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Kultur- und Veranstaltungskalender: November 2009 

  • FAUST I // FAUST II. Tragödien von Johann Wolfgang von Goethe

Veranstalter: für das Theater Trier eingerichtet von Matthias Gehrt und Peter Oppermann
Veranstaltungsdatum; -ort: Erstaufführung am Freitag, den 6. November, 20.00 Uhr | Einführung um 19.30 Uhr; Theater Trier, Grosses Haus


»Das Theater Trier zeigt vor dem Hintergrund des Spielplanmottos „stand.ort.suche.deutschland“ an nur einem Abend beide Teile der FAUST-Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe.

In seiner Inszenierung, die auf einer neu eingerichteten komprimierten Textfassung basiert, setzt sich der Berliner Regisseur Matthias Gehrt aus heutiger Perspektive kritisch mit dem historischen Faust-Mythos auseinander und spürt auf einer „deutschen“ Zeitreise von der Vergangenheit in die krisengeschüttelte Gegenwart all jene Widersprüche auf, die Faust zwischen der Verwirklichung seiner Ideale und Visionen und seinem Scheitern begleiten. Vor dem Hintergrund der Erfahrung mehrerer Weltkriege und der aktuellen Finanzkrise thematisiert er dabei ebenso die Widersprüche der allgemeinen Globalisierung, die den Menschen zur unstillbaren Macht- und Konsumgier verführen.

Auf diese Weise wird ein brisantes Gesellschaftspanorama skizziert, das zugleich der existentiellen Frage nach dem allgemeinen Sinn in einer offenbar sinnentleerten Welt verpflichtet ist.

Als wichtigen Bestandteil der Inszenierung kreiert der Filmemacher Ali Samadi Ahadi eine Videocollage; er erfuhr zuletzt im Feuilleton große überregionale Beachtung durch seinen erfolgreichen Kinofilm „Salami Aleikum“.

Inszenierung: Matthias Gehrt

Bühne: Gabriele Trinczek
Videoanimation: Ali Samadi Ahadi
Kostüme: Claudio Caséra
Choreografie: Sven Grützmacher

Mit: Sabine Brandauer, Erica Charalambous, Antje Härle, Angelica Schmid, Susanne Strach; Jan Brunhoeber, Helge Gutbrod, Manfred-Paul Hänig, Hans-Peter Leu, Klaus-Michael Nix, Michael Ophelders, Peter Singer, Paul Steinbach, Tim Olrik Stöneberg, Bruno Winzen« (Homepage)

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  • Schiller, der Spieler. Internationales Symposium im Schillerjahr 2009

Veranstalter: Deutsches Literaturarchiv Marbach inn Verbindung mit dem Institut für Deutsche Philologie, Freie Universität Berlin, und der Friedrich Schlegel Graduate School
Veranstaltungsdatum und -ort: Deutsches Literaturarchiv Marbach, 9.-11. November 2009


»Der Begriff des Spiels ist von entscheidender Bedeutung für Schillers Werk, für seine Bühnenkunst ebenso wie für seine Rhetorik, für seine lyrische Produktion, seine erzählerischen Texte, seine historischen und ästhetischen Schriften. Er führt ins Zentrum von Schillers Denken, erschließt Zugänge zum literarischen wie zum theoretischen Werk, schlägt aber auch Brücken zur internationalen Wirkungsgeschichte, in deren Verlauf Schillers Texte andere künstlerische Genres wie Oper und Tanz als Spielvorlagen im doppelten Sinn inspirierten. Über den Spieler Schiller zu sprechen, erlaubt daher eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit seinem Œuvre, die unterschiedlichste Fachperspektiven aus Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft, Philosophie, Historiographie, Pädagogik und Soziologie zusammenführt.« (Homepage)

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  • Graduiertenkonferenz "Alterität & Devianz. Figuren des Anderen und Abwegigen in Literatur und Philosophie um 1800"

Veranstalter: Doktorandenschule Laboratorium Aufklärung
Veranstaltungsdatum, -ort: 11. - 13.11.2009, Jena

Weitere Informationen und Programm

  • Symposium: Bürgerlichkeit und Öffentlichkeit. Felix Mendelssohn Bartholdys Verhältnis zu Düsseldorf und zur Region

Veranstalter: Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf Düsseldor
Veranstaltungsdatum, -ort: 18.11.2009-20.11.2009, Palais Wittgenstein, Bilker Str. 7-9 / Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14


»Das Symposium richtet seinen Blick auf eine Kulturregion in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die nur annäherungsweise mit dem Namen „Düsseldorf“ umschrieben wird. Die gängige Forschungslage erklärt die Wahl Felix Mendelssohn Bartholdys für diese Stadt meist aus Karrieregründen; sie habe sich ergeben, weil sich dem noch relativ jungen Musiker nichts Besseres geboten hätte. Die wissenschaftliche Veranstaltung möchte eine andere Sichtweise akzentuieren, die der Entscheidung Mendelssohns Bewusstheit unterstellt. Mendelssohn hat sich für einen kulturellen Ort entschieden, der nach Wegfall einer so zentralen gesellschaftlichen Institution wie der eines Hofes und im Zusammenhang mit dem Aufblühen eines nur dem künstlerischen Gedanken verpflichteten Reformtheaters einen Wirkungsort verhieß, der einem modern denkenden Künstler einen Freiraum anbot wie sonst nur an wenigen Orten Europas. Mendelssohn agierte in Düsseldorf in einem durch das Bürgertum bestimmten Kulturleben, das sich in unterschiedliche Segmente ausdifferenzierte und ihn vor eine Vielfalt musikkultureller Aufgaben stellte, die nach musikalischer Erfüllung verlangten, sowohl innerhalb häuslicher Sphären als auch in unterschiedlichen Bereichen der Öffentlichkeit.« (Homepage)

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Webseite und Programm

  • Ausstellung: Hellas als Ideal. Das deutsche Griechenlandbild im 19. und 20. Jahrhundert

Veranstaltungsdatum, -ort: 19.10. - 18.12.2009, Universitätsbibliothek München


»Auf welche Stereotypen stützte sich das Bild Griechenlands in den Werken deutscher Reisender der zwei vergangenen Jahrhunderte? Befinden sich die verschiedenen Medien in einem Dialog? Können wir demnach von einem intermedialen Prozess sprechen?

Gegenstand der Ausstellung ist das Griechenlandbild, das die deutschen Reisenden des 19. und 20. Jahrhunderts in verschiedenen Medien (Malerei, Photographie, Literatur) formten. Es handelt sich um ein idealisiertes Bild, das immer wieder die gleichen Stereotypen favorisiert: griechische Kunst der Antike als Ideal und der Glanz der Ruinen, arkadische und mythisierte Landschaften, die Griechen als Nachkommen der antiken Griechen oder als „edle Wilde“. Aus dem breiten Korpus der Reiseliteratur werden exemplarisch Stellen aus den Werken von Wolfgang Koeppen, Hugo von Hofmannsthal, Gerhart Hauptmann, Friedrich Theodor Vischer und Karl Krumbacher präsentiert. Die Maler Carl Rottmann, Otto Magnus von Stackelberg, Eduard Hildebrandt, Carl Friedrich Werner, Ludwig Lange, Joseph Thürmer, Joseph Scherer und Carl Haag sind die markantesten Beispiele deutscher Reisender, die Griechenland in ihren Gemälden idealisierten. Die Photographien von Walter Hege, Paul Baron des Granges und Hermann Wagner vertreten das Medium der Photographie, das eigentlich die gleichen Topoi im Logos über Griechenland veranschaulicht.« (Homepage)

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