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Robert Stalla | Bettina Hausler

Porträts der Goethezeit

Aus der Druckgraphiksammlung
des Kunsthistorischen Instituts
der Ludwig-Maximilians-Universität München

Eingestellt: September 2004
Optimiert für Internet Explorer 6.0



Vgl. Nr. 14.




 

Die hier gezeigte Auswahl von 20 Porträts der Goethezeit gehört zum Porträtbestand der Druckgraphiksammlung des Kunsthistorischen Instituts der LMU München. Er umfaßt 685 Blätter des 16. bis 18.Jahrhunderts in den verschiedensten Techniken (Aquatinta, Crayonmanier, Holzschnitt, Kupferstich, Punktiermanier, Radierung, Schabkunst). Dieser Teilbestand wurde seit 1998 in einer von Prof. Dr. Robert Stalla geleiteten, EDV-gestützten Inventarisierung von Dr. Bettina Hausler erfasst und wird derzeit von Ann Katrin Bäumler M.A. mit biographischen Hinweisen ergänzt.

Die Geschichte der Druckgraphiksammlung des Kunsthistorischen Instituts der Universität München reicht ins Jahr 1803 zurück, als per Dekret des bayerischen Kurfürsten Max IV. Joseph eine Vorbildersammlung für die Lehre der Ästhetik an der Universität Landshut angekauft wurde. Sie diente als "Hülfsmittel zu den Vorlesungen über die bildenden Künste". Die Sammlung kam 1826 mit der Verlegung der Universität nach München, wo sie bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zu Lehrzwecken verwendet wurde. Nach 1900 in ihrer Bedeutung als Unterrichtsmittel von den neuen und billigeren Bildmedien Fotografie und Diapositiv verdrängt, geriet die vielfach dezimierte Sammlung in Vergessenheit.

1993 begann unter der Leitung von Prof. Stalla die Reaktivierung und Reorganisation der Sammlung sowie gemeinsam mit Studierenden des Instituts für Kunstgeschichte ihre wissenschaftliche Bearbeitung.

1997 stellte die Universitätsgesellschaft anlässlich des 75-jährigen Stiftungsfestes der Universität einen Betrag von 100 000.- DM zur Verfügung, mit dem umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt und die Computerinventarisierung eingeleitet werden konnten. 1999 – anlässlich des 90-jährigen Jubiläums des Kunsthistorischen Instituts – wurden in der gemeinsam mit Studierenden erarbeiteten Ausstellung "Es muß nicht immer Rembrandt sein. Die Druckgraphiksammlung des Kunsthistorischen Instituts München" erstmals Hauptwerke der Öffentlichkeit präsentiert (Haus der Kunst, 2. 7. - 1. 8. 1999; Galerie im Rathaus Landshut, 16. 1. - 27. 2. 2000; Städtische Galerie Rosenheim, 17. 11. 2000 - 7. 1. 2001). In Verbindung damit fand das Symposium "Druckgraphik - Funktion und Form" statt (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, 2. - 3. 7. 1999).

 

Publikationen:

  • Es muß nicht immer Rembrandt sein ...: die Druckgraphiksammlung des Kunsthistorischen Instituts der Universität München; Haus der Kunst München, vom 2.7. bis 1.8.1999 ... / Hrsg. von Robert Stalla. München: Deutscher Kunstverlag 1999.
    ISBN: 3-422-06277-7
  • Druckgraphik - Funktion und Form. Vorträge beim Symposium zur Ausstellung "Es muss nicht immer Rembrandt sein - die Druckgraphiksammlung des Kunsthistorischen Instituts München vom 2. bis 3. Juli 1999". Hrsg. von Robert Stalla. München: Deutscher Kunstverlag 2001.
    ISBN: 3-422-06296-3






Zur Beachtung:
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1. Johann Friedrich Bause

 

Kupferstich, 1760/1788 – Künstler: Anton Graff – Stecher: Friedrich Grögory – Höhe: 16,2 & 15,5 (Plattenrand) & 13,6 (Bildgröße); Breite: 11,2 & 10,5 (Plattenrand) & 8,8 (Bildgröße).

Männliches Brustbild, wobei der Körper in Frontalansicht zu sehen ist, während der Kopf sich vom Betrachter aus nach rechts wendet. Der Dargestellte trägt ein weißes Hemd mit Stehkragen, das von einem lose geschlungenen Tuch zusammengehalten wird. Darüber ist er mit einer zweireihigen, dunklen Jacke bekleidet. Eine turbanartige Mütze bedeckt den Kopf des Dargestellten, nur im Nacken kann man einige Haare erkennen. Das Porträt ist mit sehr feinen Linien gestochen. Ein ovaler Rahmen umgibt das Brustbild. Dieser wirkt plastisch und ist zweimal profiliert. Ein Nagel scheint sowohl das Bild als auch eine Art Lorbeerranke zu halten, die links und rechts auf dem Rahmen zum Liegen kommt. Rahmen und Wand sind mit der selben Linienführung gestaltet. Unterhalb des Bildes findet sich eine ebenfalls plastisch wirkende Inschriftentafel, die folgenden Text enthält: "I. Fr. BAUSE." Bei dem Dargestellten handelt es sich um den Künstler Bause. – Thieme-Becker, Bd. XV, S. 64.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Johann Friedrich Bause, dt. Radierer und Kupferstecher (03.01.1738, Halle - 05.01.1814, Weimar).

Bause arbeitete zunächst in seiner Vaterstadt als Kupferstecher für Buchhändler. 1759 ging er nach Augsburg, wo er für Johann Jakob Haid tätig war und die Porträtstiche Johann Georg Willes kennenlernte (vgl. Nr. 20), die er zum Vorbild seiner eigenen Arbeiten nahm. 1766 ließ er sich in Leipzig nieder; dort wurde er durch Vermittlung Adam Friedrich Oesers (vgl. Nr. 13) Mitglied der einige Jahre zuvor gegründeten Akademie der Künste. Zudem war Bause Mitglied der kursächsischen Akademien in Leipzig und Dresden, seit 1786 Ehrenmitglied der Akademie der Künste in Berlin, seit 1796 Ehrenmitglied der Académie des beaux-arts in Stockholm und seit 1805 kursächsischer Professor. Nach Reisejahren übersiedelte er 1813 infolge der Napoleonischen Kriegsnöte mit seiner Familie nach Weimar. Bause hat zahlreiche Bildnisse der geistigen und literarischen Größen seiner Zeit im Stich festgehalten. Goethe kannte ihn schon von früher her. Aus dessen Briefen an Frau von Stein vom 25.12.1782 sowie an Schiller vom 04.05.1800 geht hervor, dass er Bause mehrere Male in Leipzig besucht hatte.

Sonstiges: Bei Nagler konnte der Stecher nicht gefunden werden. Die Datierung ergibt sich aus den Lebensdaten des Stechers, die bei Thieme-Becker angegeben sind.




2. Johann Friedrich Bause

 

Kupferstich, 1795 – Künstler: Anton Graff – Stecher: Ignaz Sebastian Klauber – Verleger: Johann Friedrich Frauenholz – Herstellungsort: Augsburg – Höhe: 36,6 & 34,2 (Bildgröße); Breite: 26,0 & 24,9 (Bildgröße) – Am Plattenrand beschnitten.

Männliches Brustbild, wobei der Körper nahezu in Frontalansicht, der Kopf in starker Dreiviertelansicht nach rechts gezeigt wird. Der Porträtierte trägt eine turbanartige Mütze auf dem Kopf. Bekleidet ist er mit weißem Hemd und lose geschlungener Halsbinde, darüber liegt eine doppelreihige Jacke. Das Bildnis ist in einen ovalen Rahmen eingepasst. Dieser scheint aus einem rechteckigen Wandfeld ausgestanzt worden zu sein. Eine Schrifttafel nennt den Namen des Porträtierten: "I. F. BAUSE." Außerhalb des eigentlichen Bildfeldes steht am linken unteren Bildrand der Name des Malers: "gemalt von A. Graff.", am rechten unteren Bildrand der Name des Stechers: "gestochen von I. S. Klauber zu Augsburg 1795." Mittig findet sich die Adresse des Verlegers: "bey J. F. Frauenholz zu Nürnberg." – Nagler, Bd. VII, S. 476 ff.

Kurzbiografie des Dargestellten vgl. Nr. 1.

Sonstiges: Das vorliegende Blatt wird bei Nagler, Bd. VII, S. 477, unter der Nummer 5 aufgeführt.




3. Gottfried August Bürger

 

Kupferstich & Radierung, 1766/1789 – Künstler: Johann Heinrich Klinger – Stecher: Johann Heinrich Klinger – Herstellungsort: Nürnberg – Höhe: 16,5 & 15,9 (Plattenrand) & 14,5 (Bildgröße); Breite: 12,4 & 11,9 (Plattenrand) & 9,9 (Bildgröße).

Männliches Brustbild im Profil, vom Betrachter aus gesehen nach rechts gerichtet. Der Dargestellte trägt eine Zopfperücke mit einer Lockenrolle über dem Ohr. Bekleidet ist er mit einem weißen Hemd mit Rüschenbesatz, darüber mit einem Rock. Das Bild ist oval gerahmt, wobei der Name des Porträtierten auf der Rahmung steht. Das Bildnis ist vor einer profilierten Mauer aufgestellt und scheint unten auf einem Gesims mit vorkragendem Podest zu ruhen. Eine Efeuranke wächst am Sockel empor, an dem auch eine Lyra lehnt, durch deren Seiten ein Lorbeerzweig geflochten wurde. Der Name des Künstlers befindet sich außerhalb des eigentlichen Bildfeldes: "J. H. Klinger sculp. Nornb:" (rechts unten). – Nagler, Bd. VII, S. 507.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Gottfried August Bürger, dt. Dichter (31.12.1747 Molmerswende - 08.06.1794 Göttingen).

Bürger gilt als eine der literarischen Hauptgestalten des deutschen Sturm und Drangs im 18. Jahrhundert. Er studierte bis 1766 an der theologischen Fakultät der Universität Halle. Ab 1768 belegte er Jura in Göttingen. Dort lernte Bürger Hölty, Leisewitz, Voss, die Brüder Stolberg und andere Mitglieder des 1772 gegründeten Hainbundes kennen. 1784 wurde er Privatdozent an der Göttinger Universität, wo er bis zu seinem Tode Vorlesungen über Ästhetik, Stilistik, deutsche Sprache und Philosophie hielt. 1787 Ehrendoktor, 1789 zum außerordentlichen Professor ernannt. Bürger war ein Literatenfreund Goethes.

Sonstiges: Die Datierung der Graphik ergibt sich aus den Lebensdaten des Stechers.




4. Daniel Nikolaus Chodowiecki

 

Kupferstich, vor 1803 – Künstler: Adrian Zingg – Stecher: Christian Gottlieb Geyser – Herstellungsort: Leipzig (?) – Höhe: 14,7 & 13,8 (Bildgröße); Breite: 8,8 & 7,8 (Bildgröße) – Beschnitten.

Männliches Brustbild im Profil, vom Betrachter aus nach links gerichtet. Dieses Porträt wird von einem ovalen Rahmen eingefasst, der die Inschrift trägt: "D. CHODOWIECKI". Bei dem Dargestellten handelt es sich um den Künstler Daniel Chodowiecki, worauf auch die Attribute im unteren Bildfeld hinweisen: Malerpalette, Malutensilien und ein Gemälde (Frau mit zwei Kindern unter einem Baum). Chodowiecki trägt eine gepuderte Zopfperücke mit kunstvoll geschwungenen Rollen über den Ohren, dazu Rock und Halsbinde. Das gesamte Blatt ist sehr sorgfältig gestochen. – Nagler, Bd. V, S. 397 f.; Thieme-Becker, Bd. XIII, S. 514.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Daniel Nikolaus Chodowiecki, dt. Maler und Radierer (16.10.1726 Danzig - 07.02.1801 Berlin).

Chodowiecki erhielt zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Seinen Lebensunterhalt verdiente er aber mit Miniaturmalereien auf Emailledosen. Berühmt wurde Chodowiecki vor allem als Graphiker. Sein Werk umfasst mehr als 2000 Radierungen und über 4000 Handzeichnungen. 1764 wurde er an der Berliner Akademie der Künste aufgenommen, die ihn 1797 zum Direktor wählte. Chodowiecki war einer der Hauptillustratoren von Goetheschen Werken.

Sonstiges: Es gibt noch mehrere Familienmitglieder, die eventuell als Autoren dieses Blattes in Frage kämen. Da Nagler jedoch ein Bildnis Chodowieckis bei Christian Gottlieb Senior erwähnt, wird dieser als Urheber der Graphik angenommen.




5. Anton Graff

 

Kupferstich, vor 1818 – Künstler: Anton Graff – Stecher: (Pater) Koloman Fellner – Herstellungsort: Lambach (?) – Höhe: 12,9 & 12,1 (Plattenrand); Breite: 9,6 & 9,0 (Plattenrand).

Ein männliches Brustbild ist in einen ovalen Rahmen eingefügt. Der Körper des Dargestellten ist nach rechts gewendet, jedoch vom Betrachter noch in Dreiviertel-Ansicht zu sehen. Der Kopf ist im Profil gezeigt und blickt nach rechts. Der Dargestellte trägt eine Zopfperücke, die eine hohe Stirn frei lässt. Die Jacke des Dargestellten ist geschlossen, nur das weiße, kunstvoll geknotete Halstuch ist noch zu erkennen. Wie die Inschrift unter dem Oval zeigt, handelt es sich um Anton Graff: "Antoin Graff / Peintre de la Cour de Saxe." Kaum zu erkennen ist die Bezeichnung, die genau der Form des Ovals folgt: "Anton. Graff se ipsum del. 1784 P. Coloman Felner Or. S. B. sculpsit". Das Blatt ist in einem Braunton abgedruckt. – Nagler, Bd. IV, S. 486; Thieme-Becker, Bd. XI, S. 374.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Anton Graff, schweizer. Bildnismaler, Miniaturist und Radierer (18.11.1736, Winterthur - 22.06.1813, Dresden).

Graff besuchte die Zeichenschule in Winterthur. 1756/57 ging er in die Lehre bei dem Kupferstecher Johann Jakob Haid in Augsburg. 1759 bis 1765 arbeitete Graff als selbständiger Bildnismaler in Augsburg. Seit 1766 Mitglied, seit 1788 Professor der Porträtmalerei an der Kunstakademie Dresden, wo er als kurfürstlich sächsischer Hofmaler tätig war. 1783 wurde er Ehrenmitglied der Berliner Kunstakademie. Im Zuge der Aufklärung bemühte sich Graff um einen neuen, über das Standesporträt des Rokoko hinausreichenden Porträttypus. Goethe kannte und schätzte Graff, ließ sich jedoch nie von ihm porträtieren.




6. Albrecht von Haller

 

Kupferstich, 1701/1800 – Künstler: (Gottlieb Lebrecht?) Crusius – Stecher: (Gottlieb Lebrecht?) Crusius – Herstellungsort: Leipzig (?) – Höhe: 16,0 & 15,5 (Bildgröße); Breite: 9,0 – Beschnitten.

Halbfiguriges, männliches Porträt. Der Dargestellte hat sich leicht nach rechts gedreht und blickt auch in diese Richtung. Er scheint an einem Tisch zu sitzen oder zu stehen. Sein linker Arm liegt mit der nach oben geöffneten Hand auf einem aufgeschlagenen Buch auf dem Tisch. Seine rechte Hand hat er lässig in seine Rocktasche gesteckt. Es scheint so, als hätte er sein rechtes Bein angewinkelt. Der Mann trägt eine Lockenperücke, die ihm auf die Schultern fällt. Über einem Hemd mit weitem Ärmelbund trägt er eine lange Weste, die im oberen Teil den Rüschenkragen des Hemdes frei lässt. Über die Weste hat er einen Gehrock mit großen Ärmelstulpen gezogen. Bei dem Dargestellten dürfte es sich – entgegen der Bezeichnung auf dem Blatt – um Albrecht von Haller handeln, der von einem großen Vorhang hinterfangen wird. Als Rahmen dient eine Art gemauerte Fensterlaibung mit Balustrade. Auf der Balustrade erscheint ein weißes Schriftfeld: "Albert von Haller". Außerhalb des Bildfeldes signiert: "Crusius sc." (rechts unten). – Nagler, Bd. III, S. 341; Thieme-Becker, Bd. VIII, S. 178 f.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Albrecht von Haller, Arzt und Dichter (16.10.1708, Bern - 12.12.1777, Bern).

Von Haller begann 1723 ein Medizinstudium an der Universität Tübingen. Als Arzt war er in London und Paris tätig, seit 1736 wirkte er als Professor der Anatomie, Botanik und Chirurgie an der neu gegründeten Universität Göttingen. 1753 kehrte er in die Schweiz zurück. Bekannt wurde er durch die Gedichtsammlung "Versuch Schweizerischer Gedichte". Darin ist auch sein Gedicht "Die Alpen" enthalten, das auf Vergils "Georgica" und Lucrez' "De natura rerum" zurückgreift. Auf Rousseau vorausweisend stellt es die kraftvoll-reine Natur- und Menschenwelt des Hochgebirges der verweichlichenden Unnatur der Zivilisation gegenüber. Durch Haller erlangten die "Göttingischen Gelehrten Anzeigen" und die "Königliche Gesellschaft" Bedeutung. 1749 erhob ihn Kaiser Franz I. in den erblichen Adelsstand. Ab 1764 bis zu seinem Tod lebte Haller in Bern. Goethe besuchte Haller in der Schweiz.

Sonstiges: Bei Nagler finden sich zwei Einträge unter "Crusius": Gottlieb Lebrecht Crusius und Carl Lebrecht Crusius. Dabei handelt es sich um Brüder. Beide waren als Kupferstecher tätig. Da im Artikel zu Gottlieb Lebrecht erwähnt ist, dass dieser auch viele Porträts stach, kommt er wahrscheinlich als Autor dieses Blattes in Frage.




7. Angelika Kauffmann

 

Punktiermanier & Kupferstich, 1701/1800 – Künstler: Anonym – Stecher: Anonym – Höhe: 17,0 & 11,0 (Bildgröße); Breite: 10,6 & 9,3 (Bildgröße) – Am Plattenrand beschnitten.

Weibliche Büste im Profil vom Betrachter aus gesehen nach links gewendet. Die Porträtierte ist in antikischem Stil gezeigt. Das wellige Haar ist in einzelnen Strähnen locker am Hinterkopf zusammengefasst. Kleine Locken sind in die Stirn frisiert. Schmuckbänder, die am Oberkopf zu einer Schleife gebunden wurden, zieren die Frisur. Bekleidet ist die Frau mit einem schlichten Hemd und einem in Bahnen gelegten Gewand. Das Porträt ist in einem Braunton gehalten und setzt sich vom Hintergrund, der mit Kreuzschraffuren gestaltet ist, deutlich ab. Das Bildnis ist oval gerahmt. Unterhalb des Porträts steht der Name der Dargestellten: "ANGELICA KAUFFMAN".

 
Kurzbiografie der Dargestellten

Angelika Kauffmann, schweizer. Malerin (30.10.1741, Chur - 05.11.1807, Rom).

Kauffmann erhielt ihren ersten Malunterricht von ihrem Vater. Zusammen mit diesem hielt sie sich zwischen 1754 und 1760 wiederholt in Italien auf; bereits 22-jährig wurde sie Ehrenmitglied der Akademien von Bologna und Florenz. Von 1766 bis 1781 arbeitete und lebte Angelika Kauffmann in London, wo sie auch Mitglied der Royal Academy war. Mit 40 Jahren heiratete sie den Maler Antonio Zucchi und lebte ab 1782 bis zu ihrem Tode in Rom. Mit Goethe, den sie mehrmals porträtierte, verband sie eine enge Freundschaft.




8. Christian von Mechel

 

Kupferstich & Radierung, 1784 – Künstler: Bartholomäus Hübner – Stecher: Bartholomäus Hübner – Herstellungsort: Basel – Höhe: 19,3 & 18,3 (Plattenrand) & 16,4 (Bildgröße); Breite: 14,4 & 13,4 (Plattenrand) & 11,8 (Bildgröße).

Männliches Brustbild im Profil, vom Betrachter aus gesehen nach rechts gewendet. Der Dargestellte trägt eine weiße Zopfperücke mit zwei Locken über den Ohren. Bekleidet ist der Mann mit einem weißen Hemd mit offenem Spitzenkragen, darüber trägt er eine dunklere Jacke. Das Porträt ist sehr sorgfältig gestochen. Das Bildnis des Mannes ist in einen ovalen, plastisch wirkenden Rahmen eingefügt, der mit einem Ring und einer Schleife an der Wand befestigt zu sein scheint. Rahmen und Wand sind wohl radiert. Unten liegt das Porträt auf einem Inschriftensockel auf und wird links und rechts von zwei Lorbeerzweigen eingerahmt. Der Inschriftensockel trägt folgenden Text:

    CHRISTIANUS A MECHEL / Chalcographus Basiliensis. Academiae Artium Lib: Imp: et Reg: Vienn: / nob: Flrent: Venet: aliarumque Sodalis, / Ser: Elect: Bav: Palat: ut et Patriae Urbis / ac Universit: Chalcogr: et Reipubl: Ducentumvir.

Unterhalb des Bildfeldes findet sich die Adresse des Künstlers: "In Signum gratitudinis mentisque dudum devotae Vultum Patroni / ad viv: delin: aerique incidit Barth: Hübner A. V. Basileae Ao. 1784." – Nagler, Bd. VII, S. 173 f.; Thieme-Becker, Bd. XVIII, S. 44.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Christian von Mechel, schweizer. Kupferstecher, Stichverleger und Kunsthändler (1737, Basel - 1817, Berlin).

Von Mechel kam 1753 zu Georg Daniel Heumann in Nürnberg in die Lehre. Seit 1757 war er für Johann Georg Pintz in Augsburg tätig. 1758 ging er nach Paris, wo er zunächst für Johann Georg Wille (vgl. Nr. 20) arbeitete und dann ein eigenes Atelier leitete. 1765 kehrte er nach Basel zurück, wo er eine Stecherwerkstatt ("Akademie") und eine Kunsthandlung unterhielt. Nach der Liquidation seines Basler Geschäfts um 1800 ließ sich von Mechel in Berlin nieder. Mit Goethe stand er in Korrespondenz.




9. Christian von Mechel

 

Kupferstich, 1785 – Künstler: Anton Hickel – Stecher: Jean Jacques de Mechel – Verleger: Jean Jacques de Mechel. – Herstellungsort: Basel – Höhe: 26,2 & 23,8 (Bildgröße); Breite: 20,0 & 18,6 (Bildgröße) – Am Plattenrand beschnitten.

Männliches Brustbild, wobei der Körper in Frontalansicht, der Kopf in leichter Dreiviertelansicht nach links gezeigt wird. Der Dargestellte fixiert jedoch den Betrachter mit seinem Blick. Der Mann trägt eine weißgepuderte Zopfperücke mit einer Lockenrolle über den Ohren. Das Haar wird im Nacken von einer dunklen Schleife zusammengefaßt. Bekleidet ist der Mann mit weißem Hemd mit Halsbinde und durchsichtiger Spitzenkrawatte. Darüber trägt er eine Weste, die offensteht und eine dazu passende, schlichte Jacke. Das Bildnis wird von einem rechteckigen Rahmen eingefaßt. Unterhalb des Porträts ist auf dem Rahmen eine Schrifttafel in Form einer "Tabula ansata" angebracht, die den Namen des Porträtierten nennt: "CHRETIEN DE MECHEL / Graveur et Membre de divers Académies /élu Sénateur de la République de Basle en 1787." Außerhalb des eigentlichen Bildfeldes ist ein Schriftfeld angebracht, das folgenden Text beinhaltet: "Peint à Basle par Ant: Hickel, Peintre de la Cour Imper.le & R.le en 1785. / Gravé et publié pour manifester sa reconnaissance envers un parent chérie, / par son cousin Jean Jacques de Mechel." – Nagler, Bd. X, S. 5.

Kurzbiografie des Dargestellten vgl. Nr. 8.

Sonstiges: Das vorliegende Blatt wird bei Nagler, Bd. X, S. 5, unter der Nummer 2 erwähnt.




10. Anton Raphael Mengs

 

Kupferstich, 1784 – Künstler: Anton Raphael Mengs – Stecher: Carl Gottlieb Rasp – Herstellungsort: Dresden – Höhe: 19,6 & 19,4 (Plattenrand) & 15,4 (Bildgröße); Breite: 15,3 & 15,2 (Plattenrand) & 12,0 (Bildgröße) – Am Plattenrand teilweise beschnitten.

Männliches Brustbild in Dreiviertelansicht, wobei der Oberkörper in Seitenansicht zu sehen ist. Der Mann trägt eine Mütze auf dem kurzen Haar. Bekleidet ist er mit einem weißen Hemd und einem dunklen Mantel. Mit seiner linken Hand deutet er nach hinten. Das Bildnis wird von einem rechteckigen Rahmen umgeben. Über dem Kopf des Porträtierten ist am Rahmen eine Palette mit Pinsel angebracht. Lorbeer- und Palmenzweige sowie eine brennende Kerze verweisen auf den Ruhm des Dargestellten. Der Name des Mannes ist in großen Lettern am unteren Querholz des Rahmens angebracht: "ANT. RAPH. MENGS". Unterhalb des eigentlichen Bildfeldes stehen die Namen der Künstler: "A. R. Mengs pinx: Dresde, 1750." und "C. G. Rasp Sculps. Dresde 1748." – Nagler, Bd. XIII, S. 539.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Anton Raphael Mengs, dt. Maler (22.03.1728, Aussig - 29.06.1779, Rom).

Mengs wuchs in Dresden auf, wo sein Vater Ismael Mengs Hofmaler war. Während der 1740er Jahre unternahm er zwei Reisen nach Rom, wo er die Kunst der Antike, der Renaissance und des Barock studierte. 1764 erhielt Mengs selbst das Amt des Hofmalers von August III. in Dresden. Darauf folgten längere Aufenthalte in Rom, Neapel und Madrid, wo Mengs 1761 Hofmaler Karls III. wurde. In Rom wurde Mengs zum ersten Direktor der Accademia Capitolina ernannt. Goethe war ein großer Verehrer von Mengs.

Sonstiges: Das vorliegende Blatt wird bei Nagler unter der Nummer 8 geführt.




11. Anton Raphael Mengs

 

Radierung & Punktiermanier, vor 1815 – Künstler: Anton Raphael Mengs – Stecher: Heinrich Pfenninger – Höhe: 13,0 & 12,8 (Plattenrand) & 12,6 (Bildgröße); Breite: 9,0 & 8,8 (Plattenrand) & 8,6 (Bildgröße) – Am unteren Plattenrand beschnitten.

Männliche Bildnisbüste, die eine Skulptur imitiert. Die Büste zeigt einen jungen Mann mit kurzen, gewellten Haaren. Die Augen sind leer, ohne Pupillen dargestellt. Die Büste steht auf einem kleinen Säulenschaft, auf dessen Fuß der Dargestellte näher bezeichnet ist: "A. R. Mengs." Die Büste ist in Punktiermanier wiedergegeben, wobei die Haare radiert wurden. Auch der Hintergrund ist mit kleinen, unregelmäßigen Strichen gestaltet. Die Büste ist in einen ovalen Rahmen eingepasst, wobei die Wandhalterung der Büste den Rahmen überschneidet. Der restliche Bildhintergrund ist mit parallelen Linien gestaltet. Außerhalb des eigentlichen Bildfeldes befindet sich die Signatur: "Hein. Pfeninger fecit." (Links unten) – Nagler, Bd. XII, S. 362.

Kurzbiografie des Dargestellten vgl. Nr. 10.

Sonstiges: Bei Nagler wird wahrscheinlich dieses Blatt unter der Nummer 6 geführt.




12. Johann Gotthard von Müller

 

Kupferstich & Radierung, 1766/1820 – Künstler: Friedrich Tischbein – Stecher: Ernest Morace – Verleger: Johann Friedrich Frauenholz – Herstellungsort: Nürnberg – Höhe: 36,2 & 34,5 (Bildgröße); Breite: 26,4 & 25,1 (Bildgröße) – Am Plattenrand beschnitten.

Männliches Brustbild, wobei der Körper in Frontalansicht, der Kopf jedoch in Dreiviertelansicht (vom Betrachter aus gesehen nach rechts) gezeigt wird. Der Dargestellte trägt eine weißgepuderte Zopfperücke mit zwei Lockenrollen über den Ohren. Bekleidet ist er mit einem weißen Rüschenhemd, das offensteht. Darüber trägt er einen pelzbesetzten Mantel mit Quasten und Kordeln. Das Bildnis ist oval gerahmt und scheint mit einem Nagel an einer Wand befestigt zu sein. Am Nagel sind Bänder sowie ein Eichen- und ein Lorbeerzweig fest gemacht. Unterhalb des Porträts ist ein Namenschild angebracht: "I. GOTTH. MÜLLER." Außerhalb des eigentlichen Bildfeldes finden sich die Namen des Malers: "gemahlt von F. Tischbein", des Stechers: "gestochen von E. Morace." und des Verlegers: "bey J. F. Frauenholtz zu Nürnberg." – Nagler, Bd. X, S. 516 f.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Johann Gotthard von Müller, dt. Kupferstecher, Zeichner und Lithograph (04.05.1747, Bernhausen bei Stuttgart - 14.03.1830, Stuttgart).

Müller war 1764-1770 Schüler von Nicolas Guibal an der Akademie in Ludwigsburg und 1770-1776 von Johann Georg Wille in Paris (vgl. Nr. 20). 1776 wurde er nach Stuttgart berufen, um eine Schule für Kupferstecher zu gründen. Seit 1798 leitete er eine eigene Druckerei und Stecherschule. 1818 wurde er in den Adelsstand erhoben. Goethe schrieb über die Kupferstechkunst Müllers: "Das steht wirklich (in Stuttgart) auf einem hohen Punkte; Professor Müller ist einer der ersten Künstler in dieser Art".

Sonstiges: Die Datierung ergibt sich aus den Lebensdaten des Stechers. Das vorliegende Blatt wird bei Nagler, Bd. X, S. 517, unter der Nummer 1 geführt: "1. Johann Gottfried Müller, nach F. Tischbein, fol. Im ersten Drucke vor der Schrift. Dann gibt es auch solche mit unvollendeter Schrift. Erstes Porträt zu der von Frauenholz in Nürnberg herausgegebenen Folge von Künstlerbildnissen." Nagler bezeichnet den Porträtierten als "Gottfried", die Abkürzung lautet jedoch "GOTTH.", was eher auf "Gotthard" schließen lässt.




13. Adam Friedrich Oeser

 

Kupferstich & Radierung, 1750/1819 – Künstler: Anton Graff – Stecher: Christian Gottfried Schultze (Schulze) – Herstellungsort: Dresden (?) – Höhe: 19,3 & 18,6 (Plattenrand) & 13,9 (Bildgröße); Breite: 12,8 & 12,1 (Plattenrand) & 9,2 (Bildgröße).

Männliche Büste in Dreiviertelansicht, vom Betrachter aus gesehen nach rechts gewendet. Der Dargestellte hat eine Stirnglatze und weißes, lockiges Haar. Bekleidet ist er mit weißem Hemd und dunkler Jacke. Das sorgfältig gestochene Gesicht hebt sich deutlich vom radierten Hintergrund ab. Das Bildnis ist in einen ovalen Rahmen eingepasst. Unterhalb des Ovals ist eine Namenstafel befestigt: "AD. FRIEDR. OESER." Der restliche Bildhintergrund ist mit linearen Mustern gestaltet. Unter dem eigentlichen Bildfeld finden sich die Signaturen des Künstlers: (Links unten) "A. Graff del." und die des Stechers: "Schultze Direx." – Nagler, Bd. XVIII, S. 53 ff.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Adam Friedrich Oeser, dt. Maler und Radierer (17.02.1717, Preßburg - 18.03.1799, Leipzig).

Nach einer zweijährigen Lehre bei dem Maler E. F. Kamauf in Preßburg ging Oeser 1730 nach Wien, wo er Unterricht von namhaften Künstlern erhielt, wie Jacob van Schuppen, Martin van Meytens, Daniel Gran, Paul Troger und Giuseppe Bibiena. Bei einem Zwischenaufenthalt in seiner Heimatstadt lernte er bei dem Bildhauer und Medailleur Georg Raphael Donner. 1739 übersiedelte er von Wien nach Dresden und trat dort mit Johann Joachim Winckelmann in Kontakt. 1759 ging er nach Leipzig, wo er 1764 als erster Direktor die Leitung der neu gegründeten Kunstakademie übernahm. 1764 wurde Oeser zum kurfürstlichen Hofmaler ernannt. Goethe nahm zwischen 1765 und 1768 an seinem Zeichenunterricht teil und hat Oeser von daher zeitlebens besonders geschätzt.

Sonstiges: Die Datierung ergibt sich aus dem Geburts- und dem Sterbedatum des Künstlers. Das vorliegende Blatt wird bei Nagler unter der Nummer 8 geführt. Da aus Nagler hervorgeht, dass auch einige Arbeiten unter Schultzes Aufsicht von Schülern gestochen wurden, könnte man dies auch in diesem Fall vermuten. Die Bemerkung "Direx." könnte auf diesen Umstand verweisen.




14. Christian Bernhard Rode

 

Kupferstich, um 1772 – Künstler: Daniel Chodowiecki – Stecher: Daniel Berger – Herstellungsort: Berlin (?) – Höhe: 14,1 & 13,7 (Bildgröße); Breite: 9,6 & 9,2 (Bildgröße) – Beschnitten.

Männliches Porträt im Profil, nach links blickend. Die Darstellung imitiert eine Büste. Bei dem Porträtierten handelt es sich um Bernhard Rode. Das Bildnis ist in einen runden Rahmen eingepasst, der wiederum mit einer Schleife an einem Nagel befestigt zu sein scheint. Inschrift unterhalb des Rahmens: "BERNHARD.RODE." Bezeichnet außerhalb des Bildfeldes: "D. Chodowiecki del. 1772." (unten links), "D. Berger Sc." (unten rechts). – Meyer, Künstlerlex., Bd. III; Nagler, Bd. I, S. 436; Nagler, Monogr., Bd. II, No. 977; Portalis et Béraldi, Graveurs du XVIIe siècle, Bd. I, 1880; Thieme-Becker, Bd. III, S. 394 f.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Christian Bernhard Rode, dt. Maler und Radierer (25.07.1725, Berlin - 24.06.1797, Berlin).

Rode studierte von 1750 bis 1752 Malerei in Paris, von 1754 bis 1756 in Rom und Venedig. Nach seiner Rückkehr nach Berlin entfaltete er eine vielseitige Tätigkeit als Maler und Radierer. Seit 1756 war Rode Mitglied der Berliner Akademie der Künste, zu deren Direktor er 1783 ernannt wurde. Rode war der bekannteste Historienmaler Berlins in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ein geschätzter Klassizist.




15. Jean Jacques Rousseau

 

Kupferstich, vor 1824 – Künstler: Gustav Georg Endner – Stecher: Gustav Georg Endner – Herstellungsort: Leipzig (?) – Höhe: 16,1 & 10,0 (Plattenrand) & 8,4(Bildgröße); Breite: 9,2 & 6,9 (Plattenrand) & 5,1 (Bildgröße) – Tintenspritzer über das Blatt verteilt, Stockflecken.

Auf einem Rasenstück steht ein Mann, der in Seitenansicht gezeigt wird. Es handelt sich um eine ganzfigurige Darstellung. Der Porträtierte trägt eine weißgepuderte Lockenperücke. Seinen Dreispitz hat er sich unter den linken Arm geklemmt, während er sich gleichzeitig mit der linken Hand auf einen langen Stock stützt. In der rechten hält er ein Büschel Gras. Sein Blick ist gesenkt. Bekleidet ist der Mann mit einem Rock über Kniebundhosen. Der Hintergrund ist nicht gestaltet. Im Rasen ist ein rechteckiges Feld ausgespart, das folgende Inschrift trägt: "I. I. Rousseau". Bezeichnet ist die Graphik unterhalb des eigentlichen Bildfeldes (rechts unten): "Endner sc." – Nagler, Bd. IV, S. 321; Thieme-Becker, Bd. X, S. 521.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Jean Jacques Rousseau, franz. Schriftsteller (28.06.1712, Genf - 02.07.1778, Ermenonville bei Paris).

Rousseau kam 1742 nach Paris, wo er Stellungen als Hauslehrer und Privatsekretär annahm und Diderot und die Enzyklopädisten kennenlernte. 1750 gewann er den Preis der Akademie von Dijon für seinen "Discours sur les arts et les sciences", worin er einen glücklichen naturhaften Urzustand der Menschheit konstruierte, aus dem diese durch Vergesellschaftung und Wissenschaft ins Verderben geraten sei. Rousseau war einer der bedeutendsten französischen Schriftsteller des 18. Jahrhunderts und ein "Vorläufer der französischen Revolution". Seine erziehungswissenschaftlichen und demokratietheoretischen Gedanken übten großen Einfluss auf Kant, Fichte, Goethe, Schiller und Pestalozzi aus.

Durch die eindringliche Schilderung der Einsamkeit, der eigenen Vereinsamung, der Liebes- und Naturidyllen und seiner pessimistischen Lebenshaltung, die sich besonders in den Spätschriften ausdrücken, übersteigerte Rousseau literarisch das Lebensgefühl der Aufklärung und antizipierte das der Romantik.

Sonstiges: Aufgrund der Lebensdaten kommt Gustav Georg Endner als Autor des Blattes in Frage.




16. Jean Jacques Rousseau

 

Kupferstich & Radierung, 1760/1834 – Künstler: George da la Tour – Stecher: Ernst Carl Gottlieb Thelott – Verleger: Schmitz – Herstellungsort: Düsseldorf (?) – Höhe: 16,0 & 13,2 (Plattenrand) & 11,8 (Bildgröße); Breite: 8,4 & 8,3 (Plattenrand) & 7,2 (Bildgröße) – Am rechten Plattenrand beschnitten.

Männliches Brustbild, nahezu in Frontalansicht. Der Dargestellte trägt sein Haar kurz gelockt und weiß gepudert. Bekleidet ist er mit weißem Hemd und hoher Halsbinde sowie einer Weste, die offen steht. Darüber trägt er einen Rock mit großen Knöpfen und ohne Kragen. Der Hintergrund ist nur durch Schraffuren gestaltet. Das Bildnis ist in einen ovalen Rahmen eingepasst, der wohl aus Stein gearbeitet ist, da er an manchen Stellen Sprünge aufweist. Der Rahmen trägt die Inschrift: "Vitam im: pendere Vero." Das Bildnis ist mit einer großen Schleife an einem Nagel befestigt. Auch der Hintergrund soll eine Steinmauer imitieren, da sich auch hier die unregelmäßigen Umrisse von Steinen erkennen lassen. Auf dem Rahmen liegen auf der einen Seite eine Lorbeerranke und auf der anderen Seite eine Ranke aus kleinblättrigen Pflanzen. Der Rahmen scheint unten auf einem Podest aufzuliegen, das aus zwei vorspringenden Sockeln besteht. Auf dem linken Sockel wachsen Pflanzen, auf dem rechten Sockel liegt eine Laterne mit einer erloschenen Kerze. Darunter befindet sich ein Schriftband: "Il est Trouvé." An der Frontseite des Sockels ist im zurückspringenden Teil eine Inschriftentafel angebracht, die den Dargestellten näher bezeichnet: "J. J. ROUSSEAU." Unterhalb des linken Podests wachsen ebenfalls Pflanzen empor. Die Namen der Künstler finden sich unter dem eigentlichen Bildfeld: "De la Tour pinx." (links unten), "Schmitz Dir." (Mitte), "Thelott sculp." (rechts unten). – Nagler, Bd. XX, S. 466 ff.

Kurzbiografie des Dargestellten vgl. Nr. 15.

Sonstiges: Unter dem Namen Thelott tauchen mehrere Künstler auf. Wahrscheinlich kommt als Autor dieses Blattes Ernst Carl Gottlieb Thelott in Frage, da bei Nagler unter diesem Künstler mehrere Blätter aufgelistet sind, die unter der Leitung von Schmitz entstanden.




17. Georg Friedrich Schmidt

 

Kupferstich & Radierung, nach 1780 – Künstler: Georg Friedrich Schmidt – Stecher: C. Wagner – Herstellungsort: Leipzig – Höhe: 21,6 & 20,8 (Plattenrand) & 17,0(Bildgröße); Breite: 12,6 & 11,6 (Plattenrand) & 9,6 (Bildgröße).

Männliches Brustbild. Der Porträtierte hat seinen Kopf vom Betrachter aus gesehen nach links gewendet und blickt aus dem Bild. Der Mann trägt einen breitkrempigen Hut sowie ein weißes Hemd und eine dunkle Jacke. Er sitzt an einem Tisch, der mit einem gewirkten Stoff bedeckt ist. Darauf ein Pult mit Blättern. Der Mann stützt sich mit beiden Armen auf dem Tisch auf, wobei die Hände auf dem Pult liegen. Mit seiner Linken verweist er zur Seite; in seiner Rechten hält er den Zeichenstift. Im Hintergrund des Zimmers ist eine Violine mit Bogen zu erkennen, die an einem Nagel an der Wand hängt. Rechts ist ein Fenster zu sehen, dessen untere Hälfte geöffnet ist. Im Fensterrahmen hat sich eine Spinne ihr Netz gebaut und lauert auf Beute. Der Landschaftsausblick zeigt Häuser und Hügel. Unterhalb des eigentlichen Bildfeldes findet sich die Adresse des Künstlers: "d`apres Schmidt par Wagner à Leipsic." Darunter in großen Lettern der Name des Porträtierten: "GEORGE FREDERIC SCHMIDT." – Nagler, Bd. XXIII, S. 417.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Georg Friedrich Schmidt, dt. Kupferstecher, Radierer und Maler (24.01.1712, Schönerlinde bei Berlin - 25.01.1775, Berlin).

Schmidt war Schüler des Porträtstechers Georg Paul Busch an der Akademie der Künste in Berlin. Schrittweise baute er seine Reputation als Stecher von Porträtreproduktionsgraphik aus. Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff und Antoine Pesne ermöglichten ihm 1736 einen Parisaufenthalt. Dort wurde er 1742 auf Veranlassung Ludwigs XV. Mitglied der Académie Royal; 1743 wurde er zum preußischen Hofkupferstecher ernannt. Im Jahr 1745 kehrte er nach Berlin zurück. 1757-1762 folgte Schmidt einem Ruf Kaiserin Elisabeths nach St. Petersburg, wo er eine Stecherwerkstatt einrichtete. Die 299 überlieferten Kupferstiche und Radierungen Schmidts gehören zu den qualitätvollsten Leistungen des friderizianischen Rokokos.

Sonstiges: Bei Nagler findet sich das Blatt im Artikel zu C. Wagner.




18. Christian Friedrich Daniel Schubart

 

Aquatinta & Weichgrundradierung & Crayonmanier (?), nach 1791 – Künstler: Philipp Gottfried Lohbauer – Stecher: Anton Karcher – Herstellungsort: Mannheim – Höhe: 17,9 & 17,0 (Plattenrand) & 11,1(Bildgröße); Breite: 11,1 & 8,7 (Bildgröße) – Am seitlichen Plattenrand beschnitten, am rechten Rand eingerissen, oben stockfleckig.

Männliches Brustbild, vom Betrachter aus gesehen nach links gewendet. Der Mann ist in Dreiviertelansicht dargestellt. Eine weiß gepuderte Zopfperücke mit Locken über den Ohren und Bändchen im Nacken bedeckt seinen Kopf. Bekleidet ist er mit einem offenen weißen Hemd und dunklerer Jacke. Das Porträt ist in ein ovales Format gebracht. Am unteren Bildrand finden sich die folgenden Signaturen: "Gezeichnet von Lohbauer. 1791" (links unten), "Gestochen von Anton Karcher Manh." (rechts unten). Unter dem Bild wird der Dargestellte noch genauer bezeichnet: "Christian Friederich Daniel / Schubart." – Nagler, Bd. VII, S. 383.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Christian Friedrich Daniel Schubart, dt. Dichter und Musiker (24.03.1739, Obersontheim - 10.10.1791, Stuttgart).

Schubart, einer der Hauptvertreter der Sturm-und-Drang-Zeit und ein Vorläufer Schillers, war vielseitig begabt und ein "feuriger Patriot, der alles Deutsche mit inniger Liebe umfaßte" (ADB, Bd. 32, S. 588). Schubart begann 1758 ein Theologiestudium an der Universität Erlangen, das er jedoch aus finanziellen Gründen aufgeben mußte. 1763 trat er eine Stelle als Schuladjunct und Musikdirektor an der deutschen und lateinischen Schule in Geislingen an. 1769 wurde er als Organist und Kapellmeister an den württembergischen Hof nach Ludwigsburg berufen, seiner Lebensführung und satirischen Publizistik wegen aber 1773 vom Herzog des Landes verwiesen. 1774 gründete er in Augsburg die zweimal wöchentlich erscheinende "Deutsche Chronik", deren freimütige, insbesondere gegen die Jesuiten gerichtete Kritik wiederum seine Ausweisung zur Folge hatte. Daraufhin ging er nach Ulm, wo er von nun an die "Deutsche Chronik" herausgab, wurde jedoch 1777 von Herzog Karl Eugen unter einem Vorwand auf württembergischen Boden gelockt, verhaftet und für zehn Jahre auf dem Hohenasperg eingekerkert. Nach seiner Begnadigung im Jahr 1787 war er erneut als Theater- und Musikdirektor am Stuttgarter Hof tätig und ließ seine "Deutsche Chronik" als "Vaterlandschronik" wiederaufleben (1787-1791). Goethe, der Schubart im Gefängnis besuchte, schrieb 1787 über ihn: "Als Klaviervirtuose wurde er zu jener Zeit (in Ludwigsburg) für unerreichbar gehalten".

Sonstiges: Dieses Blatt wird bei Nagler erwähnt. Daraus geht hervor, dass es sich bei Schubart um einen Schauspieldirektor handelt; bekannter ist er als Dichter und Musiker.




19. Johann Joachim Spalding

 

Kupferstich & Radierung, 1778 – Künstler: Anton Graff – Stecher: Johann Friedrich Bause – Verleger: Johann Friedrich Bause – Herstellungsort: Leipzig – Höhe: 43,1 & 26,9 (Plattenrand) & 25,2 (Bildgröße); Breite: 32,1 & 19,8 (Plattenrand) & 18,0 (Bildgröße).

Männliches Brustbild, wobei der Körper in Dreiviertelansicht nach links, der Kopf jedoch nahezu in Frontalansicht wiedergegeben ist. Der Dargestellte trägt eine weißgepuderte Perücke, deren Haar auf der Seite in sieben Lockenrollen gelegt wurde. Bekleidet ist der Mann mit einer dunklen Jacke mit großen, runden Knöpfen und einem weißen Beffchen. Ein Umhang scheint um die rechte Schulter des Mannes gelegt zu sein. Das Bildnis ist oval gerahmt. An einem runden, mit einer Blüte verzierten Haken ist eine Ranke aus Lorbeerlaub befestigt, die auf dem Rahmen zu liegen kommt. Das Bild scheint an einer Wand zu hängen, an der unterhalb des Porträts eine Schrifttafel angebracht wurde, die den Namen des Porträtierten trägt: "IOH. IOACH: SPALDING". Außerhalb des eigentlichen Bildfeldes, an der unteren Bildkante, findet sich der Name des Malers: "Ant. Graff pinx.", der Name des Verlags: "zu finden in Leipzig bey Bause." und der Name des Stechers: "J. F. Bause sculp. Lips. 1778." – Nagler, Bd. I, S. 326 ff.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Johann Joachim Spalding, evang. Theologe (01.11.1714, Tribsees - 22.05.1804, Berlin).

Spalding zählt zu den Hauptvertretern der deutschen Aufklärungstheologie. Nach Studium und Promotion wirkte er zunächst als Pfarrer und Hauslehrer in Schwedisch-Vorpommern. 1764 wechselte er als preußischer Oberkonsistorialrat, Propst und erster Pfarrer an die Marien- und Nikolaikirche nach Berlin, wo er bis zu seinem Tode verblieb. Die dem Geist der kirchlichen Aufklärung verpflichteten Reformen des Gesangbuchs und der katechetischen Unterweisung hat er maßgeblich vorangetrieben und verantwortet. Seines weitreichenden Einflusses wegen wurde er der "Erbauer seiner Zeitgenossen" (ADB, Bd. 35, S. 31) genannt.




20. Johann Georg Wille

 

Kupferstich, 1738/1814 – Künstler: Matthäus Halm – Stecher: Johann Friedrich Bause – Herstellungsort: Leipzig (?) – Höhe: 16,4 (Blattgröße) & 14,5 (Bildgröße); Breite: 11,0 (Blattgröße) & 9,8 (Bildgröße) – Beschnitten.

Männliches Brustbild, nach rechts blickend. Das Porträt wird von einem runden Rahmen eingefaßt, der mit einer Schleife an einer Wand befestigt ist. Eine Inschriftentafel unter dem Porträt trägt folgende Bezeichnung: "JOHANN GEORGE WILLE", unterhalb des Bildmotivs finden sich folgende Bezeichnungen: "Halm delin." (unten links), "J. F. Bause sculps." (unten rechts) – Nagler, Bd. I, S. 326 ff.; Thieme-Becker, Bd. III, S. 93 ff.

 
Kurzbiografie des Dargestellten

Johann Georg Wille, dt. Kupferstecher (05.11.1715, Biebertal bei Gießen - 05.04.1808, Paris).

Wille wurde in Straßburg mit dem Kupferstecher Georg Friedrich Schmidt bekannt und ging mit diesem um 1736 nach Paris. Dort wurde er vom Maler Hyacinthe Rigaud zum Kupferstechen angeregt. Bald wurde er zum Reproduktionsstecher der berühmtesten französischen Maler, Hofkupferstecher des Königs von Frankreich, des deutschen Kaisers und des Königs von Dänemark. 1746 besuchte er Deutschland, kehrte aber 1747 wieder nach Paris zurück. Napoleon I. ernannte Wille zum Ritter der Ehrenlegion. Willes Hochschätzung Goethes wurde durch das Lob der "Väterlichen Ermahnung" in den "Wahlverwandtschaften" II, 5 erwidert.





Johann Friedrich BAUSE
(Halle, 03.01.1738 - 05.01.1814, Weimar)

Bause ging 1759 nach Augsburg, wo er bei Johann Jakob Haid arbeitete. 1766 wurde er durch die Vermittlung Adam Friedrich Oesers als Mitglied der Kunstakademie nach Leipzig berufen. Er machte sich einen Namen mit seinen Porträtstichen. Bause war Mitglied der beiden kursächsischen Akademien in Leipzig und Dresden, seit 1786 Ehrenmitglied der Akademie der Künste in Berlin und seit 1796 Ehrenmitglied der "Académie des beaux-arts" in Stockholm. Ab dem Jahr 1805 war er kursächsischer Professor.

Bause schuf nur wenige historische Blätter; er wurde bekannt mit den Bildnissen berühmter Männer, die er hauptsächlich nach Gemälden von Anton Graff stach. Er arbeitete sowohl mit dem Grabstichel als auch in Aquatinta und experimentierte mit den unterschiedlichsten graphischen Techniken. Das Werk umfaßt mehr als 200 Blätter. Seine Tochter Juliana Wilhelmina versuchte sich ebenfalls sehr erfolgreich in der Radiertechnik. – Nagler, Bd. I, S. 326 ff. & Thieme-Becker, Bd. III, S. 93 ff.


 
Daniel BERGER
(Berlin, 25.10.1744 - 17.11.1824, Berlin)

Seinen ersten Unterricht erhielt Daniel Berger von seinem Vater Friedrich Gottlieb, der ebenfalls Kupferstecher war. Daraufhin lernte er bei Georg Friedrich Schmidt. 1787 wurde Berger in Berlin zum Professor für Kupferstecherkunst an der Akademie ernannt. Später wurde er zum Vizedirektor der königlichen Akademie berufen. Seine Technik verbindet die Radierung mit dem Grabstichel, außerdem verwendete er auch die Punktiermanier.

Bereits 1782 beliefen sich die graphischen Werke Bergers auf über 825 Blätter. Er arbeitete viel für Buchhändler. Oft fertigte er Blätter nach Daniel Nikolaus Chodowiecki an und übte sich außerdem in der englischen Punktiermanier. – Meyer, Künstlerlex., Bd. III; Nagler, Bd. I, S. 436; Nagler, Monogrammisten, Bd. II, No. 977; Portalis et Béraldi, Graveurs du XVIIe siècle, Bd. I, 1880; Thieme-Becker, Bd. III, S. 394 f.


 
Gottlieb Lebrecht CRUSIUS
(Steinpleis, 22.09.1730 - 03.03.1804, Leipzig)

Crusius wurde 1730 in Steinpleis bei Werdau geboren. 1749 erhielt er seine Ausbildung in Leipzig, wo er viel für Buchhändler arbeitete. 1764 ging er für einige Jahre nach Paris, kehrte aber 1769 wieder nach Leipzig zurück, wo er 1804 starb. Sein jüngerer Bruder Carl Lebrecht wurde 1740 geboren und studierte in Leipzig unter Adam Friedrich Oeser. Er war häufig als Buchillustrator tätig: Weissens Kinderfreund, Wielands Werke, Hirschfelds Landleben, Yoricks Reisen etc. Seine Vignetten sind teilweise nach Oeser, zum Teil auch nach eigener Erfindung gearbeitet. Er starb im Alter von 39 Jahren. Laut Thieme-Becker befindet sich eine reiche Sammlung von Crusius-Blättern im Kupferstichkabinett von Leipzig.

"Gleichwohl steht er, sowohl dem Geschmack wie der Gediegenheit und Grazie der Formengebung und der Feinheit der Technik nach, unter den zahlreichen Leipziger Stecher-Illustratoren des 18. Jahrhunderts mit an erster Stelle (...). Seine Kunst steht anfangs noch unter dem Zeichen des Rokoko, später empfindet sie mit viel Glück den Geist des Klassizismus nach." (Thieme-Becker, Bd. VIII, S. 178 ff.)

Crusius zeichnete und stach viel für Buchhändler. Seine Werke bestehen aus Porträts, Titelkupfern und Vignetten. Er stach 12 Blätter für einen französischen Kalender (Darstellungen der Tugenden und Laster), 12 Capricci, Illustrationen zu der deutschen, in Leipzig erschienenen Ausgabe von Marmontels Erzählungen (auch sein Bruder Carl Lebrecht arbeitete daran mit). – Nagler, Bd. III, S. 341; Thieme-Becker, Bd. VIII, S. 178 ff.


 
Gustav Georg ENDNER
(Nürnberg, 1754 - 08.05.1824, Leipzig)

Gustav Georg Endner wurde 1754 in Nürnberg geboren. Die Kunst des Kupferstechens lernte er zuerst bei seinem Stiefvater Stock und nach dessen Tod im Jahr 1773 bei Johann Friedrich Bause in Leipzig. Er kaufte sich 1785 ein Haus in Gohlis. So ließ er sich auf Dauer in der Gegend um Leipzig nieder, wo er für Buch- und Kunsthändler tätig war. Er stach hauptsächlich Porträts. Im Alter von 70 Jahren starb Endner in Leipzig.

Endners Blätter zeigen Porträts, aber auch andere Darstellungen, die er für den Kinderfreund und dessen Briefwechsel, zu Leskes Reise, zu Wünschs kosmologischem Unterricht etc. gestochen hat. Er stach Porträts nach Anton Graff, Bernhard Rhode, Daniel Nikolaus Chodowiecki, Johann Joseph Zoffany, Duval u.a. Darunter waren auch Bildnisse von Peter dem Großen, Alexander I. von Rußland, Papst Pius VI., Christian VII. von Dänemark und Gustav III. Für den Göttingischen Kalender lieferte er Kopien nach Chodowiecki. Daneben schuf er Porträts von: Peter dem Großen, Pius VI., Lord Gordon, General Elliot, Necker, Salzmann, Klopstock, Hogarth, Körner etc. Außerdem stach Endner römische Ansichten nach Piranesi sowie Vignetten. – Nagler, Bd. IV, S. 321; Thieme-Becker, Bd. X, S. 521.


 
Colomanus (Pater) FELLNER
(Bistorf ob der Enns, 13.03.1750 - 18.04.1818, Lambach)

Pater Koloman Fellner wurde am 13.03.1750 in Bistorf ob der Enns (Oberösterreich) geboren und starb am 18.04.1818 im Kloster Lambach. Der Volksdichter Maurus Lindemayr brachte den Knaben in die Lateinschule von Kremsmünster. Später trat er ins Kloster Lambach ein. Immer schon hatte er sich nebenher mit dem Zeichnen beschäftigt. Abt Armand erkannte das Talent und schickte den jungen Pater nach Wien zu Johann Martin Schmidt (Kremser-Schmidt), um ihn ausbilden zu lassen. Dort lernte er zeichnen, radieren und malen. Unter der Leitung von Jakob Matthias Schmutzer wurde er im Kupferstechen unterwiesen. Noch im hohen Alter begann er sich die Technik der Lithographie anzueignen. Außerdem verfaßte er ein kleines Werk: "Ueber die Art und Weise, wie man eine Kupferstichsammlung anlegen und ordnen soll".

Werke: Die Beschneidung Jesu, nach Dietrich unter Jakob Matthias Schmutzers Leitung gefertigt: P. Kolomanus Fellner Ord. S. P. B. sculpsit Viena 1779; Die Büste des Malers Anton Graff; Die Kreuzerhöhung nach Franz Anton Maulbertsch: P. Kolloman Fellner fecit aqua forti; Esther auf den Knien vor Ahasver, nach Martin Johann Schmidt; Die Enthauptung Johannes des Täufers, nach Martin Johann Schmidt; Drei junge Mädchen mit einem Affen, nach Martin Johann Schmidt; Arbeiten nach Joachim von Sandrart, Joseph Roos und Gerard de Lairesse. – Ausst. Kat. München 1999, Es muß nicht immer Rembrandt sein, S. 383; Nagler, Bd. IV, S. 486; Thieme-Becker, Bd. XI, S. 374.


 
Christian Gottlieb (Theophilus) GEYSER
(Görlitz, 20.08.1742 - 24.03.1803, Eutritzsch)

Christian Gottlieb Geyser wurde 1742 in Görlitz geboren und starb 1803 in Eutritzsch bei Leipzig. Eigentlich sollte er in Leipzig Jura studieren, war jedoch mehr an der Kunst interessiert. Deshalb ging er bei Adam Friedrich Oeser in die Ausbildung. Er war so erfolgreich, daß ihm schon bald eine Professorenstelle an der neu errichteten Zeichenschule in Leipzig angeboten wurde. Ende der 60er Jahre widmete er sich der Radierung, die bald zu seiner Spezialität wurde. Am 19.03.1771 wurde Geyser auf Befürwortung des Dresdner Akademie-Intendanten Hagedorn zum ordentlichen Mitglied der Leipziger Akademie ernannt. Der Dresdner Akademie gehörte er schon seit 1770 als ordentliches Mitglied an, seit 1780 auch der Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften. Geyser heiratete die Tochter seines Lehrers Oeser. 1770 zog er sich von seiner Stelle zurück. 1803 starb Geyser an einem Schlaganfall beim Spazierengehen.

"Die ersten Stecher der Zeit zollten seiner feinen, geschickten Hand hohe Anerkennung, so Bause und Müller und kein Geringerer als Chodowiecki, der – ebenso wie Oeser – seine Zeichnungen von niemanden lieber als von Geyser gestochen sehen wollte" (Thieme-Becker, Bd. XIII, S. 514).

Geyser stand mit Daniel Nikolaus Chodowiecki in engem Kontakt. Er radierte auch nach Mechau, Ramberg, Dietrich, Fiorillo und Füger. Relativ selten radierte er nach eigenen Entwürfen. Geyser wurde zum beliebtesten Illustrator der Erstausgaben von Goethe, Wieland u.a. – Nagler, Bd. V, S. 397 f.; Thieme-Becker, Bd. XIII, S. 514 ff.


 
Friedrich GRÖGORY
(Dresden, 1760 - 03.05.1788, Leipzig)

Friedrich Grögory wurde 1760 in Dresden geboren und starb am 03.05.1788 in Leipzig. Nachdem er bereits in Dresden ein Kupferstich-Porträt ausgestellt hatte, ging er an die Akademie von Leipzig. Dort schloß er sich Johann Friedrich Bause an und arbeitete für die Verleger Dyck und Göschen. In seinen Arbeiten wird der Einfluß Bauses deutlich.

Werke: Bildnisse des Metastasio, des Archenholtz und seines Lehrers Bause, als Titelkupfer für die Bände 32, 33 und 35 von Dycks "Neuer Bibliothek"; Porträt des Prinzen Leopold von Braunschweig; Porträt von J. F. Haeseler, Bildnis des J. Al. Schneider; Porträt des Barons J. Fr. v. Racknitz, nach eigener Zeichnung; Titelvignette für einen Teil der 1787-90 von Göschen verlegten Ausgabe von "Goethes Schriften", nach einer Vorzeichnung von Johann Heinrich Meil. – Thieme-Becker, Bd. XV, S. 64.


 
Bartholomäus HÜBNER
(Augsburg, 1727 - 1795, Basel [?])

Bartholomäus Hübner wurde 1727 in Ausgburg geboren. Er lernte bei Johann Daniel Herz und ging dann 1776 nach Basel, wo er für die Kupferstichfabrik von Mechel arbeitete. Für von Mechels Verlag war er bis 1795 tätig. Als Christian von Mechel 1779 zum Vertrieb seiner Werke nach Wien ging, vertraute er die Leitung seiner Stecherwerkstatt oder "Academie", wie er sie nannte, Bartholomäus Hübner an. Dieser hatte bis zur Rückkehr von Mechels im Jahre 1787 den Direktionsposten inne. Dort stach er mehrere kleinere Porträts, die Mechels Namen tragen. Die Arbeiten ähneln in ihrer Technik dem Stil Johann Georg Willes. Von Mechel hat diese Manier nur selten für seine Arbeiten verwendet. So kann man annehmen, daß alle Arbeiten in Willes Manier, die unter von Mechels Namen erschienen, von Hübner gestochen sind. Hübner lebte noch 1795 in Basel, wahrscheinlich starb er erst Anfang des 19. Jahrhunderts.

Werke: Das Abendmahl nach Holbeins Bild aus der Baseler Bibliothek; La pharmacie rustiue, ou chambre de M. Schuppach, nach Lochner; Das Grabmal der Frau Langhans, nach Nahl; Das Bildnis Josephs II. zu Pferde, in Begleitung von Generälen, nach Christian Brand; J. Hofer, Kanzler in Mühlhausen, nach Hickel; J. Iselin, Baseler Staatssekretär, nach Hickel; L. Euler, Professor, nach Handmann; Christian von Mechel, 1784; Elisabetha von Mechel, 1785; Die Frau Holbeins mit zwei Kindern, nach Holbein; Der Buchdrucker Froben, nach Holbein; Thomas Morus, nach Holbein; Erasmus von Rotterdam, nach Holbein; Hans Holbein, nach einem Selbstbildnis in Basel, für Mechels Oeuvre de Jean Holbein (1790); für weitere Arbeiten siehe Thieme-Becker, Bd. XVIII, S. 44. – Nagler, Bd. VII, S. 173 f.; Thieme-Becker, Bd. XVIII, S. 44.


 
Anton Karcher

Anton Karcher war als Kupferstecher in Mannheim tätig. Nach Nagler erstreckte sich seine Schaffenszeit von 1780 bis in das erste Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts. Er stach vorwiegend Bildnisse in Punktiermanier, aber auch andere Themen. Meistens war er für Buchhändler tätig.

Werke: Das Bildnis des Schauspieldirektors Schubart, nach Lohbauer; Der Schauspieler Iffland, nach M. Klotz; Die alte Frau, nach Spagnolet; Die Halbfigur einer jungen Frau, die Güte personifizierend, nach Dominichino, gewidmet wurde dieses Blatt Stephanie Napoleon; Büste einer jungen Frau, nach Dominichino; Die Madonna della Seggiola, nach Raffael; Melchisedech segnet Abraham; mehrere kleine punktierte Blätter für Buchhändler. – Nagler, Bd. VII, S. 383.


 
Ignatz Sebastian KLAUBER
(Augsburg, 1754 - um 1820, St. Petersburg [?])

Ignatz Sebastian Klauber wurde 1754 in Augsburg geboren. Seinen ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater Johann Baptist Klauber. Daraufhin ging er nach Rom, dann nach Paris, um sich bei Johann Georg Wille weiterzubilden. Dort wurde er an der Akademie aufgenommen. Während der Revolution kehrte Klauber nach Augsburg zurück, begab sich dann nach Nürnberg und schließlich nach St. Petersburg. Dort wurde er Kupferstecher des Kaisers und Direktor der Kupferstecher-Akademie. Er starb 1820.

Für ein ausführliches Werkverzeichnis siehe Nagler, Bd. VII, S. 476 ff.


 
Johann Heinrich KLINGER
(Nürnberg, 1766 - 1789, Nürnberg)

Johann Heinrich Klinger wurde 1766 in Nürnberg geboren und von Johann Adam Schweikart im Kupferstich unterrichtet. Er starb bereits 1789 im Alter von 23 Jahren.

Werke: Die Erscheinung des hl. Petrus im Gefängnis, nach Guido; Ecce homo; Joseph und Maria; Der hl. Aloisius; Das Bildnis von Klopstock, nach Juel, 1789; Das Bildnis von Ziethen. – Nagler, Bd. VII, S. 507.

 
 
Jean Jacques de MECHEL
(Basel, 1764 - 1816, Basel)

Jean Jacques de Mechel war der Neffe und Schüler des Christian de Mechel. Er studierte bei Johann Rudolf Holzhalb in Zürich und bei Johann Gotthard Müller in Stuttgart. Jean Jacques de Mechel starb 1816 in Basel.

Werke: Ein Greis mit langem Bart, den Totenkopf in den Händen; J. v. Mechel jun. sc.; Das Bildnis des Christian von Mechel, nach Hickels; Stephanus Jehanot de Bartillat etc. – Nagler, Bd. X, S. 5.


 
Ernest MORACE
(Stuttgart, 1766 - 1820, ?)

Ernest Morace wurde 1766 in Stuttgart geboren und dort von Johann Gotthard Müller im Kupferstich unterrichtet. 1794 reiste Morace nach Italien und wurde nach seiner Rückkehr Hofkupferstecher in Stuttgart. Morace starb 1820.

Für ein ausführliches Werkverzeichnis siehe Nagler, Bd. X, S. 516 f.


 
Heinrich PFENNINGER (Pfeninger)
(Zürich, 1749 - um 1815, Ungarn)

Heinrich Pfenninger wurde 1749 in Zürich geboren. Von Johann Caspar Lavater wurde er dazu ermutigt, sich der Kunst zuzuwenden. So wurde er zum Maler und Kupferstecher ausgebildet. Bei Johann Balthasar Bullinger erhielt er drei Jahre Unterricht im Zeichnen und Malen. Später ging er nach Dresden, um bei Adrian Zingg und Anton Graff seine Ausbildung zu vervollständigen. Er kopierte mehrere Bilder von Rembrandt, van Dyck und Rigaud. Pfenninger wollte sich ganz der Malerei zuwenden. Nachdem er jedoch nach Hause zurückgekehrt war, brachte ihn Lavater wieder von dieser Idee ab. Lavater ließ ihn für seine Physiognomik Zeichnungen und Radierungen anfertigen, mit denen er sehr zufrieden war. Daraufhin beschloß Pfenninger, sich nur noch Radierungen zu widmen. Nachdem er in der Schweiz gearbeitet hatte, ging er nach Paris, wo er um 1795 tätig war, später nach Ungarn, wo er noch 1808 lebte. Pfenninger starb 1815.

Werke: Das Bildnis des Künstlers, nach Johann Heinrich Lips; B. Amerbach, nach Holbein; Calvin; Albert von Haller; L. Euler; Raphael Mengs, nach diesem; P. B. von Muralt; Martinus, Abt von St. Blasius, Halbfigur, nach Amman (Hauptblatt); Kanonikus Breitinger; Court de Gebelin; Diakonus Pfenninger, Bruder des Künstlers; Theodor de Beze; Salomon Gessner, nach Anton Graff; Bodmer, nach Tischbein; Paracelsus ab Hohenheim; Seb. Castellio; Caelius secundus Cureo; mehrere Blätter in Meisters Biographien berühmter Männer aus der Schweiz und zu dessen Charakteristik der berühmtesten deutschen Dichter; vier Landschaften nach Salomon Gessner; einige Ansichten in der Schweiz. – Nagler, Bd. XII, S. 362.


 
Carl Gottlieb RASP
(Dresden, 1752 - 1807, Dresden)

Carl Gottlieb Rasp wurde 1752 in Dresden geboren. 1772 wurde Rasp unter Lorenzo Zucchi zum Kupferstecher ausgebildet und bekam ein akademisches Stipendium. Rasp starb als Mitglied und Lehrer der Akademie 1807 in Dresden.

Für ein ausführliches Werkverzeichnis siehe Nagler, Bd. XIII, S. 539 f.


 
Christian Gottfried SCHULTZE (Schulze)
(Dresden, 1750 - 1819, Dresden)

Christian Gottfried Schultze wurde 1750 in Dresden geboren. Anfangs erlernte er das Gürtlerhandwerk bei seinem Vater und arbeitete fünf Jahre in diesem Beruf. Gleichzeitig besuchte er die Akademie und widmete sich unter Giuseppe Camerata ausschließlich der Kupferstecherkunst. 1772 wurde er auf Anweisung von Christian Ludwig von Hagedorn nach Paris geschickt, um sich bei Johann Georg Wille noch weiter ausbilden zu lassen. Dort lernte er die Künstler Aliamet, St. Aubin, le Bas und Strange kennen. Er bekam Einladungen nach Rom und England, doch Hagedorn war sehr daran interessiert, den Künstler wieder für Deutschland gewinnen zu können. Nach zehnjährigem Aufenthalt in Paris wurde Schultze als Hofkupferstecher nach Dresden berufen. Die Akademie ernannte ihn zum Mitglied und er wurde Professor der Kupferstechkunst. Schultze arbeitete seit 1783 in Dresden. Er stach viele Blätter eigenhändig, andere wurden unter seiner Aufsicht von Schülern gestochen. Schultze starb 1819.

Für ein ausführliches Verzeichnis der Werke siehe Nagler, Bd. XVIII, S. 53 ff.


 
Ernst Carl Gottlieb THELOTT
(Augsburg, 1760 - 1834, Düsseldorf)

Ernst Carl Gottlieb Thelott wurde 1760 in Augsburg geboren. An der Akademie in Augsburg erhielt er Unterricht im Kupferstich. Zur weiteren Ausbildung ging er nach München, wo er aber nur kurze Zeit blieb, da er sich in Düsseldorf bessere Arbeitsmöglichkeiten versprach. Er arbeitete für Buchhändler und mußte sich teilweise auch mit geringeren Aufträgen begnügen. In Düsseldorf stach er einige Blätter für das Werk der dortigen Galerie, aber auch für Almanache und literarische Werke. Von seiner Hand stammen viele kleinere Porträts. Thelott wurde Professor der Kupferstichkunst an der Akademie in Düsseldorf, wo er 1834 starb.

Für ein ausführliches Verzeichnis der Werke siehe Nagler, Bd. XX, S. 466 ff.


 
C. WAGNER
(Dresden, um 1780 - nach 1827)

C. Wagner wurde um 1780 in Dresden geboren und war als Zeichner und Radierer tätig. Genauere Angaben finden sich nicht bei Nagler.

Werke: Georg Friedrich Schmidt, Kupferstecher, Kopie nach diesem; Blatt mit Spinne (dieses Blatt könnte auch von einem Berliner Künstler C. Wagner stammen, siehe Nagler, Bd. XXIII, S. 417); zwei Landschaften mit Ruinen und badenden Mädchen. – Nagler, Bd. XXIII, S. 417.




Allgemeine deutsche Biographie. Auf Veranlassung Seiner Majestät des Königs von Bayern hrsg. durch die Historische Commission bei der Kgl. Akademie der Wissenschaften. 56 Bände. Neudruck. Berlin: Duncker & Humblot 1971 (Zitiert: ADB).

Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler. Von d. Antike bis zur Gegenwart. Unter Mitwirkung v. 300 Fachgelehrten des In- u. Auslandes hrsg. von Ulrich Thieme, Felix Becker, Hans Vollmer. 37 Bde. Repr.d.Ausg.von 1907-1950. Leipzig: Seemann (Zitiert: Thieme-Becker).

Meyer, Julius (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. 2., gänzlich neubearb. Aufl. 3 Bde. Leipzig: Engelmann 1872-1885.

Nagler, Georg Konrad: Neues allgemeines Künstler-Lexikon oder Nachrichten von dem Leben und den Werken der Maler, Bildhauer, Baumeister, Kupferstecher, Lithographen, Formschneider, Zeichner, Medailleure, Elfenbeinarbeiter etc. 25 Bde. Unveränd. Abdr. der 1. Aufl. 1835 - 1852. Wien: Manz (Zitiert: Nagler).

Nagler, Georg Konrad: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens ... bedient haben. 5 Bde. Nachdruck. Nieuwkoop: de Graaf 1991 (Zitiert: Nagler, Monogr.).

Portalis, Rober / Henri Béraldi: Les graveurs du dix-huitième siècle. 3 Bde. Paris: Morgand et Fatout 1880-1882. Mehrfach nachgedruckt.




Prof. Dr. Robert Stalla
Technische Universität Wien
Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege
Karlsplatz 13 / 257/3
A-1040 Wien
E-Mail: stalla@tuwien.ac.at




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