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Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Aktueller Newsletter des Goethezeitportals No. 3 vom 8. März 2012 

Web-Version des Newsletters: http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6564 

 

»Der Zeitgeist-Blog des Goethezeitportals«

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

neben unseren Diskussionsforen zu Themen der Goethezeit und zu Postkolonialen Studien sowie unserem beliebten Facebook Blog haben wir nun auch unser Kleines Feuilleton wiederbelebt und als moderne Form der Onlinekommunikation einen Zeitgeist-Blog geschaffen. 

Mit Betrachtungen, Dialogen, Feuilletons, Glossen, Skizzen, >Streiflichtern< etc. versteht sich das Zeitgeist-Blog als ein Forum des literarischen und journalistischen Nachwuchses. Kultur ist immer zeitgemäß. Auch wenn ihre Wurzeln schon Jahrhunderte zurückliegen. In der bedeutendsten Zeit des deutschen Geisteslebens etwa, in der Goethezeit zwischen 1770 und 1830. Denn kaum ein Thema, das die Geistes- und Kulturgeschichte der Goethezeit kennt, kann heute vernachlässigt werden. Gerade deshalb ist das Goethezeitportal in seiner Form und Funktion hochaktuell: Individualität und Selbstentäußerung, Geschlechterkonflikte und bis ins Äußerste getriebene Autonomie, Wirtschaftsdenken und Herrschaftskritik, rückwärtsgewandte Romantik und überbordende Vaterlandsliebe, euphorische Schwärmerei und ins Kultische hineintreibende Freundschaftsemphasen sind damals wie heute unleugbare Konstituenten der Gesellschaft – auch wenn „die Gesellschaft“ (die es nicht gibt) dies nicht als gegeben anerkennt. 

Dieses Zeitgeist-Blog des Goethezeitportals hat sich der Untersuchung von Themen und Motiven verschrieben, die in der Goethezeit ihre Wurzel haben und heute noch Einfluss auf Denken und Handeln ausüben. Es will zeigen, wie das Jetzt historisch von der Goethezeit beeinflusst ist und das in vielen Bereichen des geistigen Lebens schlicht keine Trennung in Gestern und Heute (und Morgen) möglich ist. Was in der Gegenwart virulent ist, hat sich in der Vergangenheit entwickelt und wird ziemlich sicher auch in der Zukunft noch Geltung besitzen.

  Zum Zeitgeist-Blog

 

 

Der Mann aus der Vergangenheit  

Das erste neue Blog stammt von Patrick Peters, der am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaften an der Universität Wuppertal über den Männlichkeitsdiskurs der Göttinger Hainbündler promoviert und mit dieser Thematik den Auftakt für unseren Zeitgeist-Blog bildet.

Wer sich heute mit der Männlichkeit befasst, wird vermehrt einen weichen, empfindsamen Typus vorfinden. Dieser ist aber keine Schöpfung der Gegenwart, sondern so alt wie der philosophische und literarische Diskurs über den Mann.

Die Autorin Nina Pauer hat sich Anfang des Jahres in der Wochenzeitung Die Zeit empört. Pauer, bisher nicht in der Geschlechterforschung in Erscheinung getreten, beklagt in ihrem Artikel, der Antworten in renommierten Blättern wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach sich zog, den Verlust von Männlichkeit in der Gegenwart.   

„Der junge Mann von heute feiert nicht trunken vor Glück mit seiner neuen Liebsten – er steht abseits und fröstelt. Verkopft, gehemmt, unsicher, nervös und ängstlich ist er, melancholisch und ratlos. Er hat seine Rolle verloren“ – das ist der Kern von Pauers Artikel. Sie präsentiert einen Männertypus, der sich durch eine umfassende, charakterliche wie körperliche Weichheit auszeichnet: „Einfühlsam, reflektiert, rücksichtsvoll und bedacht, gerne auch einmal: schwach sollte er sein“, dies sei ihm durch die Anforderungen der modernen Gesellschaft eingegeben.    

  Weiter im Text "Der Mann aus der Vergangenheit"

 

 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen!



Ihr Goethezeitportal-Team

Dr. Danica Krunic

 

 

 

 

 

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