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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Johann Wolfgang von Goethe: Einblick in sein Leben und Werk

Georg Melchior Kraus: »Goethe« 1775/76

 

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) war Dichter, Kritiker und Naturforscher. Bis heute ist er die bedeutendste Erscheinung der deutschen Literatur geblieben. Nicht nur während der nach ihm benannten Goethezeit, sondern auch für folgende Generationen war und ist er der Inbegriff kultureller Geistigkeit. 

 

 

 

Eine virtuelle Zeitreise durch das Leben und Werk von Friedrich Schiller

 
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) war Dichter, Dramatiker, Historiker, Philosoph, Mediziner und Freiheitskämpfer. Sein Freundschaftsbund mit Goethe, der Austausch mit Herder und Wieland bildeten den Beginn der Weimarer Klassik.

 

 

Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger: Sechs Lieder gedichtet von Fr. Beck als Weihnachtsgabe den Kindern gewidmet von Franz Graf von Pocci

(München November 2016)

Franz Graf von Pocci (1807-1876), der verschiedene Ämter am bayerischen Königshof bekleidete (Zeremonienmeister, Hofmusikintendant, Oberstkämmerer), war ein fantasievoller, produktiver und vielseitiger Schriftsteller, Zeichner, Grafiker, Karikaturist  und Komponist. Zu seinem Freundeskreis gehörte Friedrich Beck (1806-1888). Beide waren Mitglieder der "Gesellschaft für deutsche Altertumskunde von den drei Schilden" (gegründet 1831, 1837 aufgegangen im "Historischen Verein für Oberbayern"), die sich die Erforschung und Wiederbelebung des Mittelalters, insbesondere des Rittertums, zum Ziel gesetzt hatte. Für die erste, 1829 publizierte Gedichtsammlung von Beck hat Pocci das Titelblatt geschaffen. Den hier wiedergegebenen kleinen Zyklus "Im Gebirge" seines Freundes hat er 1836 mit einem Titelbild und sechs Lithographien geschmückt. Die ebenfalls von Pocci stammenden Liedkompositionen mit Klavierbegleitung werden von lithographischen Randzeichnungen umspielt, welche die Motive der Gedichte aufnehmen: Bilder aus dem Leben der bayerischen Gebirgsbauern, gereiht nach den Tageszeiten. "Morgens, Mittags bis zur Nacht / Gottes Werke offen stehn, / Frommes Auge kann sie sehn / In der reichen Wunderpracht", so lauten die Mottoverse. Das Titelbild nutzt einen architektonischen Rahmen, in den Titelei und Mottoverse eingeschrieben sind; zwei kindliche Engel, "Poesie" und "Musica," lobsingen dem Schöpfer dieser schlichten "wunderprächtigen" Welt. Pocci schuf fast jedes Jahr eine Weihnachtsgabe für Kinder.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Franz Graf Pocci: Weihnachtslieder

(München November 2016)

Franz Graf Pocci (1807-1876) war unter drei bayerischen Königen in verschiedenen Stellungen (Oberzeremonienmeister, Hofmusikintendant , Oberstkämmerer) in München tätig. Dem altbayerisch-katholischen Milieu zugehörig, war er in der Gesellschaft wie auch in der Künstlerschaft bestens vernetzt. Pocci war als Dichter, Graphiker und Komponist multimedial tätig. Bekannt wurde er durch volkstümliche, oft humoristische und karikierende Illustrationen, Kinder- und Volkslieder, als Autor und Förderer des Puppenspiels ("Kasperl-Graf") sowie durch seine Mitarbeit an den "Fliegenden Blättern" und den "Münchener Bilderbogen" ("Carricaturen-Raffael"). Das Goethezeitportal publiziert den Zyklus von 13 religiösen, von ihm gedichteten, mit Illustrationen und Randzeichnungen geschmückten Weihnachtsliedern, die 1845 erstmals erschienen. Beigefügt sind Notizen zu Leben und Werk Poccis sowie Literaturangaben und Weblinks.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Franz Graf von Pocci: Das Mährlein von Hubertus und seinem Horn

(München November 2016)

Das Märchen handelt von Hubertus, dem Jungen eines Jägers, der nach dem Tod seines Vaters mit Armbrust und Hüfthorn aus dem Wald "hinaus in's Weltgebraus" zieht. Begleitet wird er von einem Rehlein und einem Finken, zwei zahmen Mitbewohnern seines Vaterhauses, die so klug waren, "daß sie jedes Wörtlein verstunden und in ihrer thierischen Weise beantworteten." Auf dieser Wanderung trifft er auf den Zwergenkönig Alberich, der ihn anwirbt. Mit dem goldenen Schlüssel öffnet er die Türen zu einem Bergwerk, in dem Hubertus eingesperrt wird, um zeitlebens Gold und Edelsteine zu gewinnen. Doch er entdeckt die Zauberkraft seines Hüfthorns: Der "Wunderklang" lähmt den Gnomenkönig und die Arbeiter, die alle in tiefen Schlaf verfallen. Auf seiner Flucht befreit Hubertus die an einen Krystallblock geschmiedete Königstochter, die Alberich sich zur Gemahlin gewählt hat und zur Ehe zwingen will. Mit Hilfe des Vogels und des Rehleins entkommen Hubertus und die Königstochter den Nachstellungen des Zwergenkönigs. Hubertus wird des Königs Eidam und Nachfolger. "Im Königshaus / Das Rehlein springt, / Der Fink der singt, / Das Hörnlein klingt, / Die Mähr' ist aus." Die Publikation wird in Doppelseiten wiedergegeben, die das Zusammenspiel einer linken und einer rechten Seite mit ihren jeweiligen Illustrationen verdeutlichen. Über Franz Graf von Pocci unterrichtet eine Kurzbiographie.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Genua Teil I: Der Hafen

(München Oktober 2016)

Mit ca. 50 alten Ansichten und über 10 Textauszügen aus Reiseberichten, Reiseführern und Lexika wird der Hafen von Genua vorgestellt. Ein Schwerpunkt liegt auf "Genua im Urteil von Friedrich Leopold Graf zu Stolberg" (1750-1819), der sich in seiner "Reise in Deutschland, der Schweiz, Italien und Sicilien in den Jahren 1791-92" längere Zeit in Genua aufhielt.

 "Genua führt den Beynamen la Superba mit Recht. Sie verdient ihn so wohl wegen der prächtigen Lage, als wegen der herrlichen Paläste" (Volkmann). Berühmt ist der Blick vom Meer aus, der den halbkreisförmigen amphitheatralischen Aufbau der unmittelbar am Meer gelegenen See- und Handelsstadt zeigt. "Ihre Lage ist prächtig, und nach der von Neapel unstreitig die schönste in Europa," liest man in Volkmanns Reiseführer, und bei Guy de Maupassant: "Einer der schönsten Anblicke, die einem diese Welt zu bieten hat: Genua vom hohen Meer aus." In den verschiedensten Perspektiven und zu allen Tages- und Jahreszeiten wird der Hafen mit seinen Schiffen, dem bunten Menschengewühl und geschäftigen Treiben vorgestellt.

 Genuas Paläste gelten für die prächtigsten in Italien, weltberühmt ist der Palast der Doria, der von seinem Garten aus "die schönste Aussicht über den Hafen und in's Meer" bietet. Touristenattraktionen wie der Leuchtturm mit seiner "Schneckentreppe von 312 Stufen" werden ausführlich in Bild und Text vorgestellt. Zur Sprache kommen das Arsenal mit seinen Galeerensklaven, berichtet wird von Festivitäten wie der "Erleuchtung" mit Feuerwerk (Girandola) und Kanonade oder der Eröffnung von "Ponte Federico Guglielmo" in Gegenwart des deutschen Kaisers 1905. Berichtet wird aber auch von den engen und verdreckten Gassen, der Armut des Volkes wie dem Niedergang der einst mächtigen Republik, die mit Venedig um die Beherrschung des Mittelmeers konkurrierte, abzulesen am Verfall ihrer Paläste. Weitere Seiten sollen dies ausführlicher behandeln.

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Inge Nunnenmacher: Scheffelkult Teil II

(München Oktober 2016)

Joseph Victor von Scheffel (1826-1886) war bis zum Ersten Weltkrieg einer der meistgelesenen deutschen Dichter. Und nicht nur das: Er war auch einer, den man schon zu seinen Lebzeiten feierte. Denn Scheffel war ein „Star“ und „Kult“ geworden im deutschen Bildungsbürgertum. Erst recht nach seinem Tod 1886 entwickelte sich ein ausgeprägter „Scheffel-Kult“, der im Goethezeitportal in zwei Folgen dargestellt wird. Hier der zweite Teil.

Nicht nur die großen „Scheffelstädte“ huldigten posthum ‚ihrem‘ Dichter. Andere, kleine Orte taten dies ebenso. Denn Scheffel hatte als ein ausdauernd Reisender und Wandernder zahllose Orte besucht und dort oft in Form von Gedichten seine Spuren hinterlassen. Viele dieser Orte wussten es ihm zu danken: Kein anderer deutscher Dichter hat so viele Kleindenkmale und Erinnerungsstätten (auch in Gasthöfen) erhalten wie Scheffel – man begegnete und begegnet ihnen auch heute noch auf Schritt und Tritt! Zahlreiche Ansichtskarten solcher Erinnerungsstätten belegen dies, die hier zusammen mit Hintergrundinformationen vorgestellt werden.

Eine besondere Form des Scheffelkults, auch auf Postkarten verbreitet, war seine Rezeption als „Dichter des fröhlichen Wanderns und harmlosen Genießens“. So liebte man seinen Scheffel, viele kannten ihn nur so.

   Zum Beitrag Teil II

   Zum Beitrag Teil I

 



  Jutta Assel und Georg Jäger:
Das Stuttgarter Schillerdenkmal von Bertel Thorvaldsen

(München September 2016)

Der Stuttgarter Liederkranz feierte ab 1825 am 9. Mai, dem Todestag des Dichters, Schillerfeste und machte es sich zur Aufgabe, Schiller in Stuttgart ein Denkmal zu errichten. Das von Berthel Thorvaldsen gestaltete und von Stiglmaier in München gegossene Standbild wurde am 8. Mai 1839 feierlich enthüllt. Wiedergegeben wird die kritische Besprechung des Schillerdenkmals, wie sie im "Kunst-Blatt", der seinerzeit führenden Kunstzeitschrift, 1839 erschien. Der Artikel ist nicht nur eine fruchtbare Kritik des vielleicht wichtigsten Schiller-Denkmals. Er ist darüber hinaus eine aussagekräftige Quelle für das in diesem Denkmal gestaltete zeitgenössische Schillerbild wie für das Denkmalwesen des 19. Jahrhunderts allgemein. Der Text orientiert über die Umstände der Planung und Herstellung des Denkmals wie über das Fest der Enthüllung. Von besonderem Interesse sind die hier entwickelten ästhetischen Wertmaßstäbe für das Denkmal selbst wie für das Zusammenspiel des Denkmals mit dem Ort seiner Aufstellung, dem alten Schlossplatz in Stuttgart. Die Ausführungen beinhalten auch eine Kritik der Abbildungen, die bereits unmittelbar nach Entstehung des Denkmals vorlagen und das Werk in breiten Kreisen bekannt machten. Ergänzt wird diese Besprechung durch alte Ansichten des Denkmals und Fotos des heutigen Zustandes.

  Zur Dokumentation

 



 Jutta Assel und Georg Jäger: »Blaubart«. Ein Märchen,
erzählt und gezeichnet von Franz von Pocci

(München September 2016)

Das Märchen erzählt von einem Ritter mit blauem Bart, der seine Ehefrauen ermordet. Das Muster des Verbrechens bleibt gleich: Wieder einmal neu verheiratet, bricht der Ritter nach kurzer Zeit zu einer Reise auf und gibt seiner Frau die Schlüssel zu allen Gemächern der Burg. Alle Räume darf sie aufschließen, nur eine Kammer, für die sie gleichfalls den Schlüssel erhält, ist ihr bei Todesstrafe zu öffnen verboten. Die Neugier treibt die junge Frau so lange um, bis sie das Gebot bricht: Im blutgetränkten Raum hängen die Leichen der sechs Ehefrauen, die der Ritter eigenhändig erstochen hat. Als der Ritter überraschend zurückkehrt, den Schlüssel einfordert und Blut auf ihm bemerkt, droht der siebten Ehefrau das gleiche Los. In höchster Not ruft sie ihre Brüder zu Hilfe, die Ritter Blaubart im Kampf töten, die Schwester retten und die Burg zerstören. Pocci erzählt das populäre und in zahlreichen Varianten überlieferte Märchen in der Fassung, in der es die "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm bieten, setzt es jedoch in Verse um und illustriert es reichhaltig.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Das Märlein von Schneeweisschen und Rosenroth. Mit Bildern von Franz Graf von Pocci

(München September 2016)

Das Märchen erzählt von zwei unzertrennlichen Schwestern, Schneeweißchen und Rosenrot, die nach zwei Rosenbäumchen benannt sind, die weiße bzw. rote Rosen tragen. Sie stehen vor dem "Hüttchen" ihrer Mutter, einer Witwe, die mit ihren Mädchen ein bescheidenes und frommes Leben im Einklang mit der Natur führt. Zur Hausgemeinschaft gehören ein Lämmchen und Täubchen; im Winter aufgenommen wird auch ein schwarzer Bär, der sprechen kann und mit den Schwestern spielt und tollt. Drei Mal treffen die Schwestern auf ihren Gängen auf einen hässlichen Zwerg, den sie aus lebensbedrohlichen Situationen retten, zum Dank aber beschimpft werden. Der Zwerg ist nur an der Mehrung seiner Schätze (Gold, Edelsteine, Perlen) interessiert. Zum Verhängnis wird ihm, dass er "auf einem reinlichen Plätzchen" - auf dem er sich unbeobachtet glaubt - einen Sack mit Edelsteinen ausschüttet, um seinen funkelnden Schatz zu genießen. Doch der Bär hat den Zwerg, der auch dessen Schätze geraubt hatte,  ausgemacht und tötet ihn. Sogleich verwandelt sich der Bär in einen Königssohn. "Schneeweißchen ward mit ihm vermählt und Rosenrot mit seinem Bruder, und sie teilten die großen Schätze miteinander, die der Zwerg in seine Höhle zusammengetragen hatte." Illustriert wird das Märchen von Franz Graf von Pocci, der sich mit zahlreichen Werken an Kinder wandte.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Geschichte der Bildpostkarte

(München Februar 2016)

In seinen Bildern stützt sich das Goethezeitportal zu einem großen Teil auf Bild- bzw. Motivpostkarten. Übergreifende Fragen und Rahmenbedingungen der Kartenkultur und Kartenwirtschaft wurden bislang nur im Zusammenhang einzelner Seiten thematisiert. Das vorliegende Projekt mit Vorstudien und Dokumenten zu einer Geschichte der Bildpostkarten bis 1933 soll zentrale Bereiche zusammenhängend thematisieren: Varietäten, Gestaltung und Herstellung, Marktverhältnisse, Reklame und Propaganda, rechtlicher Rahmen, Pornografie und Zensur u.v.m. Je nach Fortschritt unserer Arbeiten werden weitere Seiten folgen und vorliegende Seiten ergänzt werden. Eine breit angelegte, von Zeit zu Zeit zu aktualisierende Bibliographie ist als Arbeitsinstrument angelegt. Der dokumentarische Anhang gibt oft schwer erreichbare Quellentexte wieder.

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Wolfgang Braungart: Aufklärungskritische Volksaufklärung. Zu Jeremias Gotthelf

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Wolfgang Braungart und Silke Jakobs: Staunen und Hingabe. Zur Ästhetik des Wissens seit dem 18. Jahrhundert

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Fritz Helmuth Ehmcke: Adventzauber

Der Typograph, Buchkünstler, Werbegraphiker und Designer Fritz Helmuth Ehmcke (1878-1965) stellt eine Auswahl vorbildlich grafisch gestalteter Glückwünsche zu den "Festtagen des scheidenden und kommenden Jahres" vor. Ehmcke sieht darin eine "Gelegenheitskunst", die der volkstümlichen "Schriftkultur" entstammt. Deren Tradition sei "in den letzten Jahrzehnten von den Künstlern bewusster als je wieder aufgenommen worden."

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Waltraud Maierhofer: Die Titelkupfer von Moritz Retzsch zu Goethes Ausgabe letzter Hand

Der Beitrag ergänzt die wertvolle Untersuchung von Andrew Piper (Dreaming in Books, 2009) zur Bedeutung von Werkausgaben im frühen 19. Jahrhundert, insbesondere Goethes Ausgabe letzter Hand. Ihr Ergebnis wird im Folgenden um ein wichtiges Element erweitert, mit dem die Ausgaben wesentlich dazu beitrugen, einen literarischen Kanon mit nationalen Dichtern und dauerhaften Werken zu errichten, Autoren zu monumentalisieren und der neuen Massenproduktion von Literatur ein Bewusstsein nationalen Erbes entgegenzustellen, das auch von politischer Bedeutung war.

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Ludwig Geiger: Die deutsche Napoleonkarikatur und Napoleondichtung

Der Kulturhistoriker Ludwig Geiger (1848-1919) stellt in seinem hier wiedergegebenen Aufsatz Karikaturen auf Napoleon vor. Unter Karikaturen versteht er "die Rache der Kleinen an dem Großen, solange er mächtig ist,[ bzw.] das Triumphgefühl der Befreiten über den, der am Boden liegt". Der Beitrag beschreibt einleitend die Karikaturen, welche sich die Völker voneinander machten, und geht sodann anhand von Friedrich Schulzes Werk "Die deutsche Napoleon-Karikatur" (1916) auf Napoleon als "Opfer der Karikatur" ein. Gern behandelt wurde das Scheitern Napoleons in Spanien und Russland, lebhaft wurde der Jubel nach der Niederlage Napoleons in der Leipziger Völkerschlacht. Als Napoleon nach St. Helena verbannt war, machte sich der Hass auf ihn geltend. Besondere Beachtung erfahren witzige Zeichnungen von Gottfried Schadow, dem Berliner Bildhauers, von dem mehrere Karikaturen beschrieben und einige auch abgebildet werden. Der Aufsatz reiht den Bildkarikaturen poetische Zeugnisse an, die "Zerrbilder des Besiegten und des Gefallenen" entwerfen. Aufgezeigt wird dabei der Spielraum literarischer Formen, denen sich die antinapoleonische Dichtung bediente. Mit der Verbannung Napoleons begann die Stimmung umzuschlagen; nach seinem Tod setzte eine Apotheose ein. "Anstatt eines kostbaren Mausoleums ist die Klippe, auf der er starb, sein Monument, schreckhaft und groß wie sein Schicksal", schreibt Friedrich Lehne, ehemaliger Mainzer Revolutionär.

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Schätze aus dem Düsseldorfer Goethemuseum

Das von der Universität Duisburg-Essen geförderte und von G. E. Grimm geleitete Projekt widmet sich der Erfassung seltener Rezeptionszeugnisse, die allesamt aus den Beständen des Düsseldorfer Goethemuseums stammen. Einen ersten Überblick über die Ausstellungen im Goethemuseum gewähren die bisher 90 "Anmerkungen", die außer der inhaltlichen Beschreibung der jeweiligen Ausstellung kulturgeschichtlich wichtige Abbildungen enthalten. Neben den Katalogen sind diese Faltblätter, zwischen 8 und 16 Seiten stark, die wichtigste Publikation, die Besucher über Ausstellungen informiert und zugleich einen Zugang zum jeweiligen Thema eröffnet. Vollständig wiedergegeben und erschlossen wird das "Jahrbuch der Sammlung Kippenberg" von 1921 bis 1935, das wichtigste Organ der damaligen Goethe-Philologie. Vollständig digitalisiert liegen zudem seltene "Wertheriana" vor.

   Zu den Wertheriana

   Zu den Faltblättern "Anmerkungen"

   Zum Jahrbuch der Sammlung Kippenberg

 

 

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