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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 12 vom 21. September 2015

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Newsletter 12 - »Transparent-Gemälde von Franz Niklaus König«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

im heutigen Newsletter geht es um Transparentbilder von Franz Nikolaus König und Schillers "Das Eleusische Fest".

 

 


 Jutta Assel und Georg Jäger: Transparent-Gemälde von Franz Niklaus König. Mit einer Rezension der Weimarer Kunstfreunde

Beim Bemalen von transparenten Lampenschirmen kam der Berner Maler Franz Niklaus König (1765-1832) auf den Gedanken von größeren Transparentbildern. Dabei  handelt es sich um "auf Papier mit Wasserfarben gemalte Bilder, die in einem Kasten oder Rahmen eingespannt von hinten beleuchtet und in einem verdunkelten Raum vorgeführt werden" (Goethe, Münchner Ausgabe, Bd. 13.2) Die Transparent-Gemälde eigneten sich besonders für Ansichten im Mondschein oder bei Sonnenaufgang sowie für "Effektbilder" mit Fackel- oder Feuerschein. Da die Bilder, meist beliebte Schweizermotive, großen Zuspruch fanden, eröffnete König 1815 in Bern ein "Transparenten-Kabinett" und ging später auf Reisen in die Schweiz, Deutschland und Frankreich, wo er seine Transparentbilder gegen Entgelt zeigte. In Weimar gab er eine Privatvorstellung für Goethe. Goethe und Meyer, die Weimarer Kunstfreunde, besprachen die Neuerung wohlwollend in der Zeitschrift "Über Kunst und Altertum" (1820), und diese Kritik verwendeten König und die nach seinem Tode das "Transparentgemälde-Kabinett" fortführenden Gesellschafter zur Werbung. Die zeitgenössischen Kritiken erörterten den Kunstwert der Erfindung sowie die Natur von Farben und Licht und deren Rolle in der Malerei. Das Goethezeitportal publiziert einige der vielgelobten Transparentbilder, gibt die Besprechung durch Goethe und Meier wieder und ergänzt sie durch weitere Zeugnisse samt einer Kurzbiografie Königs.

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 Jutta Assel und Georg Jäger: Friedrich Schiller: Das Eleusische Fest. Bildlich dargestellt von J. M. Wagner. Gestochen von F. Ruscheweyh

Das Gedicht ist eine Festhymne zu den Eleusischen Festen, mit denen Ceres (Demeter) als Göttin der fruchttragenden Erde bzw. des Ackerbaus gefeiert wurde. Auf der Suche nach ihrer von Hades (Pluto) geraubten Tochter Persephone (Proserpina) lernt Ceres die Menschen im Zustand heimatloser Nomaden und wilder Jäger mit ihren blutigen Opfern kennen. Thema des Gedichtes ist die Einführung des Ackerbaus als Grundlage und Ausgangspunkt der Zivilisation, d.h. der gesellschaftlichen und kulturellen Höherentwicklung. Mit dem Ackerbau wird der Mensch sesshaft; es kommt zu Eigentumsbildung und einer Rechtsordnung, Handwerke bilden sich aus, es entstehen befestigte Siedlungen mit einem Bürgergeist, einem Gemeinschaftsgefühl ihrer Bewohner. Ceres ruft die Götter zur Kultivierung des Menschen auf. Die "Harmonie / Und das holde Maß der Zeiten / Und die Macht der Melodie" lehrt Apoll mit seinem Saitenspiel und gibt so den Anstoß ästhetischer Erziehung. Durch Götterhände entsteht der "Wunderbau" des Tempels, Mittelpunkt eines humanen Götterkultes der "neuen Bürger". Indem dabei die "Götterkönigin" "den schönsten Hirten / zu der schönsten Hirtin" führt und Venus "das erste Paar" der neuen Welt schmückt, dem alle Götter Gaben bringen, wird die Institution der Ehe als Kern der Bürgergesellschaft eingeführt. Ceres, "die Bezähmerin wilder Sitten, / Die den Menschen zum Menschen gesellt / Und in friedliche feste Hütten / Wandelte das bewegliche Zelt," formuliert das Motto des Festes: Der Mensch "soll sich an den Menschen reihn," "allein durch seine Sitte / Kann er frei und mächtig sein." Das Goethezeitportal publiziert den programmatischen Text, in Umrissmanier illustriert von Johann Martin Wagner, begleitet von umfangreichen Erläuterungen zum Verständnis des philosophischen Gedichts.

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Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

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