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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger
Schiller-Motive auf Postkarten

Friedrich von Schiller:
Die Glocke.

Postkartenserie im Verlag von L. Stottmeister & Co.,
Braunschweig

Eine Dokumentation

Optimiert für Firefox
Stand: Februar 2016

Ausschnitt aus dem 5. Bild

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Gliederung

  1. Die Postkartenserie
  2. Rechtlicher Hinweis und Kontaktadresse

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Vorlage: Friedrich von Schiller: Die Glocke. Serie von 8 Postkarten. Verlag von L. Stottmeister & Co. Braunschweig. Zwei Karten 1905 gelaufen; ein hier nicht abgebildetes Duplikat 1904. Kein Künstler ausgewiesen. Die Karte musste auf der Vorderseite beschrieben werden, da bis ca. 1905 die Rückseite ausschließlich der Adresse vorbehalten war.

Herr Ulrich Vogt <ulrichvogt@gmx.de> hat die Seite korrigiert und um drei Karten ergänzt.

 

1. Die Postkartenserie

 

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Denn mit der Freude Feierklange
Begrüsst sie das geliebte Kind
Auf seines Lebens erstem Gange
Den es in Schlafes Arm beginnt;
Ihm ruhen noch im Zeitenschosse
Die schwarzen und die heitern Loose
u.s.w.

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Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet
u.s.w.

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Der Mann muß hinaus
Ins feindliche Leben,
Muß wirken und streben
Und pflanzen und schaffen,
Erlisten, erraffen,
Muß wetten und wagen,
Das Glück zu erjagen.

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Einen Blick
Nach dem Grabe
Seiner Habe
Sendet noch der Mensch zurück -
Greift fröhlich dann zum Wanderstabe.
Was Feuers Wuth im auch geraubt,
Ein süsser Trost ist ihm geblieben;
Er zählt die Häupter seiner Lieben.
Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.

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Blökend ziehen heim die Schafe,
Und der Rinder
Breitgestirnte, glatte Schaaren
Kommen brüllend,
Die gewohnten Ställe füllend.

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Schwer herein
Schwankt der Wagen
Kornbeladen;
Bunt von Farben,
Auf den Garben
Liegt der Kranz;
Und das junge Volk der Schnitter
Fliegt zum Tanz.

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Tausend fleiss'ge Hände regen,
Helfen sich im muntern Bund,
Und in feurigem Bewegen
Werden alle Kräfte kund.
Meister rührt sich und Geselle
In der Freiheit heil'gem Schutz;
Jeder freut sich seiner Stelle,
Bietet dem Verächter Trutz.
Arbeit ist des Bürgers Zierde,
Segen ist der Mühe Preis;
Ehrt den König seine Würde,
Ehret uns der Hände Fleiss.

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Jetzo mit der Kraft des Stranges
Wiegt die Glocke aus der Gruft,
Dass sie in das Reich des Klanges
Steige in die Himmelsluft!
Ziehet, ziehet, hebt!
Sie bewegt sich, schwebt,
Freude dieser Stadt bedeute,
Friede sei ihr erst Geläute!

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2. Rechtlicher Hinweis und Kontaktadresse

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Ludwig-Maximilians-Universität München
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E-Mail: georg.jaeger07@googlemail.com

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