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Goethe-Museum Düsseldorf

»Das Museum befaßt sich mit Goethe und seiner Zeit. Neben einer auf die Goethezeit spezialisierten Bibliothek ist eine Musikalien-Abteilung an das Museum angegliedert, in der sich Vertonungen Goethes und seiner Zeitgenossen sowie eine Sammlung diverser Zeitdokumente wie Konzertzettel u.ä. befinden, erschlossen durch einen Online-Katalog.

Das Hauptthema, Goethes Leben und Werk, findet der Besucher des Museums mit rund 1000 ausgestellten Zeugnissen in chronologischer Folge durch 11 Räume vor Augen geführt. Die Erstausgaben der einzelnen Werke des Dichters liegen in Vitrinen, umgeben von Entwurfsblättern und Briefen aus ihrer Entstehungszeit. Städtebilder und Landschaften zeigen die Orte, an denen Goethes Werke entstanden sind; Bildnisse des Dichters und seiner Freunde ergänzen die chronologische Folge.«

 

 

1. Die Stiftung

Anton Kippenberg, der 1874 in Bremen geboren war und 1950 in Luzern starb, erlangte als Leiter und Inhaber des Insel-Verlages zu Leipzig Weltruf. Schon als junger Buchhändler hat er den Grundstock zu einem zweiten Lebenswerk gelegt. Es ist die im Laufe eines halben Jahrhunderts zusammengebrachte Goethe Sammlung, die seine Töchter in seinem und seiner Frau Namen zu einer selbständigen rechtsfähigen Stiftung mit dem Sitz in Düsseldorf erklärten.

Das Prinzip, nachdem schon Kippenberg seine Sammlung zusammentrug und das auch für die Stiftung verpflichtend geblieben ist, entspricht Goethes Symbolbegriff: Nur solche Objekte werden aufgenommen, die nach Goethes Worten im Brief vom 16. August 1797 an Schiller »eminente Fälle« sind, »die, in einer charakteristischen Mannigfaltigkeit, als Repräsentanten von vielen anderen dastehen«, die also über den von ihnen bezeugten einzelnen Anlaß hinaus zugleich charakteristisch für den Geist Goethes und seiner Zeit sind.

 

2. Unterbringung in Schloß Jägerhof

Für die Unterbringung der Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung kann in Düsseldorf kein Gebäude besser geeignet sein als das am östlichen Rande des Hofgartens im Zentrum der heutigen Stadt gelegene »Schloss Jägerhof«: Das Gebäude wurde nach Bauplänen von 1748 errichtet, mit denen Kurfürst Carl Theodor zu Pfalz den Aachener Baumeister Johann Josef Couven beauftragt hatte und sie dann vermutlich von seinem Architekten Nicolas de Pigage überarbeiten ließ. Ein Jahr vor Goethes Geburt entworfen, wurde das Gebäude erst 1772 fertiggestellt. Obgleich Goethe es nicht erwähnt, muss er es 1774 gesehen haben, als er seinen ersten Besuch in Düsseldorf nützte, die Familie Jacobi auf ihrem damals nur durch eine Gartenzone vom Schloss Jägerhof getrennten Landsitz »Pempelfort« zu besuchen. Auch als Goethe sich im November 1792 während seiner Rückkehr aus dem 1. Koalitionskrieg gegen die Armee der Französischen Revolution für vier Wochen auf Pempelfort aufhielt, nannte er das Schloss nicht ausdrücklich, pries aber die »Nachbarschaft von weitläufigen wohlgehaltenen Gärten«. Vier Jahre später, 1796, wurde der »Jägerhof« von den Revolutionstruppen geplündert, war schließlich völlig unbewohnbar geworden und wurde erst 1811 gelegentlich Napoleons Besuch in Düsseldorf nach Plänen und unter Aufsicht von Adolf von Vagedes wieder hergerichtet.

 

3. Die Sammlung

Den Geist der Goethe-Zeit anschaulich zu machen, dienen alle Objekte der Sammlung: Die zahlreichen Münzen, Medaillen und Plaketten mit den Reliefs von Staatsmännern, Gelehrten und Künstlern aus Goethes Welt ebenso wie die Sammlung von Gläsern aus den von Goethe besuchten Badeorten und das Porzellan mit Weimarer Ansichten, sowohl die vielen Städte- und Landschaftsbilder, die zeigen, wie die Orte und Gegenden aussahen, als Goethe in ihnen verweilte und sich einen Begriff von ihnen machte, als auch die zahlreichen Porträts und Büsten von Zeitgenossen, mit denen Goethe in Gedankenaustausch trat. Beredteste Zeugnisse dieser Geisteswelt bleiben freilich die mannigfaltigen Briefe, Werkmanuskripte, Noten und Bücher, die darum den kostbarsten Besitz des Museums ausmachen. Natürlich können nicht gleichzeitig alle diese über 35000 Objekte zählenden Schätze ausgestellt werden: Sowohl die Ausstellungsräume wie die Aufnahmefähigkeit der Betrachter würden nicht alles bewältigen. Der größte Teil der Sammlung ist deshalb magaziniert und wird in Auswahl zu bestimmten Anlässen in Sonderausstellungen vorgeführt. Darüber hinaus werden jedem Interessenten auf Wunsch einzelne Sammlungsobjekte im Studiensaal des Museums vorgelegt.

 

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