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Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 7 vom 16. April 2012 

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»Die Ästhetik der Karikatur«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

im heutigen Newsletter möchten wir Sie auf eine wissenschaftliche Publikation von Theo Elm über die Ästhetik der Karikatur hinweisen und Ihnen einen neuen Beitrag aus dem Zeitgeistblog von Patrick Peters über den Katholizismus im Feuilleton vorstellen.

 

 

  • Theo Elm: Der Mensch als Nase. Ästhetik der Karikatur in J. M. R. Lenz: Der Hofmeister 

Lenz‘ Dramen entwerfen eine Anthropologie aufklärerischer Defizite. Dazu gehört im „Hofmeister“-Stück die zeitgenössische Pädagogik als einer Schlüsselfunktion der Aufklärung (Kant: „Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung“). Lenz‘ Kritik der Pädagogik äußert sich in der komischen, weil unangemessenen Normabweichung seiner drei Hauptfiguren, bei denen ein nebensächliches Moment die ganze Person vertritt (Fr. G. Jünger: „Der Mensch als Nase“): der Lehrer Wenzeslaus mit seiner pietistischen Pädagogik besteht nur aus Linienziehen und Geradeschreiben, der Räsoneur von Berg trägt ständig die philanthropische (= menschenfreundliche) Erziehungslehre als menschenfeindliches „Principium“ vor sich her, und der Hofmeister ist, in Übertreibung seiner Funktion als Hauslehrer, der unentwegt überstrapazierte Alleskönner im Haushalt des Majors Berg. Im Unterschied zur zeitgenössischen Typenkomödie, deren Figuren als unpsychologisch-plane „Typen“ (der Geizige, der Misanthrop etc.) nur verlacht werden, weicht das Verlachen der Lenz-„Charaktere“ einer gemischten Empfindung. Hinter den komischen Figuren des Hofmeisters, von Bergs und des Majors, die die Mängel der zeitgenössischen Pädagogiken hyperbolisch ausstellen, ist noch ihr eigenes Existenzproblem erkennbar: Lebensenge, familiäres Unglück, Demütigung. – Als ‚Karikaturen‘ werden Lenz‘ Stücke von der klassischen Ästhetik verdrängt und erst hundert Jahre später von der Moderne neu entdeckt.

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Neues aus unserem Zeitgeist Blog

  • Patrick Peters: Katholische Publizistik – publizistischer Katholizismus

Deutsche Autoren stellen vermehrt ihren katholischen Glauben in den Vordergrund, sowohl in ihren Büchern als auch im medialen Feuilleton. Das gab es vor 200 Jahren schon einmal: Damals wendeten sich die Romantiker dem Katholizismus zu.

Zuerst exemplarisch zwei Namen: Martin Mosebach und Matthias Matussek. Diese Vertreter der zeitgenössischen deutschen Publizistik beziehungsweise Literatur und des zeitgenössischen deutschen Journalismus’ sind mindestens einem gebildeten Publikum, aber womöglich auch einer breiteren Schicht bekannt. Sie eint – abgesehen von messerscharfem Intellekt, hoher sprachlicher Kunst und ausgeprägtesten schreiberischen Fähigkeiten – ihr offen zur Schau getragener Katholizismus. Das hat es in der deutschen literarischen Landschaft und im deutschen Feuilleton lange nicht gegeben! 

   Weiter im Text

 

 

 

 

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

 

 

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