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Jutta Assel | Georg Jäger

Heidenröslein.
Lieder von Liebeslust und Frühlingsfreud'

Lyrikanthologie gesammelt von Dr. Karl Zettel

Stand: Juni 2010
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  • Heidenröslein. Lieder von Liebeslust und Frühlingsfreud'. Gesammelt von Dr. Karl Zettel. Illustriert von R[ichard] E[rnst] Kepler und Anderen. 21. Auflage. Stuttgart. Druck und Verlag von Greiner & Pfeiffer. Maße (außen): Breite 13 cm, Höhe 18 cm.

 

Die verbreitete Lyrikanthologie ist nach dem zum Volkslied gewordenen Gedicht Goethes "Heidenröslein" benannt. Die erfolgreiche Prachtausgabe, die meist zu Geschenkzwecken gekauft wurde, hat eine hier nicht abgebildete Widmungsseite (handschriftliche Eintragung von 1902). Für derartige Geschenkbände des späten 19. Jahrhunderts waren Ausstattung (goldgeprägte Einbanddecke, Goldschnitt, Rotdruck, Buchschmuck: Leisten, Vignetten, Initialen u.a.m.) und Illustrationen ebenso wichtig wie die Texte. Die Anthologie "Heidenröslein" vereinigt klassische und romantische Liebes- und Naturlyrik mit zeitgenössischen Dichtungen, die heute als epigonal und trivial qualifiziert werden. Die folgende Auswahl stellt den Illustrationen die Bezugstexte zur Seite.

 

Zum Prachtwerk vgl. die Erläuterungen zu Friedrich Bodenstedts Album deutscher Kunst und Dichtung.

 

Zettel, Karl, Lehrer und Dichter, geb. 22. April 1831 in München, gest. 30. März 1904 daselbst. Studium an der Universität München, Staatsexamen für das höhere Lehramt. Privatlehrer und Hofmeister, Lehrer, Studienlehrer und Professor an Gymnasien in Eichstätt, München und Regensburg. Trat wegen eines chronischen Kopfleidens in den Ruhestand und lebte in München. Zettel gab eigene Dichtungen heraus und war einer der erfolgreichsten Anthologisten:

  • Edelweiß. Für Frauensinn und Frauenherz. Eichstätt, Stuttgart: Krüll, Hugendubel, Pfeiffer 1869. 44. Aufl. 1896, 51.-56. Tsd. o.J.
  • Dass. Miniaturausgabe. Stuttgart: Greiner & Pfeiffer. 8. Aufl. 1887, 30. Aufl. 1896.
  • Heidenröslein. Lieder von Liebeslust und Frühlingsfreud'. Stuttgart: Greiner & Pfeiffer 1886. 22. Aufl. 1895, 95.-100.Tsd. 1900.
  • Ich denke Dein. Stuttgart: Greiner & Pfeiffer 1883. 39. Aufl. 1896.
  • In zarte Frauenhand. Stuttgart: Greiner & Pfeiffer 1887. 10. Aufl. 1895.

(Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 6. Aufl. Bd. 8, Leipzig: Reclam o.J.; Günter Häntzschel: Bibliographie der deutschsprachigen Lyrikanthologien 1840 - 1914. Unter Mitarbeit von Sylvia Kucher u. Andreas Schumann. 2 Teile. München: Saur 1991. Nr. 1600-1604.)

 

Kep[p]ler, Richard Ernst, Maler und Illustrator, geb. 27. März 1851 in Stuttgart, gest. nach 1927. Studierte am Polytechnikum und an der Kunstakademie in Stuttgart, bildete sich in München und Wien weiter, wurde besonders durch Moritz von Schwind angeregt. Er wandte sich später der Illustration zu und erzielte durch seine Märchenfriese ("Schäfer und Schlange", "Mönch und Waldvögelein") große Erfolge. Von 1870 an hat er für fast alle größeren Verlagsanstalten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz Buchschmuck und Illustrationen gezeichnet. (Thieme / Becker)

Die reproduzierenden Künstler (Holzstecher), ggf. auch die xylographischen Ateliers werden, sofern verzeichnet, bei den einzelnen Illustrationen aufgenommen. Die Klischees stammen aus diversen xylographischen Anstalten.

 

Inhalt

Einband
Titelillustration
Titel
Goethe, Heidenröslein
Mörike, Er ist's
Hoffmann von Fallersleben, Im Rosenbusch
Kaufmann, Vorfrühling
Böttger, Ich hör' ein Vöglein locken
Chamisso, Frauenliebe und Leben
Hammer, Beim Abschied
Winkler, Der Kuß
Hamm, Waldlied
Prutz, Das Mädchen spricht
Walker, Das süße Wörtchen
Geibel, Lieb' und Leid
Mosen, Nachtlied
Siebel, Die Verlassene
Wegener, Das Mädchen und der Schmetterling

 

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