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Jutta Assel | Georg Jäger

Ernst Barlach
Goethes Walpurgisnacht

Stand: Januar 2015

 

Gliederung

 

1. Vorlage

* [Johann Wolfgang von] Goethe. Walpurgisnacht. Mit 20 Holzschnitten von Ernst Barlach. Berlin, bei Paul Cassirer 1923.

"Von diesem Buche wurden vor dieser Ausgabe 120 numerierte Exemplare bei Poeschel & Trepte in Leipzig auf echtes Zanderbütten gedruckt / Jedes Buch ist von Ernst Barlach handschriftlich gezeichnet / Die Holzschnitte druckte die Pan-Presse zu Berlin / Sämtlichen Exemplaren wurde eine zweite Folge der Holzschnitte auf Japan beigegeben, die vom Künstler signiert sind / Die Einbände stellte Buchbindermeister Ulber in Berlin her."

Die Ausgabe liegt in ungebundenen Seiten vor. Der letzte Holzschnitt ist der Neuausgabe von 1955 entnommen (siehe unten).

Neu herausgegeben wurden die Illustrationen mit einem Nachwort von Hans-Maria Wingler, Feldafing, Obb.: Buchheim 1955 (Buchheim Bücher) und Düsseldorf: Droste 1967 (Meister illustrieren Meisterwerke). Vgl. auch Wolfgang Maier-Preusker: Ernst Barlach (1870-1938); biographische Notizen und Dokumentation der Holzschnitte zu J. W. v. Goethe: Walpurgisnacht von 1923 (Begleittexte zur Ausstellung) Wien: Maier-Preusker 2002.

 

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2. Illustrationen mit Bezugstexten

"Seinem innersten Wesen nach ist Barlach Bildschnitzer gewesen, das Holz war schlechterdings sein Material; wenn er die mächtige Körperlichkeit, die voluminösen Wölbungen und großen Faltenschwünge einer Figur illusionistisch auf der zu dem Druck bestimmten Holzplatte entstehen läßt, beflügelt ihn dasselbe haptische Empfinden für das Stoffliche, die ertastbare Struktur, wie wenn er an einer Holzskulptur arbeitet. Eine berserkerhafte Dynamik erfüllt die Gestalten; immer bezieht Barlachs Kunst ihre Wirkung von der Massivität des Figürlichen, von ihrer folkloristischen Derbheit."


Goethe Walpurgisnacht. Holzschnitte von Ernst Barlach. Mit einem Nachwort von Hans-Maria Wingler. Feldafing, Obb.: Buchheim 1955 (Buchheim Bücher), S.61f.

Da es sich nicht um eine "Bebilderung" des Goetheschen Textes, sondern um "bildnerische Übersetzungen" (Hans-Maria Wingler, S.59) der Walpurgisnacht handelt, lassen sich nicht allen Holzschnitten bestimmte Textzitate eindeutig zuordnen.

 

 1. Illustration
 2. Illustration: Faust, Mephistopheles, Irrlicht im Wechselgesang (Vers 3871 ff.)
 3. Illustration: "Hier ist so ein Mittelgipfel ..." (Vers 3913)
 4. Illustration: "Wie rast die Windsbraut durch die Luft!" (Vers 3936)
 5. Illustration:  Hexenzug zum Brocken. "Die alte Baubo kommt allein, / Sie reitet auf einem Mutterschwein." (Vers 3962f.)
 6. Illustration: Hexenzug zum Brocken, Stimmen und Chöre
 7. Illustration: Hexenzug zum Brocken, Stimmen und Chöre
 8. Illustration:  Hexenzug zum Brocken, Stimmen und Chöre
 9. Illustration:  Hexenzug zum Brocken. Hexe auf dem Besen reitend
 10. Illustration: "Es ist ein muntrer Klub beisammen." (Vers 4035)
 11. Illustration: "Doch ist der Pferdefuß hier ehrenvoll zu Haus." (Vers 4065)
 12. Illustration: Trödelhexe (Vers 4096 ff.)
 13. Illustration: Lilith (Vers 4119 ff.)
 14. Illustration: Tanzszene I
 15. Illustration: Tanzszene II
 16. Illustration: Proktophantasmist (Vers 4144 ff.)
 17. Illustration: Erscheinung Gretchens (Vers 4183 ff.)
 18. Schlussillustration: Mephistopheles (?) und die Hexe

 

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Das Goethezeitportal
bietet eine reiche Auswahl von Illustrationen
zu Faust und Gretchen
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=625

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3. Kurzbiographie von Ernst Barlach

Ernst Barlach (geb. 2. Januar 1870 in Wedel, Holstein; gest. am 24. Oktober 1938 in Rostock), deutscher Bildhauer, Zeichner, Grafiker und Schriftsteller.

"Bereits in früher Kindheit wurde Barlachs Begabung für sprachliche und bildnerische Gestaltung gefördert. Er erhielt eine Ausbildung als Maler und Bildhauer," lernte an der Kunstgewerbeschule in Hamburg (1888-1891) und studierte an der Königlichen Akademie für bildende Künste in Dresden (1891-1895). 1906 Reise nach Russland; 1909 Stipendiat in Florenz in der Villa Romana. Kleist-Preis 1924, Orden Pour le mérite 1933.

"Bereits Barlachs frühe Arbeiten setzen sich mit dem Menschen, seinen Lebensbedingungen und seinen Haltungen zum Leben auseinander. Besonders beschäftigte er sich nach seiner Einberufung 1915 zum Landsturm mit dem Erlebnis »Krieg«" und schuf eine Reihe von Ehren- und Mahnmalen.

Ab 1910 nahm Barlach regelmäßig an Ausstellungen der Berliner Secession, des Sonderbundes und beim Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer in Berlin teil. "Seit 1910 lebte er in Güstrow (Mecklenburg), wo er sich nach seinen Bedürfnissen ein Atelier und Wohnhaus am Inselsee bauen ließ" (seit 1949 Ernst-Barlach-Museum). Hier entstanden seine bildnerischen wie schriftstellerischen Hauptwerke (darunter die Dramen »Der tote Tag«, 1911; »Der arme Vetter«, 1918; »Der blaue Boll«, 1926).

Die von den Nationalsozialisten gegen Barlach geführte Kampagne hatte die Entfernung, Magazinierung und Zerstörung von ihm geschaffener Ehren- und Mahnmale zur Folge. "Mehr als 400 seiner Werke wurden als »entartete Kunst« aus öffentlichen Sammlungen entfernt. 1937 belegte ihn die Reichskammer der Bildenden Künste mit einem Ausstellungsverbot."

Erst Barlach, aus Wikipedia, der freien Exnzyklopädie. Gekürzt, redigiert und ergänzt; teilweise wörtlich übernommen.

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 Barlachs Steinzeichnungen zu Goethes Gedichten:

http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6467

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Besuchen Sie auch die Themenseite

Hexentanz auf dem Brocken
Walpurgisnacht

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