![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
(München Februar 2013)
Obschon Otto Roquettes episches Gedicht "Waldmeisters Brautfahrt. Ein Rhein-, Wein- und Wandermärchen", 1851 erstmals publiziert, ein Best- und Longseller wurde (97.-100 Tsd. 1924), gibt es nur eine durchgehend illustrierte Ausgabe, ein Prachtwerk von 1897. Arpad Schmidhammer (1857-1921), Münchner Maler und Illustrator für Zeitschriften, Kinder- und Jugendliteratur, speziell auch für Märchen, hat die Ausgabe reich bebildert (5 Vollbilder, Kopfvignetten zu den neun Kapiteln) und mit Buchschmuck (Vignetten, Randleisten u.a.m.) versehen. Das Goethezeitportal gibt alle Illustrationen und ein Teil des Buchschmucks mit Erläuterungen und Bezugstexten wieder. Eine Inhaltsskizze von "Waldmeisters Brautfahrt" führt in die Handlung ein, Notizen zu Roquette und Schmidhammer orientieren über den Autor und Illustrator.
»Aktuelle Forschungsbeiträge des Goethezeitportals« | |
Erstpublikationen | Neupublikationen |
|
|
Der Zeichner und Illustrator Julius Nisle (1812-1850) hat sich in seinem kurzen Leben ausschließlich der künstlerischen Umrisszeichnung als Vorlage für Reproduktionen verschrieben. Schon am Anfang seiner Laufbahn gelang ihm mit der Illustrierung von J. P. Hebels "Allemannischen Gedichten" der große Wurf, den er mit Illustrationsserien zur deutschen klassischen und zeitgenössischen Literatur ausbaute und dabei große Bekanntheit erwarb. Dann bebilderte er erotische Literatur: zunächst Boccaccios "Dekameron" und ab 1845 als Erster die Memoiren Casanovas. Die "Casanova-Galerie", durch die er heute vor allem bekannt ist, wurde seinerzeit konfisziert. Mit zahlreichen Bildbeispielen gibt der Artikel einen Überblick über das Werk.
Lange galt es in der kunsthistorischen Forschung als ausgemacht, dass die Nazarener im Frankreich des 19. Jahrhunderts vor allem durch ihre Stiche bekannt gewesen seien, sehr wenige Franzosen aber wirklich ihre Werke gesehen hätten. Daraus wurde die Schlussfolgerung gezogen, dass der nazarenische Einfluss auf die Pariser Kunstszene vernachlässigt werden könnte. Demgegenüber betont die Studie, dass die Lukasbrüder rege am römischen Kunstleben teilnahmen und selbst auf großes Interesse in den Kunstkreisen und unter den Rombesuchern stießen. Tiefe Einschnitte in den gesellschaftlichen Umgang markierte der Nationalismus der Befreiungskriege 1813/15. Dass die Kontakte mit französischen Künstlern, welche besonders die Freskomalerei der Nazarener studierten, jedoch nicht abbrachen, wird in dieser Arbeit nachgewiesen. Von besonderer Bedeutung waren dabei 'Grenzgänger' zwischen deutschen und französischen Zirkeln in Rom wie Abbé Martin de Noirlieu. Detailliert nachgezeichnet wird die Bedeutung Overbecks für den Ingres-Schüler Hippolyte Flandrin.
Ende der 1770er Jahre malte Angelika Kauffmann in England sechs liebenswerte Tondi um Amor und die Grazien. Dieser Aufsatz geht dem bisher nur behaupteten Einfluss von Metastasios (italienischem bzw. ins Französische übersetzten) Libretto "Die gerächten Grazien" nach und zeigt das Motiv vom bestraften bzw. triumphierenden Amor ferner in weiteren Gedichten, Buchillustrationen und Opern der Zeit auf.
Auf der Seite Chronologie der Nibelungenrezeption finden Sie eine erweiterte Fassung der synoptischen Darstellung der Nibelungenrezeption:
http://www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/rezeption-nibelungen/chronologie-der-nibelungenrezeption.html
Johann Jacob Bodmer wurde am 19. Juli 1698 in Greifensee bei Zürich geboren. Nach dem Besuch der Lateinschule bezog er das die Gelehrtenschule Collegium Carolinum, in dessen Zentrum eine theologische Ausbildung stand. Nach dem Abschluss 1718 reiste Bodmer nach Lyon und Lugano. Seit 1719 war er an der Züricher Staatskanzlei tätig, 1725 wurde er Verwalter, 1731 Professor auf dem Lehrstuhl für Helvetische Geschichte eben am Collegium Carolinum, eine Stelle, die er bis 1775 innehatte. Bekannt wurde er weniger durch seine biblischen und historischen Epen und Dramen als durch seine poetologischen Schriften, in denen er – teilweise in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Johann Jakob Breitinger (1701-1776) – die Bedeutung der Einbildungskraft betonte und sich dadurch in Gegensatz zum streng rationalistischen Poetiker Johann Christoph Gottsched stellte. Bodmer lebte und lehrte ausschließlich in Zürich; gestorben ist er am 2. Januar 1783.
Das von der Universität Duisburg-Essen geförderte und von G. E. Grimm geleitete Projekt widmet sich der Erfassung seltener Rezeptionszeugnisse, die allesamt aus den Beständen des Düsseldorfer Goethemuseums stammen. Einen ersten Überblick über die Ausstellungen im Goethemuseum gewähren die bisher 90 "Anmerkungen", die außer der inhaltlichen Beschreibung der jeweiligen Ausstellung kulturgeschichtlich wichtige Abbildungen enthalten. Neben den Katalogen sind diese Faltblätter, zwischen 8 und 16 Seiten stark, die wichtigste Publikation, die Besucher über Ausstellungen informiert und zugleich einen Zugang zum jeweiligen Thema eröffnet. Vollständig wiedergegeben und erschlossen wird das "Jahrbuch der Sammlung Kippenberg" von 1921 bis 1935, das wichtigste Organ der damaligen Goethe-Philologie. Vollständig digitalisiert liegen zudem seltene "Wertheriana" vor.
Zu den Faltblättern "Anmerkungen"
Zum Jahrbuch der Sammlung Kippenberg
![]() |
(MatrixMedia, Göttingen 2012, 314 Seiten mit farbigen Abb., Preis: 24,90 €, ISBN 978-3-932313-51-6)
Josias von Stein ist bisher nur als Ehegatte von Goethes platonischer Freundin Charlotte von Stein bekannt, als dumpfer „Kopfhänger“ in den Worten Schillers oder als notorischer Verlierer in einigen Sticheleien Goethes, mithin als „ausgestopfte Puppe“ bei Peter Hacks. Der promovierte Historiker Jan Ballweg hat durch umfangreiche Archivstudien diese nie hinterfragten Urteile überprüft. In neuer Sicht erscheint der Weimarer Oberstallmeister dabei nicht nur als gewandter Höfling mit freigeistigen Neigungen, der nach seiner zweijährigen Kavalierstour durch Frankreich sehr schnell in Weimar unter Anna Amalia Karriere machte und Carl August in lebenslanger Männerfreundschaft verbunden blieb, sondern auch als erfolgreicher Gutsherr in Kochberg und durchsetzungsfähiger Manager im fürstlichen Marstall. An der geistigen Befähigung und der klassischen Bildung des studierten Juristen sind weniger Zweifel angebracht als an seinem intellektuellen Ehrgeiz. Er war ein Praktiker aus Überzeugung, der seiner Ehefrau große persönliche Freiräume einräumte, freilich unter ihrem komplizierten Wesen, ihren Depressionen und ihrer Egomanie wohl auch litt. Völlig unbekannt war bisher die Rolle von Josias’ Mutter, der Reichshofrätin Elisabeth Dorothea von Stein, geb. von Rotenhan, die für Kochberg und ihren Sohn wichtiger war als ihre ungeliebte Schwiegertochter. Insofern korrigiert dieses Buch einige immer wieder abgeschriebenen, aber nie überprüften Positionen der Goethe-Literatur.
![]() |
![]() |
Gerhard K. Englert (Herausgeber), Elisabeth Böhm (Autor), Hans-Jürgen Schatz (Sprecher)
Bevor Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) zum berühmten Dichterfürsten der Weimarer Klassik wurde, war er Frankfurter Bürgersohn, Jurastudent, Gerichtsassessor, Liebender, Italienreisender, Zeitschriftenherausgeber und Theaterdirektor. Die Autorin Elisabeth Böhm und der Sprecher Hans-Jürgen Schatz unternehmen in diesem Literatur(ver)führer einen ausgedehnten Spaziergang durch das weit gefächerte, bekannte, beliebte und oft überraschend moderne Werk Johann Wolfgang Goethes und verbinden einzelne Texte auf spannende Weise mit dem Leben des Dichters. Oft und gern gehörten Lieblingstexten treten dabei Textauszüge Goethes an die Seite, die für andere Dichter zum Anknüpfungspunkt wurden oder die wichtige Lebensstationen des Autors poetisch aus- und umgestalten. So erscheint der altbekannte Goethe in neuem Licht und seine wundervollen Texte werden in anregenden Interpretationen lebendig.
»Newsletter des Goethezeitportals« | |
... wußten Sie, daß Damit bietet Ihnen das Goethezeitportal das größte Angebot | |
Wollen Sie auf dem Laufenden bleiben? | |
»Dank an unsere Förderer & Sponsoren« | ||
KunstundKultur.orgIhr Portal für Lifestyle & Kulturmarketing
|
| Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit | Copyright © 2002-2013 Goethezeitportal :: KunstundKultur.org - Ihr Portal für Wissenschafts- und Kulturmarketing |