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Newsletter No. 6 vom 28. Juli 2011

»Rheinmotive in Literatur und Kunst:
Rolandsbogen und Nonnenwerth«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

Die Rolandsburg, von der nur noch der Rolandsbogen Kunde gibt, und das Kloster auf der Insel Nonnenwerth sind mit der Sage von Ritter Roland von Angers, Neffe Karl des Großen, und Hildegunde, der Tochter des Burggrafen vom Drachenfels, verbunden. Die tragische Liebesgeschichte gilt als eine der rührendsten Rheinsagen. Das Goethezeitportal stellt unterschiedliche Fassungen der Sage (Ludwig Bechstein, Karl Geib, Alfred Reumont) zusammen und ergänzt sie durch Gedichte (Thomas Campbell, August Kopisch, Wilhelm Smets). Die Landschaft, die zu den schönsten Partien des Rheins gehört, und die Handlungsorte, die zu vielbesuchten Gedächtnisstätten wurden, werden in Schilderungen und vielen Ansichten dokumentiert. Publiziert wird der Bericht Ferdinand Freiligraths über den Einsturz und die Wiedererrichtung des Rolandsbogens 1839/40, ein frühes Beispiel der Denkmalpflege. Besonders durch das populäre Lied von Jörg Ritzel wurde der Rolandsbogen zu einer touristischen Stätte nicht nur der studentischen Rheinromantik. Literaturangaben und zahlreiche Weblinks laden zu weiterer Beschäftigung mit den Orten und ihrer Sage ein.

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»Weiterer Glanzpunkt«

 Jutta Assel und Georg Jäger: »Das bucklicht Männlein« Will ich in mein Gärtlein gehn ... Ein Volkslied im Bilderbogen und seine regionalen Varianten

Das "Bucklicht Männlein" ist erstmals in "Des Knaben Wunderhorn" (1808) als Kinderlied belegt, aber auch in mehreren regionalen Varianten als Volkslied überliefert. Gemeinhin handelt es sich um einen koboldhaften Plagegeist, gelegentlich aber auch um einen zudringlichen, manchmal sogar willkommenen Freier. Ein solch begehrter Partner ist das bucklige Männlein in einer Fassung, die Goethe im Elsass für Herder aufgeschrieben hat: "Da wir von dem Weine kamen / Gingen wir auch zu Bette / Ich und auch mein bucklich Männel / Schlupfen unter d' Decke. // Da wir unter der Decke waren / Fing's Bette an zu krache. / Ich und auch mein bucklich Männel / Fingen an zu lachen." Das Goethezeitportal publiziert die Texte zusammen mit den Illustrationen auf einem Münchener Bilderbogen. Ergänzt werden die Lieder durch das Prosastück "Das bucklichte Männlein" aus der "Berliner Kindheit um Neunzehnhundert" von Walter Benjamin. ">Ungeschickt lässt grüßen<, sagte die Mutter, wenn der Junge etwas zerbrochen hatte oder hingefallen war. Sie sprach vom bucklichten Männlein, welches mich angesehen hatte. Wen dieses Männlein ansieht, gibt nicht acht." Da Benjamin das Männlein zum nächtlichen "Lumpengesindel" zählt, fügen wir auch das gleichnamige Märchen der Brüder Grimm an. 

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Ihr Goethezeitportal-Team
Dr. Danica Krunic

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