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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 5 vom 11. Mai 2013

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»Panorama der deutschen Klassiker«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

im heutigen Newsletter möchten wir Sie gerne auf ein Panorama der deutschen Klassiker sowie auf zwei Empfehlungen unserer Redaktion aufmerksam machen.

 


 Jutta Assel und Georg Jäger:
Panorama der deutschen Klassiker. Eine Auswahl von 12 Stahlstichen

(München Mai 2013)

Das Mitte des 19. Jahrhunderts erschienene "Panorama der deutschen Klassiker. Gallerie der interessantesten Scenen aus den Meisterwerken deutscher Poesie und Prosa" ist reich bebildert. Das Goethezeitportal hat 12 Illustrationen zu Werken von Chamisso, Freiligrath, Goethe, Hebel, Heine, Herder, Lenau, Schiller und Uhland ausgewählt und fügt die Texte, wo nötig auch Erläuterungen bei. Die Bilder sind nach Zeichnungen von Carl Alexander Simon und Johann Baptist Zwecker in "Carl Mayer's Kunst-Anstalt in Nürnberg" in Stahl gestochen worden. Für das "eigentümliche gefällige Lustre" ihrer nuancenreichen Stiche war diese Kunstanstalt seinerzeit bekannt. Über die Anstalt und die Zeichner orientieren Kurzbiographien.

 

  Zur Dokumentation

 

 

Empfehlungen der Redaktion

Wolfgang Herrmann: Julius Nisle und seine Casanova-Galerie

Wolfgang Herrmann: Julius Nisle und seine Casanova-GalerieDer Zeichner und Illustrator Julius Nisle (1812-1850) hat sich in seinem kurzen Leben ausschließlich der künstlerischen Umrisszeichnung als Vorlage für Reproduktionen verschrieben. Schon am Anfang seiner Laufbahn gelang ihm mit der Illustrierung von J. P. Hebels "Allemannischen Gedichten" der große Wurf, den er mit Illustrationsserien zur deutschen klassischen und zeitgenössischen Literatur ausbaute und dabei große Bekanntheit erwarb. Dann bebilderte er erotische Literatur: zunächst Boccaccios "Dekameron" und ab 1845 als Erster die Memoiren Casanovas. Die "Casanova-Galerie", durch die er heute vor allem bekannt ist, wurde seinerzeit konfisziert. Mit zahlreichen Bildbeispielen gibt der Artikel einen Überblick über das Werk.

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»Goethe! - der Film«

Klaus H. Kiefer: Weltliteratur zu Pferde - Philipp Stölzls Film "Goethe!"

Philipp Stölzls 2010 erschienener und auch auf DVD erhältlicher Film „Goethe!“ gehört zur neueren Gattung des „Biopictures“. Die Entstehung von Goethes „Leiden des jungen Werthers“ wird im Rahmen der Liebesbeziehung von Lotte und Johann ‒ so werden die beiden Protagonisten genannt ‒ erzählt. Anders als frühere Filmadaptionen des Romans u.a. von Egon Günther 1976 oder Uwe Janson 2008, die stärker historisieren bzw. aktualisieren, behauptet Stölzl eine „Identität“ von Werther und Goethe, und er unterstreicht die kühne Konstruktion durch ein Ausrufezeichen im Filmtitel. Dieses steht aber ohne Zweifel auch für die Begeisterung des Regisseurs und seines Teams für Goethe, den jungen Goethe insbesondere, und der mit großem Elan gedrehte Film vermag auch diese Begeisterung gerade an ein jugendliches Publikum weiterzugeben, während Goethe-Kenner das Wechselspiel von Fakten und Fiktionen genießen mögen. Stölzls Verfahren ist, grob skizziert, das folgende: er „kopiert“ Werthers Leidensgeschichte über die Vita des Straßburger, Wetzlarer und Frankfurter Goethe und brilliert da, wo die beiden Erzählstränge nicht zu Deckung kommen können ‒ z.B. „darf“ der spätere Erfolgsautor natürlich nicht Jerusalems Freitod sterben ‒ mit so witzigen wie durchaus authentischen Erfindungen. Besonders gelungen ist die Einbindung von Lessings „Emilia Galotti“ in die Filmhandlung. Ästhetisch, und nicht zuletzt dank hervorragender Schauspielerleistungen, entwickelt der Film eine bemerkenswerte Authentizität. Er wirkt „wahrscheinlich“.

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Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

 

 

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