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Kultur- und Veranstaltungskalender: Dezember 2005

  • Anmut und Würde

»Anmut und Würde - mit diesem Begriffspaar charakterisierte Friedrich Schiller ein ästhetisches Empfinden, das in den Jahrzehnten von 1775 bis 1825 weit verbreitet war. Die Ausstellung dokumentiert an Hand von zeitgenössischen Büchern und Illustrationen diese der Schönheit verpflichtete Welt und vermittelt die Neuerungskraft und Faszination der Epoche. Gleichzeitig sind die Objekte selbst in ihrer ästhetischen Gestaltung eindrucksvolle Zeugnisse eines Höhepunktes der deutschen und der europäischen Buchkultur. Die Ausstellung beruht auf einer über Jahrzehnte mit hoher Sachkenntnis aufgebauten privaten Sammlung, die durch ausgewählte Bestände der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek ergänzt wird.« (Homepage)

Ausstellung vom 11. Dezember 2005 - 29. Januar 2006 in der Paulinerkirche Göttingen

(Geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember 2005 sowie am 1. Januar 2006)

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  • Friedrich Schiller. Die Jugendjahre

»Friedrich Schiller verbrachte seine Jugendjahre in der von Herzog Karl Eugen von Württemberg gegründeten Hohen Karlsschule, die sich zuerst auf der Solitude, dann in Stuttgart befand. Dieser Militärakademie verdankte der Dichter eine umfassende Ausbildung sowie entscheidende Impulse für sein künstlerisches Schaffen. Erleben Sie in der Sonderausstellung die Stuttgarter Jahre von Friedrich Schiller.« (Homepage)

Sonderausstellung vom 18. Sept. 2005 bis 08. Jan. 2006 im Schlossmuseum Aulendorf

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  • Kleists Das Käthchen von Heilbronn (1810). Facetten der Wirkung

»Obwohl von Fachwelt und Kritik neben dem Erstlingsdrama "Die Familie Schroffenstein" immer wieder als das schwächste Stück des Dichters denunziert, hat sich Kleists "Käthchen von Heilbronn" auf der Bühne durchgesetzt. Davon zeugen die vielen Aufführungen im 19. und 20. Jahrhundert. In den 70iger bis 90iger Jahren gab es allerdings sehr wenige Inszenierungen. Seit 2000 erlebt Kleists "Käthchen" auf den großen und kleineren Theaterbühnen der Bundesrepublik so etwas wie eine Renaissance. Im letzten Jahr verfilmte Jürgen Flimm mit Tobias Moretti als Grafen und Teresa Weißbach als Käthchen das Kleistsche Stück: Liebe, Schönheit, Jugend und Intrigen in der Kulisse des Ruhrgebiets mit seinen Industrieanlagen - eine kontrastreiche Mischung.

Die Ausstellung in der ersten Etage des Museums zeigt Facetten der Wirkung des Kleistschen Schauspiels. Die Eröffnung beginnt mit einem Vortrag von Ingrid Patitz zu Kleists Frauenbild.« (Pressemeldung)

Ausstellungseröffnung im Kleist-Museum am 7. Dezember 2005 um 18.00 Uhr

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  • Hans Christian Andersen: »Andersens Welt«

Bühnenfassung und Inszenierung: Cordula Trantow

Fantastische Komödie mit Musik von Edvard Grieg und Robert Schumann mit Michael Schanze, Judith Pfistner, Fred Alexander, Leonie Kienzle.... 

Das Jahr 2005 würdigt den großen dänischen Dichter Hans Christian Andersen. Am 2. April hätte er seinen 200. Geburtstag gefeiert. Nach den Gebrüdern Grimm zählt Hans Christian Andersen (1805–1875) weltweit zu den bekanntesten Märchenschriftstellern. Im Gegensatz zu den Gebrüdern Grimm, deren Kinder- und Hausmärchen sich auf zahlreiche mündliche und schriftliche Quellen stützen und in denen durch intertextuelle und motivgeschichtliche Verknüpfungen erstmals die gesamte europäische und auch orientalische Überlieferungstradition zusammengefaßt wurde, gelang dem dänischen Schriftsteller etwas vollkommen Neues. Andersen verknüpfte alltägliche Ereignisse aus seiner Gegenwart mit historischen Elementen und schuf auf diese Weise kunstvolle Märchenkompositionen.

Mit einer ebenso kunstvollen Märchenkomposition würdigt auch das »Südbayerische Theaterfestival« den Jubilar und schenkt ihm mit der Bühnenfassung von »Andersens Welt« eine bislang nicht dagewesene Neuinterpretation drei seiner Märchen:

    • »Des Kaisers neue Kleider«
    • »Das häßliche junge Entlein«
    • »Die Schneekönigin«

Ein Kind träumt. Staunend findet es sich in Andersens Geschichten wieder. Was ist der Charme dieser wunderbaren und in ihrer Botschaft so aktuellen Märchen? Das Wissen um unsere Schwächen, der Appell an die Reinheit und Klarheit des Herzens, gestaltet mit dem für diesen Dichter so besonderen Humor. Einen besonderen Akzent verleiht der Inszenierung die live am Flügel von Bettina Liebscher gespielte Musik von Schumann, Grieg, Schubert und weiteren Komponisten des 19. Jahrhunderts.

Spieltermine im Oktober in Bad Wörishofen und im Dezember in Starnberg

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  • Schiller-Vertonungen

von W. Rihm, A. Reimann, M. Trojahn

Am 08. Dezember 2005 um 19.00 Uhr in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

 

  • Nationalschätze aus Deutschland. Von Luther zum Bauhaus

25 national bedeutende Einrichtungen aus den neuen Bundesländern und Berlin zeigen in einer einzigartigen Präsentation rund 600 ihrer kostbaren Sammlungsgegenstände und Kulturschätze auf 2000 qm in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn.

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, literarische und musikalische Werke ebenso wie Naturalien und Modelle, die auf eindrucksvolle Weise die Entstehung eines nationalen Erbes europäischen Ursprungs versinnbildlichen.

Die in ihrer Größenordnung noch nie da gewesene Präsentation erstreckt sich somit über 5 Jahrhunderte. Dabei werden historische Bezüge aufgebaut, die von Luther zu Goethe, vom protestantischen Ethos zur Romantik, von den naturwissenschaftlichten Sammlungen des 19. Jahrhunderts bis zur international ausgerichteten Moderne im 20. Jahrhundert verlaufen.

Des Weiteren wird in der Ausstellung das besondere der ostdeutschen Museen herausgestellt. Denn gerade von dort, vom Osten Deutschlands, sind entscheidende Impulse auf dem Gebiet der Sammlungsgeschichte ausgegangen. (GZP - Silke Jäckle)

Zu sehen ist diese Ausstellung noch bis zum 8. Januar 2006 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn.

Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 10 – 21 Uhr und Donnerstag bis Sonntag 10 – 19 Uhr

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  • Französische Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts aus deutschen Sammlungen

»Jacques-Louis David: Bildnis der Anne-Marie-Louise Thélusson, Comtesse de Sorcy, 1790.im 17. und 18. jahrhundert stieg frankreich zur führenden kunstnation auf. der französische hof unter der herrschaft könig ludwig xiv. bestimmte die politischen und kulturellen richtlinien, an denen sich auch die deutschen höfe orientierten. zahlreiche fürsten tätigten die ankäufe für ihre sammlungen auf dem französischen kunstmarkt und bei berühmten künstlern in paris. die kollektionen sind noch heute erhalten und bilden den grundstock für die wichtigen öffentlichen gemäldesammlungen in berlin, karlsruhe, dresden, schwerin, braunschweig und münchen.

das groß angelegte deutsch-französische ausstellungsprojekt bietet erstmals einen facettenreichen einblick in die geschichte der französischen malerei von der caravaggio-nachfolge bis zu den neoklassizistischen künstlern um 1800. berühmten meisterwerken wie „die erbsenesser“ von georges de la tour stehen werke von künstlern gegenüber, die in deutschland weniger bekannt waren, etwa von claude deruet oder louis le nain. neben einer glanzvollen auswahl von werken der caravaggisten, sind gemälde antoine watteaus und seiner schüler zu sehen. françois bouchers meisterwerk „die marquise de pompadour“ wird im zusammenhang gezeigt mit seinen landschaften und erotischen szenen anderer künstler. einen weiteren höhepunkt der ausstellung bilden die werke von claude lorrain und nicolas poussin wie „das reich der flora“ von 1630/31. die präsentation schließt mit einem ausblick auf die kunst vor und während der französischen revolution – mit herausragenden porträts von jacques-louis david, jean-louis laneuville und elisabeth vigée-lebrun sowie revolutionsbildern von françois-andré vincent und jacques réattu.

eine zusammenarbeit der bayerischen staatsgemäldesammlungen und des haus der kunst münchen, der kunst- und ausstellungshalle der bundesrepublik deutschland, bonn, und der réunion des musées nationaux paris.« (Homepage)

Vom 7. Oktober 2005 bis zum 08. Januar 2006 im Haus der Kunst in München

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  • Lesung von Achim Höppner:
    Thomas Mann: Schwere Stunde; Versuch über Schiller

Lesung der Goethe-Gesellschaft München am Montag, 19. Dezember 2005, 19 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft München e.V. Amalienstraße 38, 80799 München.

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»Hans Christian Andersen (1805–1875) ist nach den Brüdern Grimm weltweit der bekannteste Märchenschriftsteller und hat mit seinen Eventyr (Märchen. Kopenhagen 1835) Weltgeltung erlangt. Schon früh wurde er durch Lektüre mit den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm bekannt und ist auch verschiedentlich mit ihnen in Berlin und Kopenhagen zusammengetroffen.

Doch während die Brüder Grimm für ihre Kinder- und Hausmärchen zahlreiche mündliche und schriftliche Quellen nutzten und auf diese Weise erstmals die gesamte europäische und orientalische Überlieferungstradition zusammenfassen, bewerten und aus diesem Material das romantische “Volksmärchen” hervorbringen konnten, schuf Andersen mit seinen Märchen etwas vollkommen Neues. Zunächst noch auf der Basis der bekannten Volksmärchen, wurden seine Märchen immer mehr zu kunstvollen Märchenkompositionen, die historische Elemente mit alltäglichen Dingen, Menschen und Tieren auch aus der Gegenwart zusammenbanden. Anders als die Brüder Grimm hat Andersen seine Märchen selbst erdacht und wird daher  – oft abwertend – als “Märchenschriftsteller” bezeichnet. Dennoch bezieht sich der dänische Schriftsteller in Sprache und Stil deutlich auf das Grimmsche Vorbild, und schon im 19. Jahrhundert wurden nicht nur die Märchen von Grimm und von Andersen häufig in Sammelbänden und Anthologien gemeinsam präsentiert, sondern bisweilen auch miteinander verknüpft und zu neuen Erzählungen miteinander verwoben. Viele Künstler, die sich mit dem Thema “Märchen” literarisch, illustrativ oder musikalisch auseinandergesetzt haben, gestalteten oft Motive in paralleler Weise aus beiden Sammlungen.

Auch für die meisten nachfolgenden Märchensammlungen und -adaptionen spielten die konträren Auffassungen über das Wesen des “Volksmärchens” und des “Kunstmärchens” eine wichtige Rolle, und das Verhältnis von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit wurde und wird – auch mit Blick auf die Brüder Grimm und Hans Christian Andersen –  immer wieder kritisch diskutiert.

Das Brüder Grimm-Museum Kassel möchte den 200jährigen Geburtstag des berühmten dänischen Dichters nutzen, um die internationalen Zusammenhänge der verschiedenen Märchentraditionen zu verdeutlichen. Lange vor Grimm und Andersen existierte mit dem indischen Panschatantra und den Erzählungen der 1001 Nacht im Orient und vor allem in den romanischen Ländern mit den Sammlungen von Straparola, Basile, Perrault u.a. eine bedeutende Märchentradition. Daran haben sowohl die Brüder Grimm als auch Hans Christian Andersen unmittelbar und mittelbar angeknüpft.« (Homepage)

Ausstellung im Brüder Grimm-Museum Kassel vom 17. April 2005 bis zum 12. März 2006

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  • »Wo sich Natur mit Kunst verbindet« 
    Der Park an der Ilm von den Anfängen bis zur Gegenwart

»Zu einem Exkurs in die Geschichte des Parks an der Ilm lädt die Ausstellung im Untergeschoß des Römischen Hauses ein. Die wichtigsten Entwicklungsetappen der Geschichte des Parks werden durch Texte, zahlreiche historische Abbildungen, neuangefertigte Modelle längst verschwundener, zerstörter bzw. stark veränderter Parkarchitekturen sowie originale Ausstattungsstücke veranschaulicht.«

Ausstellung vom 01.01.2005 bis zum 31.12.2005 im Untergeschoß des Römischen Hauses, Stiftung Weimarer Klassik.

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Die Wahrheit hält Gericht – Schillers Helden heute

Übernahme aus dem Schiller-Museum in Weimar Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen

Schiller-Nationalmuseum in Marbach am Neckar 

Vom 10. November 2005 bis 17. April 2006

Dies ist nur eine der Ausstellungen des Schiller-Nationalmuseums anläßlich des 200. Todestages. 

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Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit