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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

»Goethe! - der Film«

Klaus H. Kiefer: Weltliteratur zu Pferde - Philipp Stölzls Film "Goethe!"

Philipp Stölzls 2010 erschienener und auch auf DVD erhältlicher Film „Goethe!“ gehört zur neueren Gattung des „Biopictures“. Die Entstehung von Goethes „Leiden des jungen Werthers“ wird im Rahmen der Liebesbeziehung von Lotte und Johann ‒ so werden die beiden Protagonisten genannt ‒ erzählt. Anders als frühere Filmadaptionen des Romans u.a. von Egon Günther 1976 oder Uwe Janson 2008, die stärker historisieren bzw. aktualisieren, behauptet Stölzl eine „Identität“ von Werther und Goethe, und er unterstreicht die kühne Konstruktion durch ein Ausrufezeichen im Filmtitel. Dieses steht aber ohne Zweifel auch für die Begeisterung des Regisseurs und seines Teams für Goethe, den jungen Goethe insbesondere, und der mit großem Elan gedrehte Film vermag auch diese Begeisterung gerade an ein jugendliches Publikum weiterzugeben, während Goethe-Kenner das Wechselspiel von Fakten und Fiktionen genießen mögen. Stölzls Verfahren ist, grob skizziert, das folgende: er „kopiert“ Werthers Leidensgeschichte über die Vita des Straßburger, Wetzlarer und Frankfurter Goethe und brilliert da, wo die beiden Erzählstränge nicht zu Deckung kommen können ‒ z.B. „darf“ der spätere Erfolgsautor natürlich nicht Jerusalems Freitod sterben ‒ mit so witzigen wie durchaus authentischen Erfindungen. Besonders gelungen ist die Einbindung von Lessings „Emilia Galotti“ in die Filmhandlung. Ästhetisch, und nicht zuletzt dank hervorragender Schauspielerleistungen, entwickelt der Film eine bemerkenswerte Authentizität. Er wirkt „wahrscheinlich“.

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Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger:
Panorama der deutschen Klassiker. Eine Auswahl von 12 Stahlstichen

(München Mai 2013)

Das Mitte des 19. Jahrhunderts erschienene "Panorama der deutschen Klassiker. Gallerie der interessantesten Scenen aus den Meisterwerken deutscher Poesie und Prosa" ist reich bebildert. Das Goethezeitportal hat 12 Illustrationen zu Werken von Chamisso, Freiligrath, Goethe, Hebel, Heine, Herder, Lenau, Schiller und Uhland ausgewählt und fügt die Texte, wo nötig auch Erläuterungen bei. Die Bilder sind nach Zeichnungen von Carl Alexander Simon und Johann Baptist Zwecker in "Carl Mayer's Kunst-Anstalt in Nürnberg" in Stahl gestochen worden. Für das "eigentümliche gefällige Lustre" ihrer nuancenreichen Stiche war diese Kunstanstalt seinerzeit bekannt. Über die Anstalt und die Zeichner orientieren Kurzbiographien.

 

  Zur Dokumentation

 


 

»Goethe-Motive auf Postkarten« - Mignon-Serien

Inge Nunnenmacher: Wilhelm Hauff und sein Roman »Lichtenstein« Folge I

(München März 2013)

Der schwäbische Dichter Wilhelm Hauff (1802–1827) hinterließ in einer nur knapp dreijährigen Schaffenszeit ein beachtliches Gesamtwerk. Sein historischer Roman "Lichtenstein. Romantische Sage aus der württembergischen Geschichte" wurde zu seinem „Markenzeichen“. Wir stellen den Autor und seinen Roman vor, zeigen an einer Romanfigur, dem Pfeifer von Hardt, was diesen so populär machte. Wir werfen auch einen Blick auf Hauffs Dichterkollegen Gustav Schwab und wie sie beide mit ihren Texten zur Popularisierung württembergischer Geschichte beitrugen.

Zur Mignon-Serie Folge II  Zum Beitrag


 

 


 Jutta Assel und Georg Jäger:
Otto Roquette
: »Waldmeisters Brautfahrt
. Ein Rhein-, Wein- und Wandermärchen.« Illustriert von Arpad Schmidhammer

(München Februar 2013)

Obschon Otto Roquettes episches Gedicht "Waldmeisters Brautfahrt. Ein Rhein-, Wein- und Wandermärchen", 1851 erstmals publiziert, ein Best- und Longseller wurde (97.-100 Tsd. 1924), gibt es nur eine durchgehend illustrierte Ausgabe, ein Prachtwerk von 1897. Arpad Schmidhammer (1857-1921), Münchner Maler und Illustrator für Zeitschriften, Kinder- und Jugendliteratur, speziell auch für Märchen, hat die Ausgabe reich bebildert (5 Vollbilder, Kopfvignetten zu den neun Kapiteln) und mit Buchschmuck (Vignetten, Randleisten u.a.m.) versehen. Das Goethezeitportal gibt alle Illustrationen und ein Teil des Buchschmucks mit Erläuterungen und Bezugstexten wieder. Eine Inhaltsskizze von "Waldmeisters Brautfahrt" führt in die Handlung ein, Notizen zu Roquette und Schmidhammer orientieren über den Autor und Illustrator.

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Empfehlungen der Redaktion

Wolfgang Herrmann: Julius Nisle und seine Casanova-Galerie

Wolfgang Herrmann: Julius Nisle und seine Casanova-GalerieDer Zeichner und Illustrator Julius Nisle (1812-1850) hat sich in seinem kurzen Leben ausschließlich der künstlerischen Umrisszeichnung als Vorlage für Reproduktionen verschrieben. Schon am Anfang seiner Laufbahn gelang ihm mit der Illustrierung von J. P. Hebels "Allemannischen Gedichten" der große Wurf, den er mit Illustrationsserien zur deutschen klassischen und zeitgenössischen Literatur ausbaute und dabei große Bekanntheit erwarb. Dann bebilderte er erotische Literatur: zunächst Boccaccios "Dekameron" und ab 1845 als Erster die Memoiren Casanovas. Die "Casanova-Galerie", durch die er heute vor allem bekannt ist, wurde seinerzeit konfisziert. Mit zahlreichen Bildbeispielen gibt der Artikel einen Überblick über das Werk.

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Sabine Fastert: „Wenn man nur nicht so beständig von Besuchern belästigt wäre!“. Die Nazarener in Rom

Lange galt es in der kunsthistorischen Forschung als ausgemacht, dass die Nazarener im Frankreich des 19. Jahrhunderts vor allem durch ihre Stiche bekannt gewesen seien, sehr wenige Franzosen aber wirklich ihre Werke gesehen hätten. Daraus wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass der nazarenische Einfluss auf die Pariser Kunstszene vernachlässigt werden könnte. Demgegenüber betont die Studie, dass die Lukasbrüder rege am römischen Kunstleben teilnahmen und selbst auf großes Interesse in den Kunstkreisen und unter den Rombesuchern stießen. Tiefe Einschnitte in den gesellschaftlichen Umgang markierte der Nationalismus der Befreiungskriege 1813/15. Dass die Kontakte mit französischen Künstlern, welche besonders die Freskomalerei der Nazarener studierten, jedoch nicht abbrachen, wird in dieser Arbeit nachgewiesen. Von besonderer Bedeutung waren dabei 'Grenzgänger' zwischen deutschen und französischen Zirkeln in Rom wie Abbé Martin de Noirlieu. Detailliert nachgezeichnet wird die Bedeutung Overbecks für den Ingres-Schüler Hippolyte Flandrin.

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Waltraud Maierhofer: Vom bestraften Amor zum Triumpf der Liebe. Angelika Kauffmanns Grazien-Zyklus und das Motiv in Lyrik, Oper und Buchillustration des 18. Jahrhunderts

Ende der 1770er Jahre malte Angelika Kauffmann in England sechs liebenswerte Tondi um Amor und die Grazien. Dieser Aufsatz geht dem bisher nur behaupteten Einfluss von Metastasios (italienischem bzw. ins Französische übersetzten) Libretto "Die gerächten Grazien" nach und zeigt das Motiv vom bestraften bzw. triumphierenden Amor ferner in weiteren Gedichten, Buchillustrationen und Opern der Zeit auf.

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Die Rezeption des Nibelungenstoffs in der Kunst und Kultur der Goethezeit

 

  • Chronologie der Nibelungenrezeption

Auf der Seite Chronologie der Nibelungenrezeption finden Sie eine erweiterte Fassung der synoptischen Darstellung der Nibelungenrezeption:

http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/rezeption-nibelungen/chronologie-der-nibelungenrezeption.html

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  • Gunter E. Grimm: Johann Jacob Bodmer 

 Johann Jacob Bodmer wurde am 19. Juli 1698 in Greifensee bei Zürich geboren. Nach dem Besuch der Lateinschule bezog er das die Gelehrtenschule Collegium Carolinum, in dessen Zentrum eine theologische Ausbildung stand. Nach dem Abschluss 1718 reiste Bodmer nach Lyon und Lugano. Seit 1719 war er an der Züricher Staatskanzlei tätig, 1725 wurde er Verwalter, 1731 Professor auf dem Lehrstuhl für Helvetische Geschichte eben am Collegium Carolinum, eine Stelle, die er bis 1775 innehatte. Bekannt wurde er weniger durch seine biblischen und historischen Epen und Dramen als durch seine poetologischen Schriften, in denen er – teilweise in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Johann Jakob Breitinger (1701-1776) – die Bedeutung der Einbildungskraft betonte und sich dadurch in Gegensatz zum streng rationalistischen Poetiker Johann Christoph Gottsched stellte. Bodmer lebte und lehrte ausschließlich in Zürich; gestorben ist er am 2. Januar 1783. 

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Schätze aus dem Düsseldorfer Goethemuseum

Das von der Universität Duisburg-Essen geförderte und von G. E. Grimm geleitete Projekt widmet sich der Erfassung seltener Rezeptionszeugnisse, die allesamt aus den Beständen des Düsseldorfer Goethemuseums stammen. Einen ersten Überblick über die Ausstellungen im Goethemuseum gewähren die bisher 90 "Anmerkungen", die außer der inhaltlichen Beschreibung der jeweiligen Ausstellung kulturgeschichtlich wichtige Abbildungen enthalten. Neben den Katalogen sind diese Faltblätter, zwischen 8 und 16 Seiten stark, die wichtigste Publikation, die Besucher über Ausstellungen informiert und zugleich einen Zugang zum jeweiligen Thema eröffnet. Vollständig wiedergegeben und erschlossen wird das "Jahrbuch der Sammlung Kippenberg" von 1921 bis 1935, das wichtigste Organ der damaligen Goethe-Philologie. Vollständig digitalisiert liegen zudem seltene "Wertheriana" vor.

   Zu den Wertheriana

   Zu den Faltblättern "Anmerkungen"

   Zum Jahrbuch der Sammlung Kippenberg

 

 

»Unser Buch-/CD-Tipp der Woche«


Jan Ballweg: Josias von Stein. Stallmeister am Musenhof Anna Amalias. Ein vergessener Aspekt der Weimarer Klassik

(MatrixMedia, Göttingen 2012, 314 Seiten mit farbigen Abb., Preis: 24,90 €, ISBN 978-3-932313-51-6)

Josias von Stein ist bisher nur als Ehegatte von Goethes platonischer Freundin Charlotte von Stein bekannt, als dumpfer „Kopfhänger“ in den Worten Schillers oder als notorischer Verlierer in einigen Sticheleien Goethes, mithin als „ausgestopfte Puppe“ bei Peter Hacks. Der promovierte Historiker Jan Ballweg hat durch umfangreiche Archivstudien diese nie hinterfragten Urteile überprüft. In neuer Sicht erscheint der Weimarer Oberstallmeister dabei nicht nur als gewandter Höfling mit freigeistigen Neigungen, der nach seiner zweijährigen Kavalierstour durch Frankreich sehr schnell in Weimar unter Anna Amalia Karriere machte und Carl August in lebenslanger Männerfreundschaft verbunden blieb, sondern auch als erfolgreicher Gutsherr in Kochberg und durchsetzungsfähiger Manager im fürstlichen Marstall. An der geistigen Befähigung und der klassischen Bildung des studierten Juristen sind weniger Zweifel angebracht als an seinem intellektuellen Ehrgeiz. Er war ein Praktiker aus Überzeugung, der seiner Ehefrau große persönliche Freiräume einräumte, freilich unter ihrem komplizierten Wesen, ihren Depressionen und ihrer Egomanie wohl auch litt. Völlig unbekannt war bisher die Rolle von Josias’ Mutter, der Reichshofrätin Elisabeth Dorothea von Stein, geb. von Rotenhan, die für Kochberg und ihren Sohn wichtiger war als ihre ungeliebte Schwiegertochter. Insofern korrigiert dieses Buch einige immer wieder abgeschriebenen, aber nie überprüften Positionen der Goethe-Literatur.



Der Literatur(ver)führer, Band 2: Johann Wolfgang von Goethe [Audiobook] [Audio Cd]

Gerhard K. Englert (Herausgeber), Elisabeth Böhm (Autor), Hans-Jürgen Schatz (Sprecher)

Bevor Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) zum berühmten Dichterfürsten der Weimarer Klassik wurde, war er Frankfurter Bürgersohn, Jurastudent, Gerichtsassessor, Liebender, Italienreisender, Zeitschriftenherausgeber und Theaterdirektor. Die Autorin Elisabeth Böhm und der Sprecher Hans-Jürgen Schatz unternehmen in diesem Literatur(ver)führer einen ausgedehnten Spaziergang durch das weit gefächerte, bekannte, beliebte und oft überraschend moderne Werk Johann Wolfgang Goethes und verbinden einzelne Texte auf spannende Weise mit dem Leben des Dichters. Oft und gern gehörten Lieblingstexten treten dabei Textauszüge Goethes an die Seite, die für andere Dichter zum Anknüpfungspunkt wurden oder die wichtige Lebensstationen des Autors poetisch aus- und umgestalten. So erscheint der altbekannte Goethe in neuem Licht und seine wundervollen Texte werden in anregenden Interpretationen lebendig.

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