goethe

Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Grußwort des Rektors der Ludwig-Maximilians-Universität

Ein Netzwerk für alle an der Kultur der Goethezeit Interessierten, eine virtuelle Tür, die das kulturelle Gedächtnis deutscher Kultur für jedermann öffnet – das „Goethezeitportal“ der Ludwig-Maximilians-Universität München hat sich anspruchsvolle Ziele gesetzt. Es spiegelt die Herausforderungen, denen sich die Hochschulen in einer durch die Anforderungen der Wissensgesellschaft grundlegend veränderten Lebenswelt stellen müssen: der Vernetzung vorhandenen Wissens ebenso wie der Vernetzung der Instrumente zur Generierung neuer Erkenntnisse.

Wissenschaft findet nicht in der abgeschlossenen Welt einer Universität oder eines Staates statt. Sie überschreitet Fach- und Ländergrenzen, und muss sie, will sie innovativ sein, immer wieder neu bestimmen. Initiativen, die das leisten, schaffen die Voraussetzungen für Wissenschaft als Zusammenspiel von Forschung und Lehre. Das „Goethezeitportal“ ist eine solche Initiative. Es ist ein netzbasiertes Instrument innovativer Wissensaufbereitung und Kulturvermittlung und es ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von Studenten und Professoren. Die Idee entstand in einer germanistischen Lehrveranstaltung über elektronisches Publizieren und Literatur im Netz. Studierende und Lehrende, darunter zwei erfahrene Herausgeber von E-Zeitschriften, schlossen sich zusammen und gründeten zur Realisierung des Projekts einen gemeinnützigen Verein. Vom zündenden Gedanken bis zur praktischen und organisatorischen Umsetzung ist die Entwicklung des „Goethezeitportals“ ein Beispiel für „learning by doing“ an der LMU.

Das „Goethezeitportal“ macht Wissen zugänglich, unabhängig von zeitlichen, räumlichen und finanziellen Grenzen. Es zeigt, dass auch die Geisteswissenschaften längst durch die Tür der weltweiten Vernetzung hindurchgegangen sind. Es verbindet die Techniken zeitgemäßen Publizierens im WorldwideWeb mit kulturellen Inhalten und schafft ein Bewusstsein für deren ungebrochene Aktualität. Darum unterstützt die LMU das Portal als Beispiel zeitgemäßer Forschung und Lehre sowie als Beitrag zur Förderung des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches weltweit.

München, den 15. Oktober 2003
Prof. Dr. Bernd Huber
Rektor der LMU

Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit