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Kultur- und Veranstaltungskalender: Juni 2006

  • Johann Heinrich Wilhelm Tischbein –
    Der Maler als Poet

»Die Klassik Stiftung Weimar feiert in diesem Jahr das Werk des Künstlers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (Haina 1751–1829 Eutin), auch »Goethe-Tischbein« genannt, mit einer großen Einzelausstellung. Den Anlaß bildet die Präsentation von Novitäten. Insgesamt 225 Papierarbeiten, darunter viele Aquarelle und Gouachen sowie zentrale Blätter zum künstlerischen Austausch zwischen Goethe und dem Maler, konnten 2003 erworben werden.
Die Ausstellung ist dem Spannungsfeld von Bild und Wort, von Dichtung und zeichnerischen Serien gewidmet, in denen Tischbein sich als unverwechselbarer, überraschender Künstler erweist. Zahlreiche seiner Werke wurden von Anfang an als ›Pendants‹ für literarische Texte konzipiert – doch handelt es sich nicht um Illustrationen im gängigen Sinne. Zumeist präsentieren sich seine Arbeiten als aquarellierte oder mit Deckfarben übermalte Federzeichnungen, die häufig sorgfältig koloriert wurden.« (Homepage)

Ausstellung im Schloßmuseum Weimar vom Freitag, 07.04.2006 bis Sonntag, 11.06.2006

Weitere Stationen dieser Ausstellung:
12. September bis 19. November 2006 | Casa di Goethe, Rom
3. Dezember 2006 bis 30. April 2007 | Jenisch-Haus, Hamburg

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  • Goethe und die Mark Brandenburg

»Bei Gelegenheit beschwerte sich Goethe: "Es sind Preußen, die wollen immer alles besser wissen als andere Leute". Doch grundsätzlich hatte der Dichter und Friedrich-Verehrer ein freundliches Verhältnis zum Bündnispartner seines Herzogs. Die Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros zeichnet die Beziehung Goethes zu Preußen und der Mark Brandenburg anhand zahlreicher authentischer Zeugnisse nach.

Neben der Dokumentation von Goethes Aufenthalt in Berlin und Potsdam (1778) werden auch dessen Beziehungen zu bekannten Zeitgenossen wie Bettina und Achim von Arnim, Heinrich von Kleist und Carl Friedrich Zelter thematisiert.

Ausgestellt werden Autographen, Drucke, Gemälde und Alltagsgegenstände Goethes aus den Beständen der Sammlung Ogoleit (Gorzów Wielkopolski), des Goethe-Schiller-Archivs, des Goethe-Nationalmuseums, des Freien Deutschen Hochstifts und der Sammlung Kippenberg.

Zur Ausstellung erscheinen ein Begleitbuch sowie ein Hörbuch mit Ausschnitten aus dem Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter, gelesen von Christian Brückner und Otto Sander.« (Homepage)

Ausstellung vom 16. Mai 2006 bis 30. Juli 2006 in den Römischen Bädern,
Park von Sanssouci

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  • Licht der Erde Salz des Himmels
    Topographische Protokolle einer Bergbau-Landschaft

»Friedrich von Hardenbergs Idee von Landschaft in ihrer philosophischen Begründung und ihren ästhetischen Konsequenzen steht in einem engen Zusammenhang mit frühen biographischen und beruflichen Erfahrungen. Ausstellung und Katalog versuchen, diesen Zusammenhang anschaulich zu machen. Es soll gezeigt werden, wie die Landschaftsidee Friedrich von Hardenbergs sich in den allerersten Begegnungen mit dem um das Gutshaus Schloß Oberwiederstedt pulsierenden, von Bergbau und Landwirtschaft geprägten Leben und der Natur langsam entwickelte und über unzählige Impulse aus der Berufstätigkeit im sächsischen Bergbau und Salinenwesen zum Zentrum seiner Kunstanschauung wurde. Dabei wird erstmals Bezug genommen auf die soeben in Band 6.3 der Historisch-kritischen Ausgabe der Werke (Stuttgart 2006) veröffentlichten Schriften und Dokumente, durch die der gesamte berufliche Entwicklungsweg Friedrich von Hardenbergs nachvollziehbar wird.

Ungewöhnliche, die Mansfelder Bergbaugeschichte und die sächsische Salinengeschichte dokumentierende Fotographien und authentische Objekte aus dem Mansfelder Kupferschieferbergbau sowie aus dem sächsischen Salinenwesen sollen den Blick für natur- und technikgeschichtliche Dimensionen der gegenwärtigen Landschaft öffnen.

Über die Dokumentation der Ausstellung hinaus bietet der Katalog bisher unveröffentlichte Materialien, Risse und Fotos zu den Bergbaurevieren der Grafschaft Mansfeld, insbesondere dem Hettstedter und Oberwiederstedter Bergbau und zur Berufspraxis seines Vaters H. U. E. von Hardenberg. In dieser Hinsicht wird der Katalog auch für die Geschichte der Region neue und überraschende Kenntnisse vorstellen, die an der Forschungsstätte für Frühromantik in Schloß Oberwiederstedt in den letzten Jahren erarbeitet worden sind.

Künstlerische Reflexionen und Dialoge zu den topografische Protokollpunkten der Berufslandschaft Friedrich von Hardenberg; fügen der Hallenser Schriftsteller Wilhelm Bartsch und die Malerin Susanne Berner hinzu.« (Homepage)

Ausstellung vom 06. Mai 2006 bis 30. April 2007

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  • Antiken für Winckelmann. Die Antikensammlung des Winckelmann-Museums

»Nahezu unbekannt ist bisher die Antikensammlung der Winckelmann-Gesellschaft und des Winckelmann-Museums, die sich im Geburtshaus des Begründers der Klassischen Archäologie befindet. Die Sammlung umfaßt heute neben wenigen Plastiken vor allem griechische Vasen, Terrakotten, Bronzen und Gebrauchsgegenstände verschiedener Gattungen sowie Münzen.

Den Grundstock der Sammlung legte Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts der Schriftsteller Heinrich Alexander Stoll, der seine kleine Antikensammlung der Gesellschaft testamentarisch übereignete.

Dazu gehörten ein römischer Sarkophag und ein Sarkophagfragment mit Inschrift sowie griechische Vasen, aber auch Lampen und eine beachtliche Sammlung griechischer und römischer Münzen. Die Stendaler Antikensammlung erhielt in der Folgezeit stetig durch weitere Schenkungen von Mitgliedern der Winckelmann-Gesellschaft Zuwachs, so z.B. durch die Sammlung Wiethölter, der wir das schöne Menander-Porträt verdanken. Ergänzt wurde sie auch durch den Ankauf von Vasen, Terrakotten und Bronzen aus dem Antiken-Kabinett Gackstätter Frankfurt, a.M. Schließlich ergänzt die Antikensammlung noch eine kleine Gipsabgußsammlung, die einen schönen Querschnitt durch die griechische und römische Kunstgeschichte erlaubt darzustellen.« (Homepage)

Ausstellung bis 2. Juli 2006, tägl. 10-18 Uhr

Der Katalog zur Ausstellung (112 Seiten mit 243 Farb- und 89 Schwarzweißabbildungen) ist zum Preis von 12,50 Euro im Museumsshop erhältlich.

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  • Goethe, Licht und Farbe - Goethes Farbenlehre im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm

Meine Farbenlehre will nicht gelesen und studiert werden, sie will gethan werden.
Johann Wolfgang von Goethe

»Goethe als Naturwissenschaftler experimentell erleben - Goethes Farbenlehre, 1810 erschienen, berücksichtigt sämtliche Aspekte der Farbe und des menschlichen Sehens. Physiologische, physikalische, chemische und psychologische Zusammenhänge werden in seinem Werk umfassend behandelt. Dadurch wird sie besonders für Menschen interessant, die nicht nur einseitiges Faktenwissen erwerben, sondern in der sinnlichen Erfahrung die Synthese zwischen Wissenschaft und Kunst erfahren möchten.

Entdecken Sie spielerisch die Faszination von Licht und Farbe. Trauen Sie Ihren Augen, auch wenn Unerwartetes passiert, lassen Sie sich nicht hinter das Licht führen, selbst wenn Schatten farbig werden und aus schwarz-weißen Scheiben Farben hervorleuchten! Erfahren Sie, auf welch grundlegende Weise Licht und Schatten uns die Strukturen der Umgebung sichtbar machen.

In den einzelnen Stationen können Sie selbst experimentieren und die Grundlagen dieser Farbenlehre erleben. Besonders für Kinder immer wieder ein Erlebnis.« (Homepage)

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  • Sophie Mereau-Brentano (1770 - 1806)  – Werk-Zeit-Raum

»Im Oktober 2006 jährt sich der Todestag der Schriftstellerin Sophie Mereau-Brentano (1770 - 1806) zum 200sten Mal.

Anlässlich dieses Jubiläums findet vom 22. bis 24. Juni 2006 die internationale und interdisziplinäre Tagung "SOPHIE MEREAU verDICHTET – Werk-Zeit-Raum" an der Friedrich-Schiller-Universität Jena statt, die gemeinsam vom Teilprojekt "Geschlechterbeziehungen und Aufklärung" des Sonderforschungsbereichs 482 "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800" und der University of Connecticut veranstaltet wird.

Dies ist die erste Tagung, die explizit auf Sophie Mereau und ihr diskursives Umfeld ausgerichtet ist. Das Konzept der Tagung zielt darauf, die um 1800 in Weimar und Jena konzentrierten Personenkreise wahrzunehmen, mit denen Sophie Mereau intensiv verbunden war und nach den sich daraus ergebenden Verdichtungen von Kommunikation und Beziehungsgeflechten sowie der lebhaften Auseinandersetzungen mit zeitgenössischen Diskursen und kulturellen Praktiken zu fragen. In diesen hier erkennbaren Verdichtungen liegt der Schlüssel zu einer neuen Perspektivierung von Sophie Mereaus Werk und Leben.

Ziel der Tagung ist es, vorhandene Forschungsergebnisse zu Sophie Mereau und ihrem diskursiven und zeitlichen Umfeld zu verdichten, dabei über sie hinaus zu gehen und neue Herangehensweisen zu diskutieren, neue Verbindungen zu schaffen und damit sowohl der Mereauforschung als auch der Geschlechtergeschichte neue Impulse zu geben.« (Homepage)

Tagung im Rahmen des Teilprojekts „Geschlechterbeziehungen und Aufklärung“ des Sonderforschungsbereichs 482 „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“ und University of Connecticut, Jena vom 22.06.2006 bis 24.06.2006, Rosensäle der Friedrich-Schiller-Universität, Fürstengraben 27.

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  • 220 Jahre Goethes italienische Reise

»Genau 220 Jahre nach Goethes italienischer Reise, geht der Reiseschriftsteller Guido Seyerle zum zweiten Mal zu Fuß und zu Pferd von München nach Venedig, genau auf der historischen Route J.W.Goethes aus dem Jahr 1786. Unterwegs finden in vielen Orten "Musikalische Lesungen" statt. Dabei liest Seyerle Passagen aus Goethes und aus seinem eigenen Buch, und die Altistin Christine Vallon, begleitet von Christoph Schanze am Flügel, bietet im Wechsel dazu Goethe-Lieder und italienische Arien dar.

Seyerles Weg führt ihn ab dem 14. Mai 2006 zu Fuß von München nach Innsbruck. Von dort aus geht es auf dem Pferderücken bis nach Bozen, um dann wieder ein paar Tage bis nach Roverto zu wandern. Ab Malcesine/Gardasee bringt Seyerle eine historische Segeljacht in Richtung Venedig, welches er am 11. Juni erreichen wird.«

Weitere Informationen und laufend aktualisierte Bilder finden Sie auch auf seiner Homepage unter www.reise-schriftsteller.de

 

  • Georg Forster in Mainz:
    Literarische Produktion und Medienzentrum vor und während der Revolution

»Von 1788 bis März 1793 entfaltete Forster eine ungeheure literarische Produktivität in Mainz, von der die Ansichten vom Niederrhein lediglich das bekannteste Werk darstellen. Andere sind dagegen oft im Schatten geblieben, darunter seine Erinnerungen aus dem Jahr 1790, Essays, seine zu Forsters Zeit unveröffentlicht gebliebenen naturwissenschaftlichen Schriften und Versuche. Zu dieser Produktion gehören aber ebenso zahllose nie systematisch untersuchte Rezensionen sowie seine bekannte "Übersetzungswerkstatt", die ebenfalls längst nicht hinreichend durchleuchtet worden ist. Die Forsters in Mainz waren ein intellektuelles Zentrum, zu dem nicht nur weitere Personen des Umkreises gehörten, sondern das auch bewusst von vielen, mitunter kaum weniger illustren Zeitgenossen aus Deutschland und Europa angesteuert wurde, um sich mit Forster auszutauschen: ein Kommunikationszentrum avant la lettre, von denen wir immer noch viel zu wenig wissen, wie sie wirklich funktioniert haben.

Neben alledem wird nur zu leicht vergessen, dass Forster Bibliothekar war und sich um die Universitätsbibliothek zu kümmern hatte, er also in einem Zentrum von Buchdistribution und -beschaffung stand, worüber unsere Kenntnis gering bis gleich null ist. Mit der Ankunft der Revolution ist Forster aktiv in der Beschaffung und Verbreitung politischer Nachrichten durch eine eigene Zeitung beteiligt. Auch dieser Bereich ist bislang viel zu wenig ausgeleuchtet. Wie funktioniert dieses ganze Medienzentrum, in dem Forster so eine zentrale Rolle spielte? Genug Fragen nach den Strukturen von Wissenserwerb und -vermittlung unter sich wandelnden politischen Bedingungen und der Rolle Forsters in ihnen und eine direkte Anknüpfung und Fortführung des erfolgreichen Kolloquiums von 2005 über Georg Forster in den intellektuellen Netzwerken seiner Zeit.« (Homepage)

Georg-Forster-Kolloquium am 23./24. Juni 2006

Prof. Dr. Horst Dippel (hdippel@uni-kassel.de)
Postanschrift:
Universität Kassel
Fachbereich 05 - Gesellschaftswissenschaften
D-34109 Kassel

tel: ++49 (0)561 804 3350
fax: ++49 (0)561 804 7016

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