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Jutta Assel | Georg Jäger

Moritz von Schwind
Die sieben Werke der Barmherzigkeit
der Heiligen Elisabeth

Gestochen von Julius Thaeter

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Eingestellt: Februar 2016

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Zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus für 2016 ausgerufen hat, veröffentlicht das Goethezeitportal die von Moritz von Schwind gestalteten Rundbilder zu den sieben Werken der "leiblichen Barmherzigkeit". Dabei handelt es sich um die 1853/54 entstandenen Fresken für die Elisabeth-Galerie auf der Wartburg. In den Illustrationen zu allen sieben barmherzigen Werken ─ Die Hungrigen speisen | Die Durstigen tränken | Die Nackten kleiden | Die Müden beherbergen | Die Gefangenen trösten | Die Kranken pflegen | Die Toten begraben ─ tritt die Heilige Elisabeth als Helferin und Trösterin auf. Die früh gestorbene Landgräfin von Thüringen (1207-1231) führte ein asketisches Leben im Dienste tätiger Nächstenliebe und wird insbesondere an ihren Wirkungsstätten, auf der Wartburg und in Marburg, verehrt. Schwinds Bilderzyklus wird durch theologische Kommentare ergänzt, welche die Bezugsstellen für die Werke der Barmherzigkeit im Alten und Neuen Testament aufführen, die als festes Schema der "leiblichen Barmherzigkeit" in der moralischen Unterweisung tradiert wurden. Orientiert wird der Leser über den seinerzeit auch im Kreis der Nazarener bekannten und geschätzten Reproduktionsstecher Julius Thaeter (1804-1870).

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Gliederung

1. Schwinds Bilderzyklus,
ergänzt durch theologische Kommentare
2. Die Werke der Barmherzigkeit
3. Die Heilige Elisabeth
4. Julius Thaeter
5. Rechtlicher Hinweis und Kontaktanschrift

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Vorlage:
Die sieben Werke der Barmherzigkeit der heiligen Elisabeth. Wandgemälde auf der Wartburg. Erfunden und ausgeführt von Moritz von Schwind. In Kupfer gestochen von Julius Thäter. Leipzig, Georg Wigands Verlag [o.J.]. Roter Kaliko-Einband mit Schwarzdruck und Goldpressung. 8 Tafeln.

Sieben Rundbilder nach den Medaillonfresken der Elisabeth-Galerie auf der Wartburg, 1853-1854. Erstausgabe des Tafelwerkes 1856, weitere Ausgaben bis 1917/1918 (Kunstgaben für Schule und Haus, H. 14).

Eine Kurzbiografie Schwinds finden Sie in der Dichter- und Denkerenzyklopädie sowie auf weiteren Schwind-Seiten des Goethezeitportals (siehe unten).

Literatur zu Schwind:
* Schwind. Des Meisters Werke in 1265 Abbildungen. Hrsg. von Otto Weigmann (Klassiker der Kunst in Gesamtausgaben; 9) Stuttgart und Leipzig: Deutsche Verlagsanstalt 1906, S. 348-351.
* Friedrich Haack: M. von Schwind (Künstler-Monographien; XXXI) Bielefeld und Leipzig: Velhagen & Klasing 1898.
* Moritz von Schwind. Meister der Spätromantik. Ostfildern-Ruit: Gerd Hatje 1996, S. 210-212; Abbildung 357. ISBN 3-7757-0632-1

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1. Schwinds Bilderzyklus,
ergänzt durch theologische Kommentare

Erläuternder Text:
Franz Karl Kienle: Lexikon der christlichen Glaubens- und Sittenlehre. Bd. 1. Augsburg, bey Matthäus Riegers sel. Söhnen 1784. Barmherzigkeit, S. 76-79. - Rechtschreibung und Zeichensetzung beibehalten.

1. Die Barmherzigkeit ist eine Tugend, mittels welcher wir dem Nebenmenschen in einer Leibes- oder Seelennoth, wegen Gott, thätige Hülfe erzeigen.

2. Der Heiland empfiehlt die Tugend der Barmherzigkeit mit dem größten Nachdrucke. Er sagt: "Seyd barmherzig, wie euer himmlischer Vater auch barmherzig ist!" (Luk. 6, 36.) Und: "Gebet, so wird euch auch gegeben werden!" (ebenda 38. V.) Und wegen der Werke der Barmherzigkeit wird er am letzten Gerichte zu den Auserwählten sprechen: "Kommet her, ihr Gesegneten, u. w." Und wegen der Unbarmherzigkeit werden die Verdammten die Worte hören: "Gehet hin, ihr Verfluchten, u. w." Und Matth. 5, 7. spricht er: "Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen."

3. Hören wir auch den heiligen Apostel Jakob: "Es wird ein Gericht, sagt er, ohne Barmherzigkeit über denjenigen ergehen, der keine Barmherzigkeit erwiesen hat." (Jak. 2, 13.) Und der heilige Paulus: "Seyd untereinander freundlich, und barmherzig, und vergebet einer dem andern, wie auch Gott euch durch Christum vergeben hat." (Ephes. 4, 32.)

4. "Du hast, sind Worte des heiligen Chrysostomus, die zeitlichen Güter nicht deßwegen empfangen, daß du sie in Wohllüsten verzehrest; sondern daß du sie als Almosen austheilest." Und der heilige Augustin sagt: "Dir sind diese Güter überflüßig; aber die Armen des Herrn rufen: Es gehöret uns, was verschwendet wird. Es wird uns grausam entzogen, was unnützlich ausgegeben wird." Und der heilige Leo: "Die Tugend der Barmherzigkeit ist so groß, daß ohne sie andere Tugenden, wenn sie auch da sind, nichts nützen können. Denn wenn jemand schon gläubig, keusch, nüchtern, oder mit andern größern Gaben geschmücket ist, und ist nicht barmherzig: so verdienet er keine Barmherzigkeit."

5. Die Barmherzigkeit übet sieben Gattungen der leiblichen, und eben so viel der geistlichen Werke aus. Die leiblichen Werke sind folgende.

Das erste ist die Hungrigen speisen. Hiezu ermahnet der Prophet Isaias mit den Worten: "Brich dem Hungrigen dein Brod!" (Isa. 58, 7.) Und Tobias befolgte es gegen seine gefangenen Mitbrüder. (Tob. 1, 3.) Hingegen wurde der reiche Prasser, der dem armen Lazarus die Brosamen versagte, in die Hölle begraben. (Luk. 16, 22.)

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Das zweyte: Die Durstigen tränken. Von diesem saget der Heiland: "Wer auch einem von diesen Geringsten einen Becher kaltes Wassers zu trinken reichen wird, der wird seinen Lohn nicht verlieren." (Matth. 10, 42.) Diesen Liebesdienst erwies die Rebekka dem Eliezer. (1. B. Mos. 24, 18.) Hingegen tränkten die Schergen Jesum am Kreutze mit Essig. (Matth. 27, 48.)

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Das dritte: Die Nackenden bekleiden. Hievon saget Isaias wieder: "Wenn du einen Nackenden siehst: so bedecke ihn, und verachte dein Fleisch nicht!" (Isa. 58, 7.) Job zeichnete sich hierinn vorzüglich aus, so, daß er vor aller Welt fragen dorfte: "Habe ich denjenigen verachtet, der zu Grunde gieng; weil er kein Kleid hatte, und den Armen unbedeckt gelassen? Haben mich die Glieder seines Leibes nicht gesegnet; weil er von den Fellen meiner Schafe ist erwärmet worden?" (Job. 31, 19, u. 20.) Hingegen lassen viele Christen die Armen in ihrer Blöße darben, wie die Juden Jesum am Kreutze ohne Kleider hangen ließen.

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Das vierte: Die Fremden beherbergen. Dieses Liebeswerk empfiehlt abermal Jsaias, da er sagt: "Führe die Bedürftigen und Herberglosen in dein Haus!" (Isa. 58, 7.) Abraham beobachtete es gegen die Engel. (1. B. Mos. 18, 2.) Lot eben so. (ebenda 19,1.) Rahab gegen die Ausspäher des Josue. (Jos. 2, 1.) Das Weib zu Suna gegen den Elisäus. (4. Kön. 4.) Zachäus gegen Christum. (Luk. 19, 6.) und andere. Hingegen hatte Jesus bey seiner Geburt in Bethlehem keine Herberge. (Luk. 2, 6.) Und wurde auch einmal von den Samaritanen nicht eingelassen. (Luk. 9, 53.)

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Das fünfte: Die Gefangenen erlösen. "Ich war im Kerker, wird der Herr einmal sagen, und ihr habet mich besuchet." (Matth. 25, 36.) Abdemelech der Mohr rettete den Propheten Jeremias aus dem Kerker, (Jerem. 38, 7.) und wurde deßwegen in der Niederlage Jerusalems erhalten. (Jerem. 39, 15.) Hingegen war der Mundschenk des Pharao undankbar gegen den gefangenen Joseph. (1. B. Mos. 40, 23.) Und Herodes, der den unschuldigen Petrus in dem Kerker hatte, wurde zuschandengemachet. (Apostelgesch. 12.)

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Das sechste: Die Kranken besuchen. Sirach giebt uns hievon folgende Lehre: "Laß dich nicht verdrießen einen Kranken zu besuchen; denn dadurch wirst du in der Liebe befestiget werden." (7, 39.) Joas der König in Israel selbst besuchte den kranken Propheten Elisäus. (4. Kön. 13, 14.) Und die Schwestern des kranken Lazarus waren für ihren Bruder sehr sorgfältig. (Johan. 11, 3.) Wie liebreich nahm sich der Hauptmann zu Kapharnaum seines kranken Knechtes an! (Matth. 8, 5.) u.s.w. Hingegen zeigte der reiche Prasser eine abscheuliche Härtigkeit gegen den kranken Lazarus. (Luk. 16.)

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Das siebente endlich: Die Todten begraben. Wie gefällig dieß Werk Gott sey, erhellet aus den Worten des Erzengels Raphael: "Als du, sprach dieser zum Tobias, mit Thränen bethetest, die Todten begrubest, und deßwegen das Mittagessen verließest, und die Todten des Tages in deinem Hause verbargest, um sie bey der Nacht zu begraben: da brachte ich dein Gebeth vor den Herrn. (Tob. 12, 12.) David segnete die Männer von Jabes Galaad; weil sie den Saul, und seine Söhne, begraben hatten. (2. Kön., 2, 5.) Joseph von Arimathea und Nikodemus werden gerühmet wegen der Begräbniß Jesu. (Johann. 19, 38.) u. w. Hingegen ließ Gott durch den Propheten Jeremias dem unglückseligen Könige Joakim als eine Strafe vorsagen: "Man werde ihn wie einen Esel begraben: er werde verfaulen, und vor die Thore Jerusalems hinausgeworfen werden." (Jerem. 22, 19.)

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2. Die Werke der Barmherzigkeit

"Barmherzigkeit wird nicht einfach als natürliches Mitgefühl verstanden, sondern ist, wohl durch Mitleid angeregte, überlegte, tätige Hilfsbereitschaft. Indem sie sich die Not des andern nahegehen läßt und sich ihrer annimmt, tut sie mehr als die strenge Gerechtigkeit fordert. Schon in der Bibel wird eine Reihe solcher Taten der B. aufgezählt, die dann später als festes Schema der je sieben 'Werke der leiblichen und geistigen B.' in der moralischen Unterweisung tradiert werden."

Quelle:
Historisches Wörterbuch der Philosophie. Hrsg. von Joachim Ritter. Bd. 1. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1971. Eintrag "Barmherzigkeit", Sp. 753-755. Hier Sp. 753 (R. Hauser).

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Die Aufzählung umfasst die folgenden Werke der Barmherzigkeit:

    Hungrige speisen
    Durstige tränken
    Fremde beherbergen
    Nackte bekleiden
    Kranke besuchen
    Gefangene besuchen
    Tote bestatten

Die Reihenfolge dieser Werke folgt der sogenannten Endzeitrede Jesu im Matthäus-Evangelium (Mt 25,34–46). Das siebte Werk, die Toten zu bestatten, wurde von dem Kirchenvater Lactantius mit Bezug auf das Buch Tobit (Tob 1,17–20) hinzugefügt und hat sich in der Folge als Bestandteil der sieben Werke der Barmherzigkeit etabliert. Allerdings hat Lactantius in "Epitome divinarum institutionum" nicht allein dieses Werk hinzugefügt, sondern insgesamt neun Werke genannt:

    Hungernde speisen
    Nackte kleiden
    Unterdrückte befreien
    Fremde und Obdachlose beherbergen
    Waisen verteidigen
    Witwen schützen
    Gefangene vom Feind loskaufen
    Kranke und Arme besuchen
    Mittellose und Zugezogene (also Menschen ohne Familie vor Ort) bestatten

Die Liste beinhaltet verschiedene alt- und neutestamentliche Gebote, ohne dass sie einer einzelnen Bibelstelle zuzuweisen wären.

Auszug aus dem Artikel "Werke der Barmherzigkeit" in Wikipedia, URL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Werke_der_Barmherzigkeit
Beachten Sie die Creative Commons-Lizenz.

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Die Heilige Elisabeth
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Die Heilige Elisabeth. H. Näke del. et pinx. E. Stölzel sc.1834. Höhe 14,8; Breite 22,5 cm (Bild).

Naeke (Naecke), Gustav Heinrich, Historien- und Bildnismaler, geb. 4. 4. 1786 in Frauenstein (Sachsen), gest. 10. 1. 1835 in Dresden. 1817/28 in Rom im Kreis der Nazarener, dann Prof. an der Akademie Dresden. (Thieme - Becker)

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3. Die Heilige Elisabeth

Elisabeth, die Heilige, Landgräfin von Thüringen u. Hessen, die Stammutter des fürstl. hess. Hauses, war die 1207 zu Presburg geb. Tochter des Königs Andreas II. von Ungarn. Erst 4j. kam sie auf die Wartburg, wurde mit dem 11j. Sohne des Landgrafen Hermann, Ludwig, verlobt und die Ehe trotz den Ränken der Schwiegermutter 1221 vollzogen.

Von ihrer überaus großen Wohlthätigkeit und Frömmigkeit erzählen viele Stiftungen, Thatsachen und Legenden. Als sie im Hungerjahr 1225 in Ludwigs Abwesenheit 64000 Goldgulden austheilte, klagten die Hofbeamten, aber Ludwig meinte: »Almosen werden uns nicht zu Grunde richten!« Der Papst zeichnete sie aus, mit Franz von Assisi stand sie im Briefwechsel.

Nachdem sie Ludwigen einen Sohn und drei Töchter geboren, starb er 1227 zu Otranto auf einem Zuge ins gelobte Land. Sein Bruder, Heinrich Raspe, riß die Regierung an sich und ließ sich bereden, Elisabethen mit ihren Kindern im Winter von der Wartburg zu treiben und den Eisenachern zu verbieten, ihr irgendwie zu helfen. Sie fand im Kloster Kitzingen, alsdann auf dem Schlosse Bottein Zuflucht durch ihre Verwandten, bis Ludwigs zurückkehrende Gefährten bewirkten, daß Heinrich Raspe sie wieder feierlich in die Wartburg einziehen ließ. Nachdem sie Marburg als Wittwensitz und 500 Mark Silber als jährl. Leibgeding erhalten, wurde sie Franziskanerin, gründete einen Spital und führte unter der Leitung Konrads von Marburg ein sehr strenges ascetisches Leben, bis sie schon 1231 starb, ohne die Einladung des Vaters nach Ungarn angenommen zu haben. Bereits 1235 wurde sie canonisirt, Landgraf Konrad, ihr früherer Verfolger, begann über ihrem Grabe einen herrlichen Dom zu bauen, worin ihre Gebeine ruhten, bis einer ihrer Nachkommen, der bekannte Landgraf Philipp, dieselben 1539 unter einem gewöhnlichen Stein verscharren ließ.

Quelle:
* Herders Conversations-Lexikon. 1. Auflage 1854–1857. Neusatz und Faksimile (Digitale Bibliothek; 133) Berlin: Directmedia 2005, S. 14822 f.

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"Tatkräftige Solidarität mit Armen und Kranken und ein tugendhaftes Leben ließen die heilige Elisabeth zum Vorbild auch für Protestanten werden, welche den Heiligenkult, insbesondere die zwischen Gott und Menschen vermittelnde Fürspracherolle der Heiligen ablehnten. Wohl von protestantischer Seite war das Verlangen geäußert worden, Schwind solle die thüringische Landgräfin ohne Aura ["Reifchen um den Kopf"] darstellen, aber der Künstler holte sich des Großherzogs Zustimmung ein, diese 'katholische Zutat' anbringen zu dürfen."

Quelle:
* Moritz von Schwind. Meister der Spätromantik. Ostfildern-Ruit: Gerd Hatje 1996. Im Zenit des Wirkens. Die Wartburgfresken 1854-1855, Zitat S. 210. ISBN 3-7757-0632-1

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4. Julius Thaeter

Julius Thaeter. Zeichnung von einem unbekannten Künstler (vom 5. Januar 1833). In: Julius Thaeter, der Kupferstecher großer deutscher Künstler. Aus Thaeters Nachlass bearbeitet von Karl Josef Friedrich. Leipzig und Hamburg: Gustav Schloeßmanns Verlagsbuchhandlung (Gustav Fick) 1942.

Thaeter, Julius, * 7. Januar 1804 in Dresden, † 14. November 1870 in München, Reproduktionsstecher. Thaeter studierte an der Dresdner Akademie und in Nürnberg, wechselte zwischen 1826 und 1834 mehrfach den Aufenthaltsort, war dann in München (1834-41), Weimar (1841-43) und Dresden (1843-49) tätig, wo er seit 1846 Zeichenlehrer an der Akademie war. 1849 wurde er an die Akademie der Bildenden Künste München berufen, gab die Professur jedoch 1868 auf und übernahm dort die Leitung des Kupferstichkabinetts.

Thaeter erfuhr eine Ausbildung als Zeichner und entwickelte sich autodidaktisch weiter zum Reproduktionsgraphiker. In München fand er Zugang zum Kreis der Nazarener und wurde zum „Kartonstecher“. Hervorzuheben sind die Stiche nach Peter von Cornelius, Wilhelm von Kaulbach, Julius Schnorr von Carolsfeld, Asmus Carstens und Moritz von Schwind. (Wikipedia, bearbeitet)

Artikel "Julius Thaeter" in Wikipedia. Lizenzbestimmung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Thaeter

Vgl. Julius Thaeter, der Kupferstecher großer deutscher Künstler. Aus Thaeters Nachlass bearbeitet von Karl Josef Friedrich. Leipzig und Hamburg: Gustav Schloeßmanns Verlagsbuchhandlung (Gustav Fick) 1942. Darin: Thaeter und Moritz von Schwind, S. 178-195.

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5. Rechtlicher Hinweis und Kontaktanschrift

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