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Illustrationen der Werke von Annette von Droste-Hülshoff


 Jutta Assel und Georg Jäger:
Gedichte von Droste-Hülshoff mit Illustrationen von Gerhard Wedepohl

(München Mai 2012)

Das Goethezeitportal publiziert Gedichte der Droste mit Illustrationen von Gerhard Wedepohl, einem niederdeutschen Künstler des "Heimatstils". Sie erschienen 1922 in der Reihe "Lebensbücher der Menschen" des Münchner Verlegers Hermann Adolf Wiechmann. Die Gedichte Drostes werden hier ob ihres "großen dauernden Wertes auch für die heute lebenden Menschen" gepriesen und als Antidot gegen "Materialismus und Mechanismus" aufgerufen. Wiechmann sucht die Gedichte seinem völkischen und wertkonservativen Heimatbegriff dienstbar zu machen. Einem ganz anderen Rezeptionsstrang gehört der Artikel von Jakob Mähly an, der 1877 in der "Allgemeinen Deutschen Biographie" erschien. Mähly nennt die Dichterin eine "groß angelegte Menschenseele" und resümiert: "Bei ihr gibt es nichts Verschwommenes, Gefühlseliges und Unfertiges, ihr Charakter ist Schärfe und Entschiedenheit." Somit stellt das Goethezeitportal zwei extrem verschiedene Rezeptionsweisen vor, die nur im hohen Lob der Dichterin übereinstimmen.

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