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Künstler- und Denkerenzyklopädie

Daniel Nicolaus Chodowiecki
(1726 - 1801)

 

Kurzbiographie zu Daniel Nicolaus Chodowiecki

Danzig 1726 - 1801 Berlin. Berühmter und äußerst fruchtbarer Berliner Kupferstecher und Radierer; ein Kleinmeister des >Zopfstils<, der in seinen Titelkupfern und Buchillustrationen besonders das bürgerliche und lehrhafte Element der Aufklärungszeit vertrat, jedoch auch empfindsame Züge erkennen läßt.

Chodowiecki erhielt zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Seinen Lebensunterhalt verdiente er aber mit Miniaturmalereien auf Emailledosen. Berühmt wurde Chodowiecki vor allem als Graphiker. Sein Werk umfasst mehr als 2000 Radierungen und über 4000 Handzeichnungen. 1764 wurde er an der Berliner Akademie der Künste aufgenommen, die ihn 1797 zum Direktor wählte. Chodowiecki war einer der Hauptillustratoren von Goetheschen Werken.

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Porträtgalerie Chodowiecki

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Chodowieckis Illustrationen zu »Die Leiden des jungen Werther«

 Jutta Assel: Werther-Illustrationen. Bilddokumente als Rezeptionsgeschichte

In: Georg Jäger: Die Leiden des alten und neuen Werther (Literatur-Kommentare 21) München: Carl Hanser 1984, S. 57-105, 190-208. Redaktionell bearbeitet. München 1984.

Die Sekundärliteratur zum Werther kennt zahlreiche Veröffentlichungen zu den Illustrationen des Briefromans, die meist die Darstellungen beschreibend kommentieren als Veranschaulichungen des Textes und / oder sie in kunsthistorische Traditionen stellen; sie befassen sich hauptsächlich mit den Illustrationen des 18. Jahrhunderts, der ersten Rezeptionsphase. Diese Untersuchung erinnert an wichtige unbeachtete Werther-Illustrationen des Rezeptionszeitraums nach 1830 und versucht am Beispiel von zwei Bildprogrammreihen (bestehend aus 9 bzw. 6 Textillustrationen zwischen 1775 und ca. 1870 und bildlichen Dokumenten zur Rezeption des Romans) exemplarisch vorzuführen, inwieweit diese Illustrationen über ihre Funktion der bildhaften Vermittlung des Wortes hinaus einen Beitrag leisten zur Kenntnis je zeittypischer Aufnahme und Interpretation des Textes.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Daniel Nikolaus Chodowieckis »Totentanz«. Eine Kupferstichfolge

(München August 2009)

„Die Entstehungsgeschichte dieses Totentanzes dokumentiert die Umstrittenheit der Todesthematik im späten 18. Jahrhundert. Chodowiecki versuchte bereits 1780 erfolglos eine entsprechende Bildfolge zu veröffentlichen, stellte dieses Vorhaben nach verschiedenen Absagen für mehr als zehn Jahre zurück, stieß dann aber immer noch auf Widerstand.“ (Ulli Wunderlich) Schließlich gelang die Publikation in einem Kalender auf das Jahr 1791. Das Goethezeitportal publiziert die Kupferstiche mit den kurzen Beschreibungen, die der Künstlers in einem Brief gab, sowie den gedruckten Erklärungen im Kalender.

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 Jutta Assel und Georg Jäger:
Daniel Nikolaus Chodowiecki: »Occupations des Dames«

(München August 2009)

Der Kupferstecher, Zeichner und Maler Chodowiecki veröffentlichte 1781 eine Folge von 12 von ihm selbst ohne Textvorlage entworfenen Bildern, die vorbildliche Beschäftigungen junger Damen höheren Standes zeigen. Die Folge ist somit ein Dokument für die Auffassung vom rechten Leben junger Frauen in der Spätaufklärung.

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Jutta Assel und Georg Jäger:
Daniel Chodowiecki »Von Berlin nach Danzig. Eine Künstlerfahrt im Jahre 1773«

Dreißig Jahre, nachdem er aus seiner Vaterstadt Danzig als Kaufmannslehrling nach Berlin gewandert war, besuchte Daniel Chodowiecki, inzwischen ein berühmter Kupferstecher, seine Heimat und Familie. Die über achtwöchige Reise im Jahr 1773 hat er in einem Skizzenbuch mit 108 Zeichnungen festgehalten: Er porträtiert darin Land und Leute, hält Erlebnisse und Umstände der Reise fest, gibt Einblick in das gesellschaftliche und häusliche Leben in Danzig und zeigt sich bei der Arbeit als begehrter Porträtist. Anrührend ist seine Wiederbegegnung mit der greisen Mutter. Nach Abschluss der Reise führte Chodowiecki viele der Skizzen sorgfältig mit Feder und Tusche aus. Das Skizzenbuch schätzte er zeitlebens und betrachtete es mit Freunden und ihn besuchenden Fremden. Die Blätter, die das Goethezeitportal ausgewählt hat und mit einer Einführung sowie Erläuterungen nach Chodowieckis Tagebuch zu jeder Skizze publiziert, geben einen authentischen Eindruck damaligen Reisens und Lebens.

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