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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Paul Mila
Illustrationen zu Goethes Faust

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Quelle:
Franz Neubert: Vom Doctor Faustus zu Goethes Faust. Mit 595 Abbildungen. Hrsg. mit Unterstützung des Goethe-Nationalmuseums in Weimar. Leipzig: Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber 1932, S. 150-153.

Sieben Kreidezeichnungen von Paul Mila, 1832-1835. "Die 7 Originalzeichnungen von Mila [...] befinden sich im Goethe-Nationalmuseum zu Weimar." Die Bildtitel sind der Quelle entnommen.

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1. Illustrationen

Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Vor dem Tor, Faust und Wagner mit dem Pudel

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1. Vor dem Tor. 
Faust und Wagner mit dem Pudel. 
1835.

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Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Hexenküche

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2. Hexenküche.

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Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Gretchen

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3. Abend.
Gretchen betrachtet den von Mephistopheles zurückgelassenen Schmuck. 
1834.

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Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Marthens Garten

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4. Marthens Garten.
Faust mit Gretchen im Gespräch.
1833.

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Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Kerker

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5. Kerker.
Faust erblickt vor der Gittertür das gefesselte Gretchen.
1833.

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Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Kerker

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6. Kerker.
Gretchen, aus den Ketten befreit, umarmt Faust.
1832.

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Paul Mila, Illustration zu Goethes Faust, Kerker, Sie ist gerichtet

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7. Kerker. "Sie ist gerichtet!"
Mephistopheles verschwindet mit Faust.
1833.

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2. Kurzbiographie zu Paul Mila

Mila, Paul, Historien-, Porträtmaler und Illustrator, geb. um 1798 in Berlin, Schüler der dortigen Akademie; 1821/24 in Rom, dann in Berlin, wo er die Akademie-Ausstellungen bis 1848 beschickte (1826 Bildnis Henriette Sontag, 1838 Bildnisse preußischer Prinzen, 1846 Guido Reni malt Beatrice Cenci im Gefängnis). "Antikenfries" im Berliner Stadtpalais des Prinzen Karl von Preuße 1827. Kurze, unglückliche Ehe mit Agnes Rauch, der ältesten Tochter des Bildhauers Christian Daniel Rauch. Gestorben um 1862/63. (Thieme-Becker, gekürzt und ergänzt)

Literatur (nicht eingesehen):
* Jürgen Zimmer: Vom Tod des Orpheus. Der Antikenfries im Berliner Palais des Prinzen Karl und sein Maler [Paul Mila]. Falkensee: Zimmer (Selbstverlag) 2006. - Als Manuskript in einem einzigen Exemplar gedruckt; vorhanden in Berlin, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz.

Skandal der "Heiratsgeschichte" mit Agnes Rauch

Zur Skandalgeschichte der Ehe mit Agnes Rauch vgl. die Erinnerung der Schauspielerin Karoline Bauer:

"Als ich in Berlin war, vermälte sich die schöne Agnes Rauch, die ihr Vater legitimirt hatte, mit dem genialen - aber wunderlichen Maler Mila. Welch' einen Lärm gab das, als es hieß: Mila sei seiner jungen Frau auf der Hochzeitsreise davon gelaufen, weil er gesehen, daß diese mit ihrem Vater zärtlicher gewesen, als auf unserer unolympischen Erde zwischen Vater und Tochter gestattet. - Ich aber glaube noch heute: der unheimliche Mila, der schon längst wie ein Geisterseher in Berlin herumlief, hat Gespenster erblickt, wo nur ein Mondstrahl zitterte.

Agnes Rauch heirathete später den Professor [Eduard] d'Alton. Paul Mila ist erst vor einigen Jahren, als traurigster Hypochonder gestorben. Sein großes Talent zerschellte - an einer unglückseligen fixen Idee."

Quelle:
Karoline Bauer: Verschollene Herzensgeschichten. Nachgelassene Memoiren 2. Hrsg. von Arnold Wellmer. 2012, Verlag Dogma. Hier S. 103 (Rechtschreibung nach dem Original).
ISBN 978-3-95507-436-4

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Über die "Heiratsgeschichte" berichtete Zelter an Goethe im Brief vom 28. bis 30. Oktober 1827: 

"Die bekannte Heiratsgeschichte ist etwas schlimmer als man sie sich denken möchte. Die Braut soll als nicht intakt befunden sein. Das wäre nichts Neues wenn es wahr wäre. Der junge Mann aber hat sich so stürmisch und mit eklat betragen daß ihm die Angetraute nach überhäuften Beschimpfungen entfliehn und ihre Zuflucht zur Gräfin [Elisa] v. d. Recke suchen müssen; endlich als der Vater erschienen hat er diesen Vater der Beflickung [!] seines Kindes ins Angesicht beschuldigt. Der Vater ist nun bereits klagbar geworden und die Ehe soll aufgehoben werden.

Die Freunde des jungen Mannes sagen nun endlich aus; sie hätten schon in Rom von ihm gewußt daß ihm eine gewisse Potenz abgehe; sogar sein natürl. Vater (unser Antiquarius [d.i. Aloys Hirt]) und auch seine Mutter sollen davon unterrichtet gewesen sein. Der Vater des Mädgens wird am meisten bedauert der noch an einem frühern Mißverhältnis [mit Wilhelmine, Tochter des Bierschenkers Salomon Schul(t)ze] zu schleppen hat dessen Frucht diese Tochter ist und nun rühren sich die beiden Familiengeschichten wie ein stinkiger Brei ineinander.

Von meiner Seite will ich nur dabei bemerken daß solche Vorfälle mir stets die Wahlverwandtschaften ins Gedächtnis zurückrufen. Man ist viel zu leichtsinnig solche Casus wie Meteorsteine anzuschauen."

Quelle:
Johann Wolfgang Goethe. Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe. Bd. 20.1 Briefwechsel mit Zelter 1799-1827. Text. München: Hanser 1991, S. 1973f. (Rechtschreibung und Zeichensetzung übernommen.)

Dass. Bd. 20.3 Briefwechsel mit Zelter. Einführung. Kommentar. München: Hanser 1998. Hier S. 874.

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