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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Informationen über Goethe und die Kunst und Kultur der Goethezeit

Glanzpunkte im Goethezeitportal


 Jutta Assel und Georg Jäger: Palermo. Land und Leute

(München März 2014)

Auf seiner "Italienischen Reise" fuhr Goethe 1787 von Neapel aus mit dem Schiff nach Palermo, wo er am 1. April landete. Bis zum 18. April hielt er sich in der Hauptstadt Siziliens auf und brach von hier aus zu einer Reise quer durch die Insel, mit Segesta als nächstem Ziel, auf. Als Begleiter wählte sich Goethe Johann Heinrich Kniep (1755-1825), der für ihn vor allem die Landschaft, aber auch Baudenkmäler in Zeichnungen festhielt und ihn im Aquarellieren unterwies. Die Zeichnungen gingen in Goethes Besitz über. Die hier vollständig wiedergegebenen Tagebucheinträge Goethes während seines Palermo-Aufenthaltes werden um ausgewählte Erinnerungen und Reiseberichte ergänzt. Dadurch vergrößert sich die Vielfalt der Themen, Reflexionen und Standpunkte; Goethes Sichtweise gewinnt im Vergleich an Kontur. Die Bilddokumente, meist auf frühen Ansichtskarten, werden als eigenständige Quellen behandelt, die den Texten anschauliche Informationen zur Seite stellen.

   Folge I: Palermo. Land und Leute

 

 



 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Has, Has, Osterhas, Bring doch meinem Kindle was! Bilder, Texte und Brauchtum. Eine Seite zu Ostern 2014

(München März 2014)

Die Seite zu Ostern 2014 ist den Osterhasen gewidmet. Sie bringt zahlreiche Bilder, Gedichte, Fingerspiele und erinnert an altes Brauchtum. Symbolisch weist der Osterhase zum einen auf das Wiedererwachen der Natur, denn er steht für Fruchtbarkeit und Zeugungskraft. Zum anderen steht er aber auch für Christus und ist dem Osterlamm (Lamm Christi) verwandt. Die Bilder, alten Motivpostkarten entnommen, wie auch die Ostergedichte zeichnen sich durch einen spielerischen Umgang mit dem Osterbrauchtum und witzigen bildlichen und motivischen Erfindungen aus. An einzelnen Fotopostkarten lässt sich beobachten, wie professionelle Fotoateliers vorgingen - wie mit gemalten Szenerien, mit Stofftieren usw. gearbeitet wird, wie montiert wird, indem fotografierte Personen oder Gegenstände in gezeichnete oder aquarellierte Szenerien einkopiert werden u.a.m. Mit Bildern frei gespielt wird auch in den von Kindern und Laien gestalteten Bildern auf Postkarten.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Friedrich Preller der Ältere: Odyssee-Landschaften

(München Februar 2014)

Der Maler und Radierer Friedrich Preller d. Ä. (1804-1878) hat die "Odyssee" mehrfach illustriert. Die weiteste Verbreitung fanden die 16 Wandbilder, die im Auftrag des Großherzogs von Weimar entstanden, und im 19. Jahrhundert jedem humanistisch Gebildeten bekannt waren. Das Goethezeitportal publiziert Farbaufnahmen dieser Wandbilder und fügt Beschreibungen der einzelnen Illustrationen bei. In eigenen Kapiteln wird Preller vorgestellt und seine Beziehung zu Goethe skizziert, der zum Förderer und Mentor des idealistischen und klassizistischen Künstlers wurde. Über Jahrzehnte wirkte Preller in der Weimarer Mal- und Zeichenschule im Sinne der "Weimarer Kunstfreunde" Goethe und Heinrich Meyer.

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  Jutta Assel und Georg Jäger:
Orte kultureller Erinnerung: Hexentanz auf dem Brocken. Walpurgisnacht

(München Januar 2014)

Die dritte Folge der Brocken-Seiten befasst sich mit dem Hexentanz und der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg. Das Goethezeitportal vereinigt Bilder von Hans Baldung Grien und Praetorius' "Blockesberges-Verrichtung" ("the quintessential witches' sabbat") bis zu Felicien Rops und Albert Welti. Einen Schwerpunkt bilden die fantasievollen und witzigen Illustrationen auf Postkarten. Beigegeben sind historische Texte von Grimmelshausen und aus mehreren Sagensammlungen sowie Gedichte von Ludwig Hölty und Willibald Alexis. Goethe hat sich in der Ausgestaltung der Walpurgisnacht im "Faust I" von historischen Bild- und Textdokumenten anregen lassen, wie umgekehrt seine Dichtung nachfolgende Bearbeitungen des Hexentreibens beeinflusste.

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Ein Dossier zu Friedrich Schiller

Eine virtuelle Zeitreise durch das Leben und Werk von Friedrich Schiller

 
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759-1805) war Dichter, Dramatiker, Historiker, Philosoph, Mediziner und Freiheitskämpfer. Sein Freundschaftsbund mit Goethe, der Austausch mit Herder und Wieland bildeten den Beginn der Weimarer Klassik.

 

 

Waltraud Maierhofer:
 Die Reineke-Fuchs-Radierungen von Johann Heinrich Ramberg

Reineke FuchsDas Epos vom schlauen Fuchs Reineke reicht bis ins Mittelalter zurück. Der Fuchs wird wegen seiner Bosheiten, Streiche und Übeltaten vor dem König der Tiere angeklagt, rettet sich aber durch Tricks und Lügengeschichten und wird am Ende vor seinen Anklägern sogar ausgezeichnet. 1794 hat Goethe die heute bekannteste Bearbeitung des Epos geschaffen. Der Hannoveraner Hofmaler Johann Heinrich Ramberg hat 1826 im Selbstverlag eine eigene Bilderfolge Reineke Fuchs publiziert, 30 Radierungen und ein Titelblatt. Es ist wenig bekannt, dass Rambergs Radierungen ursprünglich nicht Goethes Versepos, sondern die einfachere, volkstümlichere Übersetzung in Knittelversen von Dietrich Wilhelm Soltau (1803) ergänzen sollte, die ebenfalls Reineke Fuchs betitelt ist. Die 3. Auflage von Rambergs Stichen (1873) enthielt im unteren Plattenrand Hinweise auf die zum Bild gehörenden Textstellen in den Bearbeitungen von Soltau und Goethe, da sich in der Zwischenzeit Goethes Hexameter-Epos als weit populärer erwiesen hatte. Nach dieser Ausgabe (Exemplar in Privatsammlung, Fotos ©Waltraud Maierhofer) wurden die folgenden Abbildungen reproduziert.

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Empfehlungen der Redaktion

Hermann Gilow: Das Homburgbild im Kronprinzlichen Palais in Berlin und Kleists "Prinz von Homburg" Hermann Gilow: Das Homburgbild im Kronprinzlichen Palais in Berlin und Kleists "Prinz von Homburg"

Der Bildungshistoriker und Philologe Hermann Gilow stellt das Historienbild "Friedrich Wilhelm der Große, Kurfürst von Brandenburg, und der Prinz von Hessen-Homburg nach der Schlacht bei Fehrbellin" von Carl Kretschmar vor. Es verdankt seine Entstehung dem Aufruf von König Friedrich Wilhelm III. an die Berliner Künstler von 1799, "dass sich dieselben vorzüglich mit Darstellungen aus der brandenburgischen Geschichte beschäftigen möchten". Demnach stellte die Berliner Akademie der Künste 1800 als historische Preisaufgabe "die Darstellung des Vorgangs, wie der Große Kurfürst nach der siegreichen Schlacht bei Fehrbellin dem Landgrafen von Hessen-Homburg, welcher gegen den ausdrücklichen Befehl die schwedischen Vor-posten angegriffen hatte, Verzeihung gewährt". Kretschmar gewann den Preis. Das im Kronprinzlichen Palais in Berlin im Treppenhaus aufgehängte Bild geriet in Ver-gessenheit und wurde mit vorliegendem Aufsatz wiederentdeckt. Gilow analysiert die Komposition und erwägt die Möglichkeit, dass dieses Historienbild Heinrich von Kleist bei seinem Drama "Prinz von Homburg" vor Augen stand.

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Max Rubensohn: Das wiedergefundene Bildnis des jungen Schiller Max Rubensohn: Das wiedergefundene Bildnis des jungen Schiller

Der Philologe Max Rubensohn (1864-1913) stellt 1910 ein seinerzeit wieder aufgefundenes authentisches Bildnis des jungen Schiller vor. Es stammt von Jakob Friedrich Weckerlin (1761-1815), der damals, als er Schiller malte, Zögling der Kunstabteilung der Karlsschule war. Der Aufsatz gibt Auskunft über die Provenienz des Brustbildes, würdigt es ("wundervolle jugendliche, fast knabenhafte Frische") und beschreibt detailliert "alle charakteristischen Merkmale des Dichterkopfes".

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Georg Rietschel: Das Goethe-Schiller-Denkmal in Weimar. Zur Geschichte seiner Entstehung. Mit Briefen Rietschels, Rauchs, König Ludwigs I. von Bayern, Großherzog Karl Alexander von Sachsen-Weimar und andern. Mit sechs Abbildungen und einer Briefbeilage des Großherzogs Karl Alexander von Sachsen-Weimar nach der Originalhandschrift

Goethe Schiller Denkmal

Georg Rietschel (1842-1914), Sohn des Bildhauers, stellt die Geschichte des Doppeldenkmals detailliert und mit ausführlichen Zitaten der zeitgenössischen Diskussion dar - wobei er auf Briefe aus dem Besitz der Familie zurückgreifen kann. Er unterrichtet über die Denkmalsidee und die verschiedenen Ideenskizzen, die Wahl des Aufstellungsplatzes, die Kostümfrage (antike oder zeitgenössische Gewandung, Hofanzug oder Hauskleid), Finanzierung, Gussort (Berlin oder München) u.a.m. Diskutiert wurde, wie das Doppeldenkmal die beiden Dichter charakterisieren und zueinander in Beziehung setzen sollte. Dabei kommen neben den Bildhauern der Großherzog Karl August von Sachsen-Weimar, König Wilhelm IV. von Preußen sowie König Ludwig I. von Bayern mit seinen Forderungen zu Wort, die dazu führten, dass Rauch zurücktrat und Rietschel die Aufgabe übertragen wurde. Wie aus einem Schreiben an König Ludwig hervorgeht, wollte Rietschl "in Goethe die selbstbewusste Größe und klare Weltanschauung in möglichst ruhiger und fester Haltung, sowie Schillers kühnen, strebenden, idealen Geist durch mehr vorstrebende Bewegung und etwas gehobenen Blick" charakterisieren.

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Schätze aus dem Düsseldorfer Goethemuseum

Das von der Universität Duisburg-Essen geförderte und von G. E. Grimm geleitete Projekt widmet sich der Erfassung seltener Rezeptionszeugnisse, die allesamt aus den Beständen des Düsseldorfer Goethemuseums stammen. Einen ersten Überblick über die Ausstellungen im Goethemuseum gewähren die bisher 90 "Anmerkungen", die außer der inhaltlichen Beschreibung der jeweiligen Ausstellung kulturgeschichtlich wichtige Abbildungen enthalten. Neben den Katalogen sind diese Faltblätter, zwischen 8 und 16 Seiten stark, die wichtigste Publikation, die Besucher über Ausstellungen informiert und zugleich einen Zugang zum jeweiligen Thema eröffnet. Vollständig wiedergegeben und erschlossen wird das "Jahrbuch der Sammlung Kippenberg" von 1921 bis 1935, das wichtigste Organ der damaligen Goethe-Philologie. Vollständig digitalisiert liegen zudem seltene "Wertheriana" vor.

   Zu den Wertheriana

   Zu den Faltblättern "Anmerkungen"

   Zum Jahrbuch der Sammlung Kippenberg

 

 

»Unser Buch-/CD-Tipp der Woche«


Klaus-W. Haupt: „Johann Winckelmann. Begründer der klassischen Archäologie und modernen Kunstwissenschaften“

Am 29. März 1787 nahm Johann Wolfgang von Goethe Abschied vom lebendigen, in allen Farben glänzenden Neapel. Der Vesuv und der Posillipo verloren sich für sechs Wochen aus seinen Augen. In Begleitung des Künstlers Christoph Heinrich Kniep segelte er nach Sizilien. In Catania führte ein Abbé die Gäste durch das Museum des Prinzen Biscari, „wo marmorne und eherne Bilder, Vasen und alle Arten solcher Altertümer beisammenstehen“. Dann zeigte ihnen der Prinz persönlich seine berühmte Münzsammlung. „Ich lernte wieder und half mir am Winckelmannischen Faden, der uns durch die verschiedenen Kunstepochen durchleitet, so ziemlich hin“, notierte Goethe zufrieden. Achtzehn Jahre später widmete er dem Begründer der klassischen Archäologie und neueren Kunstwissenschaften seine Aufsatzsammlung Winckelmann und sein Jahrhundert.

Dieses Buch versucht dem Leser eine ungewöhnliche Persönlichkeit nahezubringen. Begeben Sie sich auf die Reise zu den Schauplätzen in Preußen, Sachsen, Rom und am Golf von Neapel.

Das reich illustrierte Sachbuch erscheint am 20. März 2014 bei der Weimarer Verlagsgesellschaft 2014 / Fourierverlag GmbH Wiesbaden, ISBN 978-3-86539-718-8
Weitere Informationen unter www.weimar-lese.de


Patrick Peters: "Männer aus dem Hain. Studien zur Männlichkeitskonstruktion in der Lyrik der Göttinger Hainbündler"

Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin entwickeln sich in der deutschen Literatur durch die Verschärfung der Geschlechterdifferenz neue Perspektiven auf Männlichkeit, und die Konstruktion von Geschlecht nimmt in literarischen und theoretischen Texten mehr und mehr Raum ein. Dies gilt in besonderem Umfang für die Lyrik der Göttinger Hainbündler, einer vorrangig deutsch-national gesinnten Gruppe von Dichtern im Umfeld der Göttinger Universität zwischen 1772 und 1775, die Männlichkeit qualitativ und quantitativ als Dichtungsmerkmal einsetzt. Die Arbeit untersucht die Männlichkeitskonstruktion und -inszenierung in den verschiedenen Diskursen der Hainbündler (Vaterland, Kunst, Freundschaft, Liebe und Erotik), erschließt die verschiedenen ‚Typen’ von Männlichkeit, die in der Lyrik der Göttinger entworfen werden, und setzt diese Erkenntnisse in Beziehung zur Männlichkeitstheorie, Anthropologie und zeitlich benachbarten literarischen Texten, um die Ergebnisse somit in einen größeren Kontext einordnen zu können. Besonderes Interesse gilt auch einer allgemeingültigen Einführung in Struktur, Denken und Werk der Gruppe. Der Arbeit zugrunde gelegt ist das umfangreiche Corpus der Göttinger Hainbündler, das bisher wissenschaftlich kaum erschlossen ist.

408 Seiten, 35,99 Euro, ISBN 978-3-939556-41-1


Buch bestellen: www.oldib-verlag.de/html/manner_aus_dem_hain.html 

Weitere Informationen: www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/goettinger-hain.html 

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