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Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Ohne Titel. Verso: Der Weihnachtsbaum. Nürnberger Bilderbogen. Sammlung Rolf von Hoerschelmann, München. Verlag: Woldemar Klein, Berlin-Wilmersdorf. Nr.: K 828. Aus der Kunstkartenserie Nr. 39: Bilder aus dem Biedermeier (12 farb. Kunstkarten). Printed in Germany. Gelaufen. Datiert u. Poststempel 1945. Text:
********************************* Das Weihnachtsfest, im Brauchtum über Jahrhunderte verankert, erfuhr im 19. und frühen 20. Jahrhundert seine heutige Ausgestaltung. Das Wort "Weihnachtsbaum" gibt es in geschlossener Belegreihe seit Ende des 18. Jahrhunderts (Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm), allgemein üblich wurde der Weihnachtsbaum bzw. Christbaum erst seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert kam der Adventskranz hinzu. Der erste Adventskalender wurde 1904 in München gedruckt. "Aus den Gabenbringern der Adventszeit (heiliger Nikolaus, Knecht Ruprecht) wurde der Weihnachtsmann (erstmals belegt auf Bildern des 19. Jahrhunderts. [Das Wort "Weihnachtsmann" in Schwung gebracht hat Hoffmann von Fallersleben seit 1837; Deutsches Wörterbuch.]). Ende des 18. Jahrhunderts, deutlich dann im 19. Jahrhundert, erhielt Weihnachten das familiäre Gepräge mit der Bescherung" (Der Brockhaus multimedial 2007, Artikel "Weihnachten"). Im Mittelpunkt der Bescherung standen die Kinder. Der Einkauf der Geschenke macht das Fest bis heute zu einem Wirtschaftsfaktor. Zu den zahlreichen Produkten, die ausschließlich für den Weihnachtsmarkt produziert werden, gehören die Postkarten, mit denen die obligaten Weihnachtsgrüße verschickt werden. ********************************* Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Links: Die besten Weihnachtsgrüsse. Signet: BNK [= Berlin-Neuroder Kunstanstalten - Actiengesellschaft, Berlin]. 34793/4. Gelaufen. Poststempel 1929. | Rechts: Gesegnete Weihnachten. Signet: PHR im Kreis. 4436/5. Verso: Signet im Briefmarkenfeld. Beschrieben, aber nicht gelaufen. ********************************* Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Links: Eugen Klimsch (1839-1896): [Bescherung.] Tuschfederzeichnung. Monogrammiert (Illustration, siehe Initiale). | Rechts: [Weihnachtsmann.] Bleistiftzeichnung. Anonym. ********************************* Für den Wissensstand und das Brauchtum im 19. Jahrhunderts vgl. den Artikel "Weihnachten" in Pierer's Universal-Lexikon (4. Aufl. 1857-1865; Bd. 19, S. 28 f.: Digitale Bibliothek 115, S. 246.894-897, gekürzt u. redigiert): Weihnachten (Weihnachtsfest, Christfest, Festum natalitiorum Domini), 1) die heilige, geweihete Nacht, in welcher Christus geboren wurde; 2) das Fest, welches zur Erinnerung daran begangen wird. ********************************* Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Josef Zink (1838-1907): Ein Traum. Tuschfederzeichnung, signiert.
********************************* Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Oben links: Herzliche Weihnachtsgrüße. Signet: RKL im Halbkreis mit Strahlenkranz [= Regel & Krug, Leipzig-R.]. 7241/3. Verso: Gelaufen. Datiert u. Poststempel 1926. | Oben rechts: Fröhliche Weihnachten! Signet AE. 2299/2. Verso: Carte postale. Nicht gelaufen. | Unten links: Joyeux Noël! Verso: K. V. i. B. 12 [= Kunstanstalt Voremberg, Berlin] Dess. 9. Postkarte. Gelaufen. Poststempel 1903. | Unten rechts: Ohne Titel. Verso im Briefmarkenfeld: Signet: liegender Löwe. Kudka No. 48-281. Nicht gelaufen. ********************************* An die Zeit u. Bedeutung des Weihnachtsfestes schlossen sich dann auch mehre Gebräuche bei diesem Feste, während andere ursprünglich heidnische waren, denen nun christliche Ideen untergeschoben wurden; so der Weihnachtsbaum mit den Äpfeln ein Bild des Paradiesbaumes, welcher den ersten Menschen die Veranlassung zum Fall geworden war, während nun Christus den Menschen das Paradies wiedergewonnen; der Engel auf demselben der, welcher in der Christnacht die Geburt des Heilands verkündigt; die Lichter ein Symbol der Klarheit, welche die Hirten auf dem Felde in jener Nacht umleuchtet hatte (nach Andern eine Nachbildung der kleinen Leuchter, welche man am Makkabäerfest zur Herstellung des Tempels nach der syrischen Herrschaft in den Häusern anzündete); der Ruf des Engels: siehe ich verkündige euch große Freude sollte versinnlicht werden durch allerhand Festgeschenke, welche bes. der Jugend an diesem Feste gemacht wurden, wozu auch noch besondere Festspeisen, wie Christstollen (Striezel), Krippel, Klözenbrod, Mohnklöse etc. kamen. Die vollständigste Feier des Weihnachtsfestes mit seinen Bescherungen (Christbescherung) findet sich in Norden, bes. in Deutschland, dagegen in Frankreich u. anderen Ländern des Südens ist diese Sitte wenig oder gar nicht bekannt, nach Nordamerika wurde sie erst durch die Deutschen gebracht. Der Weihnachtspopanz ist der Knecht Ruprecht. ********************************* Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Fröhliche Weihnachten. Signet: EAS in Herzform [= E. A. Schwerdtfeger & Co. AG. Berlin]. 6. Verso: 1723. Gelaufen. Poststempel 1909. ********************************* Sonst war allerhand Aberglaube über W. verbreitet, man glaubte, daß das in dieser Nacht geschöpfte Wasser lange dauere u. ein kosmetisches Mittel sei, daß die Rosen von Jericho in dieser Nacht, ins Wasser gesteckt, aufblühen, daß die Thiere in dieser Nacht reden könnten, daß die im künftigen Jahre Sterbenden um Mitternacht gemeinschaftlich zur Kirche ziehen etc. ********************************* Zum Vergrößern klicken Sie bitte auf das Bild. Von oben nach unten: Moritz von Schwind (1804-1871): [Herr Winter; im Rankenwerk-Rahmen.] Druck, handkoloriert. | Moritz von Schwind (1804-1871): Der Weihnachtsmann. Holzstich. | Die besten Weihnachtsgrüsse. Verso: Signet: BR im Kreis. Nr. 3098. Gelaufen. Poststempel 1921. | Fröhliche Weihnachten. Handschriftlich ergänzt: wünscht Ihnen ... Verso: Postkarte. Gelaufen. Poststempel 1930. ********************************* Besuchen Sie auch unsere weiteren Weihnachtsseiten
***** 4. Weblinks und Literaturhinweise zu Weihnachtskarten* Historische Bildpostkarten. Universität Osnabrück. Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht (59 Weihnachtspostkarten, Stand: 12.06). * Stille Nacht – The sound of silence. Universität Salzburg und Tourismusverband Oberndorf. Informationen zur Entstehungsgeschichte, Noten und Webcam. * 5.000 Motivpostkarten aus der Zeit um 1900. Ausgewählt von Tobias Kunz und Thomas Hafki. The Yorck Project, Berlin 2002. – CD-Rom-Edition von Postkarten aus der Zeit von etwa 1895 bis 1928 mit zahlreichen Weihnachtskarten.
* Liebig's Sammelbilder. Vollständige Ausgabe der Serien 1 bis 1138. Hg von Bernhard Jussen. Eine Publikation des Max-Planck-Instituts für Geschichte (Atlas des Historischen Bildwissens; 1) The Yorck Project, Berlin 2002. – Mit drei einschlägigen Serien: 287, 314 und 346 sowie Einzelbildern.
********************************* 5. Rechtlicher Hinweis und KontaktadresseAlle Vorlagen entstammen einer privaten Sammlung. Soweit es Rechte des Goethezeitportals betrifft, gilt: Die private Nutzung und die nichtkommerzielle Nutzung zu bildenden, künstlerischen, kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken ist gestattet, sofern Quelle (Goethezeitportal) und URL (www.goethezeitportal.de/index.php?id=2704"Stille Nacht, heilige Nacht!" und das Weihnachtsfest) angegeben werden. Die kommerzielle Nutzung oder die Nutzung im Zusammenhang kommerzieller Zwecke (z.B. zur Illustration oder Werbung) ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der Verfasser gestattet. Rechteinhaber sind dem Goethezeitportal nicht bekannt, ggf. bitten wir höflichst um Kontakt. Kontaktanschrift: E-Mail: georg.jaeger@germanistik.uni-muenchen.de.
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