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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Friedrich Schiller
Das Eleusische Fest

Bildlich dargestellt von J. M. Wagner
Gestochen von F. Ruscheweyh

Optimiert für Firefox
Eingestellt: September 2015

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Ausschnitt aus der Illustration zu Strophe 24

Das Gedicht ist eine Festhymne zu den Eleusischen (in Eleusis abgehaltenen) Festen, mit denen Ceres (Demeter) als Göttin der fruchttragenden Erde bzw. des Ackerbaus gefeiert wurde. Auf der Suche nach ihrer von Hades geraubten Tochter Persephone lernt Ceres die Menschen im Zustand heimatloser Nomaden und wilder Jäger mit ihren blutigen Opfern kennen. Thema des Gedichtes ist die Einführung des Ackerbaus als Grundlage und Ausgangspunkt der Zivilisation, d.h. der gesellschaftlichen und kulturellen Höherentwicklung. Mit dem Ackerbau wird der Mensch sesshaft; es kommt zu Eigentumsbildung und einer Rechtsordnung, Handwerke bilden sich aus, es entstehen befestigte Siedlungen mit einem Bürgergeist, einem Gemeinschaftsgefühl ihrer Bewohner. Ceres ruft die Götter zur Kultivierung des Menschen auf. Die "Harmonie / Und das holde Maß der Zeiten / Und die Macht der Melodie" lehrt Apoll mit seinem Saitenspiel und gibt so den Anstoß ästhetischer Erziehung. Durch Götterhände entsteht der "Wunderbau" des Tempels, Mittelpunkt eines humanen Götterkultes der "neuen Bürger". Indem dabei die "Götterkönigin" "den schönsten Hirten / zu der schönsten Hirtin" führt und Venus "das erste Paar" der neuen Welt schmückt, dem alle Götter Gaben bringen, wird die Institution der Ehe als Kern der Bürgergesellschaft eingeführt. Ceres, "die Bezähmerin wilder Sitten, / Die den Menschen zum Menschen gesellt / Und in friedliche feste Hütten / Wandelte das bewegliche Zelt," formuliert das Motto des Festes: Der Mensch "soll sich an den Menschen reihn," "allein durch seine Sitte / Kann er frei und mächtig sein."

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Gliederung

1. Einband
2. Vorrede
3. Text mit Umrissen und Erläuterungen von Heinrich Viehoff
4. Hyginus: Fabel 1475.
5. Aus dem Briefwechsel Schillers mit Goethe und Körner
6. Wilhelm von Humboldt: Über Schiller und den Gang seiner Geistesentwicklung
7. Kurzbiographie von J. M. Wagner
8. Kurzbiographie von F. Ruscheweyh
9. Rechtlicher Hinweis und Kontaktanschrift

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1. Einband

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Einband

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Titelblatt

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Das Eleusische Fest. Schillers Dichtung. Bildlich dargestellt von I. M. Wagner. Gestochen von F. Ruscheweyh. Rom. MDCCCXVII. Stuttgart und Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. Höhe 24,1; Breite 38,7 cm (Blattgröße).

Die Titelillustration "zeigt den mystischen Deckelkorb, welchen eine Schlange umwindet, mit dem Aehrenkranz überhängt; auf beiden Seiten desselben stehen Kreife [Greife] und hinter diesen brennende Fackeln. - Wahrscheinlich ist hierdurch auf die Verse angespielt: Windet zum Kranze die goldenen Aehren, / Flechtet auch blaue Cyanen hinein!" (Goethe, Vorrede)

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2. Die Vorrede der ersten Ausgabe von 1817

Wir glauben den Freunden der Kunst keine angenehmere Beilage zu Herrn Wagners bildlicher Darstellung des Eleusinischen Festes geben zu können, als wenn wir ihnen dasjenige mitteilen, was Goethe in dem "ersten Hefte des II. Bandes über Kunst und Altertum" darüber sagt:

Ein Künstler, der überhaupt schöne Formen zeichnet, gründliche Kenntnisse des menschlichen Körpers und seiner Verhältnisse besitzt, seine Figuren mit ausnehmend zierlichen Draperien umgibt; dem ferner noch geistreiche Motive und wohl angeordnete Gruppen nicht abzustreiten sind, hat ohne Zweifel ein gegründetes Recht auf unser Lob, unsern Beifall, sollte auch, aus einem hohen die Kunst unbedingt überschauenden Standpunkt betrachtet, sein Werk nicht ganz alle Wünsche befriedigen; denn auf solchen Standpunkt mag man sich zwar lehrend erheben, aber was der Künstler schafft, geschieht allemal unter dem hindernden oder fördernden Einfluß seiner Zeit und der Zustand der Kunst im allgemeinen setzt der seinigen Schranken.

Die oben aufgezählten verdienstlichen Eigenschaften, welche Herr Wagner seinem Werk mitteilte, sichern ihm einen ehrenvollen Platz zu, nicht bloß unter den Künstlern unserer Nation, sondern unter den gesamten Künstlern unseres Zeitalters. Vielleicht begünstigt Schillers auf dem Titel genanntes Gedicht ein bildliches Darstellen nicht sehr und möchte wohl gar da und dort auch den Herrn Wagner gehindert haben, sich in seinen Kompositionen mit völliger dem Künstler so notwendigen Freiheit zu bewegen. Doch das Bedürfnis und die Schwierigkeit, neue noch nicht verbrauchte Gegenstände für die Darstellung aufzusuchen und der eigentümliche Reiz des erwähnten Schillerschen Gedichtes können ihn darüber entschuldigen.

Im Folgenden beschreibt Goethe das Titelblatt und bezeichnet die Blätter mit den zugehörigen Versen. Diese Texte werden bei der Abbildung des Einbandes und der Beschreibung der Strophen bzw. Strophengruppen wiedergegeben.

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3. Das Eleusische Fest.
Text mit Umrissen
und Erläuterungen von Heinrich Viehoff

Die Erläuterungen des Textes stammen von Heinrich Viehoff: Schiller's Gedichte in allen Beziehungen erläutert und auf ihre Quellen zurückgeführt, nebst einer vollständigen Nachlese und Variantensammlung zu denselben. Für die Freunde des Dichters überhaupt und für die Lehrer des Deutschen an höheren Schulanstalten insbesondere. 5. Tl. Stuttgart: P. Balz'sche Buchhandlung 1840, S. 69-100 (Digitalisierung durch Google). Die Erläuterungen werden in Auszügen wiedergegeben, längere Zitate durch Anführungs- und Schlusszeichen ausgewiesen.

Zum Philologen und Pädagogen Heinrich Viehoff (1804-1886) siehe:
* Eintrag in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Viehoff
* Eduard Schröder, Artikel in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 40 (1896), S. 400-402. Online:
http://www.deutsche-biographie.de/ppn117399264.html?anchor=adb

Die Texte zu den Umrissen sind der Vorrede der hier wiedergegebenen illustrierten Ausgabe entnommen.

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"Daß die Einführung des Ackerbaus der Anfangspunkt aller höhern Gesittung des Menschen gewesen sei, hatte den Alten schon früh eingeleuchtet, und sie verehrten daher auch Ceres als Stifterin der bürgerlichen Gesellschaft und der daraus hervorgegangenen Kultur. In Attika wurden ihr [...] die Eleusinien gefeiert. Man unterschied kleine und große Eleusinien. Von den letztern ist hier die Rede. Sie wurden jährlich gehalten und dauerten neun Tage. Den sechsten Tag können wir am füglichsten als Zeit der Handlung für unser Gedicht annehmen; er wurde mit der größten Pracht gefeiert. Die Bildsäule des Jakchos, Sohnes der Demeter, geschmückt mit einem Myrtenkranz, wurde dann von Athen auf dem sogenannten heiligen Wege in festlicher Procession nach Eleusis getragen, die folgende Nacht aber von den Mysten, d.h. denjenigen, die in den kleinen Eleusinien die Vorweihe erhalten hatten, zum Empfang der höheren Weihe in Eleusis zugebracht. Diese scheint in Lehren und Erklärungen von Symbolen, welche sich auf die Gründung des Ackerbaus und die daran sich knüpfende Gesittung bezogen, bestanden zu haben. Den Eingeweihten war das strengste Schweigen auferlegt; daher haben uns die alten Schriftsteller wenig über den Inhalt der Lehren überliefert. [...]

Als eine Festhymne nun für diese Eleusinien will unser Gedicht der äußern Form nach gelten. Es besteht aus zwei Hauptabtheilungen von gleicher Strophenanzahl [Strophen 2-13, 15-26]; jede enthält zwölf Strophen in trochäischem Metrum; sie sind von einander gesondert durch eine daktylische Strophe [Strophe 14], und zwei andere daktylische bilden den Anfang [Strophe 1] und den Schluß des Gedichtes [Strophe 27], so daß dieses im Ganzen einen vollkommen symmetrischen Bau hat. Die erste Abtheilung stellt die Gründung des Ackerbaus, den Uebergang von Jagd- und Nomadenleben zu festen Ansiedelungen dar; die zweite zeigt die Entwicklung der Gesittung, der Künste und Wissenschaften, wie sie aus der veränderten Lebensweise der Menschen hervorgingen. Die daktylischen Strophen sind mehr lyrischen, die trochäischen mehr epischen Charakters, und so ist das Ganze einigermaßen der Ballade verwandt, in der sich auch Lyrisches und Episches, jedoch inniger, verbindet. Die Unterbrechung und Einfassung der gesammten Handlung durch Chorstrophen erinnert an das antike Drama."

1. Windet zum Kranze die goldenen Ähren,
Flechtet auch blaue Cyanen hinein!
Freude soll jedes Auge verklären,
Denn die Königin ziehet ein,
Die Bezähmerin wilder Sitten,
Die den Menschen zum Menschen gesellt
Und in friedliche feste Hütten
Wandelte das bewegliche Zelt.


2. Scheu in des Gebirges Klüften
Barg der Troglodyte sich,
Der Nomade ließ die Triften
Wüste liegen, wo er strich,
Mit dem Wurfspieß, mit dem Bogen
Schritt der Jäger durch das Land,
Weh dem Fremdling, den die Wogen
Warfen an den Unglücksstrand!

Erläuterungen:
"Die erste Strophe ist eine Aufmunterung zu festlicher Freude." Wir denken uns diese, "sowie die spätern daktylischen Strophen, vom gesammten festfeiernden Volke, die trochäischen dagegen von einem Einzelnen oder von einem engern Chore gesungen." - Königin: "Ceres wurde von den Künstlern als eine hohe Herrschergestalt, der Götterkönigin ähnlich, abgebildet." - "Den Wilden charakterisirt Schiller in der Abhandlung über die nothwendigen Gränzen beim Gebrauch schöner Formen auf folgende Weise: 'Die Stimme der Gerechtigkeit, der Mäßigung, der Menschlichkeit wird von der lauter sprechenden Begierde überschrieen. Er ist fürchterlich in seiner Rache, weil er die Beleidigung fürchterlich empfindet. Er raubt und mordet, weil seine Gelüste dem schwachen Zügel noch zu mächtig sind u.s.w.' Man vergl. damit die Schilderung des rohen Naturmenschen im 24ten Brief über die ästhetische Erziehung." - Troglodyten:  Nach Herodot "der Name eines äthiopischen, in Höhlen wohnenden Volkes, dann überhaupt, wie hier, der Name für Höhlenbewohner." - Die beiden letzten Verszeilen deuten "auf die bekannte Sage, daß Jeder, der an die taurische Küste verschlagen wurde, der taurischen Artemis zum Opfer bestimmt wurde. Mit ähnlicher Anspielung sagt Schiller im letzten Briefe über die ästhetische Erziehung von dem zur Gesittung erhobenen Lande: 'Ein gastlicher Heerd raucht nun dem Fremdling an der gefürchteten Küste, wo ihn sonst nur der Mord empfing.'" Vgl. Goethes Iphigenie auf Tauris.

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Verfolgung und Mord darstellend
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3. Und auf ihrem Pfad begrüßte,
Irrend nach des Kindes Spur,
Ceres die verlassne Küste,
Ach, da grünte keine Flur!
Dass sie hier vertraulich weile,
Ist kein Obdach ihr gewährt,
Keines Tempels heitre Säule
Zeuget, dass man Götter ehrt.


4. Keine Frucht der süßen Ähren
Lädt zum reinen Mahl sie ein,
Nur auf grässlichen Altären
Dorret menschliches Gebein.
Ja, so weit sie wandernd kreiste,
Fand sie Elend überall,
Und in ihrem großen Geiste
Jammert sie des Menschen Fall.

Erläuterungen:
Zum Raub Persephones und zur Suche der Mutter nach ihrer Tochter siehe Schillers Gedicht Klage der Ceres, das im Musenalmanach 1797 erschienen war. - "Die Göttin findet weder Ackerbau, noch feste Wohnungen, noch religiösen Kultus." - "'Heiter' nennt Schiller des Tempels Säule mit Beziehung auf den Charakter der griechischen Architektur, worin Heiterkeit einen Hauptzug bildet."

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Zwischen Centauren die Ceres auf ihrem Drachenwagen,
mit Gebärden des Abscheus nach einem Altar sehend,
worauf Reste von Menschenopfern liegen.

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5. »Find ich so den Menschen wieder,
Dem wir unser Bild geliehn,
Dessen schöngestalte Glieder
Droben im Olympus blühn?
Gaben wir ihm zum Besitze
Nicht der Erde Götterschoß,
Und auf seinem Königsitze
Schweift er elend, heimatlos?

6. Fühlt kein Gott mit ihm Erbarmen,
Keiner aus der Selgen Chor
Hebet ihn mit Wunderarmen
Aus der tiefen Schmach empor?
In des Himmels selgen Höhen
Rühret sie nicht fremder Schmerz,
Doch der Menschheit Angst und Wehen
Fühlet mein gequältes Herz.

7. Dass der Mensch zum Menschen werde,
Stift er einen ewgen Bund
Gläubig mit der frommen Erde,
Seinem mütterlichen Grund,
Ehre das Gesetz der Zeiten
Und der Monde heilgen Gang,
Welche still gemessen schreiten
Im melodischen Gesang.«

8. Und den Nebel teilt sie leise,
Der den Blicken sie verhüllt,
Plötzlich in der Wilden Kreise
Steht sie da, ein Götterbild.
Schwelgend bei dem Siegesmahle
Findet sie die rohe Schar,
Und die blutgefüllte Schale
Bringt man ihr zum Opfer dar.

9. Aber schaudernd, mit Entsetzen
Wendet sie sich weg und spricht:
»Blutge Tigermahle netzen
Eines Gottes Lippen nicht.
Reine Opfer will er haben,
Früchte, die der Herbst beschert,
Mit des Feldes frommen Gaben
Wird der Heilige verehrt.«

10. Und sie nimmt die Wucht des Speeres
Aus des Jägers rauher Hand,
Mit dem Schaft des Mordgewehres
Furchet sie den leichten Sand,
Nimmt von ihres Kranzes Spitze
Einen Kern, mit Kraft gefüllt,
Senkt ihn in die zarte Ritze,
Und der Trieb des Keimes schwillt.

Erläuterungen:
Die in Strophe 5 "ausgesprochene Idee, daß der Mensch nach Gottes Ebenbild gestaltet sei, ist nicht etwa bloß biblisch". Auch Prometheus formt die Menschen nach dem Bild der Götter. - Die Schönheit und Kraft des Schiller'schen Stils beruht "zum großen Theil auf den trefflich gewählten Adjectiven und Adverbien"; dahin gehört in Strophe 7 der Ausdruck "gläubig" im Sinne von "vertrauensvoll", ferner "frommen" im Sinne von "treu, nicht falsch, des Menschen Vertrauen nicht täuschend". - "Monde" bezeichnet "die Planeten; denn nach der Vorstellung der Alten bildeten die durch den Umlauf der Planeten entstehenden Töne einen harmonischen Zusammenklang." Der Mondlauf steht überdies in naher Beziehung zum Ackerbau. "'Heilig' nennt der Dichter diesen Gang, weil in ihm ein heiliges, hohes Gesetz waltet." "Still" ist "nicht im Sinne von klanglos, lautlos zu nehmen, sondern für störungslos, fest, ruhig." - "Der Trieb des Keimes": der Schössling, der sich aus dem Keim entwickelt.

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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11. Und mit grünen Halmen schmücket
Sich der Boden alsobald,
Und so weit das Auge blicket,
Wogt es wie ein goldner Wald.
Lächelnd segnet sie die Erde,
Flicht der ersten Garbe Bund,
Wählt den Feldstein sich zum Herde,
Und es spricht der Göttin Mund:


12. »Vater Zeus, der über alle
Götter herrscht in Äthers Höhn!
Dass dies Opfer dir gefalle,
Lass ein Zeichen jetzt geschehn!
Und dem unglückselgen Volke,
Das dich, Hoher, noch nicht nennt,
Nimm hinweg des Auges Wolke,
Dass es seinen Gott erkennt!«


13. Und es hört der Schwester Flehen
Zeus auf seinem hohen Sitz,
Donnernd aus den blauen Höhen
Wirft er den gezackten Blitz.
Prasselnd fängt es an zu lohen,
Hebt sich wirbelnd vom Altar,
Und darüber schwebt in hohen
Kreisen sein geschwinder Aar.

Erläuterungen:
"aus den blauen Höhen /Wirft er den gezackten Blitz": "Blitze und Donner bei heiterm Himmel wurden zu den bedeutungsvollen Himmelserscheinungen gezählt." "Den ihm geweihten Vogel, den Adler, sendet Zeus, damit das Volk das Zeichen gar nicht verkennen möge."

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Das Opfer der Ceres an den Jupiter,
mit einer Gruppe Anbetender.

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14. Und gerührt zu der Herrscherin Füßen
Stürzt sich der Menge freudig Gewühl,
Und die rohen Seelen zerfließen
In der Menschlichkeit erstem Gefühl,
Werfen von sich die blutige Wehre,
Öffnen den düstergebundenen Sinn
Und empfangen die göttliche Lehre
Aus dem Munde der Königin.

Erläuterungen:
Die 14. Strophe "bildet den Uebergang zur zweiten Abtheilung des Gedichtes. Nach der Einführung des Ackerbaus entwickeln sich menschlichere Empfindungen; das augenblickliche Bedürfnis nimmt nicht mehr alle Gedanken des Menschen in Anspruch; er beginnt freier um sich zu blicken und wird für höhere Geistesbildung empfänglich."

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Chor der Götter

Chor der Götter, schwebend
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15. Und von ihren Thronen steigen
Alle Himmlischen herab,
Themis selber führt den Reigen,
Und mit dem gerechten Stab
Misst sie jedem seine Rechte,
Setzet selbst der Grenze Stein,
Und des Styx verborgne Mächte
Ladet sie zu Zeugen ein.

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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Erläuterungen:
"Das Erste, wozu der Ackerbau führt, und worauf die gesellschaftliche Ordnung beruht, ist Eigenthumsrecht. Deßhalb läßt der Dichter die Göttin des Rechts, Themis, den Götterchor anführen. [...] Bei Homer ist sie Botin und Heroldin des Zeus, beruft, ordnet und trennt die Versammlungen und erscheint als Vorsitzerin bei den Gastmählern der Götter, wobei sie über Sitte und Brauch wacht." - "'Des Styx verborgne Mächte' sind die Gottheiten der Unterwelt. [...] Gewöhnlich schwuren die homerischen Götter beim Styx selbst, dies war ihr furchtbarster Eid." 

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Hephaistos

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16. Und es kommt der Gott der Esse,
Zeus' erfindungsreicher Sohn,
Bildner künstlicher Gefäße,
Hochgelehrt in Erzt und Ton.
Und er lehrt die Kunst der Zange
Und der Blasebälge Zug,
Unter seines Hammers Zwange
Bildet sich zuerst der Pflug.

Erläuterungen:
"Gott der Esse" = Vulkan, griech. Hephaistos. Zu seinen Kunstwerken zählen die Schilde des Herakles, des Achill und des Aeneas. - "Der Pflug deutet darauf hin, daß gerade die Bedürfnisse des Ackerbaus es waren, die der Schmiedekunst ihr Entstehen gaben."

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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17. Und Minerva, hoch vor allen
Ragend mit gewichtgem Speer,
Lässt die Stimme mächtig schallen
Und gebeut dem Götterheer.
Feste Mauren will sie gründen,
Jedem Schutz und Schirm zu sein,
Die zerstreute Welt zu binden
In vertraulichem Verein.


18. Und sie lenkt die Herrscherschritte
Durch des Feldes weiten Plan,
Und an ihres Fußes Tritte
Heftet sich der Grenzgott an,
Messend führet sie die Kette
Um des Hügels grünen Saum,
Auch des wilden Stromes Bette
Schließt sie in den heilgen Raum.

Erläuterungen:
Minerva, griech. Pallas Athene, wird in der Regel nicht als Städte- und Staatenstifterin gedacht; "allein die ihr zugetheilten Bestimmungen lassen sich leicht an diese Idee anknüpfen. Homer stellt sie als Göttin sinnreicher Anordnungen in Krieg und Frieden dar; sie beschützt, wie sie selbst eine tapfere Kriegerin ist, auch alle wackern Krieger und Vaterlandsvertheidiger; als friedliche Göttin ist sie Lehrerin und Vorsteherin weiblicher Künste, dann auch überhaupt Göttin der Künste und Wissenschaften. - Der 'gewicht'ge  Speer' ist ein Attribut der Minerva".

Wenn in Strophe 18 "keine Wiederholung des in Strophe 15 entwickelten Gedankens angenommen werden soll, indem dort ja schon Themis als Anordnerin fester Eigenthumsgränzen eingeführt ist: so muß man Strophe 18 auf das Eigenthum, das Gebiet einer Stadt oder eines Staates, als einer größern gesellschaftlichen Verbindung, beziehen, während Strophe 15 auf das Besitzthum des Einzelnen oder der Familie geht. Das Umfassende der Staatsgränzen ist durch 'weiten Plan' angedeutet; auch sprechen die vier letzten Verse dafür, daß von den Gränzen eines Stadt- oder Staatsgebietes die Rede ist, indem der Hügel, der Strom, die in dem Gränzbezirk liegen, auf einen ausgebreiteten Raum hinweisen." - "Gränzgott" = Terminus, altitalischer Feldgott.

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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19. Alle Nymphen, Oreaden,
Die der schnellen Artemis
Folgen auf des Berges Pfaden,
Schwingend ihren Jägerspieß,
Alle kommen, alle legen
Hände an, der Jubel schallt,
Und von ihrer Äxte Schlägen
Krachend stürzt der Fichtenwald.

Erläuterungen:
Artemis, "die Göttin der Jagd, durchschweifte mit zahlreichem Gefolge jungfräulicher Nymphen die Waldgebirge".

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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20. Auch aus seiner grünen Welle
Steigt der schilfbekränzte Gott,
Wälzt den schweren Floß zur Stelle
Auf der Göttin Machtgebot,
Und die leichtgeschürzten Stunden
Fliegen ans Geschäft, gewandt,
Und die rauhen Stämme runden
Zierlich sich in ihrer Hand.

Erläuterungen:
"Die Stromgötter wurden gewöhnlich mit Schilfkränzen um ihre grüngelockten Häupter dargestellt." - Als gebietende Göttin hat man sich wahrscheinlich die "dem Götterheer gebietende" Minerva zu denken. "Denn 'feste Mauern will sie gründen,' und Alles, was bis Strophe 24 geschieht, trägt zu diesem Zwecke bei. Minerva ist also auch durchweg als Anordnerin und Obwalterin der Göttergeschäfte zu denken." - Die "leichtgeschürzten Stunden" sind die Horen, die personifizierten Jahres- und Tageszeiten.

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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21. Auch den Meergott sieht man eilen,
Rasch mit des Tridentes Stoß
Bricht er die granitnen Säulen
Aus dem Erdgerippe los,
Schwingt sie in gewaltgen Händen
Hoch wie einen leichten Ball,
Und mit Hermes, dem behenden,
Türmet er der Mauren Wall.

Erläuterungen:
"Meergott" = Neptun bzw. Poseidon, dargestellt mit Dreizack (tridens). - Verszeilen 2 bis 5 "enthalten eine mythologische Anspielung auf die durch das Meer bewirkten Erd- und Gebirgs-Revolutionen. So sieht man die großen Granitblöcke, die im germanischen Tieflande in den Ebenen zerstreut liegen, als Bruchstücke des skandinavischen Gebirges an, die das Meer losgerissen und fortgeschleudert hat. Poseidon wird gewöhnlich stürmisch und kraftvoll dargestellt, wie das Element, welches er beherrscht." - Hermes, Unterhändler und Botschafter der Götter, ist "der gewandteste der Götter".

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Apoll

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22. Aber aus den goldnen Saiten
Lockt Apoll die Harmonie
Und das holde Maß der Zeiten
Und die Macht der Melodie.
Mit neunstimmigem Gesange
Fallen die Kamönen ein,
Leise nach des Liedes Klange
Füget sich der Stein zum Stein.

Erläuterungen:
"In der ersten Strophenhälfte führt der Dichter die drei Hauptelemente der Musik einzeln auf: 'die Harmonie', den Zusammenklang mehrerer, durch bestimmte, dem Ohre wohlgefällige Intervallen geschiedener Töne, - das 'holde Maß der Zeiten', den schönen Rhythmus, in der Zeit dasjenige, was im Raum eine schöne Figur ist, ein schönes Verhältnis der Töne, hinsichtlich ihrer Dauer, - und die 'Melodie', eine Folge von Tönen, deren Intervalle dem Ohre angenehm sind." - "Die Kamönen", die neun Musen, begleiten auch bei Homer das Lyraspiel Apoll's mit ihrem Gesange." "Was in den Schlußversen als Wirkung ihres Liedes dargestellt wird, erzählt die Sage von Amphion, nach dessen Tönen sich die Steine zur Mauer Thebens von selbst zusammenfügten."

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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23. Und der Tore weite Flügel
Setzet mit erfahrner Hand
Cybele und fügt die Riegel
Und der Schlösser festes Band.
Schnell durch rasche Götterhände
Ist der Wunderbau vollbracht,
Und der Tempel heitre Wände
Glänzen schon in Festespracht.

Erläuterungen:
Cybele, "die 'große Mutter', Symbol der Fruchtbarkeit der Erde [...]. Ein gewöhnliches Attribut derselben ist eine Mauerkrone, womit auf die Städteerbauung hingedeutet wurde, die einer regelmäßigen Benutzung der Erde durch den Ackerbau bald folgte."

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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24. Und mit einem Kranz von Myrten
Naht die Götterkönigin,
Und sie führt den schönsten Hirten
Zu der schönsten Hirtin hin.
Venus mit dem holden Knaben
Schmücket selbst das erste Paar,
Alle Götter bringen Gaben
Segnend den Vermählten dar.

Erläuterungen:
"Daß sich die Veredlung der Ehe an die Einführung des Ackerbaus angeschlossen habe, deuten die Alten vielfach an. [...] 'Götterkönigin' hieß Juno oder Hera als Regentin des Götterstaates. Bei Griechen und Römern wurde sie als Stifterin der Ehen und Schutzgöttin der Gebärenden verehrt. - Venus mit ihrem Knaben, dem Amor oder Eros, ist wohl nicht bloß als Göttin der Liebe, sondern auch der Ehen und Hochzeiten genannt. Oder steht nicht vielmehr Venus hier als Repräsentantin einer edlern Liebe, zu der sich die niedre, dunkle Begierde erweitert und erhoben hat? Der Dichter schildert diese Veredlung selbst im letzten Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschen: 'Eine schönere Nothwendigkeit kettet jetzt die Geschlechter zusammen, und der Herzen Antheil hilft das Bündnis bewahren, das die Begierde nur launisch und wandelbar knüpft. Aus ihren düstern Fesseln entlassen, ergreift das ruhigere Auge die Gestalt; die Seele schaut in die Seele, und aus einem eigennützigen Tausche der Lust wird ein großmüthiger Wechsel der Neigung.'"

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh

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25. Und die neuen Bürger ziehen,
Von der Götter selgem Chor
Eingeführt, mit Harmonien
In das gastlich offne Tor,
Und das Priesteramt verwaltet
Ceres am Altar des Zeus,
Segnend ihre Hand gefaltet
Spricht sie zu des Volkes Kreis:


26. »Freiheit liebt das Tier der Wüste,
Frei im Äther herrscht der Gott,
Ihrer Brust gewaltge Lüste
Zähmet das Naturgebot;
Doch der Mensch, in ihrer Mitte,
Soll sich an den Menschen reihn,
Und allein durch seine Sitte
Kann er frei und mächtig sein.«


27. Windet zum Kranze die goldenen Ähren,
Flechtet auch blaue Cyanen hinein!
Freude soll jedes Auge verklären,
Denn die Königin ziehet ein,
Die uns die süße Heimat gegeben,
Die den Menschen zum Menschen gesellt,
Unser Gesang soll sie festlich erheben,
Die beglückende Mutter der Welt.

Erläuterungen:
"Die Einführung der neuen Bürger in die fertige Stadt deutet symbolisch die Vollendung der Staatsverbindung an. Minerva's Bau ist gegründet, und nun tritt Ceres [...] wieder hervor, und, wie sie am Ende des ersten Abschnitts zu Zeus gebetet und ihm geopfert hatte, so erscheint sie hier zum Schlusse als Lehrerin des Volkes und spricht den Grundgedanken des Gedichtes aus."

"Übersehen wird aber zuvor noch einmal die Reihenfolge, in der sich an die Einführung des Ackerbaus die Entwicklung der übrigen Zweige des geselligen Lebens anschließt! Die Schmiedekunst, deren in Strophe 16 gedacht ist, steht dort als Repräsentantin aller einfachen Handwerke, deren Anfänge wenigstens nöthig waren, bevor man an die Gründung der Stadt denken konnte. Diese Gründung nun stellt allegorisch die Anordnung des gesellschaftlichen Vereins und der daraus emporblühenden menschlichen Bildung dar, und zwar in einem schöngeschlossenen selbstständigen Bilde, welches nicht bloß im Ganzen und in den Hauptzügen, sondern auch in den meisten Nebenzügen eine symbolische Deutung zuläßt. Indem der Dichter Strophe 17 Minerven die Oberleitung des ganzen Stadtbaues übertrug, leitete ihn wohl auch der Gedanke, daß die Kriegsmacht die eigentliche Basis des Staates und die erste Bedingung seines Fortbestehens bilde. Die Kriegsmacht eines Staates ist es auch nur, was den Gränzen Festigkeit und Heiligkeit gewährt, während, wie Strophe 15 sagt, das Besitzthum des Einzelnen im Staate nicht durch des Einzelnen Macht, sondern durch das über alle Bürger waltende Gesetz geschützt ist. In Strophe 19 sehen wir den Beginn der Waldbenutzung, womit sich Waldkultur nothwendig verknüpft, in Strophe 20 den Anfang der Flußschifffart, in Strophe 21 den der Meerschifffahrt und des Handels, in Strophe 22 den der Musik, die wieder als Repräsentantin der freiern Künste überhaupt steht. Aber alle erscheinen, wie es die Selbstständigkeit und Einheit des gewählten poetischen Bildes verlangte, zunächst als Dienerinnen zur Gründung der Stadt."

"Das Folgende [Strophe 26] ist gleichsam eine Abschiedslehre, welche Ceres mit ihrem Segen dem Volke zurückläßt und der Dichter seinen Zeitgenossen, die sie nur allzusehr vergessen zu haben schienen, wieder lebhaft vergegenwärtigen wollte."

"Bei dem Thiere ('der Wüste' setzt der Dichter hinzu, weil das durch Zähmung verwöhnte Thier die Abhängigkeit oft liebt), bei dem Thiere, das nur Natur-, keinen Vernunftgesetzen gehorcht, kann nicht die Rede von eigentlicher (sittlicher) Freiheit sein, die Ungebundenheit ist es, die es liebt."

"Frei sind die Götter, weil in ihnen kein Conflict der Vernunft und der Sinnlichkeit stattfindet. [...] Indeß geht diese Freiheit eben aus dem Naturgesetz, der göttlichen Natur, hervor, die sie so zu handeln zwingt, wie sie handeln. 'Die Griechen', heißt es in den Briefen über die ästhetische Erziehung, 'gaben die Götter von den Fesseln jedes Zweckes, jeder Pflicht, jeder Sorge frei; sowohl der materielle Zwang der Naturgesetze als der geistige Zwang der Sittengesetze verlor sich in ihrem höhern Begriffe von Nothwendigkeit, der beide Welten zugleich umfaßte, und aus der Einheit jener beiden Nothwendigkeiten ging ihnen erst die wahre Freiheit hervor.' Die Freiheit, wornach der Mensch streben soll, besteht in der möglichst genauen Ausgleichung eben jener beiden, in ihm entzweiten Nothwendigkeiten. Während aber weder das Thier, welches durch den Instinkt, noch der Gott, welcher durch seine harmonische Natur sicher geleitet wird, eines staatlichen Verbandes bedürfen, kann der Mensch einer Institution nicht entbehren, welche als Repräsentantin der reinen und idealischen Menschennatur, den Streit der Sinnlichkeit und der Vernunft im Individuum bewacht. Bei der Unterwerfung des Individuums aber unter den Staat büßt jenes nicht, wie es scheinen möchte, seine Freiheit ein; im Gegentheil soll es dadurch erst wahrhaft frei werden. Der Staat wird bloß 'Ausleger seines schönen Instinkts, deutlichere Formel seiner innern Gesetzgebung' sein. Zugleich entspringt aber aus der Vereinigung der Einzelnen zu einem Staate eine Gesammtkraft, deren Wirkungen das, was die isolirten Menschen zu leisten vermögen, weit übersteigen. So wird der Mensch durch seinen Anschluß an den Staatsverband, durch Gesittung freier und mächtiger."

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Das im August bis September 1798 entstandene Gedicht erschien unter dem Titel "Bürgerlied" im Musenalmanach 1799. Der Stoff entstammt dem Fabeldichter Hyginus (vor allem Fabel 147, in dem Ceres / Demeter als Erfinderin des Ackerbaus auftritt). Die Bezeichnung "Bürgerlied" könnte im Allgemeinen Bezug nehmen auf den Gebrauch der Bezeichnung "Bürger" (im Sinne von "citoyen") in der Französischen Revolution, ihrer Proklamationen und ihrer Propaganda, sowie im Besonderen auf prorevolutionäre politische Gedichte gleichen Titels (vgl. Friedrich Lehne: Bürgerlied der Mainzer, 1792: "Auf Brüder! auf! die Freiheit lacht ..."). Schillers Gedicht zur Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft ließe sich - nimmt man einen solchen Bezug an - als Gegenentwurf zur revolutionären Umwälzung der Gesellschaft mit einem anderen Verständnis von bürgerlicher Freiheit lesen. Der neue Titel "Das Eleusische Fest", den das Gedicht eineinhalb Jahre später erhielt, verdankt sich vielleicht dem Bestreben, das Thema aus den angedeuteten zeitgeschichtlichen Rahmenbedingungen zu lösen.

Literaturhinweise:
* Peter-André Alt: Schiller. Leben - Werk - Zeit. Bd. 2. 2. Aufl. München: C.H. Beck 2004, S. 299-301. ISBN 3-406-53128-8
* Brady Bowman: 'Die unterste Schule der Weisheit'. Hegels Eingang in die Phänomenologie im Fokus eines religionsgeschichtlichen Motivs. In: Hegels "Phänomenologie des Geistes" heute. Hrsg. von Andreas Arndt u. Ernst Müller. Berlin: Akademie Verlag 2004, S. 11-38. Hier S. 14-19. ISBN 3-05-004055-6
* Karl Grün: Friedrich Schiller als Mensch, Geschichtschreiber, Denker und Dichter. Ein gedrängter Kommentar zu Schiller's sämmtlichen Werken. Leipzig: F. A. Brockhaus 1844, S. 565-569. Digitalisierung durch Google.
* Heinrich Viehoff: Schiller's Gedichte in allen Beziehungen erläutert und auf ihre Quellen zurückgeführt, nebst einer vollständigen Nachlese und Variantensammlung zu denselben. Für die Freunde des Dichters überhaupt und für die Lehrer des Deutschen an höheren Schulanstalten insbesondere. 5. Tl. Stuttgart: P. Balz'sche Buchhandlung 1840, S. 69-100. Digitalisierung durch Google.

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4. Hyginus

Unter dem Namen "Hyginus" ist eine Zusammenstellung der griechischen Mythen in einer einzigen Handschrift (um 900) überliefert. Die knappen Zusammenfassungen ohne literarischen Anspruch bilden eine "Fundgrube für mythologische Stoffe" (Waiblinger).

Fabel 147

Als Demeter ihre Tochter Persephone suchte, kam sie zum König Eleusinos, dessen Frau Kothonea den Knaben Triptolemos geboren hatte, und gab sich als Amme aus. Die Königin nahm sie freudig als Amme für ihren Sohn bei sich auf.

Da Demeter ihren Pflegesohn unsterblich machen wollte, ernährte sie ihn tagsüber mit ihrer göttlichen Milch, nachts vergrub sie ihn heimlich im Feuer. Daher wuchs er schneller, als Sterbliche gewöhnlich wachsen; und da sich die Eltern darüber wunderten, beobachteten sie Demeter aufmerksam. Als sie ihn wieder ins Feuer werfen wollte, war der Vater entsetzt. Voll Zorn tötete sie Eleusinos (1), doch ihrem Pflegesohn Triptolemus erwies sie eine Vergünstigung für alle Zeit. Denn zum Pflanzen von Feldfrüchten übergab sie ihm einen mit Drachen bespannten Wagen, auf dem er über die Erde fuhr und sie bepflanzte. Als er nach Hause zurückkam, befahl Keleos (2), ihn für seinen guten Dienst zu töten. Doch als dieser erkannte, wie es sich in Wahrheit verhielt, gab er dem Triptolemos auf Befehl der Demeter das Königreich, das er nach dem Namen seines Vaters Eleusis nannte, und stiftete für Demeter ein Opferfest, die Thesmophorien, wie man sie Griechisch nennt.

Anmerkungen:
(1) Als König von Eleusis wird sonst Keleos genannt.
(2) Hygin erklärt nicht, in welchem Verhältnis Keleos zum König Eleusinos steht. - Der Pflegesohn der Demeter ist sonst Demophon, der im Feuer umkommt, als seine Mutter beobachtet, wie die Göttin ihn unsterblich machen will. Triptolemos gilt manchmal als Bruder des Demophon.

Quelle:
Hyginus: Fabulae. Sagen der Antike. Ausgewählt und übersetzt von Franz Peter Waiblinger. 4. Aufl. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag 2013, S. 11-13. ISBN 978-3-423-09467-2

Eine andere Übersetzung in: Griechische Sagen. Eingeleitet u. neu übertragen von Ludwig Mader. Zürich, Stuttgart: Artemis 1963. Fabel 147 auf S. 318.

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5. Aus dem Briefwechsel Schillers
mit Goethe und Körner

(In Rechtschreibung und Zeichensetzung dem heutigen Stand angeglichen.)

Schiller an Goethe, 28.08.1798:
Was Ihnen mit den griechischen Sprichwörtern zu begegnen pflegt, dies Vergnügen verschafft mir jetzt die Fabelsammlung des Hyginos, den ich eben durchlese. Es ist eine eigene Lust, durch diese Märchengestalten zu wandeln, welche der poetische Geist belebt hat, man fühlt sich auf dem heimischen Boden und von dem größten Gestaltenreichthum bewegt. Ich möchte deswegen auch an der nachlässigen Ordnung des Buchs nichts geändert haben, man muss es gerade rasch hintereinander durchlesen, wie es kommt, um die ganze Anmut und Fülle der griechischen Phantasie zu empfinden. Für den tragischen Dichter stecken noch die herrlichsten Stoffe darin, doch ragt besonders die Medea vor, aber in ihrer ganzen Geschichte und als Zyklus müsste man sie brauchen. Die Fabel von Thyest und der Pelopia ist gleichfalls ein vorzüglicher Gegenstand. Im Argonautenzug finde ich doch noch mehrere Motive, die weder in der Odyssee noch Ilias vorkommen, und es dünkt mir doch, als ob hierin noch der Keim eines epischen Gedichtes stäke.
     Merkwürdig ist es, wie dieser ganze mythische Zyklus, den ich jetzt übersehe, nur ein Gewebe von Galanterien und, wie sich Hyginos immer bescheiden ausdrückt, von Compressibus ist und alle großen und furchtbaren Motive davon hergenommen sind und darauf ruhen.
     Es ist mit eingefallen, ob es nicht eine recht verdienstliche Beschäftigung wäre, die Idee, welche Hyginos im Rohen und für ein andres Zeitalter ausgeführt hat, mit Geist und Beziehung auf das, was die Einbildungskraft der jetzigen Generation fordert, neu auszuführen, und so ein griechisches Fabelbuch zu verfertigen, was den poetischen Sinn wecken und dem Dichter sowohl als dem Leser sehr viel Nutzen bringen könnte.

Körner an Schiller, 13.10.1798:
Nur ein paar Zeilen vorläufig zum Dank für den Almanach. Er kam vor Tische, und zum Dessert traktierte ich die Frauen mit Deinen 2 Romanzen. Sie machten großes Glück, wie ich erwartete, und mit vollem Herzen wurde sogleich Deine Gesundheit getrunken. Du legst, das weiß ich wohl, auf diese Gattung keinen sonderlichen Werth, vielleicht eben, weil sie Dir weniger Anstrengung kostet; was gerade ein Beweis für Dein Talent wäre. Aber ich rechne diese Produkte wieder unter Deine gelungensten Arbeiten. Das Bürgerlied ist mir und einem kleinen Publikum gewiss äußerst schätzbar, aber es ist nicht von so allgemeiner Wirkung. Das fremde Kostüm benimmt ihm die Popularität." 

Schiller an Körner, 29.10. 1798:
Es freut mich, dass der Almanach Euch Vergnügen gemacht hat, und dass die Balladen Glück machen, ist mir besonders lieb. Glaube nicht, dass ich diese Gattung so leger traktiere; sie wird mir leicht, weil ich darüber klar bin – und in keiner, möcht’ ich sagen, bin ich mir der freien Kunsttätigkeit so deutlich bewusst. Auch wirst Du finden, wenn Du diese zwei Balladen kritisch untersuchen willst, dass ich sie mit ganzer Besonnenheit gedacht und organisiert habe.

Das Bürgerlied, weiß ich wohl, kann nicht allgemein interessieren; aber das liegt mehr am trockenen Stoff, als an den mythischen Maschinen – diese sind vielmehr das einzige Lebendige darin: denn der Teufel mache etwas Poetisches aus dem unpoetischsten aller Stoffe.

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6. Wilhelm von Humboldt
Über Schiller und den Gang seiner Geistesentwicklung

Eine Idee, mit der Schiller vorzugsweise gern sich beschäftigte, war die Bildung des rohen Naturmenschen, wie er ihn annimmt, durch die Kunst, ehe er der Kultur durch Vernunft übergeben werden konnte. Prosaisch und dichterisch hat er sie mehrfach ausgeführt. Auch bei den Anfängen der Civilisation überhaupt, dem Übergange vom Nomadenleben zum Ackerbau, bei dem, wie er es so schön ausdrückt, mit der frommen, mütterlichen Erde gläubig gestifteten Bund verweilte seine Phantasie vorzugsweise gern. Was die Mythologie hiermit Verwandtes darbot, hielt er mit Begierde fest; ganz den Spuren der Fabel getreu bleibend, bildete er Demeter, die Hauptgestalt in diesem Kreis, indem er sich in ihrer Brust menschliche Gefühle mit göttlichen gatten ließ, zu einer ebenso wundervollen, als tief ergreifenden Erscheinung aus. Es war lange ein Lieblingsplan Schiller's, die erste Gesittung Attika's durch fremde Einwanderungen episch zu behandeln. Das Eleusische Fest ist an die Stelle dieses unausgeführt gebliebenen Planes getreten.

Quelle:
* Wilhelm von Humboldt: Über Schiller und den Gang seiner Geistesentwicklung (1830). In: Wilhelm von Humboldt: Werke in fünf Bänden. Hrsg. von Andreas Flitner und Klaus Giel. Bd. II. Stuttgart: J. G. Cotta'sche Buchhandlung 1961, S. 357-394. Hier S. 372 f.
* Digital bei Xeno.org

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Ausschnitt

Ausschnitt aus der Illustration zu Strophe 9


7. Kurzbiographie von J. M. Wagner

Wagner, Martin (Johann Martin) von, Maler, Bildhauer, Radierer, Kunstsammler und Archäologe. Geb. 24. 6. 1777 in Würzburg, gest. 8. 8. 1858 in Rom. Zunächst Schüler seines Vaters, des Würzburger Hofbildhauers Peter Wagner, der ihn nach Gipsabgüssen und dem lebenden Modell zeichnen ließ, seit 1797 weitergebildet bei Heinrich Füger an der Wiener Akademie. Erster Preis der Akademie vom Jahre 1802 zur Aufgabe "Aeneas, der seine Mutter Venus um den Weg nach Carthago fragt". Er kehrte September 1802 nach Würzburg zurück, wo er sich 1803 an dem von Goethe und den Weimarischen Kunstfreunden ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligte und den 1. Preis erhielt [Ulyß und Polyphem, Zeichnung]. Aus diesem Anlass erschien die Skizze "Einiges von dem Lebens- und Kunstgange Herrn Martin Wagners". September 1803 bis Mai 1804 hielt er sich in Paris auf; anschließend ging er zur Vollendung seiner künstlerischen Ausbildung nach Rom. Nach kurzem Aufenthalt in der Heimat 1808/09 ging Wagner Ende 1809 zum zweiten Mal nach Rom, das er zu seinem dauernden Wohnsitz machte. Seit 1827 wohnte er als Hausverwalter König Ludwigs I. in Villa Malta, der damaligen Besitzung des Königs, für den Wagner als Kunstagent tätig war. So reiste er September 1812 im Auftrag des Königs nach Griechenland zwecks Ankaufs der Äginetengruppe, die er 1813 nach Rom brachte und gemeinsam mit Thorvaldsen in den folgenden Jahren wiederherstellte und ergänzte. Die Tätigkeit als Kunstagent des Königs brachte Wagner immer mehr dahin, die Malerei aufzugeben und sich fast nur noch mit der Plastik zu beschäftigen. „Die Glyptothek … ist in ihren wichtigsten Teilen durch W.s Spürsinn und feinen Blick zusammengebracht worden“ (Heinr. Bulle). Wagner ist Schöpfer des Giebelfeldes der Münchner Glyptothek wie auch des Walhallafrieses und besorgte die innere Ausstattung des Pompejanums in Aschaffenburg. (Thieme-Becker, bearbeitet)

Quellen:
* Einiges von dem Lebens- und Kunstgange Herrn Martin Wagners. Januar 1804 im Intelligenzblatt der Jenaer Allgemeinen Literaturzeitung, gezeichnet W. K. F. [Weimarer Kunstfreunde]. In: Johann Wolfgang Goethe, Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens. Münchner Ausgabe. Bd. 6,2. München: Carl Hanser Verlag 1988, S. 539 mit Erläuterungen S. 1123 f.
* Walther Scheidig: Goethes Preisaufgaben für bildende Künstler 1799-1805 (Schriften der Goethe-Gesellschaft; 57) Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger 1958. Insbesondere S. 357 ff. mit der von Wagner selbst entworfenen Bildungsgeschichte zuhanden Goethes S. 362-366.

Weblinks:
* Eintrag "Johann Martin Wagner" in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Martin_von_Wagner
* Hyacinth Holland: "Wagner, Johann Martin von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 515-519. Onlinefassung, URL:
http://www.deutsche-biographie.de/ppn118628356.html?anchor=adb

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Friedrich Schiller, Das Eleusische Fest, bildlich dargestellt von Johann Martin Wagner, gestochen von Ferdinand Ruscheweyh, Ausschnitt

Ausschnitt aus der Illustration zu Strophe 21

8. Kurzbiographie von F. Ruscheweyh

Das Leben des Kupferstechers Ferdinand Ruscheweyh ist wenig erforscht. Geboren 1785 in Neustrelitz / Mecklenburg und dort am 21. 12. 1846 gestorben. Er studierte in Berlin und Wien, verbrachte den größten Teil seines Berufslebens von 1808 bis 1832 in Rom und wurde dort zu einem der führenden Vertreter des an Albrecht Dürer, doch auch an John Flaxman orientierten nazarenischen Reproduktionsstiches. Er stach u.a. nach Raffael, Michelangelo, Asmus Jacob Carstens, Friedrich Overbeck, Peter Cornelius u.a. Nach dem Italienaufenthalt ging er über München und Frankfurt nach Düsseldorf, um Eduard Bendemanns "Trauernde Juden" für den dortigen Kunstverein zu stechen. Seit Anfang 1833 lebte er in Neustrelitz, vollendete zunächst die in Frankfurt bestellte Platte der "Legende" nach Franz Pforr für das Kunstvereinsheft von 1834 und stach als Eigenunternehmer "Ruth und Boas" sowie das "Tugendsame Weib" nach Overbeck, wie immer nach den Originalen. Seit 1838 war er fast blind und konnte seinen Beruf nicht mehr ausüben.

Quellen:
* Nagler; Thieme-Becker
* Unter Glas und Rahmen. Druckgraphik der Romantik aus den Beständen des Landesmuseums Mainz und aus Privatbesitz. Bearbeitet durch Stephan Seeliger und Norbert Suhr. Mainz 1993.

Weblink:
* Eintrag "Ferdinand Ruscheweyh" in Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Ruscheweyh

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