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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Heidenröslein.
Lieder von Liebeslust und Frühlingsfreud'

 

Mathilde Walker:
Das süße Wörtchen

Wir sah'n am Himmelsbogen
Die goldnen Sterne ziehn,
Wir hörten das Bächlein rauschen
Und sahen Leuchtkäferchen glüh'n.
 
Wir schauten uns still ins Auge
Und tief ins Herz hinein –
Uns war's, als könnten im Himmel
Die Engel nicht seliger sein.
 
Wir sangen und flüsterten leise
Das süße Wörtchen "Du"
Und droben glühten die Sterne
Sich freudig einander zu.

 

Walker, Mathilde, geb. 1842 in Stuttgart, Sterbedatum unbekannt. Tochter eines königl. Beamten, "aufs sorgfältigste erzogen und gebildet. Bei einem für alles Schöne empfänglichen Sinne war es ihr frühe Bedürfnis, die empfangenen Eindrücke in poetischer Form wiederzugeben, doch trat sie damit erst in gereifteren Jahren an die Öffentlichkeit. Sie lebte (1866) in der Schweiz, wo sie auf Schloß Luisenberg im Kanton Thurgau bei ihrer Freundin Frau von Breidenbach bis zu deren Tode (1903) eine Heimstätte gefunden hatte." "Gedichte" 1882; "Aus des Lebens Füllhorn" 1884.

(Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 6. Aufl. Bd. 7, Leipzig: Reclam o.J.)

Monogrammiert MS (ligiert).

 

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