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Jutta Assel | Georg Jäger

Daniel Chodowiecki
"Occupations des Dames"

Optimiert für Firefex
Stand: Juli 2015

Vorlage: Chodowiecki. Auswahl aus des Künstlers schönsten Kupferstichen. 136 Stiche auf 30 Carton-Blättern. Nach den zum Theil sehr seltenen Originalen in Lichtdruck ausgeführt von A. Frisch, Berlin. Berlin: Verlag von Mitscher & Roestell o.J. Hier Nr. 30-41.

Außentitel

Das Exemplar wurde zur Verfügung gestellt von multi libri - Chiemgauer Internet Antiquariat.
Homepage: http://www.multi-libri.de, Email: multi-libri@email.de.

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Gliederung

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1. Occupations des Dames

La broderieL'écriture
La lectureLes visites
Le menageLa couture
La musiqueLa danse
Le jeuLe dessein
La promenadeLe chant

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2. Kurzbiographie zu Daniel Chodowiecki

Eine Gesellschaft von sechs Damen mit dem Künstler in seinem Zimmer. (Auswahl Nr. 4)

Chodowiecki, Daniel Nikolaus, Maler und Kupferstecher, geb. 16. Okt. 1726 in Danzig, gest. 7. Febr. 1801 in Berlin, erhielt von seinem Vater, einem Kaufmann und enthusiastischen Kunstliebhaber, den ersten Unterricht in der Miniaturmalerei, lernte dann als Kaufmann in Danzig und Berlin, jede müßige Stunde für seine Kunst benutzend. Später gab er das kaufmännische Fach auf und widmete sich ganz dem Zeichnen und Malen […]. Daneben malte er unablässig Miniaturbildnisse und versuchte sich auch 1756 in der Radierung. Durch mehrere kleine geätzte Blätter erregte er die Aufmerksamkeit der Berliner Akademie der Wissenschaften, die ihm den Auftrag gab, die Bilder für den von ihr herausgegebenen Kalender zu fertigen. Dadurch und durch andre rasch folgende Aufträge machte er sich so bekannt und geschätzt, dass er 1764 zum Rektor, 1788 zum Vizedirektor und 1793 zum wirklichen Direktor der Akademie der bildenden Künste ernannt wurde. Chodowiecki fand die Anerkennung seiner Zeitgenossen in reichem Maß; es erschien fast kein künstlerisch ausgestattetes Werk, zu dem er nicht mindestens eine Vignette lieferte.

Von besonderer Bedeutung sind seine gestochenen Illustrationen zu Shakespeare und zu den deutschen Dichtern seiner Zeit, weshalb er den Ehrentitel "Illustrator unsrer Klassiker" erhalten hat. […] Hervorzuheben sind: der Abschied des Jean Calas, nach des Künstlers eignem Gemälde; Friedrich II. und der Kronprinz auf der Heerschau zu Potsdam; der Tod des Herzogs Leopold von Braunschweig; General Zieten vor dem König sitzend; 12 Blätter zu "Minna von Barnhelm"; 12 Blätter zum "Don Quichotte"; die Blätter zu Lavaters "Physiognomischen Fragmenten"; 12 Blätter zum "Landprediger von Wakefield"; 13 Blätter zu Gellerts Fabeln; 8 Blätter zu Bürgers Gedichten; 12 Blätter zu Voltaires Schriften; 6 Blätter zu Schillers "Räubern"; 12 Blätter zu Yoriks "Empfindsame Reise"; 12 Blätter zu Shakespeares "Heinrich IV. "; 12 Blätter zum "Hamlet"; 12 Blätter zu Shakespeares "Lustigen Weibern von Windsor"; 12 Blätter zu "Coriolanus"; 12 Blätter zu Shakespeares "Sturm"; 12 Blätter zu "Macbeth"; 12 Blätter zu den Anekdoten von Friedrich II.; 6 Blätter zur "Luise" von Voß; 12 Blätter zur Geschichte des nordamerikanischen Freiheitskriegs; 12 Blätter Modetorheiten u. a.

Chodowiecki ist wegen der Wahrheit, Lebendigkeit und Laune, mit der er Figuren seiner Zeit darstellte, als der Gründer einer neuen Kunstgattung zu betrachten und in der naiven Unbefangenheit seiner Darstellung der Vorläufer der realistischen Genre- und Charaktermalerei des 19. Jahrhunderts. Seine vorzüglichsten Darstellungen sind aus dem bürgerlichen Leben gegriffen. Überall zeigt er sich als tiefen Kenner des menschlichen Herzens und treffenden Sittenmaler, indem er bald das Laster mit den grellsten Farben schildert, bald die Torheiten der Zeit mit launigem Spott geißelt, und dies alles auf kleinem Raum. In kleinern Vignetten war er glücklicher als in größern Darstellungen, und in der ihm eigentümlichen Sphäre des gewöhnlichen Lebens wahrer und lebendiger als in den idealen Darstellungen.

Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Aufl. 1905-1909 (Digitale Bibliothek; 100) Berlin: Directmedia 2003. Artikel "Chodowiecki", S. 33.056-33.059. Gekürzt, redigiert.

Zu dem Porträt Bürgers von Adrian Zingg siehe:

Robert Stalla | Bettina Hausler
Porträts der Goethezeit, Nr. 4
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=541

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