Jutta Assel und Georg Jäger: San Marino
(München April 2009)
„So unbedeutend in politischer Rücksicht die Republik ist, von der hier die Rede ist, so sehr verdient sie die Aufmerksamkeit des Philosophen,“ liest man 1796. San Marino, ein Fleckchen Land um die Stammburg auf schroffen Felsen, hatte weder Zeugnisse der Antike noch Kunstwerke von Bedeutung zu bieten. Wer den mühsamen Weg hierher fand, der hatte gesellschaftspolitische und moralische Interessen - wollte wissen, wie die älteste noch bestehende Republik regiert wurde, was für Charaktere aus ihr hervorgingen und wie sich das Leben dort gestaltete. Mit zahlreichen Ansichten publiziert das Goethezeitportal darum Äußerungen deutscher (Moritz, Stolberg, Gaudy) und amerikanischer Reisender zur Regierungsweise San Marinos und zu deren Bürgern. Erstaunlich, was ein Besucher aus den USA von einem Marinesen (vor 1820!) zu hören bekam: „He said that we were the happiest people in the world; that be esteemed us highly from the analogy between their political institutions and ours; that he considered us already powerful, and likely to become so much more powerful that he even looked to America for the emancipation of Europe.”
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