»Die Tagung widmet sich unter der Bezeichnung „empirische Ästhetik um 1900“
einer historischen Wissensformation, die u. a. Teile der frühen Psychophysiologie, den Komplex der so genannten Einfühlungsästhetik sowie die Anfänge der experimentellen Phonetik in sich vereint. In den 1870er Jahren begründet, haben diese disziplinären Neuansätze gemeinsam an einer methodischen Wende teil, die in der Geschichte der Ästhetik einen epochalen Einschnitt markiert; denn erstmals werden nun Versuche unternommen, das Gebiet der „ästhetischen Gefühle“ mit den experimentellen Verfahren der Naturwissenschaften zu erforschen. Die Tagungsbeiträge werden diese neu entstehende Beziehung zwischen Gefühl und Genauigkeit in den Blick nehmen, indem sie nach den „affekt-poetischen“ Konsequenzen dieser epistemologischen Umstellung fragen: Welche materiellen Forschungspraktiken liegen ihr zugrunde, wie ist ihre rhetorische Organisation beschaffen und wie lassen sich ihre kunsttheoretischen Implikationen beschreiben?« (Homepage)
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