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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Spruchkarten des Wiener Historismus

Stand: Januar 2015

Die Sprüche verschiedener Dichter sind auf kleinen Schriftfeldern in die Bildkompositionen eingefügt, die den jahreszeitlichen Zyklus illustrieren. Unterlegt sind den Kompositionen wechselnde Landschaftsschilderungen in den verschiedenen Jahreszeiten, in die als weitere – allegorische – Elemente kleine Genien, Putti, Engel einmontiert sind, welche als ‚Akteure‘ jahreszeitentypische Tätigkeiten ausüben. Im Herbst z.B. pflückt ein Putto Trauben (Schiller), der andere zielt mit seinem Pfeil auf ein Reh (Lessing). Die zweite Schiller-Karte mit winterlicher Landschaft ist angereichert mit dem Weihnachtsmotiv singender Engel unter Tannenzweigen und Stern. Eine der Winterkarten mit einem Goethe-Spruch zitiert in dem schlittschuhlaufenden Putto sogar ein beliebtes Motiv zu Darstellungen aus Goethes Leben: der junge Dichter als Schlittschuhläufer in Frankfurt. Ansonsten besteht zwischen Bildkomposition und Spruchtext keinerlei Beziehung. Gemeinsam ist allen Karten die untere Schneezweige-Leiste mit Verlagsangabe und, links oben, ein rahmender Frühlingsblütenzweig für alle vier Jahreszeiten.

Die Karten sind um 1900 entstanden. Im Bild eingedruckt: MB. (ligiert). Verlag A.H.T. Wien. Zwei Karten: Verlag Heinrich Truck, Wien III. Alle Karten ungelaufen. Geordnet sind sie im Folgenden nach den Geburtsjahren der AutorInnen.

 

1. Spruchkarten

 

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Edward Young (1683-1765):
Eine Seele ohne Gedanken muss, wie ein Gebäude ohne Einwohner, bald in Verfall geraten.

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Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781):
Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.
Nathan der Weise. 4. Aufzug, 4. Auftritt.

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Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799):
Die Menschen denken über die Vorfälle des Lebens nicht so verschieden, als sie darüber sprechen.
Sudelbücher, Heft H 158.

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 Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832):
Das Betragen ist ein Spiegel, in welchem Jeder sein Bild zeigt.
Die Wahlverwandschaften. 2. Teil, Kap. 5. Aus Ottiliens Tagebuche.

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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832):
Die Geschichte des Menschen ist sein Character.
Wilhelm Meisters Lehrjahre. VII. Buch, Kapitel 5.

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Friedrich Schiller (1759-1805):
Nicht der laute, nur der gerechte Tadel kann verletzen.
Maria Stuart. 1. Aufzug, 8. Auftritt.

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Friedrich Schiller (1759-1805):
Das Herz gefällt mir nicht, das streng und kalt sich zuschließt in den Jahren des Gefühls.
Die Jungfrau von Orleans. Prolog, Zweiter Auftritt.

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Jean Paul (1763-1825):
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Impromptus, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde, 1812

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Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916):
Wohl jedem, der nur liebt, was er darf und nur hasst, was er soll.
Aphorismen.

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