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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 13 vom 17. Oktober 2015

Klicken Sie hier, falls Sie den Newsletter nicht optimal lesen können: http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6818

 

Newsletter 13 - »Rübezahl und die Nibelungen«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

im heutigen Newsletter möchten wir Sie auf Felix Elßners Illustrationen der Sage "Rübezahl" sowie auf die neuen Beiträge in unserem Projekt der Nibelungenrezeption aufmerksam machen: www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/rezeption-nibelungen.html

 

 


 Jutta Assel und Georg Jäger:
Sagenmotive auf Postkarten. »Rübezahl« Illustriert von J. Felix Elßner

Rübezahl, der Geist des Riesengebirges, erscheint unter den verschiedensten Gestalten, meist als Riese mit Knüppel oder Wanderstab. Er hilft den Armen und Bedrängten und straft die Bösen und Habgierigen. Aber er ist auch wetterwendisch und tückisch; ein Haudrauf, der Spaß am Schrecken hat, den er verbreitet. Das Goethezeitportal veröffentlicht eine Serie von 6 Postkarten zu Rübezahl. Gemalt wurden die Bilder von Felix Elßner, einem Illustrator um 1900, über den so gut wie nichts bekannt ist. Veröffentlicht wurden die Bilder von der 1911 gegründeten Farbenphotographischen Gesellschaft in Stuttgart, einem führenden Verlag für farbige Bild- und Fotopostkarten.

 

   Zum Beitrag 

 

 

 

 

Gunter E. Grimm: Politische Nibelungenrezeption in Literatur und Kunst

Die Rezeption des Nibelungenstoffs war seit der Wiederentdeckung des Nibelungenlieds bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts politisch aufgeladen, ob es sich um die Apotheose als deutsches Nationalepos oder um die Indienstnahme für ausgesprochen propagandistische Zwecke handelt. Der Beitrag mustert diese Indienstnahme an drei Themenkomplexen: dem Nibelungenhort, der Gestalt des Helden Siegfried und dem Syndrom der Nibelungentreue. Während der Hort als Symbol der Sehnsucht nach der deutschen Einheit verwendet wurde, hat die Erhebung Siegfrieds zum deutschen Helden par excellence besonders fantastische Ausmaße erreicht. Man beschwor seine Gestalt als Gründer und Retter des Reichs, und er wurde mit bestimmten politischen Figuren identifiziert, mit Hermann dem Cherusker, mit Bismarck oder mit Hindenburg. Zum andern galt er schon immer als Inbegriff eines aufrechten ‚reinen‘ Recken, der inmitten einer Welt der Niedertracht Opfer eines tückischen Verrates wurde. Weitere Stichworte aus der politischen Nibelungenrezeption, die sich mit der tragischen Siegfried-Deutung decken, sind Nibelungentreue, Sieg-Frieden, Dolchstoßlegende und Untergangsszenarien. Die Gegenwart hat sich von dieser Heroisierung verabschiedet und widmet sich eher den medialen Verwertungsmöglichkeiten, den Fantasy-, den Krimi- und den Gender-Aspekten.

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Gunter E. Grimm: „Niflunga-Saga“. Zu einem Gemälde von Eduard Ille

Der Beitrag informiert über die Entstehung des Tempera-Gemäldes „Niflunga-Saga“, das der Münchner Maler und Zeichner Eduard Ille 1867 auf Bestellung des bairischen Königs Ludwig II. angefertigt hat. Es ist ein typisches Produkt der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hochgeschätzten Historienmalerei. Der auf Archivrecherchen gestützte Beitrag gewährt außerdem Einblicke in Kunstbetrieb und Kulturleben der bairischen Hauptstadt.

  PDF-Fassung 

 

 

 

 

Einladung zur 5. Goethe Akademie nach Weimar

Orient und Okzident.
Goethes „West-östlicher Divan“

12. bis 15. November 2015 in Weimar

Goethes Begegnung mit der Welt des Orients ist hochaktuell. Gleichwohl ist ihr reichster dichterischer Ertrag, der „West-östliche Divan“, bis heute zu wenig bekannt. Daher steht dieser große Gedichtzyklus, der zu den schönsten und faszinierendsten Werken Goethes zählt, im Mittelpunkt dieser Goethe Akademie.

Das überraschende Spätwerk verdankt sich vor allem zwei Inspirationsquellen: Goethes Beschäftigung mit dem persischen Dichter Hafis und der islamisch geprägten Kultur des Orients – er lernte sogar die arabische Schrift! – sowie seiner Begegnung mit der jungen Frau des Frankfurter Bankiers Willemer in den Sommern 1814 und 1815.

Bei der gemeinsamen Lektüre des vielgestaltigen Werks wird es sowohl um Goethes Verhältnis zum Islam gehen als auch um die Rolle Marianne von Willemers; erörtert wird der Zusammenhang von Religion, Liebe, Leben – und Dichtung. Dabei wechseln sich Seminare mit thematischen Spaziergän-gen, Gesprächen und Begegnungen ab. Besondere Höhe-punkte des Programms sind die Betrachtung der originalen „Divan“-Handschriften im Goethe- und Schiller-Archiv sowie Blicke auf kostbare orientalische Manuskripte, die auf Goethes Empfehlung für die Herzogin Anna Amalia Biblio-thek angeschafft wurden. Nicht zuletzt setzt der Besuch des Konzertes „Orient und Okzident“ im Theater Rudolstadt musikalische Akzente.

Herzlich laden wir Sie nach Weimar ein, wo Goethe den „Divan“ vollendete. Über Ihr Interesse freuen wir uns!

Dr. Wolfgang Isenberg (Direktor der Thomas-Morus-Akademie Bensberg) und
Dr. habil. Jochen Golz
(Präsident der Goethe-Gesellschaft in Weimar e. V.)

 

Hier finden Sie das Programm und die Anmeldeunterlagen:

 

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und Stöbern durch das Goethezeitportal!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

P.S.: Sollten Sie auch bei Facebook sein, laden wir Sie gerne in unser buntes Diskussionsforum zu Goethe und der Goethezeit ein: https://www.facebook.com/goethezeitportal

 

 

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