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Jutta Assel | Georg Jäger
Orte kultureller Erinnerung

Altdorf (Uri)
Tell-Denkmal und Tell-Aufführungen

Stand: Januar 2014

 

 


Gliederung

1. Altdorf und das Tell-Denkmal
2. Tell-Aufführungen
3. Rechtlicher Hinweis und Kontaktadresse

 


1. Altdorf und das Tell-Denkmal

Altdorf ist der Hauptort des Kantons Uri in der Schweiz. In Friedrich Schillers »Wilhelm Tell« ist Altdorf "der Schauplatz des Apfelschusses. Nachdem Wilhelm Tell sich weigerte, Gesslers Hut auf der Stange zu grüßen, wurde er von Gessler dazu gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schießen. Dies soll sich auf dem Altdorfer Marktplatz ereignet haben, wo deswegen 1895 am Fuße eines alten Turms (Türmli) das Telldenkmal, eine Bronzestatue des Zürchers Richard Kissling, die Tell und seinen Sohn zeigt, errichtet wurde. 1899 wurde nahe dem Ort ein Theater (Tellspielhaus) eröffnet mit dem alleinigen Zweck, Friedrich Schillers Schauspiel »Wilhelm Tell« aufzuführen."

Artikel "Altdorf (Uri)" in Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

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Oben: Altdorf mit Bristenstock. Verso: Verlag Jakob von Matt, Altdorf. Carte postale. Rechts unten: 783. Nicht gelaufen.

Unten: Altdorf. Hauptplatz u. Telldenkmal. Verso: 1853. Gebr. Wehrli, Kilchberg b. Zürich. Signet. Louis Glaser, Leipzig. Carte postale. Nicht gelaufen.

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3720. Altdorf, Telldenkmal. Signet: FC ligiert. Frei & Co., St. Gallen. Nicht gelaufen.

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21664 Altdorf - Telldenkmal. Verso: Wehrliverlag Kilchberg (Zch). Nicht gelaufen.

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Links: Altdorf, Telldenkmal. Erzählen wird man von dem Schützen Tell, / So lang die Berge steh'n auf ihrem Grunde! Verso: d 5298. Edition Photoglob, Zürich. (Fabrication Suisse). Nicht gelaufen. – Zitat 3. Aufzug, 3. Szene; bezogen auf den Apfelschuss.

Rechts: [Ohne Titel.] Verso: Altdorf, Telldenkmal. Y 2555. Edition Photoglob Co., Zürich. (Fabrication Suisse). Nicht gelaufen.

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2632 Das Telldenkmal in Altdorf. Verso: Verlag Beringer & Pampaluchi, Zürich. Stempel: Telldenkmal Altdorf. Nicht gelaufen.

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"Das Wilhelm Tell Denkmal war Auftragskunst. Politiker gaben den Auftrag und machten dem Künstler ganz genaue Vorschriften. Beilm Telldenkmal wurde schriftlich vorgeschrieben, Wilhelm Tell ist als freiheitsstolzer, kühner, entschlossener Mann in der landesüblichen Bauerntracht darzustellen.
   Der Bildhauer Richard Kissling führte daraufhin den Auftrag genau nach den Vorgaben aus.
   Wilhelm Tell, in mittelalterlich anmutender Kriegerkleidung und mit geschulterter Armbrunst, legt schützend den Arm um die Schulter seines Sohnes Walter, der die Hand des Vaters festhält und bewundernd zu ihm aufblickt. Das Tell Denkmal zeigt Wilhelm Tell mit kräftigen Muskeln und wildem Bart.
   Die Tellstatue ist gute 4 Meter groß und wiegt fast hundert Zentner. Das Denkmal wurde am 28. August 1895 eingeweiht.
   Der Wohnturm, vor dem das Wilhelm Tell Denkmal steht, stammt aus dem Mittelalter. Er müsste demzufolge schon beim Tellschuss dort gestanden haben."

Warum trägt der Sockel des Denkmals die Jahreszahl 1307? "König Albrecht, 52-jährig, wird am 1. Mai durch seinen 18-jährigen Brudersohn Johannes, Herzog von Schwaben (Parricida), bei Königsfelden ermordet." Da der geächtete Parricida in Schillers Schauspiel auf der Flucht ist (5. Aufzug, 2. Auftritt), erlaubt der Königsmord eine historische Datierung des Geschehens.


Aus dem Artikel "Wilhelm Tell Denkmal Altdorf Uri" (mit kleinen Änderungen).

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Oben links: Altdorf, Telldenkmal. Erzählen wird man von dem Schützen Tell, / So lang die Berge steh'n auf ihrem Grunde! Verso: Y 2778 Edition Photoglob Co., Zürich. (Fabrication Suisse) Gelaufen. Poststempel 1924. – Zitat 3. Aufzug, 3. Szene; bezogen auf den Apfelschuss.

Oben rechts: 15055 Das Telldenkmal in Altdorf. Verso: Wehrli A.-G., Kilchberg-Zürich. Nicht gelaufen.

Unten links: K 3236 Altdorf - Telldenkmal. Erzählen wird man von dem Schützen Tell, / So lang die Berge steh'n auf ihrem Grunde! Verso: Edition Photoglob, Zürich. Handschriftlich: 1910. Nicht gelaufen. – Zitat 3. Aufzug, 3. Szene; bezogen auf den Apfelschuss.

Unten rechts: [Ohne Titel.] Verso: 1724. Das Telldenkmal in Altdorf. Wehrli A.-G., Kilchberg, Zürich. Nicht gelaufen.

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Links: Anhänger mit dem Altdorfer Tell-Denkmal in Silber. Breite ca. 1,2; Höhe ca. 2 cm. Vorderseite.

Rechts: Dass. Rückseite.

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Richard Kissling (geb. 15. April 1848 in Wolfwil SO, gest. 19. Juli 1919 in Zürich) "gehört zu den namhaftesten Denkmalplastikern der Schweiz im ausgehenden 19. und frühen 20. Jh. Nach seiner Lehre als Stuckateur lebte er 13 Jahre in Rom, wo er 1872/73 beim spätklassizistischen Schweizer Bildhauer Ferdinand Schlöth arbeitete. An der Landesausstellung 1883 in Zürich erregte der junge und noch wenig bekannte Kissling mit einer Porträtbüste von Alfred Escher Aufsehen. In der Folge erhielt Kissling den Auftrag zur Ausführung eines monumentalen Denkmalbrunnens von Escher in Bronze und Granit vor dem Triumphbogen am Hauptbahnhof Zürich. Sein bekanntes Werk ist das Telldenkmal in Altdorf.

Richard Kissling in seinem Atelier mit dem Tell-Denkmal.
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Artikel "Richard Kissling" aus Wikipedia, der freien Exnzyklopädie. Das Bild stammt gleichfalls aus Wikipedia.

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2. Tell-Aufführungen

"Am 25. Juni 1899 findet die erste Aufführung von Schillers »Wilhelm Tell« durch den »Verein für Tellaufführungen« im eigens dafür aus Holz erbauten »Tellspielhaus« auf der Schützenmatte (heute Sportplatz) statt, das 1200 Sitzplätze aufweist. Regisseur ist Gustav Thiess aus Wien, damals Direktor des Stadttheaters Luzern."

Die Seite Tellspiele 2008 Altdorf enthält weitere Daten zur Geschichte der Tell-Verehrung.

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Postkartenserie: Tell-Aufführungen in Altdorf. Verso: Carte Postale. Ohne Verlagsangabe. Nicht gelaufen. – Rückseite noch ungeteilt, also wohl vor 1905.

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Werbemarken für die Tellspiele
Beispiele

Tell Aufführung Altdorf 1899, Werbemarke

Tell-Aufführung in Altdorf 1904, WerbemarkeTell-Aufführung in Altdorf 1905, Werbemarke

Tell-Aufführungen Altdorf 1913, Werbemarke

Tellspiele Altdorf, Werbemarke

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3. Rechtlicher Hinweis und Kontaktadresse

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Ludwig-Maximilians-Universität München
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