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Kultur- und Veranstaltungskalender: Juli 2008

  • Konferenz: IMPACT: German-Language Culture and its Reception

Veranstaltunsort, -datum: University of Liverpool, 23.-25.Juli 2008.

Veranstalter: Women in German Studies (WIGS), University of Liverpool.

»Culture exists within a context. Not only are literature, music, films and artwork produced and received within a social, political and historical framework; museums, galleries, academic institutions and media and marketing conglomerates also initiate a cultural discourse that is necessarily produced by and directed towards its contemporaries. Coinciding with Liverpool’s 'European Capital of Culture' 2008 as well as celebrating the twentieth anniversary of Women in German Studies, this conference asks how we may conceptualise the idea of 'impact', drawing on literary, historical, political, institutional, and theoretical approaches to German-language culture from the medieval period to the present day.« (Homepage)

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  • Ausstellung: „Vom Freund gezeichnet“ – Ein Porträtalbum deutscher Künstler in Rom 1832 - 1845

Veranstaltungsort, -datum: Casa di Goethe, Roma, 19.6.-17.8.2008

Kuratorinnen: Tamara Hufschmidt und Claudia Nordhoff

»Vom 19.6. – 17.8.2008 zeigt die Casa di Goethe in Rom eine repräsentative Auswahl von Porträts aus einem Album , das zwischen 1832 und 1845 von der romdeutschen Künstlerkolonie angelegt wurde und sich heute in der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte befindet. Zum ersten Mal werden nun 50 Bildnisse dieser „ Sammlung von Bildnissen Germanischer Künstler in Rom “ (Originaltitel des Albums) mit namenhaften Künstlern wie Johann Christian Reinhart, Joseph Anton Koch, Carl Rottmann oder Ernst Rietschel, aber auch unbekannteren Künstlern in der Ewigen Stadt ausgestellt.

Anfang des 19. Jahrhunderts ließen sich die aus dem Norden kommenden Künstler bevorzugt in der Gegend um die Spanische Treppe und um die Piazza Barberini nieder. Aus gemeinsamen künstlerischen Ambitionen und aus materieller Not entwickelten sich damals neuartige und unkonventionelle Wohn- und Arbeitsgemeinschaften wie die sogenannte „ Ponte-Molle-Gesellschaft “, die jahrhundertealte Begrüßungszeremonien auf der antiken Pons Milvius über dem Tiber auf originelle Weise scherzhaft neu inszenierte. Höhepunkt war der alljährliche Frühlingsausflug zu den bis dahin in Vergessenheit geratenen Cervaro-Grotten , 15 km östlich vor Rom. Noch bis 1847 erfreute sich dieses kostümierte „Massenpicknick“, bei den Römern „Carnevale die Tedeschi“ genannt, größter Beliebtheit. Aus der Ponte-Molle-Gesellschaft ging 1845 der Deutsche Künstlerverein hervor, zu dessen Gründungsmitgliedern auch der Landschaftsmaler Franz Ludwig Catel gehörte.

Im Zentrum der römischen Ausstellung stehen die wunderschönen Porträts der einstigen Mitglieder dieser Vereine, die sich häufig auch gegenseitig zeichneten . Das 140 Bildnisse umfassende Originalalbum wurde zunächst in der Villa Malta aufbewahrt und befindet sich heute in den Archiven der Bibliotheca Hertziana. Die Bildnissammlung ist ein sehr lebendiges „Fotoalbum“ der romdeutschen Künstlerkolonie zu Zeit der Romantik. Ergänzt werden die qualitativ hochwertigen Porträts in der römischen Ausstellung durch Zeugnisse der Vereins- und Festkultur, einigen Bänden aus der im Deutschen Archäologischen Institut aufbewahrten Bibliothek des Deutschen Künstlervereins und exemplarischen Werken aus italienischem Privatbesitz zur Tradition der Feste und Traditionen der Künstlerkolonie.« (Homepage)

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  • Ausstellung: Lovis Corinth (1858-1925) und die Geburt der Moderne

Veranstaltungsort, -datum: Museum der bildenen Künste, Leipzig, 11.07.2008 - 19.10.2008

»Lovis Corinth, unter den Malern ein Solitär zwischen Tradition und Moderne, hat weit bis ins 20. Jahrhundert das Werkschaffen nachgeborener Künstler beeinflusst. Anlässlich des 150. Geburtstags des Künstlers wird eine große Retrospektive mit Werken aus den Beständen des Leipziger Museums der bildenden Künste und des Kunstforums Ostdeutsche Galerie Regensburg in Leipzig, Regensburg und Paris gezeigt. In Frankreich wird mit der Ausstellung im Musée d'Orsay erstmals das Werk Corinths in einem solchen Umfang präsentiert. Die Ausstellung untersucht die Wirkung Corinths auf die Malerei des 20. Jahrhunderts und setzt an ihren drei Stationen unterschiedliche Akzente. So werden zum Beispiel in Leipzig Bezüge sichtbar, die Corinths Spätwerk unter anderem mit Sighard Gille, Bernhard Heisig und Willi Sitte verbinden.« (Homepage)

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  • Ausstellung: DIE KRAFTPROBE - 200 Jahre Akademie der Bildenden Künste

Veranstaltungsort und -datum: Haus der Kunst - München, 30. Mai 2008 – 31. August 2008

Veranstalter: Haus der Kunst

»Im Jahr des 850. Geburtstags der Stadt München wird die Akademie der Bildenden Künste 200 Jahre alt – Anlass für das Haus der Kunst, eine große Ausstellung mit beispielhaften Werken von Professoren und Studenten der Münchner Kunstakademie zu zeigen. Eine pointierte Auswahl von etwa 80 Exponaten stellt die ebenso spannende wie wechselhafte Geschichte der Akademie der Bildenden Künste von 1808 bis 2008 dar.

Der erste Teil der Schau macht die internationale Bedeutung anschaulich, die die Akademie im 19. Jahrhundert besaß; zeitweise zog diese mehr Künstler an als die Akademien in Paris, Wien oder Düsseldorf. Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Historienmalerei - bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das Aushängeschild der Münchner Kunstakademie. Dabei war die Historienmalerei keineswegs eine rein künstlerische Angelegenheit, sondern bot darüber hinaus die Möglichkeit, einem europaweit erstarkenden Nationalbewusstsein Ausdruck zu verleihen. Dies galt vor allem für die zwischen Preußen, Russland, dem Osmanischen Reich oder Österreich-Ungarn aufgeteilten Länder Mittel- und Osteuropas. Für die Begründung ihrer angestrebten staatlichen Unabhängigkeit bezogen sie sich verstärkt auf die eigene Sprache, ihre Geschichte, Religion und Volkskultur und boten ihren aus München heimkehrenden Künstlern ein großes Aufgabenfeld der Historien- und Genredarstellung.

Der zweite Teil der Ausstellung verweist exemplarisch auf die 1892 gegründete Münchner Secession, aus der die Akademie rasch neue Professoren rekrutierte, um den Anschluss an die fortgeschrittene Moderne zu finden. Um die Wende zum 20. Jahrhundert wird sie so noch einmal für kurze Zeit zum internationalen Zentrum, das Studenten wie Wassily Kandinsky, Paul Klee, Moissey Kogan oder Franz Marc anlockt. Doch weigert sich die Akademie nach 1914, die Moderne dauerhaft zu integrieren; es beginnt ein schleichender Bedeutungsverlust und kurze Zeit später der zweifelhafte Aufstieg zur NS-Vorzeigeakademie. Erst nach 1945 hält mit Ernst Geitlinger die Abstraktion Einzug in die Akademie, die sich vergleichsweise spät wieder international orientiert. Um 1968 war die Kunstakademie die Hochburg der Studentenproteste in München; eine eigens zu der Ausstellung produzierte Bild- und Filminstallation von heutigen Akademiestudentinnen/en stellt die Frage, was von diesem Aufbruch blieb.« (Homepage)

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