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(München September 2010)
Am Mittelrhein zwischen Mainz und Koblenz liegt Bacharach, das noch heute durch sein mittelalterlich anmutendes Stadtbild für Rheinreisende reizvoll ist. Vom schmalen Ufergelände aus staffelt sich die Stadt, flankiert von Weinbergen, vom Talboden in die Höhe und verdankt ihr romantisches Aussehen besonders vier charakteristischen Architekturanlagen und -monumenten: der Stadtbefestigung, der Burg Stahleck, der St. Peterskirche und der Ruine der Wernerkapelle. Das Goethezeitportal stellt den Ort mit seinen Denkmälern in Wort und Bild vor, führt in die Ortsgeschichte ein und gibt Erinnerungen von Rheinreisenden wieder, darunter Victor Hugo. Eine weitere Seite mit Heines Fragment "Der Rabbi von Bacherach", das den angeblichen Ritualmord am "guten Werner" und die Judenpogrome verarbeitet, ist in Vorbereitung.
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(München September 2010)
Nikolai von Astudin (1847-1925) schuf die beliebtesten Rheinansichten im Postkartenformat. Seine farbenfrohen Ansichten von Burgen und Schlössern, Orten und Kapellen von Mainz bis Köln arbeiten den romantischen Stimmungscharakter der Landschaft heraus. Das Goethezeitportal publiziert eine Auswahl dieser Veduten mit Rheingedichten. Die Gedichte beziehen sich auf die Sagen und Legenden, die mit den Örtlichkeiten verbunden sind, belegen das Schauerliche der Rheinromantik, aber auch die populären Motive von "Rhein, Weib und Gesang".
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(München Juni 2010)
Der Gasthof von Ännchen Schumacher (1860-1935) in Bad Godesberg war ein beliebter Treffpunkt für Burschenschaftler, wo ihre Kneipen stattfanden. Das 1878 entstandene Lied "Keinen Tropfen im Becher mehr" von Rudolf Baumbach wurde durch eine Zusatzstrophe auf Ännchen bezogen. Sie begleitete es am Klavier und nahm es in ihr rheinromantisches Kommersliederbuch auf. Schnell wurde sie zur berühmten und vielbesungenen "Lindenwirtin". Das Goethezeitportal bringt Auszüge aus ihrer Autobiographie, Gedichte auf Ännchen, Illustrationen auf Postkarten, originelle Adressierungen u.a.m.
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(München November 2009)
Dem Maler und Kupferstecher Georg Melchior Kraus (1737-1806), der zum Direktor der Weimarer Zeichenschule berufen wurde, verdanken wir die Ansicht der Stadt, wie Goethes Augen sie gesehen. Das Goethezeitportal publiziert eine Postkartenserie und weitere Illustrationen von Schloss, Ilmwiesen und Goethepark, darunter das Denkmal für Leopold von Braunschweig. Beigegebene Texte verdeutlichen, welche Gedanken „der freundlich stille Ort“ erweckte, „für den einst Goethe sang: Zierlich denken, süß Erinnern / Ist das Leben im tiefsten Innern.“
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(München Juli 2009)
In Fortsetzung des Schwerpunktes "Rheinromantik" publiziert das Goethezeitportal 15 Farblithografien von Karl Christian Koehler mit Ansichten von Rhein und Ahre um 1870. Diese Veduten, Andenken für Bildungstouristen, stehen in der Tradition der Rheinromantik. Die Titelillustration formuliert noch in spätromantischer Manier ein Programm der Rheinromantik, die folgenden Orts- und Landschaftsansichten gehen jedoch über die Spätromantik hinaus, indem sie den zeitgenössischen Arbeitsalltag integrieren. So wird der dokumentarische Wert der Ansichten (Architektur, Landschaft, Flusslauf) ergänzt durch kultur- und alltagsgeschichtliche Zeugnisse auf den Bildern.
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(München Dezember 2008)
Unter dem Titel „Rheinischer Sagen-Kreis“ veröffentlichte Adelheid von Stolterfoth (1800-1875), „adeliges Urgestein der Rheinlyrik“ (Gertrude Cepl-Kaufmann), 1835 eine Sammlung von Balladen, Romanzen und Legenden, die sich um Felsen, Burgen, Klöster und Städte des Rheins ranken. Der junge Alfred Rethel (1816-1859), bekannt durch seinen Zyklus „Auch ein Totentanz“, lieferte dazu die Illustrationen. Dieses Werk der Rheinromantik publiziert das Goethezeitportal vollständig in Wort und Bild.
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(München Mai 2008)
„Der Rhein bei Schaffhausen tut einen solchen Schuss in die Tiefe, dass er das Laufen vergisst und sich besinnt, ob er Dunst werden oder Wasser bleiben will.“ So schreibt 1780 Wilhelm Heinse, von dem die berühmteste Beschreibung des Rheinfalls stammt. Goethe hat auf allen drei Schweizer Reisen den Rheinfall besucht. Das Tagebuch seines letzten Besuches vom 18. September 1797 gestattet einen Einblick in Goethes Gedankenwerkstatt, indem es zeigt, wie er Eindrücke und Empfindungen zu Betrachtungen und Ideen verarbeitet. Texte Heinses, Goethes und Mörikes kombiniert das Goethezeitportal mit Reproduktionsgrafik, die die Landschaft so zeigt, wie Goethe sie gesehen hat, und alten Ansichtskarten. Denn so oft der Rheinfall beschrieben wurde, so oft wurde das Naturwunder auch bildlich inszeniert.
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(München Mai 2008)
Die um 1900 entstandene Reihe "Rheinische Burgen und Sagen" ist in Themen wie im Design ein Dokument der Rheinromantik. Im Stil der Düsseldorfer Schule werden hier in kräftigen Farben Ansichten von Burgen und dem Loreleyfelsen gegeben sowie die dort spielenden Sagen und geschichtlichen Begebenheiten versifiziert und illustriert. Die Postkarten rufen Orte kultureller Erinnerung auf und wollen einen mittelalterlich historisierenden bzw. altdeutschen Gesamteindruck vermitteln.
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(München Juni 2007)
Die Dokumentation über Heidelberg als Ort kultureller Erinnerung wird ergänzt durch graphische Veduten. Neben den Denkmälern und Orten am Rhein war auch Heidelberg ein Anziehungspunkt für Reisende wie Studenten aus aller Welt. Mit der Rheinromantik ging eine Heidelberg-Romantik parallel. Diesen Markt belieferten zahlreiche Künstler mit Memorabilien in mehreren Sprachen und unterschiedlichen Preisklassen. Unter den hier reproduzierten Ansichten des Heidelberger Schlosses befindet sich ein Arabeskenblatt mit einem Heidelberg-Gedicht von Friedrich von Matthisson (1761-1831). Matthisson, ein zu seiner Zeit beliebter Lyriker, wurde als „Landschaftsmaler unter den Dichtern“ wie als „Sänger der Elegien und Mondscheinnächte, der Frühlingsbilder und Elfentänze“ verehrt.
(München November 2006)
„Die Stadt in ihrer Lage und mit ihrer ganzen Umgebung hat, man darf sagen, etwas Ideales, das man sich erst recht deutlich machen kann, wenn man mit der Landschaftmahlerey bekannt ist und wenn man weiß, was denkende Künstler aus der Natur genommen und in die Natur hineingelegt haben.“ (Goethe)
Das Goethezeitportal publiziert Ansichten von Heidelberg - Schloß, Großes Fass, Alte Brücke - mit literarischen Zeugnissen aus der Hochkultur und Popularkultur: „Lange lieb' ich dich schon“ (Hölderlin), die Studentenlieder „Alt Heidelberg, du feine“ (Scheffel), „Das war der Zwerg Perkeo“ (Scheffel), „O alte Burschenherrlichkeit“, „Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren“ sowie Auszüge aus dem Schauspiel „Alt Heidelberg“ von Meyer-Förster, eines der größten Erfolge in der deutschen Theatergeschichte. Die Memories vom Glück popularisieren und trivialisieren die Heidelberg-Romantik.
(München November 2006)
Goethes Gartenhaus ist das wohl beliebteste, weil anrührende Fotomotiv der klassischen Stätten in Weimar. Goethe erwarb das Häuschen im April 1776, kaum ein halbes Jahr nach seiner Ankunft in Weimar. Beglückt schrieb er an Auguste von Stolberg: "Hab ein liebes Gärtchen vorm Tore an der Ilm schönen Wiesen ... ist ein altes Häuschen drinne, das ich mir reparieren lasse." Auch als Goethe seine Wohnung in die Stadt verlegte, blieben Gärtchen und Häuschen sein Lieblingsaufenthalt. Unter eine Zeichnung schrieb er:
Uebermüthig sieht's nicht aus,
Hohes Dach und niedres Haus;
Allen, die daselbst verkehrt,
Ward ein froher Muth beschert.
Schlanker Bäume grüner Flor,
Selbstgepflanzter, wuchs empor,
Geistig ging zugleich alldort,
Schaffen, Hegen, Wachsen fort.
Das Goethezeitportal publiziert eine Auswahl von alten Postkarten, die das Häuschen, seine bescheidene Einrichtung und den Garten dokumentieren. Ergänzt wird das Bildmaterial durch Eckermanns Bericht vom 22. März 1824.
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(München November 2006)
Die Loreley ist von Clemens Brentano in seinem Gedicht „Zu Bacharach am Rheine“ (1801) erfunden worden, aber erst Heines Gedicht „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ (Erstdruck 1824) ist zum Volkslied und durch ihn die Loreley zur Sagenfigur geworden. Oft vertont und noch öfter illustriert, weitergedichtet und verspottet, hat dieses Gedicht eine schier unglaubliche Breitenwirkung erlangt und den Loreley-Felsen am Rhein zu einem „magischen Ort“ werden lassen. Das Goethezeitportal publiziert das Gedicht mit weiteren Texten zur Loreley, zahlreichen Illustrationen und einem Aufsatz von Sven Hanuschek zur Machart des Heine-Gedichtes und dessen „mythischen Qualitäten“.
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(München Juni 2006)
Das Goethezeitportal setzt die Dokumentation zu Orten und Zeiten von Goethes Leben mit Bildern vom Kickelhahn fort. Auf dem mit einem Aussichtsturm geschmückten Berg des Thüringer Waldes, südwestlich von Ilmenau, steht eine bretterne Jagdhütte, das „Goethehäuschen“. Auf dessen Wand schrieb Goethe in der Nacht vom 6. zum 7. September 1780 das berühmte Gedicht „Über allen Gipfeln ist Ruh“.
(München/Duisburg April 2006)
Wer durch das Saaletal nach Jena fährt, sieht nahe beim Städtchen Dornburg auf luftiger Höhe drei Schlösser stehen, die ihre Berühmtheit dem Dichter Goethe verdanken. Das "Renaissancehaus" ist unlösbar mit Goethes Aufenthalt von 1828 verbunden. Es diente ihm im Sommer 1828 als Refugium, nachdem ihn die Nachricht vom plötzlichen Tode des Großherzogs Karl August erreicht hatte. Die ruhige Umgebung, die schönen Gärten und Weinberge wirkten sich wohltuend auf seine psychische Verfasstheit aus. Zwei in diesen Tagen entstandene Gedichte verewigten den Aufenthalt: "Dem aufgehenden Vollmonde" und das „Dornburg, September 1828“ betitelte Naturgedicht „Früh, wenn Tal, Gebirg und Garten ...“.

(München Februar/April 2006)
Das Buch enthält vielfältiges, zumeist zeitgenössisches Bildmaterial zu den drei Reisen Goethes in die Schweiz (1775, 1779, 1797): Bildnisse, topographische Ansichten, darunter eigene Zeichnungen Goethes, Handschriftenproben und Titelblätter. Der Text liefert die nötigen Informationen zum Verständnis der Bilder, indem er den Reiseverlauf skizziert sowie auf Orte und Personen eingeht. Das Goethezeitportal legt das Buch in digitalisierter Form vollständig vor.
Auf Wunsch unserer Leser haben wir nun auch die Bilddokumente im Vorblatt erschlossen.
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