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Clemens Brentano:
Die Chronik des fahrenden Schülers

 

Historistisches Buchdesign
mit Illustrationen von Eduard von Steinle

 

 

  • Die Chronik des fahrenden Schülers. Erstlich beschrieben von dem weiland Meister Clemens Brentano. Hg. von [Wilhelm] Kreiten. Mit 6 Illustrationen von Eduard von Steinle. München: Dr. Huttler 1888. Höhe: 24,5 cm, Breite: 17 cm. – Schutzumschlag aus Leinen mit handgedrucktem Holz- oder Linolschnitt (evtl. privat).

Die Ausgabe ist ein Dokument der katholischen Literaturpflege. Wilhelm Kreiten, der Herausgeber, geb. 21. Juni 1847, gestorben 6. Juni 1902, Jesuit, war als katholischer Literaturkritiker und Schriftsteller tätig. Er arbeitete mit an den "Stimmen aus Maria-Laach", dem Sprachrohr jesuitischer Kulturpolitik, und vollendete die von J. B. Diel hinterlassene Biographie von Clemens Brentano (1877). Zum historistischen Design des Buches vgl. das Vorwort:

 

    Gehört Clemens Brentano's Chronika eines fahrenden Schülers "zu dem Schönsten und Vollendetsten, was im Geiste altdeutscher, christlicher Poesie jemals in neudeutscher Sprache geschrieben wurde," so bedarf es zur Rechtfertigung vorliegender Ausgabe, welche der Dichtung auch äußerlich jene ihrem inneren Wesen entsprechende, altdeutsche Ausstattung in Schrift und Bild gewähren soll, keines weiteren klärenden Wortes.

 

Die Illustrationen tragen, mit Ausnahme der vierten, das Monogramm Steinles. Alle sind mit "Consee München" bzw. "Consee ch" bezeichnet.

 


 

Gliederung 

 

            1. Das Buch
            2. Kurzbiographie von Steinle
            3. Kontaktanschrift 

 



1. Das Buch

 

Den Illustrationen werden die Textstellen beigegeben, auf die sie sich beziehen. Der Text folgt der Ausgabe, die "Brentano durch Brentano", d.h. die frühere durch die spätere Fassung ergänzt. Die Urfassung ist online verfügbar im Projekt Gutenberg.DE.

 

 


 

2. Kurzbiographie von Steinle

 

Gebhard Flatz, Bildnis von Eduard Jakob von Steinle, 1833

Gebhard Flatz: Bildnis von Steinle
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Gebhard Flatz (1800-1881): Bildnis Eduard Jakob von Steinle, 1833. Aquarell und Pinsel in Grau, über Bleistift. Ausriss.

*****

Steinle, Eduard Jakob von, Maler, geb. 2. Juli 1810 in Wien, gest. 19. Sept. 1886 in Frankfurt a. M., war Schüler der Wiener Akademie und von Kupelwieser und ging 1828 nach Rom, wo er sich eng an Overbeck und Ph. Veit anschloß und bis 1834 blieb. In die Heimat zurückgekehrt, lebte er mit einigen Unterbrechungen, unter andern veranlaßt durch einen Aufenthalt in München zur Erlernung der Freskotechnik bei Cornelius, in Frankfurt a. M. und wurde dort 1850 erster Professor am Städelschen Institut.

1838 führte Steinle in der Kapelle des Schlosses Rheineck seine ersten Fresken aus. Dann begann er im Domchor zu Köln Freskogemälde, die Engelchöre auf Goldgrund darstellend, Schöpfungen von großartiger Wirkung. 1844 malte er für den Kaisersaal zu Frankfurt das Urteil Salomos. 1857 begann er die Ausmalung der Ägidienkirche in Münster. Von 1860–63 beschäftigten ihn die vier großen, die Kulturentwickelung der Rheinlande schildernden Fresken im Treppenhaus des Wallraf-Richartz-Museums zu Köln. Dann malte er von 1865–66 die sieben Chornischen der Marienkirche in Aachen aus. Nach Beendigung der Ausschmückung der fürstlich Löwenstein-Wertheimschen Kapelle zu Heubach mit Fresken und Ornamenten wurde ihm 1875 die Ausmalung des Chores im Münster zu Straßburg übertragen, und 1880 erhielt er vom Frankfurter Dombauverein den Auftrag, das Innere des Domes vollständig auszumalen.

Steinle hat auch eine große Anzahl von meist religiösen Staffeleibildern geschaffen, treffliche Bildnisse und romantisch gehaltene Genrebilder von feiner Färbung (der Türmer und der Violinspieler, in der Galerie Schack zu München); ferner eine Menge Zeichnungen und Aquarelle, teils religiösen Inhalts, teils nach Dichtungen, darunter: Rheinmärchen und die mehreren Wehmüller nach Brentano, die Beichte in St. Peter zu Rom, Szene aus "Was ihr wollt" von Shakespeare, Schneeweißchen und Rosenrot und der Parzivalzyklus. (Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Aufl. 1905-09; Bd. 18, S. 911. Digitale Bibliothek 100, S. 188860f. Redigiert, gekürzt, ohne Literaturhinweise.)

 


 

3. Kontaktanschrift

 

Prof. Dr. Georg Jäger
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstr. 3
80799 München

E-Mail:
georg.jaeger07@googlemail.com

 

Jutta Assel und Georg Jäger, im Juni 2006
Update 05.12.2013

 

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