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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 5 vom 24. März 2012 

Web-Version des Newsletters: http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6570 

 

»Hinaus aufs Land!«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

die Stadtflucht nimmt in der heutigen Zeit immer mehr zu, Magazine und TV-Sendungen propagieren ein schönes Landleben. Diese Tendenz kommt aus dem 18. und 19. Jahrhundert und war auch Thema in der Goethezeit.

Das 18. Jahrhundert und das frühe 19. Jahrhundert (also die Perioden vor und während der Goethezeit) kennen das Thema der Abwendung von der Stadt und die Hinwendung zu einem einfachen Landleben. Nicht einmal die Klassik ist davon ausgenommen, wiewohl man dies durchaus erwarten könnte durch ihre intellektuelle, poetische und moralisch-humanistische Höhe, die sich bisweilen weit von einer ‚profanen’ Welt entfernt.

Mit dem Ende des Barock und der beginnenden Aufklärung betritt die Anakreontik, die von ca. 1730 bis 1770 reicht, als lyrische Spielart des Rokoko die Bühne. Die Dichter, von Gleim bis Uz, von Haller bis Ramler, stellen enthusiastisch das rurale Leben einer imaginierten und auf antike Vorbilder (die Strömung berufen sich auf den altertümlichen griechischen Dichter Anacreon, der viele Jahrhunderte vor Christi Geburt lebte) zurückgehenden arkadischen Schäfer- und Hirtenidylle oder propagieren den Rückzug in einen nicht-öffentlichen, natürlichen Raum wie den Garten oder die viel beschworene Laube (als Ort des glückseligen Weingenusses), wo das Leben simpel ist und keine Merkmale städtischer Existenz aufweist.Die Empfindsamkeit – wie die Anakreontik eine literarische Strömung der Aufklärung, die von ihrem Beginn in den 1740er Jahren bis in die 1770er Jahre reicht und Texte von Klopstock, Gellert, Goethe und anderen größeren wie kleineren Geistern umfasst – führt eine schwärmerische, gefühlskultisch emphatisierende Verbundenheit zur Natur vor, die sich scharf von der Stadt und den dort herrschenden Verhaltensweisen abgrenzt.

Auch der Sturm und Drang, diese wilde, von der Jugend getragene Geniezeit, wendet sich bewusst dem ländlichen Leben zu. ...

  Weiter im Zeitgeist-Blog von Patrick Peters

 

 

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

 

 

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