarkeit vermisst; nackte, wie bemooste Felsen, mit Schnee bedeckt, ruckweiser Sturmwind, Wolken heran und vorbeiführend, Geräusch der Wasserfälle, das Klingeln der Saumrosse in der höchsten Öde, wo man weder die Herankommenden noch die Scheidenden erblickte. Hier kostet es der Einbildungskraft nicht viel, sich Drachennester in den Klüften zu denken. Aber doch erheitert und erhoben fühlte man sich durch einen der schönsten, am meisten zum Bilde sich eignenden, in allen Abstufungen grandios mannigfaltigen Wasserfall, der gerade in dieser Jahrszeit vom geschmolzenen Schnee überreich begabt, von Wolken bald verhüllt bald enthüllt, uns geraume Zeit an die Stelle fesselte.

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Getuschte Federzeichnung Goethes: Der Wasserfall der Reuß
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Bezeichnet: "d. 21. J. Drachenthal"
Charakteristisch: die Nahsicht und der "abbreviierte Stil schnellster Kurven und kleiner Striche", in Parallele zu den Tagebuchnotizen (Ludwig Münz).
(Koetschau / Morris, Tafel 7; Corpus I, Nr. 118, Zitat S. 52; Maisak, Nr. 28)

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 Endlich gelangten wir an kleine Nebelseen, wie ich sie nennen möchte, weil sie von den atmosphärischen Streifen kaum zu unterscheiden waren. Nicht lange, so trat aus dem Dunste ein Gebäude entgegen, es war das Hospiz, und wir fühlten große Zufriedenheit, uns zunächst unter seinem gastlichen Dache schirmen zu können.

Durch das leichte Kläffen eines uns entgegen kommenden Hündchens angemeldet, wurden wir von einer ältlichen aber rüstigen Frauensperson an der Türe freundlich empfangen; sie entschuldigte den Herrn Pater, welcher nach Mailand gegangen sei, jedoch diesen Abend wieder erwartet werde; alsdann aber sorgte sie, ohne viel Worte zu machen, für Bequemlichkeit und Bedürfnis. Eine warme geräumige Stube nahm uns auf; Brot, Käse und trinkbarer Wein wurden aufgesetzt, auch ein hinreichendes Abendessen versprochen. Nun wurden die Überraschungen des Tags wieder aufgenommen, und der Freund tat sich höchlich darauf zugute, dass alles so wohl gelungen und ein Tag zurückgelegt sei, dessen Eindrücke weder Poesie noch Prose wieder herzustellen imstande. Bei spät einbrechender Dämmerung trat endlich der ansehnliche Pater herein, begrüßte mit freundlich vertraulicher Würde seine Gäste und empfahl mit wenigen Worten der Köchin alle mögliche Aufmerksamkeit. Als wir unsre Bewunderung nicht zurückhielten, dass er hier oben, in so völliger Wüste, entfernt von aller Gesellschaft, sein Leben zubringen gewollt, versicherte er: an Gesellschaft fehle es ihm nie, wie wir denn ja auch gekommen wären, ihn mit unserm Besuche zu erfreuen. Gar stark sei der wechselseitige Warentransport zwischen Italien und Deutschland; dieser immerfortwährende Speditionswechsel setze ihn mit den ersten Handelshäusern in Verhältnis. Er steige oft nach Mailand hinab, komme seltener nach Luzern, von woher ihm aber aus den Häusern, welche das Postgeschäft dieser Hauptstraße zu besorgen hätten, zum öftern junge Leute zugeschickt würden, die hier oben auf dem Scheidepunkt mit allen in diese Angelegenheiten eingreifenden Umständen und Vorfallenheiten bekannt werden sollten.

Unter solchen mannigfaltigen Gesprächen ging der Abend hin, und wir schliefen eine ruhige Nacht in etwas kurzen, an der Wand befestigten, eher an Repositorien als Bettstellen erinnernden Schlafstätten.

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Zeichnung Goethes: Auf dem St. Gotthard
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Bleistiftnotiz: "d. 22. Juni 1775 bey den Kapuzinern zu oberst auf dem Gotthard mitten in Schnee und Wolken".
(Maisak, Nr. 29; Corpus I, Nr. 121 mit hier wiedergegebener Abbildung)

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Zeichnung Goethes: Scheideblick nach Italien
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Auf der Rückseite (die Schrift ist in der Wiedergabe unten rechts angebracht worden) bezeichnet: "Scheide Blick nach Italien vom Gotthard d. 22. Juni. 1775". Personen: Goethe, sitzend; Passavant stehend. Das Blatt ist mit Blei angelegt und z.T. mit Tusche laviert. (Koetschau / Morris, Tafel 8; Corpus I, Nr. 120; Maisak, Nr. 30)

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 Früh aufgestanden, befand ich mich bald zwar unter freiem Himmel, jedoch in engen, von hohen Gebirgskuppen umschlossenen Räumen. Ich hatte mich an den Fußpfad, der nach Italien hinunterging, niedergelassen und zeichnete, nach Art der Dilettanten, was nicht zu zeichnen war und was noch weniger ein Bild geben konnte: die nächsten Gebirgskuppen, deren Seiten der herabschmelzende Schnee mit weißen Furchen und schwarzen Rücken sehen ließ; indessen ist mir durch diese fruchtlose Bemühung jenes Bild im Gedächtnis unauslöschlich geblieben.

Mein Gefährte trat mutig zu mir und begann: »Was sagst du zu der Erzählung unsres geistlichen Wirts von gestern Abend? Hast du nicht, wie ich, Lust bekommen, dich von diesem Drachengipfel hinab in jene entzückenden Gegenden zu begeben? Die Wanderung durch diese Schluchten hinab muss herrlich sein und mühelos, und wann sich's dann bei Bellinzona öffnen mag, was würde das für eine Lust sein! Die Inseln des großen Sees [Lago Maggiore] sind mir durch die Worte des Paters wieder lebendig in die Seele getreten. Man hat seit Keyßlers Reisen (3) so viel davon gehört und gesehen, dass ich der Versuchung nicht widerstehen kann. Ist dir's nicht auch so?« fuhr er fort; »du sitzest gerade am rechten Fleck, schon einmal stand ich hier und hatte nicht den Mut hinabzuspringen. Geh voran ohne weiteres, in Airolo wartest du auf mich, ich komme mit dem Boten nach, wenn ich vom guten Pater Abschied genommen und alles berichtigt habe.«

»So ganz aus dem Stegreife ein solches Unternehmen, will mir doch nicht gefallen.« – »Was soll da viel Bedenken!« rief jener, »Geld haben wir genug, nach Mailand zu kommen, Kredit wird sich finden, mir sind von unsern Messen her dort mehr als ein Handelsfreund bekannt.« Er ward noch dringender. »Geh!« sagte ich, »mach alles zum Abschied fertig, entschließen wollen wir uns alsdann.«

Mir kommt vor, als wenn der Mensch, in solchen Augenblicken, keine Entschiedenheit in sich fühlte, vielmehr von früheren Eindrücken regiert und bestimmt werde. Die Lombardie und Italien lag als ein ganz Fremdes vor mir; Deutschland als ein Bekanntes, Liebwertes, voller freundlichen einheimischen Aussichten, und, sei es nur gestanden: das, was mich so lange ganz umfangen, meine Existenz getragen hatte, blieb auch jetzt das unentbehrlichste Element, aus dessen Grenzen zu treten ich mich nicht getraute. Ein goldnes Herzchen, das ich in schönsten Stunden von ihr erhalten hatte, hing noch an demselben Bändchen, an welchem sie es umknüpfte, lieberwarmt an meinem Halse. Ich fasste es an und küsste es; mag ein dadurch veranlasstes Gedicht (4) auch hier eingeschaltet sein:

Angedenken du verklung'ner Freude,
Das ich immer noch am Halse trage,
Hältst du länger als das Seelenband uns beide?
Verlängerst du der Liebe kurze Tage?

Flieh' ich, Lili, vor dir! Muss noch an deinem Bande
Durch fremde Lande,
Durch ferne Täler und Wälder wallen!
Ach, Lili's Herz konnte so bald nicht
Von meinem Herzen fallen.

Wie ein Vogel, der den Faden bricht
Und zum Walde kehrt,
Er schleppt, des Gefängnisses Schmach,
Noch ein Stückchen des Fadens nach,
Er ist der alte freigeborne Vogel nicht,
Er hat schon jemand angehört.


Schnell stand ich auf, damit ich von der schroffen Stelle wegkäme und der mit dem refftragenden Boten (5) heranstürmende Freund mich in den Abgrund nicht mit fortrisse. Auch ich begrüßte den frommen Pater und wendete mich, ohne ein Wort zu verlieren, dem Pfade zu, woher wir gekommen waren. Etwas zaudernd folgte mir der Freund, und ohngeachtet seiner Liebe und Anhänglichkeit an mich blieb er eine Zeitlang eine Strecke zurück, bis uns endlich jener herrliche Wasserfall wieder zusammenbrachte, zusammenhielt und das einmal Beschlossene endlich auch für gut und heilsam gelten sollte.

Von dem Herabstieg sag' ich nichts weiter, als dass wir jene Schneebrücke, über die wir in schwerbeladener Gesellschaft vor wenig Tagen ruhig hinzogen, völlig zusammengestürzt fanden, und nun, da wir einen Umweg durch die eröffnete Bucht machen mussten, die kolossalen Trümmer einer natürlichen Baukunst anzustaunen und zu bewundern hatten.

Ganz konnte mein Freund die rückgängige Wanderung nach Italien nicht verschmerzen; er mochte sich solche früher ausgedacht und, mit liebevoller Arglist, mich an Ort und Stelle zu überraschen gehofft haben. Deshalb ließ sich die Rückkehr nicht so heiter vollführen; ich aber war auf meinen stummen Pfaden um desto anhaltender beschäftigt, das Ungeheure, das sich in unserem Geiste mit der Zeit zusammenzuziehen pflegt, wenigstens in seinen fasslichen charakteristischen Einzelnheiten festzuhalten.

Nicht ohne manche neue wie erneuerte Empfindungen und Gedanken gelangten wir durch die bedeutenden Höhen des Vierwaldstätter Sees nach Küßnacht, wo wir landend und unsre Wanderung fortsetzend, die am Wege stehende Tellen-Kapelle zu begrüßen und jenen der ganzen Welt als heroisch-patriotisch rühmlich geltenden Meuchelmord zu gedenken hatten. Ebenso fuhren wir über den Zugersee, den wir schon vom Rigi herab aus der Ferne hatten kennen lernen. In Zug erinnere ich mich nur einiger, im Gasthofzimmer nicht gar großer, aber in ihrer Art vorzüglicher in die Fensterflügel eingefügter gemalter Scheiben. Dann ging unser Weg über den Albis in das Sihltal, wo wir einen jungen in der Einsamkeit sich gefallenden Hannoveraner, von Lindau (6), besuchten, um seinen Verdruss zu beschwichtigen, den er bei einer von mir früher gleich zuerst in Zürch nicht aufs freundlichste und schicklichste abgelehnte Begleitung empfunden hatte. Die eifersüchtige Freundschaft des trefflichen Passavant war eigentlich Ursache an dem Ablehnen einer zwar lieben, aber doch unbequemen Gegenwart.

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Zeichnung Goethes
Ein Bergrücken, zu dessen Höhe ein Pfad empor führt
(Koetschau / Morris, Tafel 11b; Corpus I, Nr. 129)

Auf der gegenüberliegenden Seite des Bogens ist zu lesen
(Koetschau / Morris, Abbildung der Aufzeichnung Tafel 12, Umschrift S. 30):

 

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 Ehe wir aber von diesen herrlichen Höhen wieder zum See und zur freundlich liegenden Stadt hinabsteigen, muss ich noch eine Bemerkung machen über meine Versuche, durch Zeichnen und Skizzieren der Gegend etwas abzugewinnen. Die Gewohnheit von Jugend auf, die Landschaft als Bild zu sehen, verführte mich zu dem Unternehmen, wenn ich in der Natur die Gegend als Bild erblickte, sie fixieren, mir ein sichres Andenken von solchen Augenblicken festhalten zu wollen. Sonst nur an beschränkten Gegenständen mich einigermaßen übend, fühlt' ich in einer solchen Welt gar bald meine Unzulänglichkeit. Drang und Eile zugleich nötigten mich zu einem wunderbaren Hülfsmittel: kaum hatte ich einen interessanten Gegenstand gefasst, und ihn mit wenigen Strichen im allgemeinsten auf dem Papier angedeutet, so führte ich das Detail, das ich mit dem Bleistift nicht erreichen noch durchführen konnte, in Worten gleich darneben aus und gewann mir auf diese Weise eine solche innere Gegenwart von dergleichen Ansichten, dass eine jede Lokalität, wie ich sie nachher in Gedicht oder Erzählung nur etwa brauchen mochte, mir alsobald vorschwebte und zu Gebote stand.

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Anmerkungen

(1) Goethe "bezieht sich auf die Tell-Geschichte schon im Tagebuch und im Brief an Charlotte Kestner vom 19.6.1775. Auf der Schweizerreise von 1797 beschäftigte ihn der Plan eines Tell-Epos auf der Grundlage von Ägidius Tschudis 'Schweizer Chronik'; er tritt den Stoff dann an Schiller ab." (Goethe: Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe, Bd. 16, S. 1066.)
(2) Mit Nacktbaden erregten die Gebrüder Stolberg, die mit Goethe reisten, Ärgernis in der Schweiz. Vgl. die Reflexion Goethes im Anschluss an den zitierten Auszug:

 Vergegenwärtige man sich zunächst jene unbedingte Richtung nach einer verwirklichten Naturfreiheit, so wird man den jungen Gemütern verzeihen, welche die Schweiz gerade als das rechte Lokal ansahen, ihre frische Jünglingsnatur zu idyllisieren. Hatten doch Geßners zarte Gedichte, sowie seine allerliebsten Radierungen hiezu am entschiedensten berechtigt.

In der Wirklichkeit nun scheint sich für solche poetische Äußerungen das Baden in unbeengten Gewässern am allerersten zu qualifizieren. Schon unterwegs wollten dergleichen Naturübungen nicht gut zu den modernen Sitten passlich erscheinen; man hatte sich ihrer auch einigermaßen enthalten. In der Schweiz aber, beim Anblick und Feuchtgefühl des rinnenden, laufenden, stürzenden, in der Fläche sich sammelnden, nach und nach zum See sich ausbreitenden Gewässers war der Versuchung nicht zu widerstehen. Ich selbst will nicht leugnen, dass ich mich im klaren See zu baden mit meinen Gesellen vereinte und, wie es schien, weit genug von allen menschlichen Blicken. Nackte Körper jedoch leuchten weit, und wer es auch mochte gesehen haben, nahm Ärgernis daran.

Die guten harmlosen Jünglinge, welche gar nichts Anstößiges fanden, halb nackt wie ein poetischer Schäfer, oder ganz nackt wie eine heidnische Gottheit sich zu sehen, wurden von Freunden erinnert, dergleichen zu unterlassen. Man machte ihnen begreiflich: sie weseten nicht in der uranfänglichen Natur, sondern in einem Lande, das für gut und nützlich erachtet habe, an älteren, aus der Mittelzeit sich herschreibenden Einrichtungen und Sitten fest zu halten. Sie waren nicht abgeneigt, dies einzusehen, besonders da vom Mittelalter die Rede war, welches ihnen als eine zweite Natur verehrlich schien. Sie verließen daher die allzu taghaften Seeufer und fanden auf ihren Spaziergängen durch das Gebirg so klare, rauschende, erfrischende Gewässer, dass in der Mitte Juni es ihnen unmöglich schien, einer solchen Erquickung zu widerstehen. So waren sie auf ihren weitschweifenden Spaziergängen in das düstere Tal gelangt, wo hinter dem Albis die Sihl strömend herabschießt, um sich unterhalb Zürch in die Limmat zu ergießen. Entfernt von aller Wohnung, ja von allem betretenen Fußpfad, fanden sie es hier ganz unverfänglich, die Kleider abzuwerfen und sich kühnlich den schäumenden Stromwellen entgegen zu setzen; dies geschah freilich nicht ohne Geschrei, nicht ohne ein wildes, teils von der Kühlung, teils von dem Behagen aufgeregtes Lustjauchzen, wodurch sie diese düster bewaldeten Felsen zur idyllischen Szene einzuweihen den Begriff hatten.

Allein, ob ihnen frühere Misswollende nachgeschlichen, oder ob sie sich durch diesen dichterischen Tumult in der Einsamkeit selbst Gegner aufgerufen, ist nicht zu bestimmen. Genug, sie mussten aus dem oberen stummen Gebüsch herab Steinwurf auf Steinwurf erfahren, ungewiss ob von wenigen oder mehrern, ob zufällig oder absichtlich, und sie fanden daher für das Klügste, das erquickende Element zu verlassen und ihre Kleider zu suchen.

Keiner war getroffen; Überraschung und Verdruss war die geistige Beschädigung, die sie erlitten hatten, und sie wussten, als lebenslustige Jünglinge, die Erinnerung daran leicht abzuschütteln.


(3) Johann Georg Keyßler: Neueste Reisen durch Deutschland, Böhmen, Ungarn, die Schweiz, Italien und Lothringen. Neue und vermehrte Auflage. Hannover. Im Verlag sel. Nicolai Försters und Sohns Erben 1751 (Digitalisierung durch Google). - Zu den Borromäischen Inseln siehe XXXV. Brief. Isola Bella und Isola Madre S. 255 ff.
(4) Nach der Trennung von Lili 1775/76 entstanden.
(5) Reff: Rückentrage. Das Reff "bestand aus einem Holzgestell, das auf dem Rücken befestigt wurde. Im rechten Winkel zum Rückenbrett war ein weiteres Brett befestigt, auf dem die zu transportierenden Gegenstände untergebracht wurden." Artikel "Reff" in Wikipedia, URL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Reff_(Rückentrage)
Siehe auch Goethes Zeichnung bei Koetschau / Morris, Tafel 11c (Corpus I, Nr. 109), Detail:

(6) "Heinrich Julius von Lindau (gest. 1777) aus Hannover, hatte sich aus Liebeskummer ('Verdruss') in die Schweiz zurückgezogen, wo er Lavaters Freundschaft gewann; später als hessischer Offizier in Amerika. Frühere Begegnung mit Goethe am 15.6.1775." (Goethe: Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe, Bd. 16, S. 1067.)

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3. Literaturhinweise

Literatur
* Goethes Schweizer Reise 1775. Zeichnungen und Niederschriften. Hrsg. von Karl Koetschau und Max Morris (Schriften der Goethe-Gesellschaft; 22) Weimar: Verlag der Goethe-Gesellschaft 1907. Aufnahme der Zeichnungen durch Hofphotograph Louis Held (1851-1927). - Die Bildaufnahmen und Erläuterungen sind, wo nicht anders angegeben, diesem Werk entnommen.
* Von Zürich nach Weimar. Goethes Tagebuch 1775. Hrsg. von Karl-Heinz Hahn. Weimar: Nationale Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar 1985 (Einführung, Umschrift und Faksimile).
* Wilhelm Bode: Goethes Schweizer Reisen. Leipzig: H. Haessel 1922 (mit zahlreichen Abbildungen).
* Johann Wolfgang Goethe: Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens. Münchner Ausgabe. Hrsg. von Karl Richter. Bd. 1.2 und Bd. 16. München: btb 2006.
* Corpus der Goethezeichnungen. Bd. 1. Von den Anfängen bis zur Italienischen Reise. Bearbeiter: Gerhard Femmel (Goethes Sammlungen zur Kunst, Literatur und Naturwissenschaft) Leipzig: E. A. Seemann 1958.
* Petra Maisak: Johann Wolfgang Goethe, Zeichnungen. Durchges., verb. und bibliogr. erg. Auflage. Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2001.

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Ludwig-Maximilians-Universität München
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