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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Weihnachtsgaben

Eine Dokumentation zu Weihnachten 2010

Stand: Oktober 2015
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Der Wunschzettel | Wer bringt die Geschenke: das Christkind, der Weihnachtsmann, Engelein, Mutter, Vater, Dienstmann, Botenjunge? | Christabend, Bescherung, Gaben unterm Weihnachtsbaum: Puppen und Kochherd für die Mädchen, Trommel, Helm, Pferd und Wagen für die Knaben, Kerzen, Nüsse und Nussknacker, Äpfel, Lebkuchen, Zuckerzeug, Zwetschgenmann, Bücher u.v.m.; auch eine Rute liegt dabei.

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Gedichte und Prosatexte

Ludwig Bechstein, Festkalender eines Unglücklichen. Weihnachten | Wilhelmine Buchholz, Das Weihnachtsgeschenk | Emma Richter über ihren Vater Jean Paul an Ernst Förster 1826 | Theodor Fontane, Gekommen ist der heil'ge Christ (An Emilie 1859) | Johann Peter Hebel, Die Mutter am Christabend | Heinrich Heine, Briefe aus Berlin | August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Der Nussknacker | Ders., Der Traum | Arno Holz, Weihnachten | Liederfibel, Ein Liedchen vom Christabend | Ebd., Weihnachten. Hör an, du kleine Magdalene | Ebd., Der Weihnachtsmann ist auf der Fahrt | Detlev on Liliencron, Weihnachtslied | Friedrich Wilhelm August Schmidt (Schmidt von Werneuchen), An Freund Ruprecht. Im Dezember 1798 | Ders., Der heilige Abend vor Weihnachten | Friedrich Leopold Graf zu Stolberg, Weihnachtsfeier 

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Traudl. Es wird ein Stern aufgehen über Bethlehem. Verso: 1. Adventssonntag 1935.
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Traudl war acht Jahre alt, als sie ihren Wunschzettel nicht an das Christkind oder den Weihnachtsmann schrieb, sondern diesen nur mit ihrem Namen bezeichnete, weil ihre Schwester nichts von den schönen Sachen erhalten sollte. Die klein gezeichneten Tannenzweige mit Zuckerkringel, Apfel, Baumbehang und Kerze "kriegte man sowieso". Ihr größter Wunsch war ein elektrischer Stern als Beleuchtung für ihr Zimmer; ferner eine handkurbelbetriebene Puppen-Nähmaschine und ein Puppenherd, den sie bekam. Obschon diese Geräte in eine künftige Hausfrauenrolle nach Art der Mutter einüben sollten, wurde Traudl Chemikerin und blieb Junggesellin. (Nach persönlichen Mitteilungen)

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An den Weihnachtsmann [Brief]. Fröhliche Weihnachten. Verso, rechts unten: Dr. M 5. Keine weiteren Angaben. Nicht gelaufen.

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Johann Georg Meyer von Bremen: Christkind armen Kindern Geschenke bringend (1840).
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Johann Georg Meyer von Bremen. Das Lebensbild eines deutschen Genremalers von Fr. W. Alexander. Leipzig: E. A. Seemann, Abb. 48.

Meyer (gen. Meyer von Bremen), Johann Georg, Genre- und Bildnismaler, Lithograph und Radierer, geb. Bremen 28. 10. 1813, gest. Berlin 4. 12. 1886, Schüler von Karl Ferdinand Sohn und Wilhelm von Schadow in Düsseldorf. Gemüt- und humorvolle, auf sorgfältigen Modellstudien beruhende Genrebilder, deren Motive meist dem Kleinleben der ländlichen Bevölkerung Hessens, Bayerns und der Schweiz entnommen sind. (Thieme / Becker)

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Ein Liedchen vom Christabend

Liebes Freundchen, heil'ger Christ,
Der so hold den Kindern ist,
Ach verdopple deinen Schritt
Und bring hübsche Sachen mit!

Süßer Äpfel einen Sack,
Pfeffernüsse einen Pack,
Nüss und Mandeln viele Schock,
Neue Schuhe, neuen Rock!
Hast du hübsche Spielerei'n,
So gib auch davon was drein
Und dazu ein Büchlein schön,
In dem bunte Bilder stehn.

Hab mich ja, wie sich's gebührt,
Alle Zeit gut aufgeführt,
Darum hoff' ich wohlgemut,
Wirst's auch diesmal machen gut
Brav sein will ich auch dies Jahr,
Besser werden immerdar,
Dass du, lieber, heil'ger Christ,
Ganz gewiss mein Freundchen bist!

Liederfibel. Das ganze Kinder- und Familienleben nach seinen verschiedenen Stufen dargestellt in einem vollstimmigen Chore deutscher Dichter. Eßlingen: Verlag der Dannheimer'schen Buchhandlung 1841, S. 285f. Anonym (Digitalisierung durch Google).

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Oblate, Prägeglanzbild [Weihnachtsmann mit Weihnachtsbaum und Geschenken gibt kleinem Mädchen die Hand.] 

"Glanzbilder sind farbige auf Papier im Chromolithographieverfahren gedruckte Bilder für Dekorationszwecke. Sie werden unter anderem für das Ausschmücken von Artikeln in Poesiealben verwendet oder man verziert beispielsweise Briefe damit oder hängte sie an den Christbaum. Sie sind Tausch- und Sammelobjekte. Noch heute findet man sie gelegentlich auf Lebkuchengebäck, das auf Jahrmärkten angeboten wird. 
Glanzbilder sind in Bögen angeordnet und die einzelnen Motive über kleine Papierstege miteinander verbunden, so dass man sie vor der Verwendung mit der Schere voneinander trennen muss. Je nach Größe des einzelnen Motivs kann ein Bogen nur aus einer Marke oder aus mehreren Dutzend Marken bestehen." Artikel "Glanzbild" in Wikipedia, URL: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebesmarke

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Der Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann ist auf der Fahrt,
Zu besuchen die Schuljugend zart,
Zu sehn, was die kleinen Mädchen und Knaben
In diesem Jahre gelernet haben,
Im Beten, Schreiben, Singen und Lesen,
Auch ob sie hübsch fromm sind gewesen.
Er hat auch in seinen Sack verschlossen
Schöne Puppen, aus Zucker gegossen;
Den Kindern, welche hübsch fromm wären,
Will er solche Sachen bescheren.

Liederfibel. Das ganze Kinder- und Familienleben nach seinen verschiedenen Stufen dargestellt in einem vollstimmigen Chore deutscher Dichter. Eßlingen: Verlag der Dannheimer'schen Buchhandlung 1841, S. 283. Köhler's Mutterschule [Friedrich Köhler: Die Mutterschule. 3 Teile. Berlin: Reimer 1840.] (Digitalisierung durch Google).

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Detlev von Liliencron
Weihnachtslied

Seht! der jetzt hier vor euch steht,
Ist ein Engel aus dem Himmel,
Von den Sternen hergeweht,
Ach, ins irdische Gewimmel.

Manches hab ich angeschaut,
Ganz zuletzt die Weihnachtsbäume,
Und darunter aufgebaut
Tausend wachgewordne Träume.

Mit Knecht Ruprecht ging ich viel
Vor den schönen Christkindtagen,
Immer neu war unser Ziel,
Seinen Rucksack half ich tragen.

Unsrer Gaben Fülle lag
Fest verschlossen in Verstecken,
Dass nicht vor dem Jesustag
Naseweischen sie entdecken.

Ein Klein-Lottchen konnt ich sehn,
Mit dem Brüderchen, dem Fritzen,
Suchten emsig auf den Zehn
Schlüsselloch und Türenritzen.
Kinder, ward der alte Mann
Böse, zeigte schon die Rute!
Doch ich tat ihn in den Bann,
Bis ihm wieder lieb zu Mute.

Und nun trägt vom hellen Baum
Jeder seinen Schatz in Händen,
Und er lässt sich selbst im Traum
Die Geschenke nicht entwenden.

Ganz besonders diesmal fand
Märchenbuch ich und Geschichten,
Denn ich kam in jedes Land,
Wo die Menschen alle dichten.

Bleibt ihr artig, kleine Schar,
Wird Knecht Ruprecht an euch denken,
Bringt euch auch im nächsten Jahr
Einen Sack voll von Geschenken.

Und dann steht ihr wie im Traum.
Und noch einmal seht ihr wieder
Kerzenglanz und Tannenbaum
Und hört alte Weihnachtslieder.

Quelle: Wikisource
http://de.wikisource.org/wiki/Weihnachtslied_(Liliencron)

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Oben: Frohe Weihnachten! Signiert: ursula. Keine weiteren Angaben.
Mitte: Fröhliche Weihnachten! [handschriftlich, auf vorgezeichneten Schreiblinien:] sendet dir dein Freund Gustav. Verso: Signet [Taube mit Brief im Schnabel auf Erdkugel mit Umschrift: TRADEMARK] No. 208. Gelaufen. Poststempel 1902. Adressseite ungeteilt. Prägedruck mit Goldbronze.
Unten: Veselé vánoce. Verso Signet [VKVK auf vierblättrigen Kleeblatt] 4520-2. Gelaufen. Datiert u. Poststempel 1940.

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Arno Holz
Weihnachten

Und wieder nun lässt aus dem Dunkeln
Die Weihnacht ihre Sterne funkeln!
Die Engel im Himmel hört man sich küssen
Und die ganze Welt riecht nach Pfeffernüssen ...

So heimlich war es die letzten Wochen,
Die Häuser nach Mehl und Honig rochen,
Die Dächer lagen dick verschneit
Und fern, noch fern schien die schöne Zeit.
Man dachte an sie kaum dann und wann.
Mutter teigte die Kuchen an,
Und Vater, dem mehr der Lehnstuhl taugte,
Saß daneben und las und rauchte.
Da, plötzlich, eh man sich's versah,
Mit einem Mal war sie wieder da.

Mitten im Zimmer steht nun der Baum!

Man reibt sich die Augen und glaubt es kaum ...
Die Ketten schaukeln, die Lichter wehn,
Herrgott, was gibt's da nicht alles zu sehn!
Die kleinen Kügelchen und hier
Die niedlichen Krönchen aus Goldpapier!
Und an all den grünen, glitzernden Schnürchen
All die unzähligen, kleinen Figürchen:
Mohren, Schlittschuhläufer und Schwälbchen,
Elephanten und kleine Kälbchen,
Schornsteinfeger und trommelnde Hasen,
Dicke Kerle mit roten Nasen,
Reiche Hunde und arme Schlucker
Und Alles, Alles aus purem Zucker!
Ein alter Herr mit weissen Bäffchen
Hängt grade unter einem Äffchen.
Und hier gar schält sich aus seinem Ei
Ein kleiner, geflügelter Nackedei.
Und oben, oben erst in der Krone!!
Da hängt eine wirkliche, gelbe Kanone
Und ein Husarenleutnant mit silbernen Tressen -
Ich glaube wahrhaftig, man kann ihn essen!

In den offenen Mäulerchen ihre Finger,
Stehn um den Tisch die kleinen Dinger,
Und um die Wette mit den Kerzen
Puppern vor Freuden ihre Herzen.
Ihre großen, blauen Augen leuchten,
Indes die unsern sich leise feuchten.
Wir sind ja leider schon längst "erwachsen",
Uns dreht sich die Welt um andre Achsen
Und zwar zumeist um unser Bureau.
Ach, nicht wie früher mehr macht uns froh
Aus Zinkblech eine Eisenbahn,
Ein kleines Schweinchen aus Marzipan.
Eine Blechtrompete gefiel uns einst sehr,
Der Reichstag interessiert uns heut mehr;
Auch sind wir verliebt in die Regeldetri
Und spielen natürlich auch Lotterie.
Uns quälen tausend Siebensachen.
Mit einem Wort, um es kurz zu machen,
Wir sind grosse, verständige, vernünftige Leute!

Nur eben heute nicht, heute, heute!

Über uns kommt es wie ein Traum,
Ist nicht die Welt heut ein einziger Baum,
An dem Millionen Kerzen schaukeln?
Alte Erinnerungen gaukeln
Aus fernen Zeiten an uns vorüber
Und jede klagt: Hinüber, hinüber!
Und ein altes Lied fällt uns wieder ein:
O selig, o selig, ein Kind noch zu sein!

Gedichte zur Weihnacht. Hrsg. von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2009, S. 71-73.

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Fliegende Blätter, 83. Jahrg. No. 4299. München, 23. Dezember 1927. Titelillustration "Fröhliche Weihnachten!" von H. Stockmann, 1927.

Stockmann, Hermann (geb. 28. April 1867 in Passau; gest. 25. Dezember 1938 in Dachau), Maler, Zeichner und Illustrator. Nach dem Studium an der Münchner Kunstakademie zog er nach Dachau, wo er eines der berühmtesten Mitglieder der Dachauer Malerschule war. Der Künstler zeichnete viele Motive für Kalenderbilder und Postkarten. Er malte Firmenschilder sowie Produktetiketten, gestaltete Häuserfassaden, schmückte Gasthofsäle, entwarf Plakate für große Volksfeste in Bayern, fertigte mehrere Entwürfe für Glasbilder in Kirchen. Er illustrierte eine beachtliche Anzahl von Kinderbüchern und war jahrzehntelang Mitarbeiter der "Fliegenden Blätter", auch zeichnete er seit 1896 für die "Jugend". Vgl. Artikel "Hermann Stockmann" in Wikipedia, URL:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Stockmann

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Heinrich Heine
Briefe aus Berlin (Auszug)

Wenig Schnee und folglich auch fast gar kein Schlittengeklingel und Peitschengeknall hatten wir dieses Jahr. Wie in allen protestantischen Städten spielt hier Weihnachten die Hauptrolle in der großen Winterkomödie. Schon eine Woche vorher ist alles beschäftigt mit Einkauf von Weihnachtsgeschenken. Alle Modemagazine und Bijouterie- und Quincailleriehandlungen haben ihre schönsten Artikel – wie unsere Stutzer ihre gelehrten Kenntnisse – leuchtend ausgestellt; auf dem Schloßplatze stehen eine Menge hölzerner Buden mit Putz-, Haushaltung- und Spielsachen; und die beweglichen Berlinerinnen flattern, wie Schmetterlinge, von Laden zu Laden und kaufen und schwatzen und äugeln und zeigen ihren Geschmack und zeigen sich selber den lauschenden Anbetern. Aber des Abends geht der Spaß erst recht los; dann sieht man unsere Holden oft mit der ganzen respektiven Familie, mit Vater, Mutter, Tante, Schwesterchen und Brüderchen, von einem Konditorladen nach dem andern wallfahrten, als wären es Passionsstationen. Dort zahlen die lieben Leutchen ihre zwei Kurantgroschen Entree und besehen sich con amore die »Ausstellung«, eine Menge Zucker- oder Drageepuppen, die, harmonisch nebeneinander aufgestellt, rings beleuchtet und von vier perspektivisch bemalten Wänden eingepfercht, ein hübsches Gemälde bilden. Der Hauptwitz ist nun, daß diese Zuckerpüppchen zuweilen wirkliche, allgemein bekannte Personen vorstellen. Ich habe eine Menge dieser Konditorladen mit durchgewandert, da ich nichts Ergötzlicheres kenne, als unbemerkt zuzuschauen, wie sich die Berlinerinnen freuen, wie diese gefühlvolle Busen vor Entzücken stürmisch wallen und wie diese naiven Seelen himmelhoch aufjauchzen: »Ne, des is schene!« Bei Fuchs waren in der heurigen Ausstellung Bilder aus »Lalla Rookh«, wie man sie vorig Jahr auf dem bekannten Hoffeste im Schlosse sah. Es war mir unmöglich, von dieser Herrlichkeit bei Fuchs etwas zu sehen, da die holden Damenköpfchen eine undurchdringliche Mauer bildeten vor dem viereckigen Zuckergemälde. Ich will Sie nicht langweilen, mein Lieber, mit der Beurteilung der Ausstellung bei allen Konditoren; der Kriegsrat Karl Müchler, der, wie man sagt, Berliner Korrespondent in der »Eleganten Welt« ist, hat bereits in diesem Blatte eine solche Rezension geliefert.

Heinrich Heine: Briefe aus Berlin, 1822. Erstdruck in: Rheinisch-Westfälischer Anzeiger, Februar/März 1822. Deutsche Literatur von Luther bis Tucholsky. Großbibliothek (Digitale Bibliothek; 125) Berlin: Directmedia 2005, S. 243.931f.

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Oben: Fröhliche Weihnachten! Verso: 2997. Keine weiteren Angaben. Gelaufen. Poststempel 1911.
Unten links: Herzliche Weihnachtsgrüsse! Signet [PH im Dreieck] 917-6. Gelaufen. Poststempel 1917.
Unten rechts: Kessemes karácsonyi ünnepeket. Verso: 659. Ohne weitere Angaben. Gelaufen. Poststempel u. datiert 1920.

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Wilhelmine Buchholz
Das Weihnachtsgeschenk

Womit aber soll ich meiner verheirateten Tochter unter die Augen gehen? Sie haben ja Alles: das Nützliche von der Aussteuer her und das Überflüssige vom Polterabend. [...] Desgleichen hat Onkel Fritz sich schon seit Jahr und Tag jede Art von Morgenschuhen und gestickter Rauchutensilien verbeten, wogegen er die Cigarren als solche nicht ausgenommen wissen will. Er bekommt diesmal einen Korb Likör, womit er seine Freunde angenehm bewirten kann. Eine niedliche kleine Stickerei wird natürlich nicht an dem Korbe fehlen; Betti und ich arbeiten gemeinschaftlich daran.
     Während dieser Arbeit überlegen wir nun die Weihnachtsgaben zusammen. "Hast du einen passablen Vorschlag für Doktors?" fragte ich neulich. "Sie haben ja Alles, selbst einen neuen Stiefelknecht, den Onkel Fritz ihnen zur Aussteuer verehrte." - "Emmi wünscht sich einen luftdichten Kochtopf" erwiderte Betti. - "Kind, hat ein luftdichter Kochtopf etwas Festliches?" entgegnete ich. "Außerdem wird der Doktor es sich nicht nehmen lassen, ihr denselben zu schenken. Nein, wenn schon, dann muss es etwas Poesievolles sein?" - "Ein Band Gedichte!" - "Gedichte ist wohl gerade nicht notwendig, aber ein schönes Werk, inwendig prachtvoll illustriert und auswendig mit Rot und Gold, würde ziemlich hingehen. Wenn Rot nicht zu der Tapete stimmt, kann man ja Blau oder Seegrün nehmen." - "Mama, welcher gebildete Mensch taxiert die Bücher nach den Umschlägen?" - "Ich weiß sehr wohl, dass der Umschlag allein es nicht tut," ertwiderte ich abweisend, "aber heut zu Tage, wo jeder Mensch die Pflicht hat, das Kunstgewerbliche zu fördern, muss man mehr für das Äußere ausgeben als früher. Und kannst du leugnen, dass es ungemein ziert?"
     "Nein," erwiderte Betti, "das kann ich nicht. Aber du wirst mir doch auch zugeben, dass kein Buch gediegener durch den Umschlag wird und wenn Reuleaux ihn selber gemacht hätte."
....."Diese Bemerkung ist sehr abseitig," antwortete ich dagegen, "denn erstens ist Reuleaux, so viel ich weiß, kein Buchbinder, sondern lebt von der Gelehrsamkeit, und zweitens habe ich gerade so viel Bücherverstand, um mir alleine zu sagen, dass der bunte Deckel nicht glücklich macht. Aber wenn inwendig Goethe ist oder Schiller, oder sonst einer von den Koryphäen, die obenan sitzen, dann wirst du doch wohl Gediegenheit genug haben."
....."Man kann doch nicht gleich den ganzen Goethe zum Weihnachten bescheren?"
     "Dann nimmt man ein Stück davon. Mit etwas Klassischem legt man sich immer Ehre ein, indem man erstens seinen eigenen Geschmack damit beweist und zweitens dem Andern die Hochachtung zollt, ihm einen anständigen Geschmack zuzumuten. Außerdem wagt es Niemand zu murren, wenn ihm ein klassisches Buch geschenkt wird, weil es sehr niedrig aussehen würde, Missfallen über unsere größten Meister zu verraten." [...]
     "Wir gehen in den Buchladen," sagte ich zu Betti, "setzen uns dort breit hin und lassen uns von einem gefälligen jungen Mann die schönsten Klassiker vorlegen, und was uns am reizendsten zusagt, das nehmen wir. Auswahl wird genug da sein. Langen die alten Klassiker nicht, dann nehmen wir einen neueren dazu. [...]"
     Betti war hiermit einverstanden, und so wie ich Emmi sowohl, wie den Doktor, meinen Schwiegersohn, kenne, werden beide ihre große Freude daran haben, wenn ihnen ein Prachtwerk zu Teil wird, das nicht allein ein Schmuck des Zimmers ist, sondern sich auch an Regentagen, wenn es draußen trübe aussieht, zum Betrachten eignet. Und nichts ist angenehmer als ein solches Beseh-Buch, wenn eine kleine Gesellschaft geladen ist und man auf Einige warten muss, die vor lauter Vornehmheit die rechte Zeit verpassen. Da blättert man dann in dem Werke, freut sich an den Bildern, findet bald ihn idealer, bald sie, je nachdem, was das Bild darstellt, und ehe man sich versieht, ist ein ziemlich geistreiches Gespräch im Gange und man amüsiert sich so gut, wie dies vor Tische sonst kaum möglich ist. Und wenn erst ein solches Buch da ist, wird der Wunsch nach einem zweiten und dritten auch laut. Dann weiß man, was man zum Geburtstage oder zum nächsten Weihnachten zu schenken hat, und ist um eine Sorge leichter. Das ist ja eben der Segen, dass gute, gediegene Literatur nach verschiedenen Seiten hin ihre unverkennbaren Vorzüge hat.

Wilhelmine Buchholz: Das Weihnachtsgeschenk. In: Grote'scher Weihnachtsalmanach 1884, S. 20-20. Hier zitiert nach: Prachtausgaben. Literaturdenkmale in Quart und Folio. Bearb. von Ira Diana Mazzoni (Marbacher Magazin 58/1991) Marbach am Neckar: Deutsche Schillergesellschaft 1991, S. 74-78. Der heutigen Rechtschreibung angeglichen.

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A. Roeseler: Der neu-sachliche „Weihnachtsmann“ [im Anflug auf München bei Nacht]. In: Fliegende Blätter. München, 23. Dezember 1927, Rückseite. – Dienstmütze: Kaufhaus C. Luftballon: Kaufhaus Cohn, Grosser Weihnachts-Ausv[erkauf]. Unterm Arm Päckchen mit Aufschrift: Schönh[eits] Präpa[rate]. Umhängetasche: Wiener Baukasten. Und andere Präsente.

Roeseler, August, Genremaler und Illustrator in München, geb. 1. 5. 1866 Hamburg, Schüler der Münchener Akademie (Wilhelm Lindenschmit). (Thieme / Becker)

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Der Traum

Ich lag und schlief, da träumte mir
Ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
Ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
Die brannten rings umher,
Die Zweige waren allzumal
Von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran:
Das war mal eine Pracht!
Da gab's, was ich nur wünschen kann
Und was mir Freude macht.
Und als ich nach dem Baume sah
Und ganz verwundert stand,
Nach einem Apfel griff ich da,
Und Alles, Alles schwand.

Da wacht' ich auf aus meinem Traum
Und dunkel war's um mich:
Du lieber schöner Weihnachtsbaum,
Sag' an, wo find' ich dich?

Da war es just, als rief' er mir:
»Du darfst nur artig sein,
Dann steh' ich wiederum vor dir –
Jetzt aber schlaf' nur ein!
Und wenn du folgst und artig bist,
Dann ist erfüllt dein Traum,
Dann bringet dir der heil'ge Christ
Den schönsten Weihnachtsbaum.«

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Kinderlieder, Hildesheim/New York 1976, S. 278-279.
Permalink: http://www.zeno.org/nid/20005084482

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Die Mutter am Christabend. Federlithographie von Julius Nisle (1812-1850) zu dem Gedicht von Johann Peter Hebel. Hinten an der Wand hängt der von Hebel herausgegebene Kalender "Der rheinische Hausfreund. 1816". 

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Johann Peter Hebel
Die Mutter am Christabend

Er schloft, er schloft! Do lit er, wie ne Grof!
Du lieben Engel, was i bitt,
bi Lib und Lebe verwach mer nit,
Gott gunnt's mi'm Chind im Schlof!

Verwach mer nit, verwach mer nit!
Di Muetter goht mit stillem Tritt,
sie goht mit zartem Muettersinn,
und holt e Baum im Chämmerli d'inn.

Was henki der denn dra?
Ne schöne Lebchuechema,
ne Gitzeli, ne Mummeli
und Blüemli wiiß und rot und gel,
vom allerfinste Zuckermehl.

's isch gnueg, du Muetterherz!
Viel Süeß macht numme Schmerz.
Gib's sparsem, wie der liebi Gott,
nit all' Tag helset er Zuckerbrot.

Jez Rümmechrüsliger her,
die allerschönste woni ha,
's isch nummen au kei Möseli dra.
Wer het sie schöner, wer?

's isch wohr, es isch e Pracht,
was so en Öpfel lacht;
und isch der Zuckerbeck e Ma,
se mach er so ein, wenn er cha.
Der lieb Gott het en gmacht.

Was hani echt no meh?
Ne Fazenetli wiiß und rot,
und das eis vo de schöne.
O Chind, vor bittre Träne
biwahr di Gott, biwahr di Gott!

Und was isch meh do inn?
ne Büechli, Chind, 's isch au no di.
I leg der schöni Helgeli dri,
und schöni Gibetli sin selber drinn.

Jez chönnti, traui, goh;
es fehlt nüt meh zum Guete –
Potz tausig, no ne Ruete!
Do isch sie scho, do isch sie scho!

's cha si, sie freut di nit,
's cha si, sie haut der 's Füdeli wund;
doch witt nit anderst, sen isch's der gsund;
's mueß nit si, wenn d' nit witt.

Und willsch's nit anderst ha,
in Gottis Name seig es drum!
Doch Muetterlieb isch zart und frumm,
sie windet roti Bendeli dri,
und macht e Letschli dra.

Jez wär er usstaffiert,
und wie ne Maibaum ziert,
und wenn bis früeih der Tag verwacht,
het 's Wiehnechtchindli alles gmacht.

De nimmsch's und danksch mer's nit;
drum weisch nit, wer der's git.
Doch macht's der numme ne frohe Muet,
und schmeckt's der numme, sen isch's scho guet.

Bim Bluest, der Wächter rüeft
scho Ölfi! Wie doch d' Zit verrinnt,
und wie me si vertieft,
wenn's Herz an näumis Nahrig findt!

Jez, bhüetdi Gott der Her!
En anderi Chehri mehr!
Der heilig Christ isch hinecht cho,
het Chindes Fleisch und Blut ag'no;
Wärsch au so brav, wie er!
Er schläft, er schläft! das ist einmal ein Schlaf!
So recht, du lieber Engel du!
Tu mir die Lieb' und lieg' in Ruh,
Gott gönnt es meinem Kind' im Schlaf!

Erwach' mir nicht, ich bitt', ich bitt'!
Die Mutter geht mit stillem Tritt,
Sie geht mit zartem Muttersinn,
Und holt den Baum zur Kammer hin.

Was häng' ich dir denn an?
'Nen Pfefferkuchenmann,
Ein Kätzelchen, ein Spätzelchen,
Und Blumen bunt und süß und weich,
Und Alles ist von Zuckerteig.

Genug, du Mutterherz!
Viel Süßigkeit bringt Schmerz.
Gib sparsam, wie der liebe Gott;
Tagtäglich nützt kein Zuckerbrot.

Jetzt rote Äpfel her,
Die schönsten, die ich haben kann!
Es ist auch nicht ein Fleckchen dran,
Wer hat sie schöner, wer?

'S ist wahr, es ist 'ne Pracht,
Was so ein Apfel lacht;
Der Zuckerbäcker wär' ein Mann,
Der solchen Apfel machen kann!
Den hat nur Gott gemacht.

Was hab' ich denn noch mehr?
Ein Tüchelchen hübsch weiß und rot,
Es ist eins von den schönen;
O Kind, vor bittren Tränen
Bewahr dich Gott, bewahr dich Gott!

Was häng' ich sonst noch hin? -
Dies Büchlein, Kind, ist auch noch dein;
Da leg' ich Bilder dir hinein,
Gebete sind von selber drin.

Jetzt wär' genug wohl da? -
Jetzt hast du alles Gute -
Der tausend! Ja, 'ne Rute,
Die fehlte noch, da ist sie ja!

Vielleicht - sie freut dich nicht,
Vielleicht - sie schlägt die Haut dir wund,
So Manchem war es schon gesund,
Sei gut, so schlägt sie nicht.

Fängst du darnach es an,
In Gottes Namen sei es drum!
Die Mutterlieb' ist fromm und zart,
Sie windet rote Bänder um
Und macht ein Schleifchen dran. - -

Jetzt wär' er ausstaffiert,
Wie 'n Kirmesbaum geziert;
Dann heißt es, wann der Tag erwacht,
Das Christkind hat den Baum gebracht.

Mir dankst du nicht dafür,
Wer's gab, wer sagt es dir?
Doch macht es dir nur frohen Mut
Und schmeckt es dir, so ist es gut.

Rief da der Wächter nicht
Schon elf? Wie doch die Zeit verrinnt!
Man merkt die Stunden nicht,
Wenn's Herz an etwas Nahrung find't.

Jetzt - Gott behüte dich,
Ein ander Mal denn mehr!
Heut war es, wo der heil'ge Christ
Ein Kind wie du geworden ist,
Werd auch so brav, wie er!

Johann Peter Hebel: Werke. Hrsg. von Paul Alverdes. München: Carl Hanser o.J., S. 364-366. - Hochdeutsch: J. P. Hebel's allemannische Gedichte für Freunde ländlicher Natur und Sitten. Ins Hochdeutsche übertragen von R[obert] Reinick. Mit Bilder nach Zeichnungen von Ludw. Richter. Leipzig: Georg Wigand 1851, S. 71-74 (Digitalisierung durch Google).

 

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Ludwig Richter (1803-1884), Die Mutter am Christabend. Holzstich. In mehreren Ausgaben nachgedruckt, hier nach: Johann Peter Hebel: Werke. Hrsg. von Paul Alverdes. München: Carl Hanser o.J., S. 364.

Vgl. die Seite "Für's Haus. Winter" mit einem Holzstich "Epiphanias" und einer Kurzbiographie von Ludwig Richter, URL
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=2756

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Emma Richter über ihren Vater Jean Paul
an Ernst Förster

Unser Hauptfest war Weihnachten, in das der Vater früher noch den Heiligenschein des bescherenden Christkindchen warf. Schon vierzehn Tage vorher ließ er einzelne Lichter daraus über die Bretter gehen. Waren wir den Tag über recht gut gewesen und er kam abends aus der Harmonie, so brachte er oft einige Stücke Marzipan mit und sagte uns: "Heut, ihr Kinder, ging ich in den Garten (die Harmonie hat einen) hinaus, und wie ich da den Himmel ansehe, kommt eine rosenrote Wolke gezogen, und da sitzt das Christkindchen darauf und sagt mir, weil ihr heut so gut gewesen seid, wolle es euch auch was schicken." Oder er rief auf einmal mitten im Erzählen, wo wir auf seinem Kanapee hockten in der finstern Stube: "Habt ihr nichts gehört?" Nein, sagten wir. "Ich aber, das Christkindchen war's!" und da langte er zum Fenster hinaus und ein wenig Marzipan herein. In der Weihnachtswoche ging er selber auf den Markt und kaufte ein. Wenn wir ihn nun zurückkommen sahen und der Mantel mehr als ihn umschloss, was sich durch die Höcker und Ecken, in die seine paar Falten ausgespannt waren, verriet, und wir die Treppe hinunter dem Vater entgegen rannten und uns an ihn anhängen wollten, so rief er listig-zornig: "Keins rührt mich an!", und nachdem er im verschlossenen Zimmer alles versteckt, aber doch absichtlich wieder ein rotes oder Goldpapierchen liegen lassen oder einen bunten Span, durften wir hinein. Am Heiligen Abend selber konnte er das Bescheren nicht erwarten. Sobald es dämmerte, mussten wir fort, und mit der Dunkelheit wurden wir schon gerufen, und dann konnten wir uns nicht genug für ihn freuen.

Jean Pauls Persönlichkeit in Berichten der Zeitgenossen. Hrsg. von Eduard Berend. 2. Aufl. Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger 2001, S. 382f. Emma Richter, Jean Pauls älteste Tochter, an Ernst Förster, 1826.

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Oben links: Fröhliche Weihnachten! Verso: 5373. Keine weiteren Angaben. Gelaufen. Poststempel 1914.
Oben rechts: Veselé vánoce! Verso: 2995. Keine weiteren Angaben. Gelaufen. Datiert 1909.
Unten: Prinzessin Victoria Luise mit Prinz Wilhelm von Preussen am Weihnachtsbaum. Original-Aufnahme v. Selle & Kuntze - Niederastroth. Königl. Hofphotographen in Potsdam. 3609 Verlag von Gustav Liersch & Co. Berlin, S.W. Verso im Briefmarkenfeld: P. R. A., umrahmt. Nicht gelaufen.

"Gustav Adolf Selle (27. February 1854 - 2. January 1902) and Julius Adolph Paul Kuntze (27. April 1848 - 25. October 1905) founded in 1870 a partnership photographic studio in Potsdam, named Selle & Kuntze. After the death of Kuntze his daughter married the photographer Wilhelm Niederastroth (1874-1927) and they continued to operate the portrait studio until Wilhelm Niederastroth's death." Artikel " Selle-Kuntze-Niederastroth " in Wikimedia Commons, URL:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Selle-Kuntze-Niederastroth

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Theodor Fontane
Gekommen ist der Heil'ge Christ
(An Emilie 1859)

Gekommen ist der Heil'ge Christ,
Die ganze Stadt voll Lichter ist;
Auch unsre sollen brennen.
Die Sorgen weg und zünde an,
Ich will derweil, so gut ich kann,
Dir meine Wünsche nennen.

Empfang zuerst ein Strumpfenband,
Das ich für dreißig Pfengk erstand
Bei Fonrobert im Laden.
Ich wünsche dir, geliebtes Weib,
Bald wieder einen dünnern Leib
Und etwas dick're Waden.
Empfang alsdann ein Konto-Buch,
Fürs Credit ist es groß genug,
Fürs Debet etwas kleine.
Indes, es heißt ja: "rund die Welt",
Der Beutel wird mal wieder Geld
Und hilft uns auf die Beine.

Und drum zuletzt den heißen Wunsch,
Dass unsres Schicksals dicker Flunsch
Bald hübsch'ren Zügen weiche,
Und dass ein bißchen Sonnenschein
Zieh wieder endlich bei uns ein
Und unser Herz beschleiche.

Theodor Fotane: Sämtliche Romane, Erzählungen, Gedichte, Nachgelassenes. Hrsg. von Walter Keitel und Helmuth Nürnberger. Bd. 6. München: Carl Hanser 1978, S. 409f. - Emilie: Fontanes Frau. - "einen dünnern Leib": Fontanes Tocher Martha wurde am 21. März 1860 geboren.

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Links: Veselé vánoce! Verso: 7276. Ohne weitere Angaben. Gelaufen. Poststempel unleserlich.
Rechts: Fröhliche Weihnachten! Verso: 7276. Ohne weitere Angaben. Gelaufen. Poststempel unleserlich.

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Weihnachten

Hör an, du kleine Magdalene:
Das Christuskind kam in die Welt,
Verließ den Himmel und das Prächtige und Schöne,
Das dieser Himmel in sich hält.

Es lag in keinem goldnen Bette,
Worin ein junger König liegt
Es ward nicht eingehüllt in Seide und in Glätte,
Auch ward es nicht in Schlaf gewiegt.
Arm ward das hohe Kind geboren
In einer kalten Winternacht.
Doch hat's den Menschen, die sehr viel verloren,
Den größten Reichtum mitgebracht.

Die Gnade Gottes bracht's den Kindern,
Den Seelenfrieden hat's gebracht,
Darum beschert noch alle Jahr den Kindern
Der heilige Christ in dieser Nacht.
Darum bekommst du so viel Sachen,
Zum Spiel, zur Freude, zum Gebrauch;
Das Christkind will durch Lust die Menschen frommer machen
Und alle kleine Kinder auch.

Liederfibel. Das ganze Kinder- und Familienleben nach seinen verschiedenen Stufen dargestellt in einem vollstimmigen Chore deutscher Dichter. Eßlingen: Verlag der Dannheimer'schen Buchhandlung 1841, S. 284f. Huber, der Kindheit erstes Erwachen [Aloys Huber: Der Kindheit erstes Erwachen oder leichte und angenehme Unterhaltungen mit Kindern von drei bis acht Jahren zur Uebung der Sinne. Ein Wegweiser für Lehrer, Erzieher, Mütter und Kinderfrauen in Bewahranstalten nebst einer Sammlung von Spielen, Sprüchen, Gebeten und Liedern für die zarteste Jugend. Heidelberg: Groos 1840] (Digitalisierung durch Google).

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Links: Fröhliche Weihnachten. Signet [RPH im Kreis] 1679/1. Verso: Carl A. E. Schmidt, Dresden-A. Gelaufen. Poststempel unleserlich.
Rechts: Frohe Weihnachten. Verso: Signet [Schiff, E auf Segel, Strahlenkranz auf Mast = Martin Schlesinger, Luxuspapierfabrik und Steindruck, Berlin?] Gelaufen. Poststempel unleserlich. Prägedruck.

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Der Nussknacker

Nussknacker, du machst ein grimmig Gesicht -
Ich aber, ich fürchte vor dir mich nicht:
Ich weiß, du meinst es gut mit mir,
Drum bring ich meine Nüsse dir.
Ich weiß, du bist ein Meister im Knacken:
Du kannst mit deinen dicken Backen
Gar hübsch die harten Nüsse packen
Und weißt sie vortrefflich aufzuknacken.
Nussknacker, drum bitt ich dich, bitt ich dich,
Hast bessere Zähn als ich, Zähn als ich.
O knacke nur, knacke nur immerzu!
Ich will dir zu Ehren
Die Kerne verzehren.
O knacke nur, knack knack knack! immerzu!
Ei, welch ein braver Kerl bist du!

Gedichte zur Weihnacht. Hrsg. von Stephan Koranyi und Gabriele Seifert. Stuttgart: Philipp Reclam jun. 2009, S. 54.

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Nußknacker-Parade. Im Bild signiert: G. Schöbel. R. Bong X.A. [Xylographische Anstalt]. [Aus der Zeitschrift:] Zur guten Stunde. Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin-W.

Der Weihnachtsabend ist schon fast vorbei, eine letzte Kerze brennt am Baum. Doch sitzt ein kleiner Bub, fürs Zu-Bett-Gehen bis auf Hemd und Wollstrümpfe entkleidet, auf dem Teppich und exerziert mit drei großen, uniformtragenden Nussknackern. Er hält ein Schwert in seiner Rechten, hat sich einen Zeitungspapier-Helm aufgesetzt und trägt einen Orden und ein Monokel (im "Simplicissimus" z.B. oft Kennzeichen eines adligen Offiziers).
 
Schöbel, Georg, Geschichtsmaler und Illustrator in Berlin, geb. ebda 10. 10. 1860. 1884 ff. Schüler der Berliner Akademie, hauptsächlich autodidaktisch gebildet, beeinflusst von Paul Meyerheim und Adolf Menzel. Malte besonders Szenen aus dem Leben Friedrichs d. Gr. Seit 1914 zahlreiche Gemälde mit Darstellungen aus den Kämpfen an der Westfront. Illustrationen zu: Agnes Schöbel, Prinzenmärchen, Leipzig: Ad. Titze 1890; Berliner Weihnachtstage; Edwin Bormann, S' Buch vom Klapperstorche (beide Verlag Fischer, Leipzig). (Thieme / Becker)

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Friedrich Wilhelm August Schmidt
(Schmidt von Werneuchen)
An Freund Ruprecht
Im Dezember 1798

Schon rückt die schöne Zeit heran,
Du lieber, unsichtbarer Mann, 
Da in vertrauten Winterstuben
Du Abends gern dein Wesen treibst,
Und gar ein liebes Rätsel bleibst
Für kleine Mädchen, kleine Buben.

O du, mein Freund aus alter Zeit, 
Auch diesmal, wenn der Christmond schein't,
Kehr wieder ein in unsre Pfarre,
Den rauchen Ranzen wohl beschwert
Mit roter Peitsch' und Reiterpferd,
Mit kleiner Trommel, Pfeif' und Knarre.
Denn unablässig fragt nach dir
Ein Bube, Namens Heinrich, hier,
Mit ausgestopften, roten Backen;
Der schon von hundert Dingen schwatzt,
Und drollig seinen Bückling kratzt,
Doch stets dabei den Schelm im Nacken.

Der Bube, wie die Mutter meint,
Soll schon - was sagst du, alter Freund? -
Die große Stirn voll Reime haben:
Das glaub' ich selbst; doch wie ihm sei,
Geh', lieber Ruprecht, nicht vorbei;
Wir lieben ihn, den kleinen Knaben.
Mit Freuden, wenn dein Fußtritt rauscht,
Werd' ich, vom Kleinen unbelauscht,
Die Hand dir zum Willkommen reichen.
Und Morgens, wenn es dämmern will,
Lass ich durch's Gartenpförtchen still,
Wenn er noch schläft, dich weiterschleichen.

Einfalt und Natur. Gedichte von Friedrich Wilhelm August Schmidt. Hrsg. und mit einem Nachwort von Günter Bruyn (Märkischer Dichtergarten) Berlin: Buchverlag Der Morgen 1981, S. 141f.

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A Merry Xmas. Verso: This Card is a real Photograph on bromide Paper. The Rotograph CC., N. Y. City [Firma Rotograph Co., New York City] Gelaufen. Datiert u. Poststempel 1911. Adressseite ungeteilt.

Es handelt sich um eine handkolorierte Fotomontage, die zwei Kinder vor einer winterlichen Atelierkulisse mit ihren Weihnachtspräsenten zeigt, sowie zusätzlich ein kleines Kind mit Pferdchen unter dem brennenden Weihnachtsbaum. Die beiden Szenen werden durch Rankenwerk aus Mistel- und Tannenzweigen verbunden.

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[Kinderbescherung] Holzstich, Kopfstück, wahrscheinlich ursprünglich Illustration zu einem Kalenderblatt (siehe Steinbock - Tierkreiszeichen), die hier klischiert verwendet wird. Auf dem Gabentisch unterm Tannenbaum im Kerzenschein sind aufgebaut: Bücher, Puppen, Pferdchen, Vogelkäfig mit Vogel, Äpfel, Nüsse, wahrscheinlich verpackt ein großer Kuchen. Für den Kleinsten steckt in den Zweigen eine Kinderrassel. 

Friedrich Leopold Graf zu Stolberg
Weihnachtsfeier

Der Graf Fr. Leopold zu Stolberg schrieb im Jahr 1782 über die fromme, gemütliche Weihnachtslust seiner Jugend: "Unsre Väter haben uns eine Sitte hinterlassen, welche schön und rührend ist; eine Art des häuslichen und allgemeinen Gottesdienstes, welcher dem gefallen muss, der ein Vater der Freude und ein Vater der Kinder ist; dem gefallen muss, der die Kindlein herzte, und selber ein Kind ward.
   Gesegnet sei der Mann, der diese Sitte erfand, der zuerst am heiligen Abend vor Weihnachten die Kinder seines Hauses versammelte, den kleinsten erzählte, dass der Sohn Gottes aus Liebe für sie ein Kind geworden wäre, die größeren an diese Wahrheit mit Rührung erinnerte, ihnen sagte: die ganze Christenheit freue sich, sie sollen sich auch freuen, klein und groß möge nun jauchzen, und sie mögen spielen mit den Geschenken, welche er und ihre Mutter ihnen schenkten; aber sich mit ihm und ihrer Mutter auch der Wonne freuen, welche das Kindlein in der Krippe ihnen bereitet habe.
   Es ist eine der süßesten Erinnerungen meines Lebens, wenn ich an die Weihnachtsabende denke, die ich mit meinen Geschwistern, meinen Eltern, dem ganzen Hause feierte. An dem Tage ließen meine Eltern auch das Gesinde nicht leer ausgehen; die letzte Magd musste sich freuen; denn es herrschte im Hause die Eine Empfindung:

Das Heil ist unser aller!

Es ist die Haupteigenschaft der deutschen Nation, dass sie herzlich ist, und dieser Charakter zeigt sich auch in der Feier dieses Festes bei uns.
   Gern gehe ich auf den Christmarkt die Abende der Christwoche, und besuche die erleuchteten Buden, welche voll von der Freude des bevorstehenden Festes sind. Der Greis und das gebeugte Mütterchen verjüngen sich, indem sie Geschenke für die Enkel aussuchen, wiewohl sie klagen, dass zur Zeit ihrer Kindheit die Christmärkte besser versehen waren.
   Aber welch ein Anblick, wenn nun die süße Stunde schlägt, die Kinder gerufen werden, und in die Kammer stürzen, in welcher die Eltern mit zärtlicher Ungeduld ihrer harren!
   Die grünen, mit hundert bunten Kerzen behangnen, Buchsbaumbüsche, welche die Früchte der Jahrszeit, Äpfel, Nüsse, und Rosinen, verbergen und erleuchten, die schönen Puppen und Reiter und Schlitten und Wagen, unter denen man immer das Kindlein in der Krippe, oder zierlich geschnitzt die Flucht nach Egypten, oder die Hirten, oder die Weisen von Morgenland mit dem schönen Stern findet, alles das ist mit frommer Weisheit ersonnen, und zeuget von der edlen Einfalt und Herzlichkeit unsrer Väter.
   Mancher schon Erwachsene, des die Welt begehrt, ihn zu sichten wie den Weizen, wird bei dieser Gelegenheit gerührt, und wenn er die Kinder sich den kleinen gemalten Krippen freuen sieht, freuet er sich wieder des göttlichen Kindes, und lässt eine Träne niederfallen, wenn die Chorschüler vor den Häusern singen:

Den aller Welt Kreis nie beschloss,
Der lieget in Mariens Schoss,
Er ist ein Kindlein worden klein,
Der alle Ding erhält allein!
Kyrieleis!""

Deutsches Hausbuch. Hrsg. von Guido Görres. Jg. 1847 oder II. Bd. München, in Commission der literarisch-artistischen Anstalt 1847, S. 161f. (Auszug) Ebd. auf S. 161 obiger Holzstich.

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O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit. Im Holzstich signiert: Röhling. Aus. In zarte Frauenhand. Ein Album in Wort und Bild für alle Jahreszeiten. Aus den Schätzen der Dichtkunst ausgewählt von Dr. Karl Zettel. Mit vielen Illustrationen in Holzschnitt und Lichtdruck. Sechste Auflage. Stuttgart, Druck und Verlag von Greiner & Pfeiffer o.J. Lichtdruck und Zinkätzung von E. Schreiber in Stuttgart. S. 221.

Wir werfen einen Blick in eine kleine Stube, wo der Vater eben die Türe öffnet. Die Kinder stehen staunend vor dem geschmückten Christbaum im Lichterglanz, unter dem einige Gaben (Puppe, Pferdchen) zu sehen sind. Das Hündchen bellt einen großen Nussknacker an. Auf der Ofenbank sitzt die Großmutter mit dem Kleinsten. Die Mutter steht mit dem Rücken zu uns und weist auf die über dem Haus sich abspielende himmlische Szene, in der Maria mit dem Jesuskind inmitten einer musizierenden Schar von Engeln auf einer Wolke kniet. Hierdurch wird das häusliche Festgeschehen verbunden mit seiner religiösen Bedeutung.

Röhling, Carl, Historienmaler und Illustrator, geb. 21. 11. 1849 Berlin, gest. 25. 10. 1922 ebda. Lernte zuerst als Bildhauer an der Berliner Akademie, ging aber bald zur Malerei über. Große Radierung: „Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang“. Illustrationen zu: Die Hohenzollern in Bild und Wort (Text von Richard Sternfeld), Berlin 1900; Otto v. Bismarck (Text von R. Hofmann), ferner zu Fouqués Undine, zu Ernst v. Wildenbruch, Blüthgen, Ganghofer, Raabe, Heinrich Seidel. (Thieme / Becker)

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Friedrich Wilhelm August Schmidt
(Schmidt von Werneuchen)
Der heilige Abend vor Weihnachten

Das Schneedach fegt des Sturmes Saus,
Die Ofenflammen zittern.
Die Kinder bleiben gern zu Haus',
Und denken nicht an Schlittern;
Denn sieh! der Abend graut
Und Ruprecht kömmt, und baut
Für jedes bald ein Tischgen auf,
Und legt so schöne Sachen drauf.

Im Nebenzimmer kramt er schon
Den Quersack aus, und tuschelt.
Und horch! wie sacht er itzt davon
Entlang die Wände ruschelt!
Nun hebt der Jubel an,
Die Tür wird aufgetan:
Sieh da die Tischgen, weiß gedeckt,
Voll Kerzen, grün und rot gefleckt.

Hinein stürmt Bub' und Mägdlein flugs,
Zu sehn was ihm beschieden:
Vor allem prangt von grünem Bux
Ein Wäldchen Pyramiden
Mit goldnen Nüssen dran;
Hier nickt ein Sägemann,
Dort grünt ein Busch mit Lämmern drin,
Bewacht von Hund und Schäferin.
Nussknacker stehn mit dickem Kopf
Bey Jud' und Schornsteinfeger.
Hier hängt ein Schrank mit Kell* und Topf,
Dort hetzt den Hirsch der Jäger.
Hier ruft ein Kuckuck, horch!
Und dort spaziert ein Storch.
Mit Äpfeln prangt der Taxusbaum,
Und blinkt von Gold- und Silberschaum.

Zu Pferde paradiert von Blei
Ein Regiment Soldaten.
Ein Sansfacon sitzt frank und frei
Gekrümmt und münzt Dukaten.
Und Alles schmaus't und knarrt;
Trompet`und Fiedel schnarrt.
Fern stehn die Alten, still erfreut,
Und denken an die alte Zeit.

Nun Mutter! ob dem lieben Brauch
Sei recht vergnügt und keife
Heut Abend nicht, du Vater auch,
Und bräch' auch deine Pfeife
In hundert Stücken heut,
Da Alles jauchzt und schrei't,
Und, weil so hell der Wachsstock brennt
Voll Freuden durch einander rennt.
So geht's bis in die späte Nacht,
Und selbst das Kleinste hätte
Sie ohne Schlummer gern durchwacht;
Doch Mutter ruft: zu Bette!
Und jedes macht zur Ruh
Nur halb die Augen zu,
Und wünscht: o! wär es Morgen doch!
Und sieht im Traum die Lichter noch.

Einfalt und Natur. Gedichte von Friedrich Wilhelm August Schmidt. Hrsg. und mit einem Nachwort von Günter Bruyn (Märkischer Dichtergarten) Berlin: Buchverlag Der Morgen 1981, S. 142-144.

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Ludwig Bechstein
Festkalender eines Unglücklichen
Weihnachten

Die Leute putzen sich festlich,
Die Glocken tönen fern,
Die Kindlein umtanzen den Christbaum,
Ich tanze selber gern.

Sie sagen: es ist Weihnachten;
Das mag wohl draußen sein,
Zu mir in meine Zelle
Kommt kein Weihnachten herein.
Ich habe nicht Vater, noch Mutter,
Ich habe nicht Weib, noch Kind,
Ich habe nicht Bruder, noch Schwester,
Und habe kein Hausgesind.

So kann ich keinem bescheren,
Und niemand bescheret mir,
Und ich bin so freudlos und einsam, -
Ich möchte sterben schier.

Ludwig Bechstein: Gedichte. Frankfurt am Main: Druck und Verlag von Johann David Sauerländer 1836, S. 83 (Digitalisierung durch Google)

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