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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Wissenschaftliche Publikationen zu Musikalia

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Jutta Assel und Georg Jäger: Carl Maria von Weber: Der Freischütz. Dokumente und Illustrationen

(München August 2010)

Zu Carl Maria von Webers "Freischütz", der erfolgreichsten romantischen Oper, publiziert das Goethezeitportal die Illustrationen von Johann Heinrich Ramberg und mehrere Dokumente: die Volkssage aus dem "Gespensterbuch" von Johann August Apel, die wichtigste Quelle für das Libretto von Friedrich Kind; die Erinnerungen Kinds zur Entstehungsgeschichte der Oper und die Zusammenarbeit mit Weber; Kinds Studie zur Sage um Freikugeln - Beispiel seiner volkskundlichen Recherchen -; einen Bericht über die Uraufführung in Berlin 1821 sowie einige Postkarten zum Erfolgslied "Wir winden dir den Jungfernkranz" als Belege der Verkitschung und Verspottung des Stoffes, die mit der Popularisierung der Oper einhergingen. Wie üblich, sind Kurzbiographien der Akteure beigefügt.

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 Borchmeyer, Dieter: "Die Genies sind eben eine große Familie ..." Goethe in Kompositionen von Richard Strauss. In: Goethe-Jahrbuch 111 (1999) [2000], S. 206-223.   PDF-Fassung  

 

 Borchmeyer, Dieter: Goethes Faust musikalisch betrachtet. In: Eine Art Symbolik fürs Ohr. Johann Wolfgang von Goethe. Lyrik und Musik. Hrsg. von Hermann Jung. Frankfurt a.M. 2002, S. 87-100. 

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 Borchmeyer, Dieter: Herrschergüte versus Staatsraison.  Politik und Empfindsamkeit in Mozarts La Clemenza di Tito. In: Michael Th. Greven / Herfried Münkler / Rainer Schmalz-Bruns (Hrsg.): Bürgersinn und Kritik. Festschrift für Udo Bermbach zum 60. Geburtstag. Baden-Baden 1998, S. 345-366.  

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Rudolf Drux: „Aber abseits wer ist’s?“. Goethes Harzreise im Winter und die Rhapsodie des Johannes Brahms (im Kontext romantischer Winterreisen)

Mit seinem hymnischem Gedicht ‘Harzreise im Winter’, in dem Goethe auf seinen im Dezember 1777 unternommenen „Ritt“ durch den Harz und die Besteigung des verschneiten Brocken rekurriert, hat er zwei für die romantischen Versionen winterlicher Reisen konstitutive Diskurse vorgeprägt: Zum einen ist ihnen die Reflexion über ihre poetische Gestaltung eingeschrieben, zum andern vermittelt die Schilderung frostiger und lebloser Landschaften eine (wie auch immer geartete) krisenhafte Situation und melancholisch-weltschmerzliche Stimmung. Diese wird in Goethes Gedicht mit der Frage nach dem einsamen ‚Menschenfeind’ hervorgerufen, der sich in die Öde zurückgezogen hat. Die ihm gewidmeten Strophen V-VII hat Brahms 1869 in seiner Rhapsodie vertont und mit seiner Komposition die Gewissheit einer Erlösung aus unglückseliger „Selbstsucht“ zum Ausdruck gebracht. Hingegen deutet Goethe nur die Möglichkeit einer Heilung der zur Werther-Zeit grassierenden „Empfindsamkeits-Krankheit“ in den vielschichtigen Bildern seiner ‚Harzreise’ an, mit denen er die Symbolik seiner klassischen Dichtung antizipiert.

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 Nicola Gess: »Laß mich in Gesang zerrinnen« – Konstruktionen des Musikhörens

(Regensburg März 2008)

Die Wirkung von Musik auf den Körper des Hörers ist seit der Antike Thema zahlreicher Schriften. Einerseits wird die therapeutische und erzieherische Funktion dieser Wirkung gewürdigt, andererseits ist sie auch immer schon dem Verdacht ausgesetzt, Hörer ihrer Freiheit zu berauben. Von Anfang an ist sie auch an einen Geschlechterdiskurs geknüpft. Zum einen wird die bedrohliche Musik weiblich codiert. Zum anderen werden die Hörweisen der männlichen Hörer und ihre Reaktionen auf die verführerische Musik geschlechtlich konnotiert: Dem Ideal eines männlichen Hörerkörpers, der sich durch Disziplinierungsmaßnahmen – Odysseus’ Fesselung – den Wirkungen der Musik gewappnet zeigt, stehen die passive Hingabe an musikalische Fluten und Platons Schreckbild eines »weichlichen Kriegsmannes« gegenüber. Der Beitrag geht diesem Problemzusammenhang nach. Dabei konzentriert er sich auf einen Zeitraum, in dem er neue und verschärfte Aktualität gewinnt, nämlich die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. Vor dem Hintergrund der Aufklärungsphilosophie und ihrer Konstruktion eines »autonomen Subjekts« wird die körperliche Wirkung von Musik zunehmend bedrohlicher erlebt. Diese Entwicklung ist erneut mit einem Geschlechterdiskurs verwoben, der in zeitgenössischen Dichtungen über die Musik besondere Formen annimmt: Musik erscheint als mütterliche Verführerin, in deren Reich der männliche Hörer zu versinken droht und der er mit diversen Maßnahmen zum Schutz seiner Autonomie und Männlichkeit begegnen muss. 

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Giesbrecht, Sabine: Historische Bildpostkarten. Universität Osnabrück. Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht. Ludwig van Beethoven, 18 Bildpostkarten (Stand: 16. Juli 2004).

 

Giesbrecht, Sabine: Historische Bildpostkarten. Universität Osnabrück. Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht. Franz Schubert, 90 Bildpostkarten (Stand: 16. Juli 2004).

 

Giesbrecht, Sabine: Historische Bildpostkarten. Universität Osnabrück. Sammlung Prof. Dr. S. Giesbrecht. Franz Schubert, "Dreimäderlhaus", 28 Bildpostkarten (Stand: 16. Juli 2004).

 

 *Erstpublikation* Gunter E. Grimm: Faust-Opern. Eine Skizze

Der Beitrag skizziert die Bemühungen, den Fauststoff für die Opernbühne zu vertonen. Am Beispiel der Opern von Ludwig Spohr, Hector Berlioz, Charles Gounod, Arrigo Boïto, Ferruccio Busoni und Alfred Schnittke wird gezeigt, dass alle Versionen Ausdruck ihrer Epoche sind. Dabei ist es kein Zufall, dass die in der Aufklärung entwickelte optimistische Version des Faustdramas in der Gegenwart durch die ursprüngliche, in der „Historia“ gebotene Version verdrängt wird: Manifestiert sie doch eine existentielle, für Umbruchzeiten charakteristische Normen-Krise.

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Gunter E. Grimm: Die Macht des Gesanges“. Loreleys Verführungskünste in Opern des 19. Jahrhunderts

Das im ‚Biedermeier’ verbreitete Frauenbild bevorzugte introvertierte, sanfte und tugendhafte Frauen, häusliche, in der Familienpflege aufgehende Geschöpfe, die neben einer zahlreichen Kinderschar auch für den außer Hause arbeitenden Gatten zu sorgen hatte. Die vom Mutter- und Gattinnentypus abweichende Frau geriet leicht in den Ruf der Außenseiterin. Suffragetten waren wenig geschätzt, die männliche Phantasie liebte mehr das Exotische oder das Zauberhafte. Nichtbürgerliche Frauen waren Elfentypen, zarte Wesen der Lüfte oder des Wassers, Feen und Nixen. Die Literatur des 19. Jahrhundert wimmelt  von solchen Wasserfrauen, Melusinen und Undinen bis zur schönen Lau. Oder sie waren Unholdinnen, Hexen aller Art, wie man sie von Shakespeare her kannte, meist hässlichen Aussehens, geschmückt mit Warzen und Krallenfingern, und ausgestattet mit fataler Zauberkraft. Ludwig Richter, der durch seine Illustrationen von Ludwig Bechsteins Märchen besondere Popularität erlangte, hat drei solcher Zauberfrauen prototypisch fixiert: die „alte schlimme Hexe“, die Zauberin und die Nixe. 

Bereits im 19. Jahrhundert hatte sich die Ansicht etabliert, bei der Loreley-Geschichte handle es sich um eine Volkssage, die von verschiedenen Dichtern in mehr oder weniger einprägsame Verse gebracht worden sei. Dabei weiß man mittlerweile ja, dass der Erfinder dieser Sage oder dieses Mythos der Dichter Clemens Brentano war, dass Dichter wie von Heinrich von Loeben, Karl Geib, Heinrich Heine oder Joseph von Eichendorff diesen Stoff dankbar aufgriffen, wobei die Bilder der Zauberfrauen auf die jeweiligen Gestaltungen bestimmenden Einfluss nahmen. Die Bilderindustrie des 19. Jahrhunderts hat Heines dämonische Verführerin popularisiert und verharmlost – ganz in der Tradition der biedermeierlichen Märchenillustrationen. Loreley posierte als mehr oder weniger blonde und stämmige Germania-Figur auf ihrem Felsen und schickte die tumben Männer in den Tod. Die Lorelei-Illustration, die Adolf Ehrhardt 1853 für Bechsteins Sagenbuch sowie die Stahlstiche, die Jakob Felsing nach einem Gemälde Carl Ferdinand Sohns 1858 und Goldberg nach einem Gemälde von Wügen 1865 angefertigt haben, orientieren sich an dieser Bildtradition.

Das Motiv, wieso die verführerische Sirene Loreley auf dem Rheinfelsen sitzt, um dort ihr tödlich-betörendes Lied zu singen, blieb bei Heine im Dunkeln. Die kriminalistische Frage zielt auf ein Schicksal, das sich hinter der Beschreibung einer Situation auftut. Brentanos Ballade erzählt die ergreifende Geschichte einer un-glücklichen Liebe, aber die Heinesche Loreley scheint mit dieser Gestalt wenig gemeinsam zu haben. Die Dramatiker, die sich des Sujets annahmen, mussten aber auf eine Geschichte zurückgreifen, und da bot sich in der Tat die Brentanosche Fassung an. Brentano hatte sich der Loreley-Figur in zwei Dichtungen ange-nommen, zum einen in der Ballade „Zu Bacharach am Rheine“, die in den Roman „Godwi“ von 1802 eingelagert ist, und zum andern in den „Rheinmärchen“, die 1846 posthum veröffentlicht wurden. Während die Lore Lay der Ballade sich selbst in den Rhein stürzt und ihr ritterliches Begleitpersonal in den Untergang treibt, figuriert die Loreley der „Rheinmärchen“ als eine ihr Blondhaar kämmende Zauberfrau, obendrein als Hüterin eines verborgenen Schatzes und ist außerdem mit dem Fluch belegt, einen Menschen lieben zu müssen und von ihm hintergangen zu werden. Sie ist jedoch keine Verderben bringende Zauberin.

Es wäre sonderbar, wenn Opernkomponisten nicht nach diesem dankbaren Stoff gegriffen hätten. Hatte bereits die Antike in der Gestalt Kirkes eine veritable Zauberin, und lieferte Ariost mit seinem „Rasenden Roland“ auch eine brauchbare Vorlage für Händels Oper „Alcina“, so boomten insbesondere im 18. Jahrhundert Zauberstücke und auch Zauberopern. Hier konnte die geheimnisvoll-magische Macht weiblicher Verführung auf die Bühne gestellt werden und die Männer als letzten Endes genasführtes schwaches Geschlecht entlarvt werden. Gehört nicht etwa auch Mozarts „Zauberflöte“, in der Magie und Zauberei eine große Rolle spielen, noch zu den Ausläufern dieses Typus?

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Jutta Assel und Georg Jäger: Carl Maria von Weber: Der Freischütz. Dokumente und Illustrationen

(München August 2010)

Zu Carl Maria von Webers "Freischütz", der erfolgreichsten romantischen Oper, publiziert das Goethezeitportal die Illustrationen von Johann Heinrich Ramberg und mehrere Dokumente: die Volkssage aus dem "Gespensterbuch" von Johann August Apel, die wichtigste Quelle für das Libretto von Friedrich Kind; die Erinnerungen Kinds zur Entstehungsgeschichte der Oper und die Zusammenarbeit mit Weber; Kinds Studie zur Sage um Freikugeln - Beispiel seiner volkskundlichen Recherchen -; einen Bericht über die Uraufführung in Berlin 1821 sowie einige Postkarten zum Erfolgslied "Wir winden dir den Jungfernkranz" als Belege der Verkitschung und Verspottung des Stoffes, die mit der Popularisierung der Oper einhergingen. Wie üblich, sind Kurzbiographien der Akteure beigefügt.

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 Anna Teresa Macías García: Lieder der Goethezeit für Gesang und Harfe

 

Das Genre der Vertonungen blühte im deutschsprachigen Raum im 18. und 19. Jahrhundert. In vielen Ländern ist es unter der Bezeichnung "Lied" bekannt. Wenn auch die meisten Vertonungen original für Singstimme und Klavierbegleitung komponiert wurden, gibt es zahlreiche, die für Harfe oder "für Begleitung der Harfe oder des Pianoforte" geschrieben wurden. Diese Harfenvertonungen wurden von manchen Komponisten gepflegt, wie zum Beispiel von Johann Friedrich Reichardt, Carl Friedrich Zelter oder Conradin Kreutzer mit Texten von Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang von Goethe oder Johann Ludwig Uhland. Viele dieser Harfenvertonungen der Goethezeit sind in Vergessenheit geraten. Vorliegendes Projekt beginnt darum mit einer historischen Einleitung. Ihr folgt ein bibliographisches Verzeichnis der bemerkenswertesten Harfenvertonungen der Epoche. Für die wichtigsten Vertonungen finden sich Spielhinweise und kritische Editionen. Jeder besprochenen Vertonung wird außerdem ein Musikbeispiel hinzugefügt. Auf Grund seiner Interdisziplinarität spricht das Projekt Philologen, Musikwissenschaftler und praktische Musiker, insbesondere Harfenisten, an. Es soll dazu beitragen, das originale Harfenrepertoire der Goethezeit wieder zu interpretieren, und, was noch wichtiger ist, es wieder zu genießen.

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 *Erstpublikation* Anna Teresa Macías García: Arpa y arpa eólica en la obra de Johann Wolfgang von Goethe

(München Juni 2007)

Two hypotheses were set for this work: the role of the harp and Aeolian harp as literary motifs in the oeuvre of Johann Wolfgang von Goethe, and their concrete meanings. These would be either inherited from the literary tradition or personal. The two aims of this work were the confirmation of both hypotheses and the identification of the different kinds of harps that Goethe knew throughout his life. The meaning of the harp as motif is almost always inherited from the literary tradition; it can also work as a metonymy of poetry. Goethe met some of the most famous harpists of his time; most of them played single-action harps. He was also familiar with the phenomenon of the wandering harpists, who used hook-harps. These personal experiences led to a personal meaning of this instrument in some of his literary works, such as the character of the harpist in Wilhelm Meisters Lehrjahre. The most original meaning of the harp can be found in two fantastic tales: Märchen and Der neue Paris, where this instrument works as attribute of fantastic creatures that show positive features. The Aeolian harp always works as a literary motif in Goethe’s oeuvre and has several meanings: the spiritual world in Faust, the musicality of Serbian folksongs in “Über serbische Lieder”, or the spiritual union and sensitiveness of the human soul in Äolsharfen. Therefore, the different meanings of the harp and Aeolian harp in Goethe’s work practically vary from work to work: some are inherited from the literary tradition and others are personal of the author. It is precisely in this diversity of meanings where the richness of these literary motifs is based.

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 Mayer, Mathias: Mozart, Tod und Teufel. Gespenster-Metamorphosen in der romantischen Oper. In: Vera Alexander / Monika Fludernik (Hg.): Romantik. Trier: Wissenschaftlicher Verlag 2000, S. 69-83.   PDF-Fassung   

 

 Martin, Dieter: Deutsche Shakespeare-Opern um 1800. In: (in französischer Sprache): Shakespeare et l’opéra autour de 1800. In: Le monde germanique et l’opéra. Le livret en question. Hg. von Bernard Banoun und Jean-François Candoni. Paris: Klincksieck, 2005 (Germanistique. 8), S. 297–316.  PDF-Fassung   

 

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*Erstpublikation* Rolf Selbmann: Noch einmal und immer wieder. Ein erneuter Versuch zu den Liedern in Goethes "Wilhelm Meisters Lehrjahre" (Goethegesellschaft München 2010, "Goethe und die Musik")   PDF-Fassung 

 

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*Erstpublikation* Edith Zehm: Die „radicale Reproduction der poetischen Intentionen“: Goethe und Zelter (Goethegesellschaft München 2010, "Goethe und die Musik")   PDF-Fassung 

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