Johann Wolfgang Goethe Denkmäler und Erinnerungsorte auf Postkarten Teil I: A – K
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Goethe's Lieblingsplatz in Heidelberg
Die Sammlung der Goethe-Denkmäler und Erinnerungsorte (Tafeln, Inschriften, Goethe-Stuben usw.) wird durch die Mithilfe unserer Leser ausgebaut. Wir bitten uns Dateien bzw. Postkarten oder Fotos zum Einscannen zuzusenden. Gerne ergänzen wir die Bilder durch die Recherchen (Künstler, Einweihung, Presseberichte etc.) unserer Leser. Geordnet sind die Goethe-Denkmäler nach Orten. Die Lebenstationen Goethes (Frankfurt, Weimar etc.) sowie Auerbachs Keller werden auf eigenen Seiten dokumentiert.
Hier gehts zu Teil II.
Gliederung
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Berlin
Goethedenkmal im Tiergarten
Berlin: Goethedenkmal im Tiergarten. Bl. 39. Verso: Friedel Ohle, Lichtbildnerin, Charlottenburg. Datierung u. Poststempel: 1933.
"Im östlichen Teil des Tiergartens, zwischen Brandenburger Tor und Lennéstraße, fand am 2. Juni 1880 die feierliche Enthüllung des von dem Bildhauer Fritz Schaper geschaffenen Goethe-Denkmals statt. Das Marmorstandbild Goethes (Höhe der Figur: 2,72 m) zeigt den Dichter mit übergelegtem Mantel, der von seiner rechten, eine Schriftrolle haltenden Hand zusammengenommen wird, während die linke in der Hüfte gestützt ist. Der runde Sockel steht auf einem Unterbau mit drei Figurengruppen, die die lyrische und dramatische Dichtkunst und die Forschung versinnbildlichen: eine Muse mit Leier und Eros, eine sitzende weibliche Gestalt mit Stift und Rolle, neben ihr ein Genius mit Todesfackel und eine weitere weibliche Gestalt in einem Buche lesend, neben sich einen geflügelten Genius mit der Fackel der Wahrheit." (Wolfgang Knobloch: Ein Goethe-Denkmal? Goethe und die Preußische Akademie der Wissenschaften im Jahre 1860. URL: bibliothek.bbaw.de/goethe/ausstellung/dokumente/denkmal.)
Schaper, Fritz, Bildhauer, geb. 31. Juli 1841 in Alsleben an der Saale, ging 1859 an die Akademie in Berlin und arbeitete von 1860-67 im Atelier des Professors A. Wolff. Nachdem er schon vorher für seinen Entwurf eines Uhlanddenkmals für Tübingen den ersten Preis, aber nicht die Ausführung erhalten hatte, beteiligte er sich 1872 an der Konkurrenz um das Goethedenkmal in Berlin, wurde zur engern Konkurrenz zugezogen und mit der Ausführung des Denkmals betraut, das 1879 enthüllt wurde. Ihm folgten die Bronzestatuen Bismarcks und Moltkes für Köln (1879 und 1881).
Von seinen übrigen Werken sind hervorzuheben: ein Landsknecht für den Siegesbrunnen in Halle, das Lessingdenkmal für Hamburg (Bronzeguß, 1882), das Goebendenkmal für Erfurt (1884), das Gaußdenkmal für Braunschweig, Hebe und Amor tränken die Tauben der Venus (1886, Marmorgruppe), eine Viktoria für die Herrscherhalle des Berliner Zeughauses, das Liebigdenkmal für Marburg, das Kruppdenkmal für Essen (1889), das Lutherdenkmal für Erfurt (1890), das Denkmal Blüchers für Kaub (1893), das Bismarckdenkmal für München-Gladbach (1899), das Rittershausdenkmal für Bremen (1900), das Reiterdenkmal Kaiser Wilhelms I. für Aachen (1901), das Denkmal der Kaiserin Augusta auf dem Opernplatz (1895), eine Christusstatue für den neuen Dom und das Marmorstandbild des Großen Kurfürsten für die Siegesallee (1901) in Berlin. S. hat auch zahlreiche Büsten geschaffen. Er ist Mitglied des Senats der Akademie und war 1875-90 Lehrer an der Kunstakademie. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-1909; Bd. 17, S. 697; Digitale Bibliothek 100, S. 174145f.; gekürzt)
 Goethe-Denkmal
Berlin: Goethe-Denkmal. Handschriftlicher Gruß. Datiert 1909. Verso: Kunstanstalt Markert & Sohn, Dresden 18. No. 534. Ges. gesch. 1905. Poststempel 1909.

Goethe-Denkmal
Gruss aus Berlin. Goethe-Denkmal. Verso: Signet: V über Globus. Postkarte. Poststempel unleserlich.
Goethedenkmal
Berlin. Goethedenkmal. Verso: Signet: AL 23. "Brillant" gesetzlich geschützt. Nicht gelaufen. – Prägedruck.
Brenner Gruss vom Brenner Gruss vom Brenner Tirol. Handschriftlich: zum Andenken an den 5. VIII. 1897. Camillo. Einmontiert eine Goethe-Tafel. Bez. I. Kopf. fec. Roma 1888. Darüber Schriftband: Goethe-Tafel gest. v. Prof. Kopf. Zur Erinnerung a. d. Aufenthalt Goethe's weiland seiner Südlandsreise. Verso: Correspondenz-Karte. Poststempel nicht lesbar.
Historischer Hintergrund: Den Alpenpass überquerte Goethe dreimal: Auf dem Hinwege zur ersten Italienreise am 8. IX. 1786 kam er abends an und fand ein sehr saubres bequemes Gasthaus zur Nacht: hier soll mein Rastort seyn, hier will ich eine Recapitulation der vergangenen sechs Tage machen. Die Recapitulation des Vergangnen und die Aufnahme des Neuen ließ fünf Noten entstehen: über die Witterung, über Polhöhe, Clima etc., über Pflanzen, Früchte etc., Von Gebürgen und Steinarten, über die Menschen. Am 9. IX. abends trieb der Wirt zur Abreise, die Goethe antrat, ohne schon mit allem fertig zu sein. Bei der zweiten Italienreise ging es (22. III. und Anfang Juni 1790) sogleich weiter. (Goethe Handbuch. 2. Aufl. Hg. von Alfred Zastrau. Bd. 1. Stuttgart 1961, Sp. 1405, gekürzt, ohne Nachweise.)
Goethe-Tafel am Hotel Post
Goethe-Tafel am Hotel Post. Brenner. Stengel & Co., Dresden u. Berlin 10381. Auf der Tafel: W. Goethe / I. Kopf. fec. Roma 1900. Handschriftliche Grüße, datiert 1905. Verso: Postkarte. Stempel unleserlich.
Kopf, Joseph von, Bildhauer, geb. 10.3.1827 in Unlingen, Württemberg, gest. 2.2.1903 in Rom, wo er seit 1852 ununterbrochen gelebt hat. Seit den 1870er Jahren war K. der bevorzugte Modeporträtist, der "Lenbach unter den Bildhauern" geworden, der besonders in fürstlichen Kreisen sich hoher Gunst erfreute. So hat er mehr als 15 Büsten Kaiser Wilhelms I. geschaffen. (Thieme / Becker)
Chicago
Goethe Monument. Lincoln Park
Goethe Monument. Lincoln Park. Chicago. Nr. 323 (oberer Rand), 503123 (unterer Rand). Inschrift auf dem Denkmal:
TO GOETHE THE MASTERMIND OF THE GERMAN PEOPLE THE GERMANS OF CHICAGO 1913
Verso: Goethe Monument. Lincoln Park. Chicago. The Monument of Goethe, presented by the Germans of Chicago, is situated at the northwest corner of Lincoln Park, just off Diversey Boulevard. The huge bronze statue, on a granite base, ist of heroic dimensions. – 323 published by Max Rigot Selling Co., Chicago. C. T. American Art Colored. Signet: C T Co. Chicago. Post Card. Nicht gelaufen.
Hahn, Hermann, Bildhauer in München, geb. 28.11. 1868 in Kloster-Veilsdorf bei Rudolstadt, besuchte 1887-92 in München die Kunstgewerbeschule und die Akademie. Ließ sich dann nach ausgedehnten Studienreisen durch Holland, Belgien, Frankreich, England, Griechenland und einem längeren Aufenthalt in Italien in München nieder. H. begann mit der realistisch aufgefaßten Porträtplastik, einem Gebiet, auf dem er es dann später zu meisterlicher Vollendung brachte.
Frühzeitig erhielt er Gelegenheit, diese Aufgabe auch in monumentalem Format zu lösen; zuerst an dem Moltke-Denkmal für Chemnitz (1899) und dem Liszt-Denkmal für Weimar von 1900 mit ihren sehr schlicht und groß gegebenen Porträtstatuen. 1909 entstand das Moltke-Denkmal für Bremen, eine reliefmäßig wirkende Reiterfigur.
Den auch hier noch streng festgehaltenen Anschluß an die Naturwirklichkeit verläßt H. in seinem im Auftrag des Schwabenvereins in Chicago geschaffenen Goethe-Kolossaldenkmal für Chicago von 1912, in dem er – darin übrigens dem vorgeschriebenen Programm folgend – die symbolische Idealisierung des Dichterheros gibt, den er als fast nackten, nur mit der kurzen antiken Chlamys bekleideten Jüngling darstellt, dessen Rechte auf dem Gefieder eines auf seinem aufgestützten Knie sitzenden Adlers ruht. Auch diese Statue ist ganz reliefmäßig konzipiert und in ihrem schlichten, sich eng an den Merkur Ad. Hildebrandts anlehnenden Motiv mit den einfachen großen Richtungsgegensätzen sehr monumental wirkend. Für die Erinnerung an die porträtmäßige Körperlichkeit des Dichters sorgt ein steinernes Reliefbildnis an einer Steinbank beim Denkmal.
Das wichtigste Bindeglied zwischen dem Moltke und dem Goethe ist der nackte Bronzereiter von 1908, in der das plastische Formideal H.s unter Anlehnung an die klassische Antike (Parthenonfries) einen ersten vollkommenen Ausdruck gefunden hat. Gleichzeitig mit dem Goethe und aus demselben Geiste modern interpretierter Antike heraus, entstand in Gemeinschaft mit dem Architekten Bestelmeyer 1911 das Bismarck-Denkmalprojekt für die Elisenhöhe bei Bingerbrück. Auch hier giebt H. statt des Porträts ein Symbol, diesmal in Gestalt eines die Schneide des Schwertes prüfenden Jungsiegfried in Umdeutung des antiken Heros in das Germanische. (Thieme / Becker, Auszug, bearbeitet.)
Darmstadt
Goethe-Denkmal
Verso: Darmstadt, Goethe-Denkmal. 1765 Verlag von Zedler & Vogel, Darmstadt. Poststempel: 1915. * Darmstadt, die Residenzstadt der Landgrafen, späteren Großherzöge (1806) von Hessen, lernte Goethe 1772 im Frühjahr kennen, als er Johann Heinrich Mercks ersten Besuch erwiderte. Zu Ostern weilt Goethe wiederum in Darmstadt, ebenso von Mitte November bis Mitte Dezember 1772 und verschiedene Male in den Jahren 1773 - 1775, so zu Herders Hochzeit (2. Mai 1773).
Historischer Hintergrund: Im Kreise der Darmstädter Empfindsamen – der "Gemeinschaft der Heiligen" um die Landgräfin, unter der geistigen Führung Mercks – streifte Goethe in die prächtige, wälderreiche Umgebung, die Fasanerie im Osten, den Herrgottsberg im Süden und weiter nach dem Frankenstein, der ersten Ruine an der Bergstraße. Gerade der Herrgottsberg, eine sagenumwobene Stätte, war das Hauptziel der Wanderungen; von dort hatte man damals noch einen weiten Blick in die Rheinebene und nach dem Odenwald. Einen steil aufragenden Felszacken, "Teufelsklaue" genannt, hatte sich Goethe auserkoren und hier seinen Namen eingemeißelt; ihm gilt der Karoline Flachsland gewidmete "Felsweihe-Gesang an Psyche". Oft weilte er in Mercks Haus und Garten. 1779 kam Goethe als Begleiter seines Herzogs auf der Schweizer-Reise nach Darmstadt; auf der Rückreise wohnte er um die Jahreswende einige Tage als Gast des Landgrafen im Residenzschlosse, dessen Sammlungen er 1814 eingehend besichtigte und voll höchsten Lobes beschreibt.
Ein von Ludwig Habich ausgeführtes Denkmal ist Goethe im Darmstädter Schloß- oder "Herrngarten" 1903 errichtet worden; die Reliefporträts von Goethe, Merck und Karoline Flachsland zieren den Sockel, auf dem eine nackte Jünglingsfigur, der Dichtergenius, schreitet. (Goethe-Handbuch. Hg. von Julius Zeitler. Bd. 1. Stuttgart 1916. Art. Darmstadt von Hermann Bräuning-Oktavio, S. 363f., bearbeitet.)
Habich, Ludwig, Bildhauer, geb. 2.4.1872 in Darmstadt. Vom Großherzog von Hessen in die Darmstädter Künstlerkolonie berufen, wirkte H. 1900 - 1906 in seiner Vaterstadt: Kolossalfiguren "Mann und Weib" am Eingang des Ernst-Ludwig-Hauses auf der Mathildenhöhe; ebenda am Olbrich-Hause Brunnen mit überlebensgroßer Relieffigur eines trinkenden Jünglings; Goethedenkmal im Herrngarten und weitere Denkmäler. 1906 übersiedelte H. nach Stuttgart, seit 1910 als Professor an der Kunstakademie tätig. Sein Lieblingsthema ist die bewegte Jünglingsfigur. (Thieme / Becker)
Frankfurt am Main
Goethe-Denkmal
Frankfurt a. M. Goethe-Denkmal. Verso: Knackstedt & Näther Lichtdruck. Hamburg. Serie 269, No. 215. Nicht gelaufen.
Das Goethe-Denkmal wurde 1844 von Ludwig Schwanthalter geschaffen. Die Reliefs am Sockel zeigen Gestalten aus Goethes Werken, auf der Vorderseite allegorische Figuren der Wissenschaft, der dramatischen und lyrischen Dichtkunst. Vgl. Goethe Stätten in Frankfurt. URL: www.goethe.frankfurt.de/deutsch/staetten.html.
Drei Abgüsse stehen in den USA: in San Francisco (im Golden Gate Park; 1899 in Lauchhammer gegossen und zwei Jahre später aufgestellt) sowie in Milwaukee und Cleveland. (Quelle: MDR.DE: Goethe und Schiller in Amerika).
"Schwanthaler entwarf einen Dichterfürsten, der sich ruhmesgewiß auf einen deutschen Eichenstamm lehnt, durch eine Rolle als Dramatiker, ja als Theaterdirektor oder Diplomat gekennzeichnet ist und den Lorbeerkranz fest im Griff hält. Den Sockel umläuft ein Panorama der klassischen Werke des Dichterfürsten": Faust und Mephisto, Iphigenie und Thoas, Götz, Tasso, Hermann und Dorothea, Erlkönig, Braut von Korinth. "Sie illustrieren und personalisieren einen Werkkatalog, der den Dichter auf eingängige, schlackenlose und stilisierte Klassik reduziert. Erst wenn man sich vergegenwärtigt, was alles fehlt – >Faust II<, die >Wahlverwandtschaften<, die >Wanderjahre<, um nur die auffälligsten Lücken zu nennen –, erst dann wird die Intention Schwanthalers klar: Der gereinigte Klassiker war zusammen mit dem Literaturkanon des Bildungsbürgertums auf den Sockel gekommen!" (Rolf Selbmann: Dichterdenkmäler im 19. Jahrhundert und das Dichterdoppeldenkmal in Weimar. In: Das Denkmal. Goethe und Schiller als Doppelstandbild in Weimar [Edition Haniel] Tübingen: Wasmuth 1993, S. 50-66. Hier S. 57.)
Schwanthaler, Ludwig von, geb. 26. Aug. 1802 in München, gest. daselbst 28. Nov. 1848, besuchte seit 1818 die Akademie der Künste in München, lieferte 1824 im Auftrag des Königs Maximilian das Modell für einen silbernen Tafelaufsatz mit Darstellungen aus dem Mythus von Prometheus. 1827 von einem einjährigen Aufenthalt in Italien zurückgekehrt, führte er in der Glyptothek zu München unter anderm die Figuren an der Decke des Äginetensaals, die Ornamente der Decke des Niobidensaals, die Reliefs in den Kuppeln des Römersaals und die Reliefs im trojanischen Saal aus. Derselben Periode gehören ferner an die Statue Shakespeares im Vestibül des königlichen Hof- und Nationaltheaters und der Bacchusfries für den Speisesaal im Palais des Herzogs Max in München. Von 1832-34 schuf er in Rom einige Gruppen zum südlichen Giebelfelde der Walhalla und die Modelle zu den Malerstatuen der Pinakothek.
1835 zum Professor an der Akademie der Künste in München ernannt, sammelte er bald eine große Anzahl Schüler um sich. Zunächst wurden die Arbeiten für den Königsbau [Residenz] in Angriff genommen: die Bildwerke für die Zimmer des Königs, darunter der Fries aus dem Argonautenzug, die Bildwerke zu den Gedichten von Hesiod, die Reliefs nach Pindar, die Bilder zu Äschylos, Sophokles und Aristophanes, die Reliefbilder aus dem Mythus der Aphrodite im zweiten Konversationssaal u. a. An diese Arbeiten reihen sich jene des Saalbaues, die Kompositionen zur Odyssee in den Gastzimmern, im Ballsaal und die zwölf Kolossalstatuen von Wittelsbacher Fürsten. Von seinen monumentalen Arbeiten in Marmor und Erz sind die ersten die beiden Giebelgruppen der Walhalla, deren nördliche, 15 Statuen aus der Hermannsschlacht, S. nach eignem Entwurf 1842 vollendete, während der südlichen ein Entwurf von Rauch zugrunde liegt. Zwei andre Giebelgruppen an den Münchener Propyläen stellen die Erhebung Griechenlands in den 1820er Jahren dar. Das größte monumentale Werk Schwanthalers ist das 1850 aufgestellte, 19 m hohe Erzbild der Bavaria vor der Ruhmeshalle bei München.
Von seinen Denkmälern seien genannt: die Statue Mozarts auf dem Michaelsplatz in Salzburg (1842), das Monument des Großherzogs Karl Friedrich von Baden in Karlsruhe (1840) und das des Großherzogs Ludwig von Hessen in Darmstadt, die Goethestatue in Frankfurt (1843), die Statuen Jean Pauls in Bayreuth (1841), des Markgrafen Friedrich Alexander von Brandenburg in Erlangen (1843), Tillys und Wredes in der Feldherrenhalle zu München (1843). (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-1909; Bd. 18, S. 110; Digitale Bibliothek 100, S. 178566-68; gekürzt.)
Goethe-Denkmal
Frankfurt a. M. Goethe-Denkmal. 119. Verso: Postkarte. Nicht gelaufen.
Goethedenkmal
Frankfurt a. M. Goethedenkmal. Koloriert. Verso: J.W.B. No. 11. Im Briefmarkenfeld: ELF. Datiert 1922. Nicht gelaufen.
Goethe-Denkmal
Frankfurt a. M. Goethe-Denkmal. Koloriert. Verso: Signet: L. D. Frkft. im Kreis. 28698. Nicht gelaufen.
Goethe-Denkmal
Goethe-Denkmal. Gruss aus Frankfurt a. M. (gedruckt) mit handschriftlicher Datierung 1901 und Signatur. Frankfurter Lichtdruckanstalt, Frankfurt a. M. Verso: Postkarte. Nicht gelaufen.
Goethe-Denkmal
Frankfurt a. M. Göthedenkmal. 97. Verso: Frankfurter Lichtdruckanstalt Frankfurt a. M. Poststempel 1907.
Goethe-, Schiller-, Gutenberg-Denkmal
Frankfurt a. M. Goethe Denkmal, Schiller Denkmal, Gutenberg Denkmal. Verso: R. Mannewitz Frankfurt a. M. Serie 271, No. 413. Poststempel: 1913. – Montage.
Gutenbergdenkmal von E. v. d. Launitz, 1858 vollendet. Schiller-Statue von Joh. Dielmann, modelliert 1863.
Goethefeier
Goethefeier zu Frankfurt a. M. Huldigung am Denkmal, 27. August 1899. Frankfurter Lichtdruckanstalt, Frankfurt a. M. Handschriftlicher Gruß. Verso: Postkarte. Poststempel 1899.
Goethe-Feier 1899: Zentrum und Höhepunkt der vom 16. August bis 6. September währenden Festtage, die mit Ausstellungen, Feiern und Festsitzungen Frankfurter Vereine und Institutionen und Theateraufführungen angefüllt waren, bildete am Sonntag, dem 27. August, dem Vortag des Geburtstages, die "Huldigung am Denkmal". Vertreter der städtischen Körperschaften, Vereine und Schulen hatten sich um 10.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf dem Paulusplatz getroffen und zogen, vorbei am gerade hergerichteten Goethehaus, wo sich ihnen die städtischen Behörden und die Goethegesellschaften anschlossen, zum Goethedenkmal auf dem Goetheplatz. Die staatlichen Behörden waren dort bereits versammelt, Frankfurter und Fremde säumten den wie die ganze Stadt festlich geschmückten Platz zwischen Theater und Gutenbergdenkmal. Ein Tempelbau umwölbte für die Festtage das Goethedenkmal, mit Girlanden verbundene Schmuckpylone umgaben es.
"So rufe ich denn", schloß Oberbürgermeister Adickes seine Ansprache, "indem ich den ersten Kranz zu seinen Füßen niederlege: Heil dieser Stadt und unserem Volke, daß es diesen Großen der Welt schenken und sich damit unverlierbaren Besitz erwerben durfte." Die Sängervereinigung und die Kapelle des 81. Infanterieregiments rundeten die Feier ab. Der Zug bewegte sich anschließend Richtung Opernplatz, wo er sich auflöste. Bereits am Abend wurden Fotopostkarten von dieser Huldigungsfeier angeboten, die als Erinnerungsstücke u.a. die Goethemedaillen und -plaketten und die Sondernummern der Zeitungen ergänzten. Der 27. August 1899 klang mit einer musikalischen Feier im Hippodrom und einem Fackelzug durch die festlich illuminierten Straßen der Stadt aus; am 28. August fanden eine Akademische Feier im Saalbau (mit Vorträgen von Prof. Erich Schmidt und Prof. Veit Valentin), ein Festmahl und Konzert sowie ein Kommers im Palmengarten zu Ehren Goethes statt. (Quelle: Informationsblatt "Die Frankfurter Geschichte" mit Foto der Goethefeier. Unterzeichnet: sch. Herkunft unbekannt.)
 Geburtstagsfeier Goethe's
Die 150jähr. Geburtstagsfeier Goethe's am 28. August 1899 a. d. Goetheplatz, Frankfurt a. M. L. Klement, Frankfurt a. M. 1233. Handschriftlicher Gruß. Verso: Postkarte. Poststempel 1899.
Goethefeier
Goethefeier am 27.-28. Aug. 1899 in Frankfurt am Main. Handschriftlich: 10.000 Grüße. Datiert 1899. Verso: Lichtdruck FAY, Frankfurt a.M. Postkarte. Nicht gelaufen.
Franzensbad
Goethe-Denkmal
Goethe-Denkmal. Nicht gelaufen.
Historischer Hintergrund: Das eigentliche Gründungsjahr des Bades Franzensbad ist 1793. Goethe hat jedoch den Ort zum erstenmal schon 1786 auf der Fahrt von Weimar nach Karlsbad berührt und hat seitdem die Entwicklung der alten Moorkolonie auf dem welligen Hochplateau (450 m über der Ostsee) in der Mitte des böhmischen Egerlandes zum Bade mit warmem Interesse verfolgt. Vom Jahre 1806 - 1823 hat er den Ort unzähligemal besucht. Den längsten Aufenthalt brachte das Jahr 1808: vom 9. - 21. Juli und vom 30. August bis 12. September. In diesem Jahre war er regelrechter Kurgast, bezahlte die Kurtaxe, trank das "Egerwasser" der Franzensquelle und badete. Franzensbader "Krugfuhren" des Egerbrunnens gelangten ebenso wie Mineralien und Steinproben aus Franzensbad durch den Polizeirat Grüner nach Weimar, auch nach 1823, als die Fahrten in die böhmischen Bäder abgeschlossen waren.
Ein besonderes Denkmal der geologischen Studien Goethes in Franzensbad bildet der Goethestein bei Haslau, ein am Eingang des sogenannten Himmelreichwaldes hingelagerter Quarzblock, den Goethe in Tagebuchaufzeichnungen vom 8. September 1807 und 18. Mai 1810 erwähnt. (Goethe-Handbuch. Hg. von Julius Zeitler. Bd. 1. Stuttgart 1916. Art. Franzensbad von George von Grävenitz, S. 595f.)
Goethe-Denkmal
Franzensbad, Goethe-Denkmal. Koloriert. Verso: Correspondenzkarte. Datierung u. Poststempel 1912.
Glogau
Goethe-Pavillon
Glogau – Goethe-Pavillon. Nr. 1538. Koloriert. Verso: Datiert u. Poststempel 1914.
Der Goethe-Tempel, am Nordrand der Promenade, wurde 1915 von Luise Weisstein gestiftet. Im Inneren befindet sich die Marmor-Büste Goethes.
Am Goethetempel
Glogau, Am Goethetempel. Verso: Trinks & Co., Leipzig. Nr. 69. Bromid. Nicht gelaufen.
Heidelberg
Goethes Lieblingsplatz
Heidelberg. Goethes Lieblingsplatz. Verso: Kupfertiefdruck Hei 61. Nicht gelaufen. – Inschrift:
An diesem Orte weilte Goethe mit Vorliebe, sinnend und dichtend in den Herbsttagen 1814 und 1815.
Über die Errichtung der Tafel heisst es:
Zur Erinnerung an den 150. Geburtstag Goethes den 28. August 1899 und die aus Anlaß derselben in Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs Friedrich und der Großherzogin Luise von Baden stattgefundene städtische Goethe-Feier und die von Kuno Fischer gehaltene Festrede am 29. Oktober 1899.
Historischer Hintergrund: Durch die Übersiedlung des Brüderpaares Sulpiz und Melchior Boisserée aus Köln im März 1810 nach Heidelberg und durch die Überführung ihrer Sammlung altdeutscher Werke christlicher Malerei und Baukunst nach ihrem neuen Wohnsitz war die Neckarstadt zu einem Mittelpunkt der neuen Kunstinteressen geworden, die Goethe zeitweilig stark angezogen haben. Goethe war zweimal Gast der Boisserées, vom 24. September bis 9. Oktober 1814 und vom 20. September bis 7. Oktober 1815. Von den 16 Tagen 1814 wissen wir vom Studium der Sammlung, Spaziergängen aufs Schloß und freundlichem Verkehr mit Heidelberger Professoren.
Die Beziehungen Goethes zu den Brüdern Boisserée und deren Freundschaftsverhältnis zu Johann Jakob Willemer und seiner Gattin Marianne haben Goethe für die Tage vom 21. September bis 7. Oktober 1815 zum Bewohner des Boisseréeschen Heims in Heidelberg gemacht. Goethe war längst in jenes Freundschaftsverhältnis aufgenommen worden, die "zweite Pubertät", die er genialischen Naturen zuschreibt, hatte in den ersten Büchern des "West-östlichen Divan" dichterischen Ausdruck gewonnen, und Marianne Willemer war ihm zur Suleika des 8. Buches geworden. Die dritte Septemberwoche 1815 vereinigte den ganzen Freundeskreis auf der Willemerschen Besitzung der Gerbermühle.
Ein Ruf des Herzogs Karl August beschied Goethe für den 22. September nach Heidelberg. Die Ankunft des Herzogs verzögerte sich aber um eine Woche, und nun luden die beiden Brüder das Ehepaar Willemer zu einem erneuten Wiedersehen mit Goethe in Heidelberg ein. Dieses Zusammensein der Tage des 24. - 26. September 1815 bezeichnet den Höhepunkt des letzten Aufenthalts Goethes in Heidelberg, zugleich den dichterischen Höhepunkt des Buches "Suleika".
Das Buch "Suleika" ist überall erfüllt mit Hindeutungen auf den Schauplatz dieser Dichterliebe, auf die hohen, von der Sonne erglühenden Mauern des Schlosses, die "vollen Büschelzweige" der sie beschattenden Edelkastanie, den Gingo biloba-Baum des Schloßparks usw., und diese Erinnerungen sind es in erster Linie, die Heidelberg zu einer Goethestätte ersten Ranges erheben.
Das ist auch dadurch zum Ausdruck gekommen, daß auf Veranlassung des Goetheforschers Kuno Fischer und im Hinblick auf die städtische Gedenkfeier des Goetheschen 150. Geburtstages im Stückgarten des Schlosses, an einem Lieblingsplatz des Dichters, eine Gedenktafel angebracht worden ist; ihr geistiges Hauptstück bilden zwei Strophen ("Auf der Terrasse hoch gewöbten Bogen" – und "O schließt Euch nun, ihr müden Augenlider") aus dem letzten Suleikaliede. Ist es doch hier oben von Marianne-Suleika am 75. Geburtstage Goethes, dem 28. August 1824, gedichtet und dem Dichter als Glückwunsch gesendet worden.(Goethe-Handbuch. Hg. von Julius Zeitler. Bd. 2. Stuttgart 1917. Art. Heidelberg von George von Grävenitz, S. 137-141. Auszug, bearbeitet.)
Die zitierten Strophen von Marianne von Willemer lauten:
Auf der Terrasse hoch gewölbten Bogen War eine Zeit sein Kommen und sein Gehn, Die Chiffre von der lieben Hand gezogen, Ich fand sie nicht, sie ist nicht mehr zu sehn. O schließt euch nun ihr müden Augenlider. Im Dämmerlichte jener schönen Zeit Umtönen mich des Freundes hohe Lieder, Zur Gegenwart wird die Vergangenheit.
Lieblingsplatz von Goethe
Verso: Heidelberg – Partie aus dem Stückgarten, Lieblingsplatz von Goethe. Verlag von Edm. von König, Heidelberg. No. 609. Ges. gesch. Postkarte. Nicht gelaufen. Koloriert.
Goethe's Lieblingsplatz
Heidelberg. Goethe's Lieblingsplatz. Verso, Signet: Dr. Trenkler Co., Leipzig 1906. Hdb. 11. Postkarte. Nicht gelaufen. (Hinweis Matthias Kohls)
Heuscheuer
Goethe-Stein
Heuscheuer Goethe-Stein. Auf dem Stein: Goethe. 28. August 1790. Glatzer Gebirgs-Verein 1914. Verso: Nr. 4495 Verlag C. Stiebler, Heuscheuer. Stempel: Gekauft im Schweizerhaus auf der Heuscheuer. Nicht gelaufen.
Historischer Hintergrund: Im August / September 1790 wanderte Goethe von Breslau aus im Glatzer Bergland. Reiseroute: Goethe Handbuch. 2. Aufl. Hg. von Alfred Zastrau. Bd. 4: Karten der Reisen, Fahrten, Ritte und Wanderungen Goethes. Stuttgart 1955. Teilkarte 10. Detail der Wanderroute: Glatz - Wünschelburg - Leiersteig - Leierdörfel - Heuscheuer – Braunau.
Innsbruck
Goethe Stube
Goethe Stube. Hotel Goldener Adler (genannt Batzenhäusl Innsbruck). Verso: Hotel Goldener Adler Innsbruck. Alleinverlag u. Photographie-Eigentum Johann Hakl, Innsbruck. Signet: Ferd. Vieider Innsbruck. Datiert 1910. Nicht gelaufen.
Historischer Hintergrund: Goethe kam auf der Reise nach Italien 1786 über Innsbruck. Im "Tagebuch der Italiänischen Reise für Frau von Stein" heißt es:
Innsbruck liegt herrlich in einem breiten reichen Thal zwischen hohen Felsen und Gebirgen. Ich wollte heute dableiben, aber es lies mir innerlich keine Ruhe. Ich fand an des Wirths Sohn den leibhaften Söller. So finde ich nach und nach meine Menschen.
Söller = Schwiegersohn des Wirts in Goethes Lustspiel "Die Mitschuldigen" (1769), als Tagedieb und Betrüger gezeichnet. (Goethe Tagebuch der Italiänischen Reise 1786. Hg. u. erläutert von Christoph Michel [it 176] Frankfurt a.M.: Insel 1976, S. 23.)
Auch die Reise nach Venedig 1790 führte Goethe auf der Hin- wie auf der Rückfahrt über Innsbruck.
Johanngeorgenstadt
Goethetafel im Sachsenhof
Johanngeorgenstadt 751 m ü. M. - Marktplatz. Goethetafel im Sachsenhof. Inschrift: An Frau von Stein. Johann-Georgenstadt, 18. Aug. 1785. Briefzitat:
Endlich hier sechs Stunden von Carlsbad, wieder auf dem Weege zu Dir meine Geliebte, meine Freundinn, einzige Sicherheit meines Lebens. Was ist alles andre, was jedes andre menschliche Geschöpf! Je mehr ich ihrer kennen lerne, je mehr seh ich, dass mir in der Welt nichts mehr zu suchen übrig bleibt, dass ich in Dir alles gefunden habe. Morgen geh ich nach Schneeberg, sehe mich unter der Erde um, wie ich hier auch gethan habe, dann will ich eilig nach Hause. Wenn ich Dich träfe, welche Freude!
Johanngeorgenstadt. Hotel "Sachsenhof". Bes.: Carl Truckenbrodt - Telefon Nr. 310. Signet. Verlag: Carl Truckenbrodt, Johanngeorgenstadt. 985 E 3 C D A Echte Photographiekarte. Datiert 1934. Poststempel unleserlich.
Karlsruhe
Hermann und Dorothea
Karlsruhe. Partie im Schlossgarten. Inschrift auf Denkmal: Also gingen die Zwei entgegen der sinkenden Sonne. Verso: Original-Eigentum Gebr. Metz, Tübingen. Datiert 1910. Poststempel unleserlich.
Steinhäuser, Karl, Bildhauer, geb. 3. Juli 1813 in Bremen, gest. 9. Dezember 1879 in Karlsruhe, bildete sich an der Berliner Akademie, besonders unter Rauchs Leitung, lebte seit 1836 längere Zeit in Rom und seit 1863 als Lehrer an der Kunstschule in Karlsruhe. Von seinen anmutigen Schöpfungen sind Goethe mit der Psyche (in Weimar) und die Gruppe von Hermann und Dorothea (in Karlsruhe) besonders volkstümlich geworden. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl., 1905-1909; Bd. 18, S. 902; Digitale Bibliothek 100, S. 188770.)
Hermann und Dorothea
Hermann und Dorothea im Schlossgarten Karlsruhe. Verso: 23318 Gebrüder Metz, Tübingen. Postkarte. Koloriert. Nicht gelaufen.
Hermann und Dorothea
Karlsruhe. Hermann und Dorothea. L. No. 1345. Beschrieben. Verso: Postkarte. Poststempel 1907.
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Prof. Dr. Georg Jäger Ludwig-Maximilians-Universität München Institut für Deutsche Philologie Schellingstr. 3 80799 München
E-Mail: georg.jaeger@germanistik.uni-muenchen.de.
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