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Kultur- und Veranstaltungskalender: November 2010

  • GABRIEL VON MAX (1840–1915): MALERSTAR, DARWINIST, SPIRITIST


Gabriel von Max, Gretchen im Kerker,
1868/69, Feder und Pinsel in Grau und Braun, weiß gehöht, Leipzig, Museum der bildenden Künste

Veranstaltungsdatum; -ort: 23. OKT 2010 BIS 30. JAN 2011 im KUNSTBAU: Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Gabriel von Max (1840–1915) war als Künstler, Spiritist und Darwinist eine außerordentliche Gestalt. Sein zentrales Interesse galt der Entwicklungsgeschichte des Menschen, dessen Ursprung, Wesen und Weiterleben. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München strebt erstmalig eine spektakuläre und umfassende Zusammenschau von Max' Vorstellungswelt an; alle Facetten werden gezeigt: das künstlerische OEuvre wie auch die naturgeschichtlichen, ethnologischen und esoterischen Themengebiete. In Max' Malerei, Forschungs- und Sammeltätigkeit spiegeln sich Kunst, Kultur und Wissenschaft der Zeit in enzyklopädischer Weise. Die Ausstellung erlaubt dadurch eine visuelle Begegnung mit verschiedensten Aspekten des 19. Jahrhunderts.

Kuratorin: Karin Althaus

 

  • Konferenz: Reisen um 1800

Veranstalter: Frühneuzeitzentrum der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam Potsdam
Veranstaltungsdatum, -ort: 19.11.2010-21.11.2010, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam

»Die interdisziplinäre Tagung „Reisen um 1800“ soll untersuchen, wie sich in einem Zeitraum, der von der Entdeckung Tahitis 1767 durch Samuel Wallis bis zu Adelbert von Chamissos Publikation einer russischen „Entdeckungs-Reise nach der Bering-Straße zur Erforschung einer nordöstlichen Durchfahrt“ 1836 reicht, Wahrnehmungsformen der Welt, Europas und der eigenen Kultur verändern. Die drei Sektionen der Tagung – Reisen in Deutschland, in Europa und in die außereuropäische Welt – zielen auf eine transnationale Perspektive auf das Dreieck von sich globalisierender Welt, expandierendem Europa und national definierten ‚eigenen‘ Kulturen: Wie sind Beziehungen zwischen den europäischen Staaten präsent in den Wahrnehmungen außereuropäischer Völker, aber auch der eigenen Nation? Wie werden Zentren und Peripherien entworfen? Im Austausch zwischen literaturwissenschaftlicher Analyse von Reisebeschreibungen als Textsorte und geschichtswissenschaftlicher Untersuchung von Reisen als kultureller Praxis soll es um Reisende unterschiedlicher sozialen Gruppen gehen, deren Reiseziele und -interessen, die Verkehrsmittel, die sie benutzten, und die Medien, in denen sie publizierten, ebenso wie um Wahrnehmungsformen und Deutungsmuster. Von Museumsbesuchen und Pilgerfahrten von Gelehrten über Forschungsreisen bis zur Schlachtenbummelei reichen die Vortragsthemen der Historiker, Romanisten, Anglisten und Germanisten, vom Weimar der Klassik über das Paris der Wissenschaften und den faszinierenden Vesuv bis zu den Polarregionen.« (Homepage)

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