goethe

Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Johann Wolfgang Goethe
Denkmäler und Erinnerungsorte
auf Postkarten und in anderen Medien
Teil I: A – K

 

Stand: März 2017
Optimiert für Firefox

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Goethe's Lieblingsplatz in Heidelberg

 

Die Sammlung der Goethe-Denkmäler und Erinnerungsorte (Tafeln, Inschriften, Goethe-Stuben usw.) wird durch die Mithilfe unserer Leser ausgebaut. Wir bitten uns Dateien bzw. Postkarten oder Fotos zum Einscannen zuzusenden. Gerne ergänzen wir die Bilder durch die Recherchen (Künstler, Einweihung, Presseberichte etc.) unserer Leser. Geordnet sind die Goethe-Denkmäler nach Orten. Die Lebenstationen Goethes (Frankfurt, Weimar etc.) sowie Auerbachs Keller werden auf eigenen Seiten dokumentiert.

Hier gehts zu Teil II.

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Gliederung

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1. Postkarten

Zur Beachtung:
Um sie zu vergrößern, klicken Sie auf die Abbildungen.

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Adorf im Vogtland

Goethe-Stübchen im althistorischen Gasthof zum goldnen Löwen, Adorf i. Vogtland, Stammhaus Hermann und Dorothea's. Jahrhunderte im Besitz der Familie Klarner. Verso: Adorf i. V. / Goldner Löwe. Fernruf 310. Kunstanstalt Franz Landgraf, Zwickau i. Sa. 8920. Gelaufen. Poststempel 1937.

"Adorf, kursächsisches Städtchen am Oberlauf der Elster, nahe der böhmischen Grenze; Goethe übernachtete hier im Posthaus am 3./4. VII. 1795, von Bergen kommend, auf der Fahrt nach Karlsbad." (Goethe-Handbuch. 2. Aufl. Hrsg. von Alfred Zastrau. Bd. 1. Stuttgart: J. B. Metzler1961, Sp. 65.)

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Aš (Asch, Tschechische Republik)

Zur Kur in Franzensbad oder Karlsbad fuhr Goethe über Hof, Rehau und Asch. Ihm zu Ehren wurde 1932 der Marktbrunnen von Asch / Aš (Tschechische Republik) nach Entwurfsskizzen von Johannes Watzal (1887-1945; Bildhauer und Professor an der Staatsfachschule für Keramik in Teplitz) zu einem Goethedenkmal umgestaltet. Die Statue Goethes hält einen Bergkristall in Händen und macht damit auf den Geologen und Mineralogen aufmerksam.

Nach der Umgestaltung des Platzes wurde der Goethe-Brunnen in Asch / Aš nach zeitweiliger Demontage 2014 wieder neu installiert und gleichzeitig in der Partnerstadt Rehau ein vom Steinbildhauer Wolfgang Stefan aus Waldsteingranit geschaffener Goethe-Gedenkstein enthüllt.

Quellen:
* Eintrag "Goethedenkmal (Aš)" in Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Goethedenkmal_(A%C5%A1)
* Eintrag auf der Seite "www.bayern-fichtelgebirge.de":
http://www.bayern-fichtelgebirge.de/kleindenkmal/goethegedenk.htm
* Foto aus "wikimedia.commons":
https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Statues_in_A %C5%A1?uselang=de#/media/File:Goethe_As.JPG 
Diese Datei wird unter der Creative-Commons-Lizenz „CC0 1.0 Verzicht auf das Copyright“ zur Verfügung gestellt.

(Dank an Mechthild und Lothar Fuhrmann)

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Berlin

Goethedenkmal im Tiergarten

Berlin: Goethedenkmal im Tiergarten. Bl. 39. Verso: Friedel Ohle, Lichtbildnerin, Charlottenburg. Datierung u. Poststempel: 1933.

"Im östlichen Teil des Tiergartens, zwischen Brandenburger Tor und Lennéstraße, fand am 2. Juni 1880 die feierliche Enthüllung des von dem Bildhauer Fritz Schaper geschaffenen Goethe-Denkmals statt. Das Marmorstandbild Goethes (Höhe der Figur: 2,72 m) zeigt den Dichter mit übergelegtem Mantel, der von seiner rechten, eine Schriftrolle haltenden Hand zusammengenommen wird, während die linke in der Hüfte gestützt ist. Der runde Sockel steht auf einem Unterbau mit drei Figurengruppen, die die lyrische und dramatische Dichtkunst und die Forschung versinnbildlichen: eine Muse mit Leier und Eros, eine sitzende weibliche Gestalt mit Stift und Rolle, neben ihr ein Genius mit Todesfackel und eine weitere weibliche Gestalt in einem Buche lesend, neben sich einen geflügelten Genius mit der Fackel der Wahrheit." (Wolfgang Knobloch: Ein Goethe-Denkmal? Goethe und die Preußische Akademie der Wissenschaften im Jahre 1860. URL: bibliothek.bbaw.de/goethe/ausstellung/dokumente/denkmal.)

Schaper, Fritz, Bildhauer, geb. 31. Juli 1841 in Alsleben an der Saale, ging 1859 an die Akademie in Berlin und arbeitete von 1860-67 im Atelier des Professors A. Wolff. Nachdem er schon vorher für seinen Entwurf eines Uhlanddenkmals für Tübingen den ersten Preis, aber nicht die Ausführung erhalten hatte, beteiligte er sich 1872 an der Konkurrenz um das Goethedenkmal in Berlin, wurde zur engern Konkurrenz zugezogen und mit der Ausführung des Denkmals betraut, das 1879 enthüllt wurde. Ihm folgten die Bronzestatuen Bismarcks und Moltkes für Köln (1879 und 1881).

Von seinen übrigen Werken sind hervorzuheben: ein Landsknecht für den Siegesbrunnen in Halle, das Lessingdenkmal für Hamburg (Bronzeguß, 1882), das Goebendenkmal für Erfurt (1884), das Gaußdenkmal für Braunschweig, Hebe und Amor tränken die Tauben der Venus (1886, Marmorgruppe), eine Viktoria für die Herrscherhalle des Berliner Zeughauses, das Liebigdenkmal für Marburg, das Kruppdenkmal für Essen (1889), das Lutherdenkmal für Erfurt (1890), das Denkmal Blüchers für Kaub (1893), das Bismarckdenkmal für München-Gladbach (1899), das Rittershausdenkmal für Bremen (1900), das Reiterdenkmal Kaiser Wilhelms I. für Aachen (1901), das Denkmal der Kaiserin Augusta auf dem Opernplatz (1895), eine Christusstatue für den neuen Dom und das Marmorstandbild des Großen Kurfürsten für die Siegesallee (1901) in Berlin. S. hat auch zahlreiche Büsten geschaffen. Er ist Mitglied des Senats der Akademie und war 1875-90 Lehrer an der Kunstakademie. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-1909; Bd. 17, S. 697; Digitale Bibliothek 100, S. 174145f.; gekürzt)

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Goethe-Denkmal

Berlin: Goethe-Denkmal. Handschriftlicher Gruß. Datiert 1909. Verso: Kunstanstalt Markert & Sohn, Dresden 18. No. 534. Ges. gesch. 1905. Poststempel 1909.

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Goethe-Denkmal

Gruss aus Berlin. Goethe-Denkmal. Verso: Signet: V über Globus. Postkarte. Poststempel unleserlich.

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Goethedenkmal

Berlin. Goethedenkmal. Verso: Signet: AL 23. "Brillant" gesetzlich geschützt. Nicht gelaufen. – Prägedruck.

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Brenner

Gruss vom Brenner

Gruss vom Brenner Tirol. Handschriftlich: zum Andenken an den 5. VIII. 1897. Camillo. Einmontiert eine Goethe-Tafel. Bez. I. Kopf. fec. Roma 1888. Darüber Schriftband: Goethe-Tafel gest. v. Prof. Kopf. Zur Erinnerung a. d. Aufenthalt Goethe's weiland seiner Südlandsreise. Verso: Correspondenz-Karte. Poststempel nicht lesbar.

Historischer Hintergrund: Den Alpenpass überquerte Goethe dreimal: Auf dem Hinwege zur ersten Italienreise am 8. IX. 1786 kam er abends an und fand ein sehr saubres bequemes Gasthaus zur Nacht: hier soll mein Rastort seyn, hier will ich eine Recapitulation der vergangenen sechs Tage machen. Die Recapitulation des Vergangnen und die Aufnahme des Neuen ließ fünf Noten entstehen: über die Witterung, über Polhöhe, Clima etc., über Pflanzen, Früchte etc., Von Gebürgen und Steinarten, über die Menschen. Am 9. IX. abends trieb der Wirt zur Abreise, die Goethe antrat, ohne schon mit allem fertig zu sein. Bei der zweiten Italienreise ging es (22. III. und Anfang Juni 1790) sogleich weiter. (Goethe Handbuch. 2. Aufl. Hg. von Alfred Zastrau. Bd. 1. Stuttgart 1961, Sp. 1405, gekürzt, ohne Nachweise.)

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Goethe-Tafel am Hotel Post

Goethe-Tafel am Hotel Post. Brenner. Stengel & Co., Dresden u. Berlin 10381. Auf der Tafel: W. Goethe / I. Kopf. fec. Roma 1900. Handschriftliche Grüße, datiert 1905. Verso: Postkarte. Stempel unleserlich.

Kopf, Joseph von, Bildhauer, geb. 10.3.1827 in Unlingen, Württemberg, gest. 2.2.1903 in Rom, wo er seit 1852 ununterbrochen gelebt hat. Seit den 1870er Jahren war K. der bevorzugte Modeporträtist, der "Lenbach unter den Bildhauern" geworden, der besonders in fürstlichen Kreisen sich hoher Gunst erfreute. So hat er mehr als 15 Büsten Kaiser Wilhelms I. geschaffen. (Thieme / Becker)

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Burg Plesse

Ruine der Burg Plesse vor 100 Jahren. Erinnerung an GOETHE's Aufenthalt. Ins Bild eingedruckt:

  In ein Stammbuch. (17. Mai 1815)
  Zum Bildchen Ruine Plesse bei Göttingen.

     Auf diesen Trümmern hab' ich auch gesessen,
     Vergnügt getrunken und gegessen,
     Und in die Welt hinausgeschaut:
     War aber wenig nur davon erbaut.
     Kein liebes Kind gedachte meiner,
     Und ich fürwahr gehörte keiner;
     So war die ganze Welt umgraut.
     Ihr wisst ja selbst was sie erheitert,
     Die Horizonte stufenklar erweitert.

Rückseite:

Erinnerung an Goethe's Aufenthalt auf der Plesse und in Mariaspring (Sommer 1801). Auszug aus den "Tag- und Jahresheften". "Die übrigen Stunden verbrachte ich sodann in grosser Erheiterung. Ich müsste das ganze damals lebende Göttingen nennen, wenn ich alles, was mir an freundlichen Gesellschaften, Mittags- und Abendtafeln, Spaziergängen und Landfahrten zuteil ward, einzeln aufführen wollte. Ich gedenke nur einer angenehmen nach Weende mit Professor Bouterwek zu Oberamtmann Westfeld und einer von Hofrat Meiners veranstalteten, wo ein ganz heiterer Tag zuerst auf der Papiermühle, dann in Deppoldshausen, ferner auf der Plesse, wo eine stattliche Restauration bereitet war, in Gesellschaft des Professors Florillo, zugebracht und am Abend auf "Mariaspring" traulich beschlossen wurde." Verlag von Ernst Marquard, Göttingen. 1914. Nr. 653. Wiedergabe nach altem Kupferstich im Besitze des Verlegers. Gelaufen. Datiert u. Poststempel 1914.

Dazu vgl. Hanstein.

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Chicago

Goethe Monument. Lincoln Park

Goethe Monument. Lincoln Park. Chicago. Nr. 323 (oberer Rand), 503123 (unterer Rand). Inschrift auf dem Denkmal:

  TO
  GOETHE
  THE MASTERMIND OF THE
  GERMAN PEOPLE
  THE GERMANS OF CHICAGO
  1913

Verso: Goethe Monument. Lincoln Park. Chicago. The Monument of Goethe, presented by the Germans of Chicago, is situated at the northwest corner of Lincoln Park, just off Diversey Boulevard. The huge bronze statue, on a granite base, ist of heroic dimensions. – 323 published by Max Rigot Selling Co., Chicago. C. T. American Art Colored. Signet: C T Co. Chicago. Post Card. Nicht gelaufen.

Hahn, Hermann, Bildhauer in München, geb. 28.11. 1868 in Kloster-Veilsdorf bei Rudolstadt, besuchte 1887-92 in München die Kunstgewerbeschule und die Akademie. Ließ sich dann nach ausgedehnten Studienreisen durch Holland, Belgien, Frankreich, England, Griechenland und einem längeren Aufenthalt in Italien in München nieder. H. begann mit der realistisch aufgefaßten Porträtplastik, einem Gebiet, auf dem er es dann später zu meisterlicher Vollendung brachte.

Frühzeitig erhielt er Gelegenheit, diese Aufgabe auch in monumentalem Format zu lösen; zuerst an dem Moltke-Denkmal für Chemnitz (1899) und dem Liszt-Denkmal für Weimar von 1900 mit ihren sehr schlicht und groß gegebenen Porträtstatuen. 1909 entstand das Moltke-Denkmal für Bremen, eine reliefmäßig wirkende Reiterfigur.

Den auch hier noch streng festgehaltenen Anschluß an die Naturwirklichkeit verläßt H. in seinem im Auftrag des Schwabenvereins in Chicago geschaffenen Goethe-Kolossaldenkmal für Chicago von 1912, in dem er – darin übrigens dem vorgeschriebenen Programm folgend – die symbolische Idealisierung des Dichterheros gibt, den er als fast nackten, nur mit der kurzen antiken Chlamys bekleideten Jüngling darstellt, dessen Rechte auf dem Gefieder eines auf seinem aufgestützten Knie sitzenden Adlers ruht. Auch diese Statue ist ganz reliefmäßig konzipiert und in ihrem schlichten, sich eng an den Merkur Ad. Hildebrandts anlehnenden Motiv mit den einfachen großen Richtungsgegensätzen sehr monumental wirkend. Für die Erinnerung an die porträtmäßige Körperlichkeit des Dichters sorgt ein steinernes Reliefbildnis an einer Steinbank beim Denkmal.

Das wichtigste Bindeglied zwischen dem Moltke und dem Goethe ist der nackte Bronzereiter von 1908, in der das plastische Formideal H.s unter Anlehnung an die klassische Antike (Parthenonfries) einen ersten vollkommenen Ausdruck gefunden hat. Gleichzeitig mit dem Goethe und aus demselben Geiste modern interpretierter Antike heraus, entstand in Gemeinschaft mit dem Architekten Bestelmeyer 1911 das Bismarck-Denkmalprojekt für die Elisenhöhe bei Bingerbrück. Auch hier giebt H. statt des Porträts ein Symbol, diesmal in Gestalt eines die Schneide des Schwertes prüfenden Jungsiegfried in Umdeutung des antiken Heros in das Germanische. (Thieme / Becker, Auszug, bearbeitet.)

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Darmstadt

Goethe-Denkmal

Verso: Darmstadt, Goethe-Denkmal. 1765 Verlag von Zedler & Vogel, Darmstadt. Poststempel: 1915.

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Darmstadt, die Residenzstadt der Landgrafen, späteren Großherzöge (1806) von Hessen, lernte Goethe 1772 im Frühjahr kennen, als er Johann Heinrich Mercks ersten Besuch erwiderte. Zu Ostern weilt Goethe wiederum in Darmstadt, ebenso von Mitte November bis Mitte Dezember 1772 und verschiedene Male in den Jahren 1773 - 1775, so zu Herders Hochzeit (2. Mai 1773).

Historischer Hintergrund: Im Kreise der Darmstädter Empfindsamen – der "Gemeinschaft der Heiligen" um die Landgräfin, unter der geistigen Führung Mercks – streifte Goethe in die prächtige, wälderreiche Umgebung, die Fasanerie im Osten, den Herrgottsberg im Süden und weiter nach dem Frankenstein, der ersten Ruine an der Bergstraße. Gerade der Herrgottsberg, eine sagenumwobene Stätte, war das Hauptziel der Wanderungen; von dort hatte man damals noch einen weiten Blick in die Rheinebene und nach dem Odenwald. Einen steil aufragenden Felszacken, "Teufelsklaue" genannt, hatte sich Goethe auserkoren und hier seinen Namen eingemeißelt; ihm gilt der Karoline Flachsland gewidmete "Felsweihe-Gesang an Psyche". Oft weilte er in Mercks Haus und Garten. 1779 kam Goethe als Begleiter seines Herzogs auf der Schweizer-Reise nach Darmstadt; auf der Rückreise wohnte er um die Jahreswende einige Tage als Gast des Landgrafen im Residenzschlosse, dessen Sammlungen er 1814 eingehend besichtigte und voll höchsten Lobes beschreibt.

Ein von Ludwig Habich ausgeführtes Denkmal ist Goethe im Darmstädter Schloß- oder "Herrngarten" 1903 errichtet worden; die Reliefporträts von Goethe, Merck und Karoline Flachsland zieren den Sockel, auf dem eine nackte Jünglingsfigur, der Dichtergenius, schreitet. (Goethe-Handbuch. Hg. von Julius Zeitler. Bd. 1. Stuttgart 1916. Art. Darmstadt von Hermann Bräuning-Oktavio, S. 363f., bearbeitet.)

Habich, Ludwig, Bildhauer, geb. 2.4.1872 in Darmstadt. Vom Großherzog von Hessen in die Darmstädter Künstlerkolonie berufen, wirkte H. 1900 - 1906 in seiner Vaterstadt: Kolossalfiguren "Mann und Weib" am Eingang des Ernst-Ludwig-Hauses auf der Mathildenhöhe; ebenda am Olbrich-Hause Brunnen mit überlebensgroßer Relieffigur eines trinkenden Jünglings; Goethedenkmal im Herrngarten und weitere Denkmäler. 1906 übersiedelte H. nach Stuttgart, seit 1910 als Professor an der Kunstakademie tätig. Sein Lieblingsthema ist die bewegte Jünglingsfigur. (Thieme / Becker)

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Dudweiler, Brennender Berg

Alte Postkarte der Papierhandlung Karcher, Dudweiler (Saar) mit Abbildung der Gedenktafel. Text auf der Bildseite:

Dudweiler, Brennender Berg.
Hier weilte auf seiner Reise, die er
während seines Straßburger Aufent-
haltes im Jahre 1770 unternahm,
Johann Wolfgang von Goethe

Der Brennende Berg ist ein schwelendes Kohlenflöz, das im 17. Jahrhundert in Brand geriet. Das Naturdenkmal liegt im Saarkohlenwald zwischen Dudweiler im Westen und Neuweiler im Osten. In "Dichtung und Wahrheit" (Zweiter Teil. Zehntes Buch)  berichtet Goethe über seine Exkursion zu den Dudweiler Steinkohlengruben mit ihren  Eisen- und Alaunwerken, die  er 1770 von Straßburg aus unternahm:

"Unser Weg ging nunmehr an den Rinnen hinauf, in welchen das Alaunwasser heruntergeleitet wird, und an dem vornehmsten Stollen vorbei, den sie die Landgrube nennen, woraus die berühmten Duttweiler Steinkohlen gezogen werden. Sie haben, wenn sie trocken sind, die blaue Farbe eines dunkel angelaufenen Stahls, und die schönste Irisfolge spielt bei jeder Bewegung über die Oberfläche hin. Die finsteren Stollenschlünde zogen uns jedoch um so weniger an, als der Gehalt derselben reichlich um uns her ausgeschüttet lag. Nun gelangten wir zu offnen Gruben, in welchen die gerösteten Alaunschiefer ausgelaugt werden, und bald darauf überraschte uns, obgleich vorbereitet, ein seltsames Begegnis. Wir traten in eine Klamme und fanden uns in der Region des brennenden Berges. Ein starker Schwefelgeruch umzog uns; die eine Seite der Hohle war nahezu glühend, mit rötlichem, weißgebranntem Stein bedeckt; ein dicker Dampf stieg aus den Klunsen hervor, und man fühlte die Hitze des Bodens auch durch die starken Sohlen. Ein so zufälliges Ereignis – denn man weiß nicht, wie diese Strecke sich entzündete – gewährt der Alaunfabrikation den großen Vorteil, daß die Schiefer, woraus die Oberfläche des Berges besteht, vollkommen geröstet daliegen und nur kurz und gut ausgelaugt werden dürfen. Die ganze Klamme war entstanden, daß man nach und nach die kalzinierten Schiefer abgeräumt und verbraucht hatte. Wir kletterten aus dieser Tiefe hervor und waren auf dem Gipfel des Berges. Ein anmutiger Buchenwald umgab den Platz, der auf die Hohle folgte und sich ihr zu beiden Seiten verbreitete. Mehrere Bäume standen schon verdorrt, andere welkten in der Nähe von andern, die, noch ganz frisch, jene Glut nicht ahndeten, welche sich auch ihren Wurzeln bedrohend näherte.

Auf dem Platze dampften verschiedene Öffnungen, andere hatten schon ausgeraucht, und so glomm dieses Feuer bereits zehen Jahre durch alte verbrochene Stollen und Schächte, mit welchen der Berg unterminiert ist. Es mag sich auch auf Klüften durch frische Kohlenlager durchziehn: denn einige hundert Schritte weiter in den Wald gedachte man bedeutende Merkmale von ergiebigen Steinkohlen zu verfolgen; man war aber nicht weit gelangt, als ein starker Dampf den Arbeitern entgegendrang und sie vertrieb."

"Der Besuch von Dudweiler und Umgebung stellt in Goethes Leben den Beginn seines Interesses auch für die praktische Seite der Chemie dar." Georg Schwedt: Goethe als Chemiker. Berlin: Springer 1998, S. 25. ISBN 3-540-64354-0

Siehe den Eintrag "Brennender Berg" in Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Brennender_Berg

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Eberswalde

Waldstadt Eberswalde
Goethe-Treppe

Waldstadt Eberswalde - Goethe-Treppe. Verso: 604. Verlag Georg Neumann, Eberswalde. 5/51. Rechts unten: IV-14-45. Signet. A 165/55. Gelaufen. Poststempel 1956.

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Elbogen (Loket)

Zur Erinnerung an Goethes Aufenthalt in Elbogen 1807, 1808, 1810, 1811, 1818, 1819, 1823. Verso rechts unten: 5624. Nicht gelaufen. Text auf Vorder- und Rückseite:

(1. Juli 1807.) Um 1/2 3 Uhr nach Ellbogen gefahren. Schöne Lage. Einiges ausgezeichnet. Discours mit der Wirthin von Rössel, welche mir erzählte, dass seit der Schlacht bey Jena 20608 Preussen durch Ellbogen durchgegangen. Vorsatz nach Ellbogen zurückzukehren und einige Tage dort zu verweilen. Rückfahrt bei schönem Wetter.
(21. Juni 1808). Nach Tische mit Ziegefars und Frau von Seckendorf nach Ellbogen. Schöner Tag und höchst interessante Gegend. Bei einbrechender Nacht nach Hause.
(30. Juli 1810.) Nachmittags Spazierfahrt nach Ellbogen mit Frau von Eybenberg. Abends bei derselben.
(6. Juni 1811.) Um 4 Uhr nach Ellbogen, schöne Fahrt, angenehmer Aufenthalt. Rückkehr bei Mondschein.
(23. August 1818). Mit Franz Reupel Böhmische Geologie. Mit demselben auf Ellbogen, in der Fabrik der Gebr. Haidinger. Feldspatkrystalle. Steinkohlen. Betrachtung über die grosse Mulde dieses nützliche Fossil enthaltend. Im Regen zurück.
(16. September 1819.) Nach Tisch auf Ellbogen. Carl ging um den Hornberg. In die Porzellanfabrik. Fand die drei Gebr. Haidinger. Der Freyberger gab mir einige Mineralien und nahm Abschied. In Ellbogen das Schloss und auf dem Rathaus den zurückgebliebenen Theil des Meteorsteines gesehen. Nach Karlsbad zurück. Der Tag war wolkig gewesen.
(28. August 1823.) Geburtstagsfeier in Anwesenheit Ulrike von Levetzov's. Man eilte um 7 Uhr fortfahren zu können. Gegen 9 Uhr kamen wir in Ellbogen an. Der Himmel hatte sich überzogen. Im weissen Ross eingekehrt, wo Stadelmann alles gestern bestellt hatte. Grosser Spaziergang erst am rechten Ufer der Eger, durch die neuen Felsengänge. Bertha mit dem Gestein beschäftigt. Zuletzt sehr warm. Rückkehrend fanden wir Stadelmann und John. Auf Rathaus den Meteorstein zu sehen. In die Porzellanfabrik. Erhielt Zwillingskrystalle. Nach 6 Uhr abgefahren.

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Elbogen, ein böhmisches Städtchen, "ist auf einem Granitfelsen erbaut, der in wildromantischem Tal von der Eger umflossen wird. Das alte Schloss (870 gegründet, um 1394 Gefängnis Kaiser Wenzels) besichtigte Goethe am 16.IX.1819, ebenso das Stück des hier gefundenen Meteorsteins, das auf dem Rathaus aufbewahrt wurde." Es war ein beliebtes Ausflugsziel von Karlsbad aus, mit dem Weißen Ross als Einkehrlokal. "Mindestens neun, wenn nicht mehr Besuche Goethes lassen sich nachweisen." "Der österreichische Mineraloge Franz Xaver Riepl (1790-1857) lenkte 1818 Goethes mineralogische, geologische und geognostische Interessen erneut auf Elbogen: er hatte eine Karte des königreichs mir zu illuminiren die Gefälligkeit ... des Vorsatzes in einer eigenen Schrift dieses Bestreben weiter zu führen und öffentlich bekannt zu machen. Man besuchte Haidingers Porzellanfabrik in Elbogen, wo man außer dem Material des reinen verwitterten Feldspathes auch das ausgebreitete Brennmaterial der Braunkohlen kennen lernte, und von dem Fundort der Zwillingskrystalle zugleich unterrichtet wurde. Zwei Tage später fuhr Goethe nach Schlaggenwald über Elbogen und verweilte auf dem Rückweg in der Porzellan Fabric. Hr. Haidinger. Feldspat- (vielmehr Schrift-Granit) Gang nächst derselben. Glimmerkugeln im Granit. Die Porzellanfabrik der Brüder Haidinger wurde nun bei jedem Aufenthalt in Elbogen besucht. Die mineralogischen Funde wurden stets weiter ergänzt. In dem Aufsatz Zur Geologie, besonders der böhmischen heißt es: Wir wollen nur des Bezirks Ellbogen gedenken, wo man sagen kann, die Natur habe sich mit der krystallinischen Feldspath-Bildung übernommen und sich in diesem Antheile völlig ausgegeben." "War es die besonders anmutige Lage, die Elbogen für Geburtstagsfeiern reizvoll erscheinen ließ?" Am 28. VIII. 1823 wurde hier Goethes Geburtstag "in Gesellschaft Ulrike von Levetzows, ihrer Mutter und ihrer Schwestern begangen. Still und gleichsam anonym feierte man hier den Tag des öffentlichen Geheimnisses, besichtigte auch nochmals gemeinsam den Meteorstein auf dem Rathaus und die Porzellanfabrik. Es war zugleich ein Abschied von Böhmen."

Quelle:
Goethe-Handbuch. Hrsg. von Julius Zeitler. Bd. 1. Stuttgart: J. B. Metzler 1916, S. 477.

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Emmendingen

Emmendingen, Elzpartie

Emmendingen im Breisgau. Elzpartie mit Feldbergblick. Verso: N 0024. Nicht gelaufen. Text (Goethe-Brief aus Emmendingen an Charlotte von Stein, 1779):

Eine glückliche Gegend,
noch im September alles grün und kaum hier und da ein Buchenblatt gelb. Die Weiden noch in ihrer silbernen Schönheit, ein milder willkommener Atem durchs ganze Land. Himmelsluft, weich, warm, feuchtlich; man wird auch wie die Trauben reif und süß in der Seele. Wollte Gott, wir wohnten hier zusammen.
Der Rhein und die klaren Gebirge in der Nähe, die abwechselnden Wälder, Wiesen und gartenmäßigen Felder machen den Menschen wohl, und geben mir eine Art Behagens, das ich lange entbehre.

Historischer Hintergrund: "Emmendingen im Großherzogtum Baden (am bad. Schwarzwald) ist der Wohnort der Schwester Goethes, Cornelia, als der Gattin des Markgräflich Hochbergischen Oberamtmanns in Emmendingen, Georg Schlosser, von 1774 bis zu ihrem Tode am 8. Juni 1777. Ihr Grab befindet sich auf dem alten Friedhof. Goethe hat die geliebte Schwester in dem noch heute wohlerhaltenen Hause (jetzt Karcherbräu) vom 27. Mai bis 5. Juni 1775 besucht: eine Gedenktafel am Hause, eine Goethesäule im großen parkartigen Garten erinnern daran. Er hat dann am 28. September 1779 zusammen mit Herzog Karl August (Schweizerreise) am Grabe der Schwester gestanden. Ein dritter Besuch Emmendingens im Jahre 1793 ist nur mündlich überliefert."

Quelle:
Goethe-Handbuch. 2. Aufl. Hrsg. von Alfred Zastrau. Bd. 1. Stuttgart: J. B. Metzler1961, Sp. 2130-2132. Die Goethe-Zitate sind kursiviert.

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Frankfurt am Main

Goethe-Denkmal

Frankfurt a. M. Goethe-Denkmal. Verso: Knackstedt & Näther Lichtdruck. Hamburg. Serie 269, No. 215. Nicht gelaufen.

Das Goethe-Denkmal wurde 1844 von Ludwig Schwanthalter geschaffen. Die Reliefs am Sockel zeigen Gestalten aus Goethes Werken, auf der Vorderseite allegorische Figuren der Wissenschaft, der dramatischen und lyrischen Dichtkunst. Vgl. Goethe Stätten in Frankfurt.
URL: www.goethe.frankfurt.de/deutsch/staetten.html.

Im Schwanthaler-Museum in München, das im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, befanden sich im "Göthe-Saal": "Reliefs zu dem Postament des Göthe-Denkmals, theils in allegorischen Figuren die verschiedenen Richtungen der Göthe'schen Muse bezeichnend, theils in scenischen Darstellungen die Hauptpersonen seiner am meisten national gewordenen Dichterwerke zur Anschauung bringend.
Vorderseite: Der geflügelte Genius der Poesie krönt einerseits die Gestalten des Tasso, Götz und Egmont, hinter welchen sich ein Satyr zeigt, anderseits die Braut von Korinth, den Erlkönig, Prometheus und ein Liebespaar des westöstlichen Divan, das unter einem Eichbaum auf einem Mauergeländer sitzt.
Linkes Seitenrelief: Hermann und Dorothea, Wilhelm Meister und Mignon.
Rechtes Seitenrelief: Faust mit Mephistopheles, Iphigenie mit Orest und Thoas.
Rückseite: Die Wissenschaft in Gestalt der Minerva unter einem Eichbaum, an einen Pfeiler sich lehnend, auf welchem die Symbole der Geologie, der Botanik, der Schädel- und Farbenlehre sichtbar sind; neben ihr einerseits die Muse der tragischen und komischen Dichtkunst mit Maske und Schellenstab."
(Rudolph Marggraff: Das Schwanthaler-Museum zu München. Erklärendes Verzeichniß der in demselben aufgestellten Original-Modelle des Meisters. Neue verbesserte u. vermehrte Auflage. München 1867, S. 12f. Digitalisierung durch die Bayerische Staatsbibliothek München. - Abbildungen bei Frank Otten: Ludwig Michael Schwanthaler 1802-1848. Ein Bildhauer unter König Ludwig I von Bayern [Studien zur Kunst des neunzehnten Jahrhunderts; 12] München: Prestel 1970, Tafeln 185-196.] )

"Schwanthaler entwarf einen Dichterfürsten, der sich ruhmesgewiß auf einen deutschen Eichenstamm lehnt, durch eine Rolle als Dramatiker, ja als Theaterdirektor oder Diplomat gekennzeichnet ist und den Lorbeerkranz fest im Griff hält. Den Sockel umläuft ein Panorama der klassischen Werke des Dichterfürsten": Faust und Mephisto, Iphigenie und Thoas, Götz, Tasso, Hermann und Dorothea, Erlkönig, Braut von Korinth. "Sie illustrieren und personalisieren einen Werkkatalog, der den Dichter auf eingängige, schlackenlose und stilisierte Klassik reduziert. Erst wenn man sich vergegenwärtigt, was alles fehlt – >Faust II<, die >Wahlverwandtschaften<, die >Wanderjahre<, um nur die auffälligsten Lücken zu nennen –, erst dann wird die Intention Schwanthalers klar: Der gereinigte Klassiker war zusammen mit dem Literaturkanon des Bildungsbürgertums auf den Sockel gekommen!" (Rolf Selbmann: Dichterdenkmäler im 19. Jahrhundert und das Dichterdoppeldenkmal in Weimar. In: Das Denkmal. Goethe und Schiller als Doppelstandbild in Weimar [Edition Haniel] Tübingen: Wasmuth 1993, S. 50-66. Hier S. 57.)

Schwanthaler, Ludwig von, geb. 26. Aug. 1802 in München, gest. daselbst 28. Nov. 1848, besuchte seit 1818 die Akademie der Künste in München, lieferte 1824 im Auftrag des Königs Maximilian das Modell für einen silbernen Tafelaufsatz mit Darstellungen aus dem Mythus von Prometheus. 1827 von einem einjährigen Aufenthalt in Italien zurückgekehrt, führte er in der Glyptothek zu München unter anderm die Figuren an der Decke des Äginetensaals, die Ornamente der Decke des Niobidensaals, die Reliefs in den Kuppeln des Römersaals und die Reliefs im trojanischen Saal aus. Derselben Periode gehören ferner an die Statue Shakespeares im Vestibül des königlichen Hof- und Nationaltheaters und der Bacchusfries für den Speisesaal im Palais des Herzogs Max in München. Von 1832-34 schuf er in Rom einige Gruppen zum südlichen Giebelfelde der Walhalla und die Modelle zu den Malerstatuen der Pinakothek.

1835 zum Professor an der Akademie der Künste in München ernannt, sammelte er bald eine große Anzahl Schüler um sich. Zunächst wurden die Arbeiten für den Königsbau [Residenz] in Angriff genommen: die Bildwerke für die Zimmer des Königs, darunter der Fries aus dem Argonautenzug, die Bildwerke zu den Gedichten von Hesiod, die Reliefs nach Pindar, die Bilder zu Äschylos, Sophokles und Aristophanes, die Reliefbilder aus dem Mythus der Aphrodite im zweiten Konversationssaal u. a. An diese Arbeiten reihen sich jene des Saalbaues, die Kompositionen zur Odyssee in den Gastzimmern, im Ballsaal und die zwölf Kolossalstatuen von Wittelsbacher Fürsten. Von seinen monumentalen Arbeiten in Marmor und Erz sind die ersten die beiden Giebelgruppen der Walhalla, deren nördliche, 15 Statuen aus der Hermannsschlacht, S. nach eignem Entwurf 1842 vollendete, während der südlichen ein Entwurf von Rauch zugrunde liegt. Zwei andre Giebelgruppen an den Münchener Propyläen stellen die Erhebung Griechenlands in den 1820er Jahren dar. Das größte monumentale Werk Schwanthalers ist das 1850 aufgestellte, 19 m hohe Erzbild der Bavaria vor der Ruhmeshalle bei München.

Von seinen Denkmälern seien genannt: die Statue Mozarts auf dem Michaelsplatz in Salzburg (1842), das Monument des Großherzogs Karl Friedrich von Baden in Karlsruhe (1840) und das des Großherzogs Ludwig von Hessen in Darmstadt, die Goethestatue in Frankfurt (1843), die Statuen Jean Pauls in Bayreuth (1841), des Markgrafen Friedrich Alexander von Brandenburg in Erlangen (1843), Tillys und Wredes in der Feldherrenhalle zu München (1843). (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-1909; Bd. 18, S. 110; Digitale Bibliothek 100, S. 178566-68; gekürzt.)

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Goethe-Denkmal

Frankfurt a. M. Goethe-Denkmal. 119. Verso: Postkarte. Nicht gelaufen.

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Goethedenkmal

Frankfurt a. M. Goethedenkmal. Koloriert. Verso: J.W.B. No. 11. Im Briefmarkenfeld: ELF. Datiert 1922. Nicht gelaufen.

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Goethe-Denkmal

Frankfurt a. M. Goethe-Denkmal. Koloriert. Verso: Signet: L. D. Frkft. im Kreis. 28698. Nicht gelaufen.

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Goethe-Denkmal

Goethe-Denkmal. Gruss aus Frankfurt a. M. (gedruckt) mit handschriftlicher Datierung 1901 und Signatur. Frankfurter Lichtdruckanstalt, Frankfurt a. M. Verso: Postkarte. Nicht gelaufen.

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Goethe-Denkmal

Frankfurt a. M. Göthedenkmal. 97. Verso: Frankfurter Lichtdruckanstalt Frankfurt a. M. Poststempel 1907.

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Goethe-, Schiller-,
Gutenberg-Denkmal

Frankfurt a. M. Goethe Denkmal, Schiller Denkmal, Gutenberg Denkmal. Verso: R. Mannewitz Frankfurt a. M. Serie 271, No. 413. Poststempel: 1913. – Montage.

Gutenbergdenkmal von E. v. d. Launitz, 1858 vollendet. Schiller-Statue von Joh. Dielmann, modelliert 1863.

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Goethefeier

Goethefeier zu Frankfurt a. M. Huldigung am Denkmal, 27. August 1899. Frankfurter Lichtdruckanstalt, Frankfurt a. M. Handschriftlicher Gruß. Verso: Postkarte. Poststempel 1899.

Goethe-Feier 1899: Zentrum und Höhepunkt der vom 16. August bis 6. September währenden Festtage, die mit Ausstellungen, Feiern und Festsitzungen Frankfurter Vereine und Institutionen und Theateraufführungen angefüllt waren, bildete am Sonntag, dem 27. August, dem Vortag des Geburtstages, die "Huldigung am Denkmal". Vertreter der städtischen Körperschaften, Vereine und Schulen hatten sich um 10.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf dem Paulusplatz getroffen und zogen, vorbei am gerade hergerichteten Goethehaus, wo sich ihnen die städtischen Behörden und die Goethegesellschaften anschlossen, zum Goethedenkmal auf dem Goetheplatz. Die staatlichen Behörden waren dort bereits versammelt, Frankfurter und Fremde säumten den wie die ganze Stadt festlich geschmückten Platz zwischen Theater und Gutenbergdenkmal. Ein Tempelbau umwölbte für die Festtage das Goethedenkmal, mit Girlanden verbundene Schmuckpylone umgaben es.

"So rufe ich denn", schloß Oberbürgermeister Adickes seine Ansprache, "indem ich den ersten Kranz zu seinen Füßen niederlege: Heil dieser Stadt und unserem Volke, daß es diesen Großen der Welt schenken und sich damit unverlierbaren Besitz erwerben durfte." Die Sängervereinigung und die Kapelle des 81. Infanterieregiments rundeten die Feier ab. Der Zug bewegte sich anschließend Richtung Opernplatz, wo er sich auflöste. Bereits am Abend wurden Fotopostkarten von dieser Huldigungsfeier angeboten, die als Erinnerungsstücke u.a. die Goethemedaillen und -plaketten und die Sondernummern der Zeitungen ergänzten. Der 27. August 1899 klang mit einer musikalischen Feier im Hippodrom und einem Fackelzug durch die festlich illuminierten Straßen der Stadt aus; am 28. August fanden eine Akademische Feier im Saalbau (mit Vorträgen von Prof. Erich Schmidt und Prof. Veit Valentin), ein Festmahl und Konzert sowie ein Kommers im Palmengarten zu Ehren Goethes statt. (Quelle: Informationsblatt "Die Frankfurter Geschichte" mit Foto der Goethefeier. Unterzeichnet: sch. Herkunft unbekannt.)

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Geburtstagsfeier Goethe's

Die 150jähr. Geburtstagsfeier Goethe's am 28. August 1899 a. d. Goetheplatz, Frankfurt a. M. L. Klement, Frankfurt a. M. 1233. Handschriftlicher Gruß. Verso: Postkarte. Poststempel 1899.

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Goethefeier

Goethefeier am 27.-28. Aug. 1899 in Frankfurt am Main. Handschriftlich: 10.000 Grüße. Datiert 1899. Verso: Lichtdruck FAY, Frankfurt a.M. Postkarte. Nicht gelaufen.

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Goethe-Denkmal
bei der 150. Geburtstagsfeier

Goethe-Denkmal bei Gelegenheit 150. Geburtstagsfeier in Frankfurt a.M. Frankfurter Kunstverlag Hermann Loeb, Frankfurt a.M. Alleinvertrieb Sali Wolff, Frankfurt a.M. Nicht gelaufen. Adressseite ungeteilt.

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Franzensbad

Goethe-Denkmal

Oben: Franzensbad. Goethe-Denkmal. Adressseite: Dr. Trenkler Co., Leipzig. - Heinrich Nüsslein & Co., Nürnberg. Gelaufen. Poststempel 1911.
Unten: Goethe-Denkmal. Keine weiteren Angaben. Nicht gelaufen.

Historischer Hintergrund: Das eigentliche Gründungsjahr des Bades Franzensbad ist 1793. Goethe hat jedoch den Ort zum erstenmal schon 1786 auf der Fahrt von Weimar nach Karlsbad berührt und hat seitdem die Entwicklung der alten Moorkolonie auf dem welligen Hochplateau (450 m über der Ostsee) in der Mitte des böhmischen Egerlandes zum Bade mit warmem Interesse verfolgt. Vom Jahre 1806 - 1823 hat er den Ort unzähligemal besucht. Den längsten Aufenthalt brachte das Jahr 1808: vom 9. - 21. Juli und vom 30. August bis 12. September. In diesem Jahre war er regelrechter Kurgast, bezahlte die Kurtaxe, trank das "Egerwasser" der Franzensquelle und badete. Franzensbader "Krugfuhren" des Egerbrunnens gelangten ebenso wie Mineralien und Steinproben aus Franzensbad durch den Polizeirat Grüner nach Weimar, auch nach 1823, als die Fahrten in die böhmischen Bäder abgeschlossen waren.

Ein besonderes Denkmal der geologischen Studien Goethes in Franzensbad bildet der Goethestein bei Haslau, ein am Eingang des sogenannten Himmelreichwaldes hingelagerter Quarzblock, den Goethe in Tagebuchaufzeichnungen vom 8. September 1807 und 18. Mai 1810 erwähnt. (Goethe-Handbuch. Hg. von Julius Zeitler. Bd. 1. Stuttgart 1916. Art. Franzensbad von George von Grävenitz, S. 595f.)

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Goethe-Denkmal

Franzensbad, Goethe-Denkmal. Koloriert. Verso: Correspondenzkarte. Datierung u. Poststempel 1912.

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Freiwaldau (Jesenik)

Goethe-Bank - Freiwaldau - Entw.: Prof. Paul Stadler. Foto-Franke. Verso: Foto Kunstanstalt Rudolf Franke, Freiwaldau, Ostsudetenland. Abt.: Fotocopie. Rechts unten: 13815. Nicht gelaufen. - In der Mitte ein Goethe-Porträt in Relief, links und rechts Relief-Steintafeln, rechts Erlkönig, links Gretchen im Kerker.

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Paul Stadler ist am 25. Juli 1875 in Freiwaldau-Gräfenberg geboren, besuchte die dortige Bürgerschule, darauf die Fachschule für Holzschnitzereien in Würbenthal, wo er 4 Jahre eine gründliche Ausbildung erfahren hat. Von hier ging er an die Staatsgewerbeschule nach Wien. Abt. für Modellieren und Zeichnen und weiter an die Kunstakademie, wo er an der allgemeinen Bildhauerschule unter Prof. Hellmer 4 Jahre Unterricht nahm und dann noch weitere 3 Jahre das sogenannte Meisteratelier besuchte. Der junge Künstler war zunächst als Assistent an der Oberrealschule in Troppau tätig, aber bald erfüllte sich sein Lebenswunsch, an einer kunstgewerblichen Fachschule lehren zu dürfen; er kam 1906 nach Saubsdorf an die Landesfachschule für Marmorindustrie. Das Arbeitsministerium in Wien ernannte ihn zum Professor und 1922 zum Direktor. Er starb 1955 in Bad Wildungen.

1924 wurde Stadlers erste größere Arbeit auf der Ausstellung in Zuckmantel gezeigt, das »Brunnenbüblein«. Später eine Salome in Tanzpose. In der Grabmalkunst schuf er danach das Mausoleum für Gutsbesitzer Kosma in Breitenfurt, auf dem Friedhof in Niklasdorf stand ein überlebensgroßer Christus. In Jägerndorf stand das 1928 geschaffene Schubert-Ehrenmal. Die Goethebank in Freiwaldau krönte 1934 seine Werke. Nach dem Krieg zerstört.

Ausschnitt aus der Würdigung von Paul Stadler anlässlich seines 130-sten Geburtstages am 25. Juli 2005. URL:
http://saubsdorf.de/html/fachlehrer.html

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Glogau

Goethe-Pavillon

Glogau – Goethe-Pavillon. Nr. 1538. Koloriert. Verso: Datiert u. Poststempel 1914.

Der Goethe-Tempel, am Nordrand der Promenade, wurde 1915 von Luise Weisstein gestiftet. Im Inneren befindet sich die Marmor-Büste Goethes.

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Am Goethetempel

Glogau, Am Goethetempel. Verso: Trinks & Co., Leipzig. Nr. 69. Bromid. Nicht gelaufen.

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Göttingen

Siehe: Burg Plessen

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Hanstein

Montage aus 5 Bildern: Ansicht von Hanstein mit Goetheworten; Bildnis Goethes; Hanstein 1800 v. N.; Hanstein 1800 v. O.; Hanstein u. Ludwigstein. Nicht gelaufen. Auf der Ansicht folgender handschriftlicher Text Goethes:

       Auf diesen Trümmern hab' ich auch gesessen,
       Vergnügt getrunken und gegessen
       Und in die Welt hinausgeschaut:
       War aber wenig nur davon erbaut.
       Kein liebes Kind gedachte meiner,
       Und ich fürwahr gehörte keiner;
       So war die ganze Welt umgraut.
       Ihr wisst ja selbst was sie erheitert,
       Die Horizonte stufenklar erweitert.

       Weimar 17. May 1815.

Erstdruck der Goetheverse 1827 unter dem Titel "In ein Stammbuch. Zum Bildchen Ruine Pleß bei Göttingen", siehe unter: Burg Plesse. "Aber offenbar war ihm 1815, als er die Verse in ein Stammbuch schrieb, keine Abbildung zur Hand. Jedenfalls schrieb er das Gedicht auf ein Bild der Ruine Hanstein (bei Witzenhausen an der Werra), die er wohl nicht aus näherer Anschauung kannte." (Goethe: Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe. Bd. 11.1.1, S. 70-72, mit dem für obige Postkarte verwendeten Bild der Ruine Hanstein mit den Versen Goethes, und Erläuterung S. 444. Dazu siehe: Burg Plesse

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Harz


1. Bild von oben
: Der Brocken vom Goetheweg aus. Verso: Verlag von Julius Simonsen. Oldenburg i. H. Nr. 8010. Gelaufen. Poststempel 1940.
2. Bild von oben: Schierke, Harz - Barenberger-Hof u. Goethe-Haus. Signet: Stengel. Verso: Signet. Kunstanstalt Stengel & Co. G.m.b.H., Dresden. Rechts unten: 50902 c N 15. Nicht gelaufen.
3. Bild von oben: Goethe im Frankfurter Freundeskreis, gemalt von M[aryan] Žurek (1889-1944). Adressseite: Goethehaus in Schierke. Barenberg. Wandgemälde im Goethehaus. Verlagsgesellschaft für Lichtbildkunst, Magdeburg. Nicht gelaufen.
4. Bild von oben: Goetheplatte, Text: Johann Wolfgang v. Goethe. DER GEIST / AUS DEM WIR HANDELN / IST DAS HÖCHSTE. Verso: Thale / Harz. Bodetal - Goetheplatte. [unleserlich] Foto: VEB Volkskunstverlag (Knabe). VEB Volkskunstverlag Reichenbach i. V. Rechts unten: A 246/54 DDR Signet: PH im Dreieck. 57/974/4100. Gelaufen. Datiert 1954.

Goethe hat drei Harzreisen unternommen und dabei jedes Mal den Brocken bestiegen, erstmals am 10. Dezember 1777. Seine Route ist als "Goetheweg" bekannt. Vgl. Die Harzreisen des Johann Wolfgang von Goethe, URL:
http://www.harzlife.de/info/goethe_harzreisen.html

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Siehe die Seite
Orte kultureller Erinnerung
Brocken (Harz)
Goethes Brockenbesteigungen
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6643

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Heidelberg

Goethes Lieblingsplatz

Heidelberg. Goethes Lieblingsplatz. Verso: Kupfertiefdruck Hei 61. Nicht gelaufen. – Inschrift: An diesem Orte weilte Goethe mit Vorliebe, sinnend und dichtend in den Herbsttagen 1814 und 1815.

Über die Errichtung der Tafel heisst es:

Zur Erinnerung an den 150. Geburtstag Goethes den 28. August 1899 und die aus Anlaß derselben
in Gegenwart Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs Friedrich und der Großherzogin Luise von Baden stattgefundene städtische Goethe-Feier und die von Kuno Fischer gehaltene Festrede am 29. Oktober 1899.

Historischer Hintergrund: Durch die Übersiedlung des Brüderpaares Sulpiz und Melchior Boisserée aus Köln im März 1810 nach Heidelberg und durch die Überführung ihrer Sammlung altdeutscher Werke christlicher Malerei und Baukunst nach ihrem neuen Wohnsitz war die Neckarstadt zu einem Mittelpunkt der neuen Kunstinteressen geworden, die Goethe zeitweilig stark angezogen haben. Goethe war zweimal Gast der Boisserées, vom 24. September bis 9. Oktober 1814 und vom 20. September bis 7. Oktober 1815. Von den 16 Tagen 1814 wissen wir vom Studium der Sammlung, Spaziergängen aufs Schloß und freundlichem Verkehr mit Heidelberger Professoren.

Die Beziehungen Goethes zu den Brüdern Boisserée und deren Freundschaftsverhältnis zu Johann Jakob Willemer und seiner Gattin Marianne haben Goethe für die Tage vom 21. September bis 7. Oktober 1815 zum Bewohner des Boisseréeschen Heims in Heidelberg gemacht. Goethe war längst in jenes Freundschaftsverhältnis aufgenommen worden, die "zweite Pubertät", die er genialischen Naturen zuschreibt, hatte in den ersten Büchern des "West-östlichen Divan" dichterischen Ausdruck gewonnen, und Marianne Willemer war ihm zur Suleika des 8. Buches geworden. Die dritte Septemberwoche 1815 vereinigte den ganzen Freundeskreis auf der Willemerschen Besitzung der Gerbermühle.

Ein Ruf des Herzogs Karl August beschied Goethe für den 22. September nach Heidelberg. Die Ankunft des Herzogs verzögerte sich aber um eine Woche, und nun luden die beiden Brüder das Ehepaar Willemer zu einem erneuten Wiedersehen mit Goethe in Heidelberg ein. Dieses Zusammensein der Tage des 24. - 26. September 1815 bezeichnet den Höhepunkt des letzten Aufenthalts Goethes in Heidelberg, zugleich den dichterischen Höhepunkt des Buches "Suleika".

Das Buch "Suleika" ist überall erfüllt mit Hindeutungen auf den Schauplatz dieser Dichterliebe, auf die hohen, von der Sonne erglühenden Mauern des Schlosses, die "vollen Büschelzweige" der sie beschattenden Edelkastanie, den Gingo biloba-Baum des Schloßparks usw., und diese Erinnerungen sind es in erster Linie, die Heidelberg zu einer Goethestätte ersten Ranges erheben.

Das ist auch dadurch zum Ausdruck gekommen, daß auf Veranlassung des Goetheforschers Kuno Fischer und im Hinblick auf die städtische Gedenkfeier des Goetheschen 150. Geburtstages im Stückgarten des Schlosses, an einem Lieblingsplatz des Dichters, eine Gedenktafel angebracht worden ist; ihr geistiges Hauptstück bilden zwei Strophen ("Auf der Terrasse hoch gewöbten Bogen" – und "O schließt Euch nun, ihr müden Augenlider") aus dem letzten Suleikaliede. Ist es doch hier oben von Marianne-Suleika am 75. Geburtstage Goethes, dem 28. August 1824, gedichtet und dem Dichter als Glückwunsch gesendet worden.(Goethe-Handbuch. Hg. von Julius Zeitler. Bd. 2. Stuttgart 1917. Art. Heidelberg von George von Grävenitz, S. 137-141. Auszug, bearbeitet.)

Die zitierten Strophen von Marianne von Willemer lauten:

       Auf der Terrasse hoch gewölbten Bogen
       War eine Zeit sein Kommen und sein Gehn,
       Die Chiffre von der lieben Hand gezogen,
       Ich fand sie nicht, sie ist nicht mehr zu sehn.
       O schließt euch nun ihr müden Augenlider.
       Im Dämmerlichte jener schönen Zeit
       Umtönen mich des Freundes hohe Lieder,
       Zur Gegenwart wird die Vergangenheit.

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Lieblingsplatz von Goethe

Verso: Heidelberg – Partie aus dem Stückgarten, Lieblingsplatz von Goethe. Verlag von Edm. von König, Heidelberg. No. 609. Ges. gesch. Postkarte. Nicht gelaufen. Koloriert.

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Goethe's Lieblingsplatz

Heidelberg. Goethe's Lieblingsplatz. Verso, Signet: Dr. Trenkler Co., Leipzig 1906. Hdb. 11. Postkarte. Nicht gelaufen. (Hinweis Matthias Kohls)

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Heuscheuer

Goethe-Stein

Heuscheuer Goethe-Stein. Auf dem Stein: Goethe. 28. August 1790. Glatzer Gebirgs-Verein 1914. Verso: Nr. 4495 Verlag C. Stiebler, Heuscheuer. Stempel: Gekauft im Schweizerhaus auf der Heuscheuer. Nicht gelaufen.

Historischer Hintergrund: Im August / September 1790 wanderte Goethe von Breslau aus im Glatzer Bergland. Reiseroute: Goethe Handbuch. 2. Aufl. Hg. von Alfred Zastrau. Bd. 4: Karten der Reisen, Fahrten, Ritte und Wanderungen Goethes. Stuttgart 1955. Teilkarte 10. Detail der Wanderroute: Glatz - Wünschelburg - Leiersteig - Leierdörfel - Heuscheuer – Braunau.

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Innsbruck

Goethe Stube
mit Goethe-Gemälde

Oben: Goethe Stube. Hotel Goldener Adler (genannt Batzenhäusl Innsbruck). Verso: Hotel Goldener Adler Innsbruck. Alleinverlag u. Photographie-Eigentum Johann Hakl, Innsbruck. Signet: Ferd. Vieider Innsbruck. Datiert 1910. Nicht gelaufen.

Unten: Joh. Wolfgang v. Goethe nach einem bekannten Gemälde aus der Goethe-Stube. Verso: Hotel "Zum Gold. Adler". Gegründet 1390. Renoviert 1930. Innsbruck, Herzog-Friedrich-Straße. Klischee und Druck: W. U. B., Innsbruck. nicht gelaufen.

Goethezimmer

Das Innsbrucker Goethezimmer im Hotel "Goldener Adler". Verso: Hotel "Zum Gold. Adler". Gegründet 1390. Renoviert 1930. Klischee und Druck: W. U. B., Innsbruck. Nicht gelaufen. - Verse von Walther Obrist:

      Andacht erfüllt mir die Brust, sobald ich das Zimmer betrete,
       Wo du, kommend von Rom, göttlicher Sänger, geweilt.
       Alles ist noch beim alten, so wie du es einstmals verließest:
       Möbel und Bilder und Uhr streifte dein herrlicher Blick.
       Segnend durchwebt ein Hauch deines Geistes das bescheidene Zimmer
       Und ein Heiligtum bleibt uns deine Stätte der Rast.

Historischer Hintergrund: Goethe kam auf der Reise nach Italien 1786 über Innsbruck. Im "Tagebuch der Italiänischen Reise für Frau von Stein" heißt es:

Innsbruck liegt herrlich in einem breiten reichen Thal zwischen hohen Felsen und Gebirgen. Ich wollte heute dableiben, aber es lies mir innerlich keine Ruhe. Ich fand an des Wirths Sohn den leibhaften Söller. So finde ich nach und nach meine Menschen.

Söller = Schwiegersohn des Wirts in Goethes Lustspiel "Die Mitschuldigen" (1769), als Tagedieb und Betrüger gezeichnet. (Goethe Tagebuch der Italiänischen Reise 1786. Hg. u. erläutert von Christoph Michel [it 176] Frankfurt a.M.: Insel 1976, S. 23.)

Auch die Reise nach Venedig 1790 führte Goethe auf der Hin- wie auf der Rückfahrt über Innsbruck.

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Johanngeorgenstadt

Goethetafel im Sachsenhof

Johanngeorgenstadt 751 m ü. M. - Marktplatz. Goethetafel im Sachsenhof. Inschrift: An Frau von Stein. Johann-Georgenstadt, 18. Aug. 1785. Briefzitat:

Endlich hier sechs Stunden von Carlsbad, wieder auf dem Weege zu Dir meine Geliebte, meine Freundinn, einzige Sicherheit meines Lebens. Was ist alles andre, was jedes andre menschliche Geschöpf! Je mehr ich ihrer kennen lerne, je mehr seh ich, dass mir in der Welt nichts mehr zu suchen übrig bleibt, dass ich in Dir alles gefunden habe. Morgen geh ich nach Schneeberg, sehe mich unter der Erde um, wie ich hier auch gethan habe, dann will ich eilig nach Hause. Wenn ich Dich träfe, welche Freude!

Johanngeorgenstadt. Hotel "Sachsenhof". Bes.: Carl Truckenbrodt - Telefon Nr. 310. Signet. Verlag: Carl Truckenbrodt, Johanngeorgenstadt. 985 E 3 C D A Echte Photographiekarte. Datiert 1934. Poststempel unleserlich.

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Karlsbad

Gruß aus Karlsbad! Göthe-Denkmal. [Verlag] Carl Bellmann in Prag. 900. 455. Verso: Correspondenz-Karte. Adressseite ungeteilt. Nicht gelaufen.

Die Büste Goethes "auf hohem, mit antikisierenden Refliefs geschmücktem Sockel" befindet sich in der Parkanlage am linken Teplufer. Sie ist ein Werk des Bildhauers Adolf von Donndorf von 1883. Vgl. Anton Gnirs: Topographie der historischen und kulturgeschichtlichen Denkmale in dem Bezirke Karlsbad. Hrsg. vom Collegium Carolinum (Handbuch der sudetendeutschen Kulturgeschichte; 8) München: Oldenbourg 1996, S. 66.

Adolf von Donndorf (geboren 16. Februar 1835 in Weimar und gestorben 20. Dezember 1916 in Stuttgart) "war 1853 bis 1861 als Schüler Ernst Rietschels in dessen Atelier in Dresden tätig und führte nach dessen Tod gemeinsam mit Gustav Adolph Kietz das Lutherdenkmal für Worms zu Ende. Seine Begabung als Bildhauer wurde bereits am 12. November 1864 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie anerkannt. 1876 erhielt er einen Ruf als Professor der Bildhauerei an die Kunstakademie Stuttgart.

Adolf von Donndorf ist Ehrenbürger von Weimar und Stuttgart und wurde im Jahr 1910 geadelt. [...] Ebenfalls 1910 richtete die Stadt Weimar ihm zu Ehren ein Donndorf-Museum ein."

Artikel "Adolf von Donndorf" in Wikipedia, URL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Donndorf


Vgl. F[ranz] Puchtinger: Goethe in Karlsbad. Karlsbad und Leipzig: Walther Heinisch 1922.

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Karlsbad
Alte und neue Wiese

"Karlsbad, wie es Goethe sah". Alte und Neue Wiese. Or. Aquarell von C. Postl. "Ich darf die guten Karlsbader wohl die Meinigen nennen." (1821 an Kaspar Graf Sternberg.) Kartenreihe nach Originalen des Stadtmuseums, herausgegeben von der Stadt Karlsbad im Goethejahr 1932. Gelaufen.

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Karlsruhe

Hermann und Dorothea

Karlsruhe. Partie im Schlossgarten. Inschrift auf Denkmal: Also gingen die Zwei entgegen der sinkenden Sonne. Verso: Original-Eigentum Gebr. Metz, Tübingen. Datiert 1910. Poststempel unleserlich.

Steinhäuser, Karl, Bildhauer, geb. 3. Juli 1813 in Bremen, gest. 9. Dezember 1879 in Karlsruhe, bildete sich an der Berliner Akademie, besonders unter Rauchs Leitung, lebte seit 1836 längere Zeit in Rom und seit 1863 als Lehrer an der Kunstschule in Karlsruhe. Von seinen anmutigen Schöpfungen sind Goethe mit der Psyche (in Weimar) und die Gruppe von Hermann und Dorothea (in Karlsruhe) besonders volkstümlich geworden. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl., 1905-1909; Bd. 18, S. 902; Digitale Bibliothek 100, S. 188770.)

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Hermann und Dorothea

Hermann und Dorothea im Schlossgarten Karlsruhe. Verso: 23318 Gebrüder Metz, Tübingen. Postkarte. Koloriert. Nicht gelaufen.

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Hermann und Dorothea

Karlsruhe. Hermann und Dorothea. L. No. 1345. Beschrieben. Verso: Postkarte. Poststempel 1907.

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Ludwig-Maximilians-Universität München
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