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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 7 vom 13. Juli 2014

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»Italiensehnsucht: Goethe in Palermo«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

heute laden wir Sie zu einem Streifzug durch Goethes Reise in Palermo ein.

 

 

Goethe in Palermo: Monreale in historischen Bildern und Texten
Goethe in Palermo: Monreale in historischen Bildern und Texten

 Jutta Assel und Georg Jäger: Palermo Folge III. Monreale in historischen Bildern und Texten

Monreale wird mit Reisebeschreibungen vom späten 18. und 19. Jahrhundert sowie alten Ansichten  vorgestellt: Im Mittelpunkt steht der berühmte Dom mit Kreuzgang und Bronzetoren, dokumentiert wird aber auch die Lage des Städtchens samt der umgebenden Landschaft sowie das Leben auf seinen Straßen. Der Dom mit seiner Verbindung romanischer, arabischer und byzantinischer Elemente wird im Laufe des 19. Jahrhunderts als "one of the most splendid monuments of the middle ages" (Knight, 1838) wiederentdeckt. Die genaue Beschreibung und Würdigung des Klosterhofes mit seinen 216, mit dekorativer Plastik verzierten Säulen durch den seinerzeit bekannten Kunsthistoriker Anton Springer (1869) - ein frühes Zeugnis für die angemessene Würdigung - wird vollständig abgedruckt. Wer den Klosterhof nicht gesehen hat, schreibt Maupassant, "kann sich nicht vorstellen, was die Harmonie einer Säulenreihe bedeutet." Noch der allen antiken Denkmälern nachspürende Goethe hatte auf seiner Italienreise (1787) für den Dom keinerlei Interesse und für die Schönheit des Kreuzganges keinen Blick (vgl. die Tagebucheintragungen auf der Seite Palermo I: Land und Leute). Ihm und vielen anderen Reisenden seiner Zeit entlockten die Aussichten auf dem vom Erzbischof Testa angelegten Weg von Palermo herauf, vor allem aber Fülle und Pracht der Natur auf dem Rückweg durch das Tal des Oreto wahre Hymnen: Flora und Fauna verbanden sich hier zu einem "hesperidischen" Garten, einem "zauberhaften Ort" (Tommassini, 1825).

   Folge III: Palermo. Monreale

 

 

Goethe in Palermo: Sizilianische Karren
Goethe in Palermo: Sizilianische Karren

 Jutta Assel und Georg Jäger: Palermo Folge IV. Sizilianische Karren

Die Karren, hohe zweirädrige hölzerne Wagen, bilden eine "charakteristische Staffage des Straßenlebens" in Sizilien, insbesondere in und um Palermo. Der Wagenkasten ist außen - meist dreiseitig - in kräftigen, oft grellen Farben mit Szenen aus der heiligen oder profanen Geschichte, Heldensagen oder Moritaten geschmückt, die in eigenen Werkstätten mittels Schablonen angefertigt wurden. Maupassant nennt die sizilianischen Karren "promenierende Bilderrätsel", ein anderer Reisender spricht vom "illustrierten Geschichtsbuch der Sizilianer". Mit Ornamenten verziert sind die Gabel, in der das Zugtier geht, sowie die Speichen der großen Räder; geschmückt sind die Tiere "mit buntem Gewirk farbiger Schnüre, mit Schellen, Quasten und Riemchen" (Mönius). Reich aufgeputzt ist auch das Riemenzeug und Geschirr des Pferdes, Esels oder Maultiers, besonders auffällig sind die hohen Aufsätze "mit roten oder blauen oder grünen quastenartigen Behängen und bunten Federn" auf dem Kopf und auf dem Rücken des Zugtiers. In die Karren sind häufig Stühle für die Mitfahrer gestellt, und auch auf dem Bock sitzt oft eine zweite Person. Auf den Postkarten ist vom Fotografen fast immer eine Ausflugsszene arrangiert. Diesen volkstümlichen, heute touristisch gepflegten Brauch stellt das Goethezeitportal mit über 20 historischen Bildern und Texten vor.

   Folge IV: Palermo. Sizilianische Karren

 

Beachten Sie bitte auch die vorangegangenen Folgen:

   Folge I: Palermo. Land und Leute

   Folge II: Palermo. Baudenkmäler

 

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

 

 

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