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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 9 vom 19. Juni 2015

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Newsletter 9 - »Populäre Rheinromantik von 'Wein, Weib und Gesang'«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

glücklich und beschwingt tanzen wir mit populärer Rheinromantik und Goethes Mignon, der Fantasiegestalt eines zauberhaften wilden Kindes von südländischem Temperament, in den Sommer!

 

 


  Jutta Assel und Georg Jäger:
Rheingedichte. Postkartenserien Folge I

In loser Folge legt das Goethezeitportal Auswahlen und Serien von Bildpostkarten mit Rheinmotiven vor. Sie dokumentieren zum einen die populäre Rheinromantik von 'Wein, Weib und Gesang', meist verbunden mit 'Burschenherrlichkeit' (Studentika), und zum anderen den nationalen Rheinpatriotismus. Die erste Folge enthält Illustrationen zu Uhlands Gedicht "Der Wirtin Töchterlein" ("Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein"), zu Mertens Lied "Ein rheinisches Mädchen bei rheinischem Wein" und Schneckenburgers "Wacht am Rhein" ("Es braust ein Ruf wie Donnerhall"). In allen drei Fällen handelt es sich um Fotopostkarten, deren Szenen im Atelier vor gemaltem Hintergrund arrangiert, aufgenommen und ggf. retuschiert wurden. Im Falle von Mertens wurden die Aufnahmen im Stil der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts effektvoll handkoloriert. Da die Gedichte durch Vertonungen sehr populär waren, werden die Autorennamen, wie bei Volksliedern üblich, weggelassen.

  Zum Beitrag

 

 


 Jutta Assel und Georg Jäger: »Goethe-Motive auf Postkarten« - Mignon-Serien Folge III. Eine Art-déco Mignon-Fotoserie. Versuch einer Beschreibung

Die Bromsilber-Abzüge zu diese Serie von "Mignon"-Fotopostkarten aus den späten 1920er Jahren wurden als sog. "Kilometerfotografien" auf zyklamtonig gefärbtem Papier industriell hergestellt. Sie wurden mittels Schablonen sowie von Hand koloriert, wobei bei gleichbleibender Kulisse, Requisit und Kostüm des "Mignon"-Modells Farbe und Musterung des letzteren stark variieren. Dadurch geht der einheitliche Rollencharakter dieser berühmten literarischen Gestalt aus Goethes "Wilhelm Meister" verloren, d.h. die Serie löst sich in unterschiedlich gefärbte Einzeldarstellungen auf. Hierauf zielt auch das sehr schlichte, fantasielose Atelierarrangement des fotografierenden "Regisseurs" der Szenenfolge: Als Hintergrund wählte er eine beliebige gemalte Naturkulisse mit Bäumen und Wasser aus dem Atelier-Fundus, davor stellte er als Requisit ein Stück der beliebten Atelier-Balustrade, umrankt mit Kunstblumen, sowie einige Blüten, die zu Füßen des Modells liegen. Der "Mignon"-Darstellerin wurde nur äußerst wenig Bewegungsspielraum zugestanden - wahrscheinlich der hierdurch schneller (und damit billiger) zu bedienenden "festen" Kamera auf dem Stativ und der gleichfalls statischen Beleuchtungskörper wegen. Das Modell posiert quasi als lebendes Standbild, es bewegt sich sanft auf der Stelle, dreht Kopf und Oberkörper, blickt träumerisch-wehmütig, variiert seine Beinstellung - immer auf stilvolle Wirkung bedacht. Goethes Fantasiegestalt, das zauberhafte wilde Kind Mignon, das von Zigeunern aufgezogen, koboldhaft beweglich, von südländischem Temperament ist, kann als Gegentyp dieser zeittypisch puppenhaft geschminkten, statischen Art-déco-Schönen mit Bubikopf unter dem Tuch statt dunkler Mähne und gepflegt zigeunerischem Hüfttuch-Outfit gesehen werden.

  Zur Mignon-Serie Folge III

  Zur Mignon-Serie Folge II

  Zur Mignon-Serie Folge I

  Zur Mignon-Serie: Reta Walter als Mignon

 

 

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und Stöbern durch das Goethezeitportal!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

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