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Newsletter No. 4 vom 20. Februar 2011

»Rotkäppchen«

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Goethezeit,

Das Goethezeitportal bietet eine reiche Auswahl an Illustrationen des bekannten Märchens vom Rotkäppchen, viele von ihnen auf Motivpostkarten. Vier Texte dokumentieren die Breite der Rezeption: Grimms gleichsam 'klassische' Fassung aus den "Kinder- und Hausmärchen", die Literarisierung durch Ludwig Bechstein mit Bildern von Ludwig Richter sowie die groteske Um-Dichtung durch Joachim Ringelnatz: "Kuttel Daddeldu erzählt seinen Kindern das Märchen vom Rotkäppchen und zeichnet ihnen sogar was dazu". Wenig bekannt ist die frivole und witzige Variation des Märchenstoffes durch Alexander von Ungern-Sternberg, die nicht nur in der Mischung von Prosa, Vers und Dramentext auf das 18. Jahrhundert zurückweist. Wo liest man in der Mitte des 19. Jahrhunderts Verse wie diese: " Alte Damen / Schmecken nicht übel /Mit einer Sauce / Von Lattich und Zwiebel"?

   Zum Beitrag: http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=rotkaeppchen

 

»Weiterer Glanzpunkt«

 Jutta Assel und Georg Jäger: »Mignon Serien«

Mignon, das rätselhafte Mädchen aus Goethes "Wilhelm Meister", ist - neben Gretchen - die beliebteste, am häufigsten abgebildete literarische Figur in der Postkartenproduktion zwischen ca. 1900 und 1930. Die für die Postkartenverlage arbeitenden Atelierfotografen inszenieren Mignon meist vor gemalter Naturkulisse. Dabei wurde der Vordergrund, um einen Übergang zu schaffen, ergänzt durch Arrangements aus getrockneten oder künstlichen Gräsern, Blumen, Zweigen, Steinen etc. Daneben gibt es die Rollenporträts vor neutralem Hintergrund. Außer ihren "Erkennungs"-Attributen Saiteninstrument und Wanderbündel kennzeichnen das Mädchen ihr langes offenes Haar und ein lässiges, malerisches Phantasiekostüm, das einen fremd- bzw. südländischen Eindruck vermitteln soll. Die "regieführenden" Fotografen legen Wert auf beseelte, ausdrucksvolle Mimik und Gestik; geforderte Ausdrucksqualitäten für Mignon könnten sein: träumerisches, wehmutsvolles Erinnern; Melancholie; Sehnsucht; Liebeswerben u.a. Doch das Repertoire der Mignon-Modelle erschöpft sich meist in schönen Stellungen und Posen eines hübschen Mädchens, das rühren und verführen möchte. Studieren lässt sich das Gesagte an drei Serien aus den Verlagen Wilhelm S. Schröder Nachf., Gustav Liersch & Co. sowie Amag, d.i. Albrecht & Meister Aktiengesellschaft, alle in Berlin.

  Zur Mignon-Serie Folge II

  Zur Mignon-Serie Folge I

  Zur Mignon-Serie: Reta Walter als Mignon

ir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

Ihr Goethezeitportal-Team
Dr. Danica Krunic


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