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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 2 vom 25. März 2014

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»Osterhasen und Goethe in Palermo«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

der heutige Newsletter befaßt sich mit Goethes Aufenthalt in Palermo und kündigt unseren diesjährigen Osterbeitrag an.


 Jutta Assel und Georg Jäger: Palermo. Land und Leute

Auf seiner "Italienischen Reise" fuhr Goethe 1787 von Neapel aus mit dem Schiff nach Palermo, wo er am 1. April landete. Bis zum 18. April hielt er sich in der Hauptstadt Siziliens auf und brach von hier aus zu einer Reise quer durch die Insel, mit Segesta als nächstem Ziel, auf. Als Begleiter wählte sich Goethe Johann Heinrich Kniep (1755-1825), der für ihn vor allem die Landschaft, aber auch Baudenkmäler in Zeichnungen festhielt und ihn im Aquarellieren unterwies. Die Zeichnungen gingen in Goethes Besitz über. Die hier vollständig wiedergegebenen Tagebucheinträge Goethes während seines Palermo-Aufenthaltes werden um ausgewählte Erinnerungen und Reiseberichte ergänzt. Dadurch vergrößert sich die Vielfalt der Themen, Reflexionen und Standpunkte; Goethes Sichtweise gewinnt im Vergleich an Kontur. Die Bilddokumente, meist auf frühen Ansichtskarten, werden als eigenständige Quellen behandelt, die den Texten anschauliche Informationen zur Seite stellen.

   Folge I: Palermo. Land und Leute

 

 

 

 

 

 

 

 


 Jutta Assel und Georg Jäger: 
Has, Has, Osterhas, Bring doch meinem Kindle was! Bilder, Texte und Brauchtum. Eine Seite zu Ostern 2014

Die Seite zu Ostern 2014 ist den Osterhasen gewidmet. Sie bringt zahlreiche Bilder, Gedichte, Fingerspiele und erinnert an altes Brauchtum. Symbolisch weist der Osterhase zum einen auf das Wiedererwachen der Natur, denn er steht für Fruchtbarkeit und Zeugungskraft. Zum anderen steht er aber auch für Christus und ist dem Osterlamm (Lamm Christi) verwandt. Die Bilder, alten Motivpostkarten entnommen, wie auch die Ostergedichte zeichnen sich durch einen spielerischen Umgang mit dem Osterbrauchtum und witzigen bildlichen und motivischen Erfindungen aus. An einzelnen Fotopostkarten lässt sich beobachten, wie professionelle Fotoateliers vorgingen - wie mit gemalten Szenerien, mit Stofftieren usw. gearbeitet wird, wie montiert wird, indem fotografierte Personen oder Gegenstände in gezeichnete oder aquarellierte Szenerien einkopiert werden u.a.m. Mit Bildern frei gespielt wird auch in den von Kindern und Laien gestalteten Bildern auf Postkarten.

  Zum Beitrag 

 

 

 

Empfehlungen der Redaktion

Hermann Gilow: Das Homburgbild im Kronprinzlichen Palais in Berlin und Kleists Hermann Gilow: Das Homburgbild im Kronprinzlichen Palais in Berlin und Kleists "Prinz von Homburg"

Der Bildungshistoriker und Philologe Hermann Gilow stellt das Historienbild "Friedrich Wilhelm der Große, Kurfürst von Brandenburg, und der Prinz von Hessen-Homburg nach der Schlacht bei Fehrbellin" von Carl Kretschmar vor. Es verdankt seine Entstehung dem Aufruf von König Friedrich Wilhelm III. an die Berliner Künstler von 1799, "dass sich dieselben vorzüglich mit Darstellungen aus der brandenburgischen Geschichte beschäftigen möchten". Demnach stellte die Berliner Akademie der Künste 1800 als historische Preisaufgabe "die Darstellung des Vorgangs, wie der Große Kurfürst nach der siegreichen Schlacht bei Fehrbellin dem Landgrafen von Hessen-Homburg, welcher gegen den ausdrücklichen Befehl die schwedischen Vor-posten angegriffen hatte, Verzeihung gewährt". Kretschmar gewann den Preis. Das im Kronprinzlichen Palais in Berlin im Treppenhaus aufgehängte Bild geriet in Ver-gessenheit und wurde mit vorliegendem Aufsatz wiederentdeckt. Gilow analysiert die Komposition und erwägt die Möglichkeit, dass dieses Historienbild Heinrich von Kleist bei seinem Drama "Prinz von Homburg" vor Augen stand.

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»Unser Buch-Tipp der Woche«


Klaus-W. Haupt: „Johann Winckelmann. Begründer der klassischen Archäologie und modernen Kunstwissenschaften“

Am 29. März 1787 nahm Johann Wolfgang von Goethe Abschied vom lebendigen, in allen Farben glänzenden Neapel. Der Vesuv und der Posillipo verloren sich für sechs Wochen aus seinen Augen. In Begleitung des Künstlers Christoph Heinrich Kniep segelte er nach Sizilien. In Catania führte ein Abbé die Gäste durch das Museum des Prinzen Biscari, „wo marmorne und eherne Bilder, Vasen und alle Arten solcher Altertümer beisammenstehen“. Dann zeigte ihnen der Prinz persönlich seine berühmte Münzsammlung. „Ich lernte wieder und half mir am Winckelmannischen Faden, der uns durch die verschiedenen Kunstepochen durchleitet, so ziemlich hin“, notierte Goethe zufrieden. Achtzehn Jahre später widmete er dem Begründer der klassischen Archäologie und neueren Kunstwissenschaften seine Aufsatzsammlung Winckelmann und sein Jahrhundert.

Dieses Buch versucht dem Leser eine ungewöhnliche Persönlichkeit nahezubringen. Begeben Sie sich auf die Reise zu den Schauplätzen in Preußen, Sachsen, Rom und am Golf von Neapel.

Das reich illustrierte Sachbuch erscheint am 20. März 2014 bei der Weimarer Verlagsgesellschaft 2014 / Fourierverlag GmbH Wiesbaden, ISBN 978-3-86539-718-8
Weitere Informationen unter www.weimar-lese.de


Patrick Peters: "Männer aus dem Hain. Studien zur Männlichkeitskonstruktion in der Lyrik der Göttinger Hainbündler"

Zum Ende des 18. Jahrhunderts hin entwickeln sich in der deutschen Literatur durch die Verschärfung der Geschlechterdifferenz neue Perspektiven auf Männlichkeit, und die Konstruktion von Geschlecht nimmt in literarischen und theoretischen Texten mehr und mehr Raum ein. Dies gilt in besonderem Umfang für die Lyrik der Göttinger Hainbündler, einer vorrangig deutsch-national gesinnten Gruppe von Dichtern im Umfeld der Göttinger Universität zwischen 1772 und 1775, die Männlichkeit qualitativ und quantitativ als Dichtungsmerkmal einsetzt. Die Arbeit untersucht die Männlichkeitskonstruktion und -inszenierung in den verschiedenen Diskursen der Hainbündler (Vaterland, Kunst, Freundschaft, Liebe und Erotik), erschließt die verschiedenen ‚Typen’ von Männlichkeit, die in der Lyrik der Göttinger entworfen werden, und setzt diese Erkenntnisse in Beziehung zur Männlichkeitstheorie, Anthropologie und zeitlich benachbarten literarischen Texten, um die Ergebnisse somit in einen größeren Kontext einordnen zu können. Besonderes Interesse gilt auch einer allgemeingültigen Einführung in Struktur, Denken und Werk der Gruppe. Der Arbeit zugrunde gelegt ist das umfangreiche Corpus der Göttinger Hainbündler, das bisher wissenschaftlich kaum erschlossen ist.

408 Seiten, 35,99 Euro, ISBN 978-3-939556-41-1


Buch bestellen: www.oldib-verlag.de/html/manner_aus_dem_hain.html 

Weitere Informationen: www.goethezeitportal.de/wissen/projektepool/goettinger-hain.html 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

 

 

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