goethe

Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 17 vom 24. Dezember 2015

Klicken Sie hier, falls Sie den Newsletter nicht optimal lesen können: http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6831

 

Newsletter 17 - »Frohe Weihnachten und Neujahrsbrief«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

das Goethezeitportal möchte sich an dieser Stelle bei seinen treuen Lesern und Mitstreitern bedanken und Ihnen als kleine Feiertagslektüre nebst einigen neuen Beiträgen einen Einblick in die Tradition des Weihnachts- und Neujahrsfestes geben.

Weihnachten – Streifzug durch die Kulturgeschichte des Weihnachtsfests

Weihnachtsbräuche von der Goethezeit bis ins frühe 20. Jahrhundert

Wie feierten Goethe und seine Zeitgenossen Weihnachten?

Das Goethezeitportal möchte sich an dieser Stelle bei seinen treuen Lesern bedanken und einen kleinen bunten Einblick in die Tradition des Weihnachtsfestes geben.

In Bildern, Photos, Graphiken und alten Postkarten, einer Mischung von Kitsch und Kunst, beschreiben unsere Beiträge die Kulturgeschichte des Weihnachtsfestes von der Goethezeit bis ins frühe 20. Jahrhundert. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt das Christfest das familiäre Gepräge mit Bescherung, Weihnachtsmann und Christbaum. Im Zuge dieser Ausgestaltung des Weihnachtsfestes wurde »Stille Nacht, heilige Nacht« zum bekanntesten deutschen Lied. Es wurde unendlich oft für Festlichkeiten aller Art, im Haus und in der Öffentlichkeit, in Musik gesetzt.

Wussten Sie, dass die Melodie zum Weihnachtslied „O du fröhliche“ von einem sizilianischen Schifferlied stammt, das Herder aufzeichnete? Dass der Text für ein Weimarer Rettungshaus für verwaiste und verwahrloste Kinder geschrieben wurde? Dass der Weihnachtsbaum im späten 18. Jahrhundert aufkam und erst im Laufe des 19. Jahrhunderts weite Verbreitung fand? Und wie feierte Goethe Weihnachten?

 

 


Neujahrsgrüße und Neujahrsglückwünsche in der Goethezeit – Streifzug durch die Kulturgeschichte des Neujahrsfestes

Neujahrsbräuche und Neujahrsbillets von der Goethezeit bis ins frühe 20. Jahrhundert

In Bildern, Zeichnungen, Graphiken, Vixierbildern und Scharaden sowie in alten Postkarten beschreiben unsere Beiträge die Kulturgeschichte des Neujahrsfestes von der Goethezeit bis ins frühe 20. Jahrhundert. Wir zeigen Ihnen grafische Neujahrswünsche und Glückwunschblätter von Malerradierern der Goethezeit, Neujahrsbillets und Schmuckbriefe zu Neujahr im 19. Jahrhundert und die pflichtbefreienden Neujahrsentschuldigungskarten.

 

 

 

 

 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Neujahrsgrüße aus der Ferne. Schweden, Frankreich, Belgien, Schweiz, Niederlande, Italien, Schweiz, Amerika, Ungarn u.a.

Die Neujahrsseite 2016 stellt Bildpostkarten aus fremden Ländern vor; aus Schweden, Frankreich, Holland, Ungarn u.a.m. Schwedische Neujahrskarten schließen in ihrem Kleinformat an die Neujahrsbillette an. Neben den in allen Nationen beliebten Kindermotiven und Schneelandschaften zeigen die schwedischen Karten eine moderne Spielart der nordischen Trolle und des "Julbock" (Weihnachtsbock), der in der nordischen Mythologie als Symbol für die alljährlich sich erneuernde Fruchtbarkeit der Erde stand. Dass in Schweden - und nicht nur im angelsächsischen Bereich - das Küssen unter aufgehängten Mistelzweigen zum Brauchtum gehört, belegt eine andere Karte. Unter den französischen Fotopostkarten vor und nach dem Ersten Weltkrieg fallen besonders die der 1920er Jahre mit den in Nahsicht im Zeitstil des Art déco gezeigten Modellen und der kräftigen Schablonen-Kolorierung auf. Von den niederländischen Karten spielen einige mit einem populären Holland-Motiv: Behäbig breite Gestalten in heimischer Tracht stehen im Atelier breitbeinig vor Prospekten. Unter den übrigen Neujahrsglückwünschen aus der Ferne finden sich auch touristische Werbekarten. Da Bildpostkarten mit Neujahrsgrüßen in verschiedenen Sprachen bedruckt werden konnten, eigneten sie sich für den internationalen Markt, wie Beispiele zeigen. Insgesamt verdeutlicht die Zusammenstellung das weite Spektrum von globalen wie nationalen Motiven auf Glückwunschkarten zum Neuen Jahr.

  Zum Beitrag 


Empfehlungen der Redaktion

 

Manfred Tietzel: Goethes Strategien bei der wirtschaftlichen Verwertung seiner Werke

Der Beitrag informiert über Goethes geschäftliche Beziehungen zu seinen Verlegern. Ausgehend vom Literaturmarkt im 18. Jahrhundert werden u.a. Aspekte wie "Goethe und die Nachdrucker", Goethes Verhandlungsstrategien", "Koppelungsverträge", "Honorare" behandelt. Goethe war ein so geschäftstüchtiger wie taktisch einfallsreicher Autor, der auf der Suche nach einem Verleger für "Hermann und Dorothea" das später "Vickrey-Auktion" genannte Honorarmodell vorausnahm.

  PDF-Fassung 

 

 

Malte Stein: Stilles Unglück im Winkel. Die Familie in Goethes bürgerlichem Epos Hermann und Dorothea

Was treibt einen jungen Mann dazu, freiwillig in den Krieg ziehen zu wollen? Und wie kann eine Gesellschaft, der es an Wohlstand nicht mangelt, auf das Elend von Kriegsflüchtlingen reagieren? Stellt man eine erneute Lektüre von Goethes "Hermann und Dorothea" unter diese Fragestellungen, gewinnt das vermeintlich „idyllische“ Epos die Qualität einer abgründigen Zeitdiagnose: Bekundungen guter Absichten werden als Kaschierungen blanken Eigennutzes entlarvt. Hinter Todesverachtung und Aufopferungswillen tritt die lebensmüde Verzweiflung eines in seiner Persönlichkeitsentwicklung gehemmten Subjekts zutage.
Selbstaussagen der Figuren ist in Goethes einstigem Bestseller ebenso zu misstrauen wie den beschönigenden Epitheta des fiktiven Erzählers. Um erklären zu können, warum sich Titelheld Hermann auch abschließend wieder – auch noch nach seiner Verlobung mit Dorothea – zu persönlicher Kriegsteilnahme entschlossen zeigt, bedarf es einer genaueren Analyse der vom Autor intra- und intertextuell angedeuteten Familienverhältnisse. Als hilfreich erweist sich dabei eine Bezugnahme auf das Subjekt-Modell der psychoanalytischen Selbstpsychologie.

  PDF-Fassung 

 

 

 

Goethe im Gedicht. Eine Anthologie

Zusammengestellt von Gunter E. Grimm

Die Anthologie enthält Gedichte, die sich an Goethe selbst wenden oder in denen er namentlich genannt wird. Die Sammlung ist auf ständige Progression angelegt und versteht sich keineswegs als abgeschlossen. Für Hinweise auf weitere Gedichte ist der Herausgeber immer dankbar.

  PDF-Fassung  

 

 

 

Postkoloniale Arbeiten / Postcolonial Studies 

 

Birgit Wagner:
Ein Muttermal, so schön wie ein Amberstückchen. Das Verhältnis von sprachlicher und kultureller Übersetzung, diskutiert am Beispiel von Antoine Gallands Mille et une nuits

Dieser Beitrag beginnt mit einer kritischen Betrachtung der Rede von ‘kultureller Übersetzung’, ihren Verwendungsweisen, ihren Unschärfen, aber auch ihren Anschlussmöglichkeiten in den Kulturwissenschaften, wobei die Unterscheidung zwischen sprachlicher und – metaphorisch erweitert – kultureller Übersetzung stets mitbedacht wird. Die anschließende Fallstudie analysiert Antoine Gallands Übersetzung der Märchen von 1001 Nacht, erschienen zwischen 1704 und 1717. Seine Fassung der Mille et une nuits ist ein Musterbeispiel für die Verschränkung von sprachlicher und kultureller Übersetzung, insofern Galland die arabische Handschrift den stilistischen, literarischen und gesellschaftlichen Werten des französischen klassischen Geschmacks unterwirft. Als Vergleichstexte werden die modernen Übersetzungen der Märchen von Claudia Ott ins Deutsche und Jamel Eddine Bencheikh / André Miquel ins Französische herangezogen. Der Vergleich bietet exemplarisch Aufschluss über kulturelle Differenzen, historische und ästhetische Entwicklungslinien, lokale Verankerungen und geopolitische Machtverhältnisse.

PDF-Fassung  

 

 

Das Goethezeitportal bedankt sich bei seinen treuen Lesern, Mitarbeitern und Förderern für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf weitere anregende Gespräche und interessante Projekte mit Ihnen auch im nächsten Jahr.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic, Prof. Dr. Georg Jäger, Prof. Dr. Martin Huber und Prof. Dr. Gunter E. Grimm

 

 

P.S.: Sollten Sie auch bei Facebook sein, laden wir Sie gerne in unser buntes Diskussionsforum zu Goethe und der Goethezeit ein: https://www.facebook.com/goethezeitportal

 

 

»Goethezeitportal Newsletter Copyright © 2002-2015 Goethezeitportal«

Für Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne unter info@goethezeitportal.de zur Verfügung. 

Sollten Sie unseren Goethezeitportal-Newsletter nicht bestellt haben, so erhalten Sie ihn möglicherweise, weil wir auf Ihre Publikationen, Webseite oder Veranstaltungstermine verweisen, weil Sie oder Ihre Institution eine ähnliche oder verwandte Thematik bearbeiten, oder weil wir annehmen, daß Sie aus anderen Gründen Interesse an unserer Arbeit haben.

Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, klicken Sie bitte hier: Newsletterverwaltung in Ihrem Nutzerkonto auf www.goethezeitportal.de.

Bleiben Sie aktuell informiert über unsere neuesten Beiträge zur Goethezeit mit der neuen kostenfreien App ‚Goethezeitportal’ für iPhone und Android



Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit