goethe

Porträts und Illustrationen der Werke von Friedrich Schiller


  Jutta Assel und Georg Jäger:
Illustrationen von Daniel Chodowiecki
 zu Schillers »Kabale und Liebe«

(München Dezember 2012)

Chowiecki gibt in seinen feingestochenen, etwas steif wirkenden 12 Almanach-Kupfern die jeweiligen Schillerschen Textstellen in sparsamer Charakterisierung der Menschen und Handlungsorte wieder. Die gewählten Zimmer-Ausschnitte wirken wie Segmente einer schmalen Kastenbühne. Sie sind mit ihren wenigen Möbeln, Gegenständen und Wandverzierungen als die Lebensräume der isoliert stehenden Frauen und der agierenden Männer gekennzeichnet. Hell heben sich die Figuren von dem dunkleren - da dichter schraffierten - Hintergrund ab, was den Bühneneindruck verstärkt. Trotz des Miniaturformates kann der Leser / Betrachter die wechselnden Stimmungen der Szenen auch emotional nachvollziehen.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Illustrationen von Heinrich Lossow zu Schillers »Kabale und Liebe«

(München Dezember 2012)

Fast 100 Jahre später als Chodowiecki schuf Heinrich Lossow seine Vorlagen für die Holzstich-Illustrationen zu "Kabale und Liebe", die in Wilhelm Hechts Xylographischer Anstalt von verschiedenen Reproduktionskünstlern gefertigt wurden. Neben den fünf Vollbildern sind verschieden große Illustrationen und Schlussvignetten in den Text eingestreut, ohne begrenzende Rahmenlinien und häufig mit freiem Außenkontur der Holzstöcke. Die eingestreuten Illustrationen zeigen die Personen meist nahsichtig (z.B. als Kniestücke oder Porträts) und locker skizziert sowie ohne definierten Hintergrund. In den Vollbildern agieren Männer wie Frauen als Ganzfiguren in durch die jeweilige Ausgestaltung sozial klar bestimmten Räumen. Kostüme und Interieurs des Adels sind im Rokokostil gehalten; Kostüm und Behausung des Stadtmusikus Miller sind schlicht.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich von Schiller »Die Bürgschaft«. Lithographiert von Joseph Trentsensky

(München Februar 2012)

Im Wiener Verlag Trentsensky, der heute vor allem für seine Bilderbogen ("Mandlbogen") und Papiertheater bekannt ist, erschien um 1825 ein Heft mit sechs Lithographien zur Ballade "Die Bürgschaft" von Schiller. Die Serie orientiert sich an der klassizistischen Umrissillustration mit Schattenschraffuren, wie sie für historische Kompositionen gängig waren. Diese Publikation, die in Bibliotheken nicht nachgewiesen ist, wird vom Goethezeitportal vollständig wiedergegeben.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich von Schiller »Don Carlos«. Kostümbilderbogen

(München Dezember 2009)

Im 19 Jahrhundert waren „Papiertheater“ beliebt, für die es gedruckte Ausschneidebogen für Figuren, Kulissen usw. gab. Die Erfolgsstücke der zeitgenössischen Bühne wurden hier von den Kindern nachgespielt. So auch die Dramen von Schiller. Das Goethezeitportal publiziert einen Kostümbogen für Don Carlos, der eine Vorstellung gibt, wie die Figuren des Dramas auf der Bühne – Vorbild ist eine Berliner Aufführung unter dem Intendanten Graf Karl von Brühl – kostümiert waren.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Notgeld aus Rudolstadt«

(München November 2009)

Von Mai bis August 1788 wohnte Schiller in Volkstedt, in der Nähe von  Rudolstadt, Ende August zog er nach Rudolstadt um. Er verkehrte im Hause Lengefeld – heute „Schillerhaus“ mit Museum - und lernte die Schwestern Charlotte und Caroline kennen und lieben. So kam es im „Rudolstädter Sommer“ 1788 – wie Biographen annehmen - zu einem „romantisch-erotischen Dreiecksverhältnis“ (Eckhard Fuhr). 1790 heiratete er Charlotte. In der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg widmete Rudolstadt den Schiller-Stätten und dem Lied von der Glocke zwei Serien Notgeld, die das Goethezeitportal mit Erläuterungen publiziert.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich von Schiller »Die Glocke«. Postkartenserie im Verlag von L. Stottmeister & Co.

(München Juli 2009)

Die sechs Genreszenen zur Ballade „Die Glocke“ von Schiller, aus dem Verlag von L. Stottmeister in Braunschweig, verweisen durch die Aussparung des Zitat- und Textfeldes auf ihre Entstehung um 1900 (auf der Rückseite durfte nur die Adresse stehen). Wie an den Kostümen ersichtlich, lässt der Künstler die Handlung am Übergang des späten Rokoko zum Empire spielen, mischt aber auch realistisch gegebene Szenen darunter.

 

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Jutta Assel und Georg Jäger: »Schiller-Zyklus« von Hans Printz

(München März 2009)

Die sechs Illustrationen zu Schillers Dramen von Hans Printz (1865-1925), einem Wiener Maler, zeichnen sich aus durch ihre textadäquaten Kompositionen. Sie charakterisieren das jeweilige Milieu und gleichen sich ihm stilistisch an.

 

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Jutta Assel und Georg Jäger: Erinnerungsblatt
an die Schillerfeier 1859. Erfunden und radiert von Carl Jaeger

(München März 2009)

In der Restaurationszeit, nach der gescheiterten Revolution von 1848, wurden die Feiern zum 100. Geburtstag Schillers 1859 zu Demonstrationen einer freiheitlichen und nationalen bürgerlichen Gesinnung. Auf dem von Carl Jaeger entworfenen und radierten Erinnerungsblatt des Nürnberger Künstlervereins weist Schiller auffordernd auf das Zitat aus „Wilhelm Tell“: »Seid einig - einig - einig!« Das Blatt enthält eine Aufforderung zur Wiedergewinnung eines die deutschen Einzelstaaten umfassenden Kaiserreichs. Das Goethezeitportal stellt die Komposition vor und skizziert den Charakter der Schillerfeiern von 1859 als "bürgerliches Oppositionsfest" (Noltenius).

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Kurt Kramer: Der Gemäldezyklus »Das Lied von der Glocke« von Ernst Erwin Oehme

(München März 2009)

Der Dresdner Maler Ernst Erwin Oehme (1831-1907) schuf von 1872 bis 1877 acht großformatige Gemälde zu Schillers „Glocke“, die sich heute im Stadtsaal der Stadtverwaltung der Stadt Flöha befinden. Auftraggeber war der Industrielle und kurzzeitige Miteigentümer der Plauer Baumwollspinnerei Clauß, Carl Louis Uhle.

Das Goethezeitportal publiziert die Illustrationen mit ihren Bezugstexten, Hinweisen zur Entstehung und Geschichte des Zyklus sowie Angaben zum Künstler.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Wilhelm von Kaulbach: 
Zwölf Bilder zu Schillers Dramen u.a.
Mit zwei Bildbeschreibungen und Figurencharakteristiken von Ernst Förster aus Kaulbachs »Schiller-Gallerie«

(München März 2009)

Der Verlag von K. Ad. Emil Müller in Stuttgart gab eine Serie von 12 Postkarten mit Werken des Münchner Malers Wilhelm von Kaulbach (1804-1874) heraus. In ihr finden sich 6 Illustrationen zu Werken Schillers und zwei Karten mit Goethe-Motiven. Das Goethezeitportal publiziert die gesamte Folge und fügt hinzu: Zwei Bildbeschreibungen und Figurencharakteristiken von Ernst Förster aus Kaulbachs "Schiller-Gallerie" sowie Kurzbiografien von Kaulbach und Förster.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Altdorf (Uri)
Tell-Denkmal und Tell-Aufführungen«

(München Februar 2009)

Tells Apfelschuss soll auf dem Marktplatz von Altdorf, Hauptort des
Kantons Uri in der Schweiz, stattgefunden haben. Der Ort pflegt diese
Erinnerung durch ein monumentales Denkmal des Bildhauers Richard
Kissling, das 1895 eingeweiht wurde, und durch Tell-Aufführungen in
einem eigens dafür errichteten Theater.

Das Goethezeitportal publiziert das Denkmal in unterschiedlichen Aufnahmen sowie Bilder der Tell-Aufführungen.

 

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Der Schiller-Festzug in Frankfurt am Main 1859«

(München Februar 2009)

Die Feiern zum 100jährigen Geburtstag Schillers, einem nationalen Aufbruch nach Jahren der Reaktion, gestalteten sich in Frankfurt am Main besonders aufwendig. Im Mittelpunkt stand ein Festzug von über 6.000 Personen, 350 Pferden und 30 Festwagen, der von den Körperschaften der Stadt ausgerichtet wurde. Die Beschreibung des Festzuges und die Bilder der Festwagen, die das Gedenkbuch enthält, werden im Goethezeitportal neu publiziert.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Motive auf Bilderbogen«: Der Münchener Bilderbogen Nro. 3: Wilhelm Tell

(München September 2008)

Der Künstler Kaspar Braun und der Buchhändler Friedrich Schneider, deren Verlag eine „Anstalt für Holzschneidekunst“ angeschlossen war, brachten von 1848 bis 1898 die „Münchner Bilderbogen“ mit insgesamt 1200 Nummern heraus. Die Bilderbogen waren in Schwarz-Weiß und in Schablonenkolorierung erhältlich und für breiteste Kreise erschwinglich. Die durchschnittliche Erstauflage betrug Mitte der 60er Jahre 10.000 bis 12.000 Blatt (Eichler). Nach einer kurzen Einführung wird hier der frühe Bilderbogen zu Schillers Tell als Ganzes und in Detailansichten wiedergegeben.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Motive auf Postkarten«: Schiller-Porträts

(München September 2008)

Die Seite stellt eine repräsentative Auswahl der am weitesten verbreiteten Schillerbildnisse in Plastiken, Gemälden, Grafiken und Silhouetten vor. Als die unsere Vorstellung von Schillers äußerer Erscheinung prägenden Bildnisse heben sich die Plastiken von Dannecker, Klauer und Rietschel sowie die Gemälde von Graff, Simanowiz und Tischbein heraus. Diese Bildnisse werden durch Jagemanns Zeichnung von Schiller auf dem Totenbette und von späteren Formulierungen eines idealen Schillerbildnisses ergänzt. Beigegeben sind Kurzbiografien der Künstler.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Schiller-Sprüche auf Postkarten im Ersten Weltkrieg

(München September 2008)

Zahlreiche patriotische Spruchkarten im Ersten Weltkrieg arbeiten mit Zitaten aus den Klassikern, vor allem von Schiller. Bei den Zitaten handelt es sich um >geflügelte Worte<, die aus ihrem Kontext entnommen und – oft auch gegen den ursprünglichen Sinnzusammenhang – für die Kriegspropaganda instrumentalisiert werden. Die abgebildeten Spruchkarten stellen komplexe Zeichengebilde dar, bei denen sich die Sprüche mit einer Reihe bildhafter Symbole verbinden. Die Sinnbildung, zu der die Karten anregen, entsteht aus dem Zusammenspiel dieser Elemente.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Moritz Retzsch: Schillers "Gang zum Eisenhammer" in Umrissen

(München August 2008)

Von den in der Goethezeit hoch geschätzten Illustrationen in Umrissradierungen von Moritz Retzsch (1779-1857) publiziert das Goethezeitportal - nach Goethes „Faust“ - Schillers Ballade „Der Gang zum Eisenhammer“ (1797), die mit der Zeile „Ein frommer Knecht war Fridolin“ beginnt. „Anmerkungen zu literarischen Umrissbildfolgen“ führen in diesen klassizistischen Illustrationsstil und seine Verwendung durch Retzsch ein.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich Schiller: Avanturen des neuen Telemachs. Eine Humoreske für Gottfried Körner

(München Februar 2008)

Theodor Körner (1791-1813), Sohn des Schillerfreundes Gottfried Körner, ist der bekannteste ‚Freiheitssänger’ der Kriege gegen Napoleon. Er trat dem Lützowschen Freikorps bei und fiel am 26. August 1813. Die posthume Sammlung „Leyer und Schwert“ enthält einige der wirkungsmächtigsten Kriegsgedichte der deutschen Literatur. Das Goethezeitportal publiziert Bildnisse des Dichters und Bilder von Erinnerungsorten zusammen mit literarischen Zeugnissen, die das Selbstverständnis Körners und befreundeter ‚Patrioten’ dokumentieren und der Haltung Goethes gegenüberstellen. Weitere Seiten zu Körner als Lützower Jäger und zur Rezeption seiner Gedichte im Ersten Weltkrieg sind in Vorbereitung.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Motive auf Postkarten«: Jubiläumspostkarten

(München Januar 2008)

In die Blütezeit der Postkartenindustrie vor dem Ersten Weltkrieg fiel der 100. Todestag Schillers 1905. Die Schillerfeiern dieses Jahres wurden zu einem nationalen Ereignis, das die Postkartenverlage mit Jubiläumskarten begleiteten. Es dominieren montierte, veredelte Bildkarten. Im Zentrum der meisten Montagen steht ein ideales Schillerporträt. Darum können sich Szenen aus seinen Dramen und / oder Ansichten von den wichtigsten Orten seines Lebens, vom Geburtshaus in Marbach bis zum Schillerhaus und der Fürstengruft in Weimar, gruppieren. Einige Karten zeigen den inspirierten Dichter und Seher mit visionärem Blick, andere inszenieren einen Schiller-Kult vor der Porträtbüste oder dem Bildnis. Auf einer Karte ist sein Denkmal, umgeben von Gestalten seiner Dichtung, Ziel von verehrenden Pilgern. Da die Postkarten ein populäres Massenmedium waren, ermöglichen sie Einblicke in die zeitgenössische Sicht auf Schiller und seine Werke. Insgesamt sind sie Zeugnisse der Idealisierung und Überhöhung des Dichters, wobei die Verweise auf seine Lebensgeschichte in Spannung stehen zur Stilisierung zum zeitenthobenen Genius.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Motive auf Postkarten«: Ströhmfeld's Historische Ansichtskarten:
Friedrich Schiller (1905)

(München April 2007)

Zum 100. Todesjahr Schillers brachte der Verlag von Hans Bleher in Stuttgart eine sechsteilige Postkartenserie heraus. Die Karten sind Montagen von Bildern aus den jeweiligen Lebensabschnitten und Schaffenszeiten: Bildnisse, Ansichten von Erinnerungsorten, Szenen aus Dramen etc. Dieses Bildmaterial wird auf den sorgfältig gestalteten Karten, einem Dokument der Schillerfeiern 1905, erläutert.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schiller-Motive auf Postkarten«: Wilhelm Tell. Verlag Theo Stroefer, Nürnberg

(München April 2007)

Die anonyme Postkartenserie wurde vom Kunstverlag Theo Stroefer in Nürnberg zum 100jährigen Jubiläum von Schillers „Wilhelm Tell“ 1904 oder aus Anlass der Schillerfeiern 1905, zum 100. Todestag des Dichters, auf den Markt gebracht. Die Illustrationen bilden ein historisches Zeugnis der Schillerrezeption. Den Bildern gibt das Goethezeitportal den Bezugstext bei.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Moritz Retzsch: Schillers Pegasus im Joche in Umrissen

(München Mai 2006)

Schillers Gedicht „Pegasus im Joche“ (1796) stellt das Ross der Musen, auf dem die Dichter sich in Begeisterung emporschwingen, in den Mittelpunkt und thematisiert die unüberbrückbare Kluft zwischen dem freien Leben der Poesie und den Anforderungen des Arbeitslebens. Moritz Retzsch hat das Gedicht in Umrissen illustriert. Retzsch (1779-1857), Zeichner und Maler,  machte sich durch romantische und mythologische Darstellungen, am meisten aber durch seine Umrisse zu großen Dichterwerken (Goethes Faust, Schiller, Shakespeare) einen Namen und wurde auch von Goethe geschätzt.

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 *RETRODIGITALISIERUNG*
Friedrich Schiller: Wilhelm Tell.
Im 650. Jahre der schweizerischen Eidgenossenschaft 1941

(München März 2006)

Die Festschrift, die hier vollständig wiedergegeben wird, bezieht sich auf die Situation der Schweiz im Zweiten Weltkrieg: "Der Tell lebt – der Mann, der die Waffe berührt, – die Frau, die junges Leben nährt, gebe ihm Raum im Innersten. Und vergesset nicht: vor dem befreienden Sprung riß der Tell die Waffe mit." Die Ausgabe ist reich illustriert, sowohl mit Bildern zu den Schauplätzen wie mit Illustrationen zur Handlung. Der Text ist um ein Sechstel gekürzt und mit Hervorhebung wichtiger Stellen didaktisch aufbereitet.

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Porträt- und Memorialgraphik zu Goethe und Schiller

Neben Porträts in Bildern und Denkmälern bringt diese Seite Memorialgraphik, oft mit Verzierungen und Medaillons ausgeschmückte Erinnerungsblätter an Goethe und Schiller. Zu Jubiläen komponiert, enthält sie neben einem Porträt Bilder von Erinnerungsorten, Illustrationen bekannter Dichtungen oder einen erläuternden Text. Hinzuweisen ist auf zwei Blätter aus dem König-Ludwigs-Album, das dem abgedankten König Ludwig I. von Bayern als Dank für seine Förderung der Künste 1850 überreicht wurde: ein Schiller-Porträt von Stieler und „Goethes Ankunft in Elysium“.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Schiller-Motive auf Postkarten. Eine Dokumentation
»Andreas Müller: Die Glocke«

(München November 2005)

Andreas Müller (1831-1901) ist ein Schüler von W. Kaulbach und M. Schwind, er lehrte als Professor für kirchliche Kunst an der Münchner Akademie und war als Historienmaler und Zeichner für den Holzschnitt tätig. Der in der Tradition der Münchner Spätromantik stehende Zyklus zeigt detailgenaue, dichte Kompositionen, deren Erzählfreudigkeit anspricht. Mit dieser Serie liegt die vierte Folge von Illustrationen zu Schillers „Glocke“ vor. Vergleiche lassen sich ziehen mit Hans Kaufmann, Alexander von Liezen Mayer und Ludwig Richter.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Schiller-Motive auf Postkarten. Eine Dokumentation.
»Otto Peter: Wilhelm Tell«

(München Juli 2005)


Diese Serie zu Schillers „Wilhelm Tell“ gehört der Popularkultur an. Die Kompositionen wirken wie „stills“ eines alten Heimatfilms: Zwischen bewegten Gruppenszenen vor wechselnder Bergkulisse sind teils statuarische, teils pathetisch wirkende Auftritte mit wenigen Darstellern eingestreut. Auch die Mischung aus historischen und zeitgenössischen Kostümen und Charakteren unterstützt diesen Eindruck. Die Farbdrucke sind wohl in den 30er Jahren entstanden; der Künstler konnte nicht eruiert werden.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
»Schillers Lied von der Glocke. Mit Illustrationen von Alexander von Liezen Mayer«

(München Juni 2005)

Das Goethezeitportal publiziert ein reich illustriertes Prachtwerk mit dem vollständigen Text von Schillers „Glocke“. Das Werk enthält 17 Kompositionen von Alexander Liezen-Mayer (1839-1898), ausgeführt in 6 Kupferstichen und 11 Holzschnitten. Liezen-Mayer war zuletzt als Professor der Geschichtsmalerei an der Kunstakademie in München tätig. Die Ornamente stammen von Ludwig von Kramer (1840-1908), Illustrator, Kirchen- und Historienmaler. Das repräsentative Prachtwerk war zur Auslage im Salon und mehr zum Beschauen als zum Lesen gedacht. Es zeichnet sich durch eine sorgfältige typographische Gestaltung und historistische Ornamentierung aus.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Schiller-Motive auf Postkarten. Eine Dokumentation.
»Hans Kaufmann: Die Glocke«

(München Mai 2005)

Unter den äußerst zahlreichen Illustrationen zu Schillers „Glocke“ ist Hans Kaufmanns Illustrationsfolge durchaus eigenständig. Durch ihre Skizzenhaftigkeit und ihre zarten Aquarelltöne erhalten die Staffagefiguren Bewegung, was durch lebhafte Gestik und Körpersprache noch unterstrichen wird. Ausschmückende Erzählfreude, eine stets wechselnde Stadtkulisse wie auch der Wandel der Tageszeiten locken zum genauen Schauen.

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 Georg Jäger: »Schillers Lied von der Glocke in Bildern von Ludwig Richter«

(München April 2005)

Mit der „Glocke“ schuf Schiller die Ballade des bürgerlichen Lebens. Sie war überaus populär, wie die zahlreichen geflügelten Worte belegen, die ihr entnommen wurden, und wurde zu einem der am häufigsten illustrierten Texte der klassischen Literatur im 19. Jahrhundert. Das Goethezeitportal publiziert mehrere Illustrationen und beginnt mit Ludwig Richter. Über ihn heißt es in Meyers Konversationslexikon: „Er hat durch seine gemütvolle Schilderung des deutschen Lebens, seinen liebenswürdigen Humor und die Fülle seiner Phantasie als Illustrator epochemachend gewirkt.“ Richter war der kongeniale Illustrator des bürgerlichen Weltbildes und seiner Wertvorstellungen.

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Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit