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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 14 vom 17. November 2014

Klicken Sie hier, falls Sie den Newsletter nicht optimal lesen können: http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6758

 

»Wilhelm Tell: Der Apfelschuss«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

mit dem heutigen Newsletter möchten wir Sie mit zwei Farbstichen von Charles Abraham Chasselat zu Wilhelm Tells »Der Apfelschuss« erfreuen und mit drei Buchempfehlungen auf die beginnende Adventszeit einstimmen.


 Jutta Assel und Georg Jäger: Wilhelm Tell »Der Apfelschuss«. Zwei Farbstiche von Charles Abraham Chasselat

Das Goethezeitportal publiziert zwei großformatige Farbstiche zum Apfelschuss Tells aus den 1810er oder 1820er Jahren. Sie stammen vom französischen Historienmaler Charles Abraham Chasselat (1782-1843), der mehrfach im Salon vertreten war, als Zeichner für die kgl. Feste und Zeremonien fungierte sowie als Illustrator von Racine, Molière und Voltaire, "1000 und eine Nacht" etc. tätig war. Der Künstler inszeniert das dramatisches Geschehen im klassizistischen Stil: Auf schmaler Vordergrundbühne und mit ausdrucksstarker Gestik agieren die Hauptpersonen, akzentuiert auch durch die wohlüberlegte 'Lichtregie'.

   Zum Beitrag

 

 

»Unser Buch-Tipp für Sie«


Heide Schulz: Advent in Weimar-Jena um 1800: klassisch & romantisch

Gemeinsam mit Anna Amalias Hofdame öffnet der Leser am 1. Dezember ein aus Frankfurt eintreffendes vorweihnachtliches Päckchen und lässt sich am Heiligen Abend womöglich vom herzöglichen Küchenmeister Le Goullon zum Brauen eines gehaltvollen Punsches verführen. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegt die tägliche Lektüre der unterschiedlichsten kurzen Episoden aus der klassischen Zeit Weimar-Jenas, vergnüglich, amüsant, doch gelegentlich auch ernst und zum Nachdenken anregend. Liebhaber eines niveauvollen Lesevergnügens finden hier Information und Unterhaltung zugleich.

Band 22 der Hyperion-Bibliothek, ISBN-13: 978-3899140415

 

 

 

 

 


Norbert Mecklenburg: Goethe. Inter- und transkulturelle poetische Spiele

Dieses Buch arbeitet an Goethes vielfältigem literarischen Schaffen möglichst umfassend dessen inter- und transkulturelles Potential heraus. Die hier untersuchten lyrischen, erzählenden und dramatischen Werke reichen von dem frühen, bis heute brisanten Entwurf einer Mohammed-Tragödie über Iphigenie auf Tauris als Drama weiblicher Aufklärung und interkultureller Verständigung, die anti(k)-christliche Vampirballade Die Braut von Korinth und das autobiographische Werk Italienische Reise bis zu Goethes späten poetischen Experimenten mit indischen und chinesischen Themen, Stoffen und Texten. Im Zentrum steht sein interkulturelles Meisterwerk West-östlicher Divan. Dieser wird, nach einer orientierenden Einleitung, schwerpunktmäßig unter dem Gesichtspunkt einer Spannung zwischen Religion und Dichtung untersucht, wie Goethe, ein beispielhaft säkularer Mensch und freier Geist, sie wahrgenommen und kritisch bearbeitet hat. Den Abschluss des Buches bildet ein Kapitel über Goethes bis heute wegweisende Gedanken zur „Weltliteratur“. Die theoretischen Konzepte, welche die Einzelanalysen leiten, sind in Norbert Mecklenburgs anderem Buch Das Mädchen aus der Fremde dargelegt, das ein Standardwerk der interkulturellen Literaturwissenschaft geworden ist. Einschlägige Forschungsliteratur ist gewissenhaft aufgearbeitet und nachgewiesen. Bisherige Interpretationen werden kritisch geprüft und nötigenfalls revidiert. Allen an Goethe Interessierten macht das Buch ein Angebot, sein Schreiben und Denken unter inter- und transkultureller Perspektive neu zu entdecken: Es lohnt sich, im Lichte heutiger gesellschaftlicher und (inter-)kultureller Erfahrungen lesend zu erproben, wie gegenwärtig Goethes poetische Spiele geblieben sind.

Norbert Mecklenburg ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität zu Köln. Er hat Bücher u. a. über Theorie der Literaturkritik, literarischen Regionalismus, Uwe Johnson, Theodor Fontane, Annette von Droste-Hülshoff geschrieben. Bei iudicium sind bisher von ihm erschienen: Die grünen Inseln (1987); Nachbarschaften mit Unterschieden (2004); Das Mädchen aus der Fremde (2008).

iudicium-Verlag: München 2014, ISBN: 978-3-86205-401-5


Iris Bunte: Bildung, Bekenntnis und Prestige

Studien zum Buchbesitz einer sozial mobilen Bevölkerungsschicht im "katholischen Teutschland" der Frühen Neuzeit: Die Bibliotheken der Werler Erbsälzer.

Bibliotheken sind lebendige Zeitzeugen. Das gilt nicht nur für gesammeltes Wissen, Räumlichkeiten und Aufstellungssystematiken. Auch Marginalien in den Büchern, Randnotizen, Lesezeichen, eingelegte Kochrezepte oder gepresste Pflanzen berichten vom Alltagsleben ihrer Besitzer.

Diese Studie schließt eine Forschungslücke. Sie beschäftigt sich mit den Adels- und Klosterbibliotheken des kurkölnischen Herzogtums Westfalen und ihren Nutzern. Untersuchungsgebiet ist die Hellwegstadt Werl. Die Untersuchung umfasst den Zeitraum vom Beginn des Buchdrucks bis zum Niedergang des Alten Reichs 1806.

Reihe: Historia profana et ecclesiastica
Bd. 19, 2013, 464 S., 59.90 EUR, gb., ISBN 978-3-643-11915-5

Dr. phil. Iris Bunte, M.A., ist seit 2012 Studienreferendarin für das Lehramt an Gesamtschulen und Gymnasien. Weitere Publikation von Iris Bunte hier im Goehezeitportal zu "Goethe, Gotter und Goue – auf Frei(maur)ers Füßen in Wetzlar": http://www.goethezeitportal.de/fileadmin/PDF/db/wiss/gotter/catalogue_bunte.pdf

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

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