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Jutta Assel | Georg Jäger

Hochland
Illustrationen von Franz Hoch

Eine Auswahl

Stand: Juli 2009




Gliederung




1. Titelillustration und Titelaufnahme

Hochland. Ein Ausflug ins Land der Berge voll Alpenzauber und Höhenluft. Gesammelt von Ernst Weber. Bildschmuck von Franz Hoch. München 1903. Verlag des deutschen Spielmanns: Georg D. W. Callwey und Carl Haushalter G.m.b.H. Höhe: 20,5; Breite: 16 cm.

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2. Texte und Illustrationen
Eine Auswahl

Johann Wolfgang von Goethe
Schäfers Klagelied

(Erstdruck 1803)

Da droben auf jenem Berge,
Da steh' ich tausendmal
An meinem Stabe gebogen
Und schaue hinab in das Tal.
  
Dann folg' ich der weidenden Herde,
Mein Hündchen bewahret mir sie.
Ich bin herunter gekommen
Und weiß doch selber nicht wie.
  
Da stehet von schönen Blumen
Die ganze Wiese so voll.
Ich breche sie, ohne zu wissen,
Wem ich sie geben soll.
  
Und Regen und Sturm und Gewitter
Vergess' ich unter dem Baum.
Die Türe dort bleibet verschlossen;
Doch alles ist leider ein Traum.
  
Es stehet ein Regenbogen
Wohl über jenem Haus!
Sie aber ist weggezogen,
Und weit in das Land hinaus.
  
Hinaus in das Land und weiter,
Vielleicht gar über die See.
Vorüber, ihr Schafe, vorüber!
Dem Schäfer ist gar so weh.

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Ludwig Uhland
Die Kapelle

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab,
Drunten singt bei Wies' und Quelle
Froh und hell der Hirtenknab'.
  
Traurig tönt das Glöcklein nieder,
Schauerlich der Leichenchor;
Stille sind die frohen Lieder,
Und der Knabe lauscht empor.
  
Droben bringt man sie zu Grabe,
Die sich freuten in dem Tal.
Hirtenknabe, Hirtenknabe,
Dir auch singt man dort einmal.

Uhland denkt an die Wurmlinger Kapelle bei Tübingen, am westlichen Abhang des Ammerbergs, die auch Lenau ("Die Wurmlinger Kapelle", 1832), Karl Mayer ("Die Wurmlinger Kapelle und ihr Friedhof", um 1851/52), Gustav Schwab u.a. besungen haben.

Uhlands Werke. Hrsg. von Ludwig Fränkel. Bd. 1. Leipzig, Wien: Bibliographisches Institut (1893), S. 18.

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Nikolaus Lenau
Das Gewitter

(Erstdruck 1832)

Noch immer lag ein tiefes Schweigen
Rings auf den Höhn; doch plötzlich fuhr
Der Wind nun auf zum wilden Reigen,
Die sausende Gewitterspur.
  
Am Himmel eilt mit dumpfem Klange
Herauf der finstre Wolkenzug:
So nimmt der Zorn im heißen Drange
Den nächtlichen Gedankenflug.
  
Der Himmel donnert seinen Hader;
Auf seiner dunkeln Stirne glüht
Der Blitz hervor, die Zornesader,
Die Schrecken auf die Erde sprüht.
  
Der Regen stürzt in lauten Güssen;
Mit Bäumen, die der Sturm zerbrach,
Erbraust der Strom zu meinen Füßen; -
Doch schweigt der Donner allgemach.
  
Der Sturm lässt seine Flügel sinken,
Der Regen säuselt milde Ruh;
Da sah ich froh ein Hüttlein winken
Und eilte seiner Pforte zu.

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Nikolaus Lenau
Vision

(Erstdruck 1838)

Vom Himmel strahlt der Mond so klar,
Greif aus, o Rappe, greif!
Im Winde fliegt des Reiters Haar,
Des Rosses Mähn' und Schweif.
  
Auf seinem Hut der Reiter trägt
Gemsbart und Federnputz;
Ein schmerzliches Gelächter schlägt
Er auf und schwingt den Stutz.
  
Der Reiter sprengt um Mitternacht
Durchs Land Tirol, allein;
Der Waldstrom braust und stürzt mit Macht,
Der Reiter holt ihn ein.
  
Die Schneegans dort hoch oben ruft
Ihr schnatternd Wanderlied,
Schnell zieht der Vogel in der Luft,
Der Reiter schneller flieht.
  
Schnell ist der Wolkenschatten Flucht,
Der Reiter schneller noch,
Kaum braust er in der tiefen Schlucht,
Schon auch am Gipfel hoch.
  
Wo das Gebein der Helden liegt,
Gibt er dem Ross die Sporn,
An den vergessnen Gräbern fliegt
Er wild vorbei im Zorn.
  
Am Wege dort ein Kruzifix,
Des Unglücks Herberg', ragt,
Seitwärts gewandten finstern Blicks
Vorbei der Reiter jagt.
  
So reitet er durchs Land Tyrol,
Und ruft so bang, so schwer:
»Mein schönes Land, leb' wohl! leb' wohl!
Du siehst mich nimmermehr!«
  
Das letzte Heldengrab zerreißt,
Der Reiter stürzt hinein,
Grab zu! Verschwunden ist der Geist
Von Achtzehnhundert Neun.

Erläuterung:

Im Krieg Österreichs gegen Frankreich und seine Verbündeten erhoben sich 1809 die kaisertreuen Tiroler unter Führung von Andreas Hofer gegen Bayern, dem 1805 das Land zugefallen war. Hofer wurde verraten und 1810 auf Befehl Napoleons in Mantua erschossen. Meyers Großes Konversationslexikon (6. Aufl., Bd. 19, 1909) spricht, noch ganz im Sinne dieses Gedichts, von einem "Heldenzeitalter [Tirols] durch die gewaltigen Kämpfe mit Franzosen und Bayern".

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Ludwig Bechstein
Die verwünschte Stadt

Auf hohem Alpengebirge lag eine große blühende Stadt, umgeben von hochragenden Bergzackenhörnern, die ewiger Schnee bedeckte, die Stadt aber lag auf einer weithingebreiteten sonnigen Matte, auf welcher zahlloses Vieh weidete, denn das Volk, das jene Alpenstadt bewohnte, war ein Hirtenvolk, das fast ganz abgesondert lebte von den Bewohnern der tieferen Gegenden. Selten zog ein Wanderer oder ein Saumross die Gebirgspfade, die über jene Hochalpen hinweg nach Welschland führten, selten sahen die Bewohner jener Gebirgsstadt einen Fremdling.

Eines Tages aber sahen sie einen fremden Wanderer durch ihren Ort schreiten, eine hohe ernste Gestalt; sein Gesicht war bräunlich von Farbe, aber bleich, mit langem Barte, sein Haar schwarz mit grau gemischt, sein Gewand ein langer brauner Talar, mit einem Strick umgürtet, seine Fußbekleidung starke Schuhe mit Riemen um die Knöchel befestigt. Müde schien der Mann und der Ruhe sehr bedürftig, aber er trug einen Fluch, dass er sich nicht setzen und weilen durfte, bevor ihn jemand sitzen und verweilen hieß. Die Bewohner der Hochgebirgsstadt sahen den fremden Mann mit einer eigenen Scheu an und er flößte ihnen ein seltsames Grauen ein. Und der Mann ging von Haus zu Haus, und stand vor jeder Türe, und harrte, daß jemand zu ihm sage: »Sitze nieder und raste« - aber niemand sprach solche Worte, wohl aber sammelte sich des Volkes mehr und mehr, und gaffte ihn neugierdevoll an. Und der müde Mann stand und seufzte.

Da trat der Stadtälteste heran, der zugleich ein Priester war, der sprach zu ihm: »Höre du fremder Mann, wer du bist, das wissen wir, und sehen es dir an. Du bist kein anderer als der ewige Jude. Du bist verdammt zu wandern ewiglich, weil du den Heiland der Welt auf seinem Gange zum bittern Kreuzestode die kurze Ruhe auf der Steinbank vor deinem Hause zu Jerusalem versagt hast - darum so hebe dich von hinnen aus unserer Stadt, denn du kannst allda nicht weilen und darfst nicht weilen, und wir können und dürfen dich nicht hegen und herbergen, zu unserem eigenen Leid. Gehe mit Gott!«

Da öffnete der ewige Jude seine bleichen Lippen und sprach: »Ich werde gehen jetzt und ihr bleibt, ihr aber werdet vergehen und ich werde bleiben. Wann ich werde wieder kommen an diesen Ort, so werde ich hier finden zwar eine Stätte, aber keine Stadt - und wann ich werde kommen zum dritten Male, so werde ich auch nicht mehr finden die Stätte, da eure Stadt gestanden hat.«

Alle, die das Wort hörten, erschraken, und traten scheu zur Seite, als der finstere Mann seinen Stab schüttelte, und durch ihre gedrängten Reihen schritt, und müden Ganges aus dem Orte wanderte, hoch hinauf in das unwirtbare Gebirge. Keiner von allen sah ihn wieder.

Seit diesem Tage wurde kein neues Haus mehr errichtet in jener Stadt - keine Herde mehrte sich - kein Kindlein wurde geboren - manches Haus starb bald aus - nach einer Reihe von Jahren standen viele Häuser ganz leer und verfielen.

Von den Bergen stürzten Lawinen herab, und zerschmetterten die Häuser. Bergstürze ereigneten sich, und mächtige Felsblöcke lagen jetzt da, wo früher in den Straßen der Stadt ein reges fröhliches Leben war. Die große weite Stadt war noch fünfzig Jahr ein Alpendorf mit weit und zerstreut voneinander liegenden Häusern, mit dürftiger Nahrung, magern Herden, siechen Bewohnern. Sie kamen nicht mehr herab zu den tiefer gelegenen Ortschaften, und niemand stieg aus letzteren zu ihnen hinauf - und so wurde endlich alles droben wüst und leer - und über die letzten Toten wölbte sich kein Grabeshügel, sondern die brechenden Häuser begruben sie unter Trümmern, dann begruben Steinrutschen, welche im Alpenlande Muren heißen, wiederum jene Trümmer, oder Schlammbäche von den Berggipfeln quollen nieder und deckten alles zu.

Nach hundert Jahren kam der Wanderer wieder; an der Lage der Bergzacken umher erkannte er die Stätte, hohe Bäume waren gewachsen aus den Trümmern, hie und da stand noch ein Mauerrest, man konnte aber nicht mehr recht unterscheiden, ob es Felsen war, oder Werke von Menschenhand. Mächtige Sträucher mit bunten Alpenblumen waren da emporgeschossen, wo vordem Straße war, und Gras stand da, wo sonst der Menschen friedliche Wohnstätte gewesen.

Und der ewige Jude seufzte und sprach: »Was hat gesungen einst David, der König über Israel? Er hat gesungen: >Wenn Du nach des Gottlosen Stätte sehen wirst, wird er weg sein.<«

Und hob den Fuß, und wandelte wieder rast- und ruhelos über das Hochgebirge.

Und die Stätte jener Stadt blieb nicht dieselbe, wie sie gewesen, sie wurde immer öder, kahler, schauriger, doch ganz allmählich, und so langsam, Jahr um Jahr. Die Alpenblumensträucher gingen aus, das Gras verdorrte, es fiel in dieser hohen Bergregion kein Regen mehr, es fiel nur Schnee, und der schmolz am Ende nicht mehr hinweg, auch wenn die Sommersonne am höchsten stand. Die Quellen, die von den höheren Spitzen des Gebirgs früher als reizende Wasserfälle niederrauschten, gefroren, und bildeten über sich Decken von grünlichem Eis; sie wurden zu Gletschern, und diese Gletscher wurden größer und größer und schoben sich vor über die einst so herrlich grünen sonnigen Matten mehr und mehr, und bedeckten sie ganz.

Und als der ruhelose Wanderer, nachdem abermals hundert Jahre vergangen waren, wieder hinauf kam auf das Gebirge, da fand und erkannte er die Stätte nicht mehr, auf welcher einst die blühende Stadt gestanden hatte, und tat seinen Mund auf und sprach: »Erfüllt ist nun das Wort des Herrn, das er tat durch den Mund des Propheten, seines Knechts: »Ich will meine Hand über sie ausstrecken und das Land wüste und öde machen.«

Sprach es und wanderte weiter.

Anmerkung Bechsteins:

Die verwünschte Stadt. Eigentlich Alpensage aus der Nähe des Matterhorns; aber angehaucht vom Zauber der Märchenpoesie. In meinem Deutschen Sagenbuche Nr. 18 [1853]. Hier von mir erweitert und in düsterer Färbung gehalten.

Ludwig Bechstein: Neues deutsches Märchenbuch (1856). Deutsche Literatur von Luther bis Tucholsky. Großbibliothek (Digitale Bibliothek; 125) Berlin: Directmedia 2005, S. 45.213-45.217.

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Hoffmann von Fallersleben
Auf dem See

Ich saß in einem Fischerboot,
Und hörte nur den Ruderschlag;
Der See erglänzt' im Abendrot,
Zur Rüste ging der müde Tag.
  
Am Ufer zogen Schwän' entlang,
Es lag das Tal gehüllt in Duft,
Und eine Weidenflöt' erklang
Hell durch die frische Frühlingsluft.
  
Und Fried' und Ruh' um Berg und Tal
Und überall im Abendschein -
Wann kehret Fried' und Ruh' einmal
O Herz, mein Herz, bei dir auch ein?

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Friedrich Schiller
Berglied

(Erstdruck 1805)

 

Am Abgrund leitet der schwindligte Steg,
Er führt zwischen Leben und Sterben;
Es sperren die Riesen den einsamen Weg
Und drohen dir ewig Verderben,
Und willst du die schlafende Löwin nicht wecken,
So wandle still durch die Straße der Schrecken.
  
Es schwebt eine Brücke, hoch über den Rand
Der furchtbaren Tiefe gebogen,
Sie ward nicht erbauet von Menschenhand,
Es hätte sichs keines verwogen.
Der Strom braust unter ihr spät und früh,
Speit ewig hinauf und zertrümmert sie nie.
  
Es öffnet sich schwarz ein schauriges Tor,
Du glaubst dich im Reiche der Schatten,
Da tut sich ein lachend Gelände hervor,
Wo der Herbst und der Frühling sich gatten,
Aus des Lebens Mühen und ewiger Qual
Möcht ich fliehen in dieses glückselige Tal.
  
Vier Ströme brausen hinab in das Feld,
Ihr Quell, der ist ewig verborgen,
Sie fließen nach allen vier Straßen der Welt,
Nach Abend, Nord, Mittag und Morgen,
Und wie die Mutter sie rauschend geboren,
Fort fliehn sie und bleiben sich ewig verloren.
  
Zwei Zinken ragen ins Blaue der Luft,
Hoch über der Menschen Geschlechter,
Drauf tanzen, umschleiert mit goldenem Duft,
Die Wolken, die himmlischen Töchter.
Sie halten dort oben den einsamen Reihn,
Da stellt sich kein Zeuge, kein irdischer, ein.
  
Es sitzt die Königin hoch und klar
Auf unvergänglichem Throne,
Die Stirn umkränzt sie sich wunderbar
Mit diamantener Krone,
Drauf schießt die Sonne die Pfeile von Licht,
Sie vergolden sie nur und erwärmen sie nicht.


Anmerkung Schillers:

Löwin, an einigen Orten der Schweiz der verdorbene Ausdruck für Lawine.

Erläuterungen:

Brücke: Teufelsbrücke vor dem Urner Loch. - Vier Ströme: Rhône, Reuß, Tessin, Rhein. - Königin: wohl die Jungfrau.

Friedrich Schiller. Sämtliche Werke. Hrsg. von Gerhard Fricke u. Herbert G. Göpfert. Bd. 1. München: Carl Hanser 1961. Text S. 416f.; Anmerkungen S. 905.

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3. Der deutsche Spielmann.
Programm der Reihe

Der deutsche Spielmann nennt sich eine neue Sammlung deutscher Dichtungen für Jugend und Volk, herausgegeben von Ernst Weber mit Bildern von deutschen Künstlern. "Kindheit, Wanderer, Helden, Wald, Legenden, Meer, Schalk, Hochland" nennen sich die zunächst erscheinenden Bände, deren Illustrationen die bekannten Künstler J. V. Cissarz, Julius Diez, Franz Hoch, Ernst Kreidolf, G. H. Stroedel und Willibald Weingärtner übernommen haben. In Vorbereitung sind ferner "Soldaten, Gesprenster, Arbeiter, Sänger, Tag und Nacht, das deutsche Jahr, Bach und Strom, Heide, Stadt und Land, die gute alte Zeit, Himmel und Hölle, Riesen und Zwerge, deutsche Sagen und Geschichten, ein Büchlein der Hexen, Abenteuer, Fabeln u.v.a."

Wie diese Themen verraten, handelt es sich um eine Auswahl des Besten aus der großen deutschen Literatur von Walther von der Vogelweide über Schiller und Goethe, Grimm und Bechstein, bis herauf zu unsern Modernen Dehmel, Liliencron und Falke, soweit die Stoffgebiete dem jugendlichen wie dem volkstümlichen Verständnisse zugänglich sind.

Jeder einzelne Band bildet ein in sich geschlossenes Ganzes, illustriert von einem Künstler, dessen Eigenart sich dem betreffenden Gebiet ungezwungen anpasst und zwar in einer Weise, die bestrebt ist, den Stimmungscharakter des Ganzen zu erfassen und wiederzugeben, in dem Bilde gleichsam ein neues Gedicht zu schaffen, das die einzelnen Glieder organisch verbindet und jedem einzelnen Bande seinen eigenen Stil verleiht.

Der Preis für den Band, der sowohl in der Schwarzweißkunst wie mit drei- und mehrfarbigen Bildern reich geschmückt ist, stellt sich auf 1 Mark. Damit glaubt der deutsche Spielmann die moderne künstlerische Bewegung in die breiteren Volksschichten tragen und der deutschen Jugend um verhältnismäßig billigen Preis in künstlerischer Ausstattung bieten zu können, was ihr bisher zum großen Teil, weil verborgen oder nicht losgelöst von Unverständlichem und Unerschwinglichem, vorenthalten bleiben musste.

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4. Kurzbiographie von Franz Hoch

Hoch, Franz Xaver, Landschaftsmaler und Graphiker, geboren 25.5.1869 in Freiburg i. Br., gestorben 17.6.1916 in den Vogesen (im Weltkriege gefallen).

Schüler von Emil Lugo, dann 1889 bis 96 an der Karlsruher Akademie von G. Schönleber, in dessen naturalistischer und doch idyllisch-poetischer Wirkung erstrebender Art er anfangs arbeitete. Unter Graf Kalckreuths Einfluss wandte er sich einer leicht stilisierenden Naturwiedergabe zu und begann auch die Landschaftsradierung und Farbenlithographie zu pflegen (Blätter in der von B. G. Teubner, Leipzig, herausgegebenen Serie farbiger Künstler-Steinzeichnungen).

1898 siedelte er nach München über, wo er einige Zeit der "Scholle" nahestand. Unter Einfluss der Münchner Landschaftskunst wird seine Malweise mehr impressionistisch, mit helleren Farbenklängen. Die Stimmungslandschaften seiner letzten Zeit sind von großzügiger Vereinfachung. Er liebt Motive aus dem Schwarzwald, der Eifel, Italien, vor allem aber aus dem bayrischen Alpenvorland und dem Hochgebirge.

Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Hrsg. von Hans Vollmer. Bd. 17. Leipzig: E. A. Seemann 1924. Artikel Hoch, Franz Xaver, S. 163.

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5. Rechtlicher Hinweis und Kontaktadresse

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Ludwig-Maximilians-Universität München
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