goethe

Goethe, Schiller und die Goethezeit auf Google+

Jutta Assel | Georg Jäger

Maikäfer flieg ...

Pfingsten
Folge 4
2018

Die vierte Folge von Pfingstbildern und Pfingsttexten ist dem Maikäfer gewidmet, einem festen Bestandteil der  Pfingstikonographie. Im Mittelpunkt der Texte steht das auch heute noch bekannte Maikäferlied: "Maikäfer flieg'!  / Der Vater ist im Krieg, / Die Mutter ist in Pommerland. / Pommerland ist abgebrannt. / Maikäfer flieg'!" Das 1800 zum ersten Mal gedruckte und 1806 in Arnims und Brentanos Sammlung "Des Knaben Wunderhorn" aufgenommene Lied, dessen Herkunft und Textgestalt in vielen Punkten strittig oder unbekannt ist, wurde in zahlreichen Varianten überliefert. Da das Maikäferlied zur selben Melodie wie das Einschlaflied "Schlaf Kindlein, schlaf!" gesungen wird, kommt es zudem zu einem Widerspruch zwischen der eingängigen wiegenden Melodie und dem Text, der von Krieg und Brand(schatzung) spricht. Heute wird das Maikäferlied meist auf Flucht und Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und auf die aktuellen Kriege, etwa in Afghanistan und Syrien bezogen. Wie widersprüchlich die Diskurse sind, die sich dieses Liedes bedienen, belegt seine Nutzung zu Propagandazwecken: Da wird das eine Mal gegen Heiden bzw. Türken und Juden gehetzt ("D'Judde kumme / D'Heide kumme"), ein anderes Mal ist von den Führern der badischen Revolution von 1848, Hecker und Struve, die eine Republik errichten wollten, die Rede. Die Seite zeigt auch auf, in welch unterschiedlichen Zusammenhängen von Maikäfern die Rede ist: Da sind zum einen die belehrenden Texte über den Käfer, seine Arten und sein Lebenszyklus; die Spiele der Kinder mit den gesammelten bizarren "Krabblern und Fliegern"; die Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, die er als Engerling und als Käfer anrichtet, sowie die Möglichkeiten seiner Vernichtung und Verwertung. Als probates Mittel wird das organisierte Abschütteln und Einsammeln der Käfer, am besten durch Kinder, empfohlen, zugleich aber vor "zwecklosen Quälereien und grausamen Spielereien" unter den "Händen junger Thierquäler" gewarnt. Unter den Möglichkeiten, Maikäfer zu verwerten (Futter für Schweine, Geflügel und Fische; Düngemittel; Arzneimittel; Gewinnung von Öl u.a.m.) wird die Maikäfersuppe als Delikatesse angepriesen. Somit verdeutlicht diese Seite die vielfältige Rede über Maikäfer und deren diskursive Verschränkungen.

*****

Fröhliche Pfingsten

Gelaufen. Poststempel 1906
Prägedruck.

*****

Das Maikäferlied

1 Maikäfer flieg'!
2 Der Vater ist im Krieg,
3 Die Mutter ist in Pommerland.
4 Pommerland ist abgebrannt.
5 Maikäfer flieg'!

Notenblatt und Melodie im Lieder-Archiv

*****

Prägekarten
(Luxuspapier-Industrie)

Oben: Fröhliche Pfingsten. Adressseite: Printed in Germany. Gelaufen. Poststempel unleserlich. Prägedruck.
Mitte: Fröhliche Pfingsten. Adressseite, Signet: PP [Paul Pittius, Berlin]. Nicht gelaufen. Prägedruck.
Unten: Fröhliche Pfingsten wünscht ... Nummer unleserlich. Poststempel 1904. Adressseite ungeteilt. Prägedruck.

*****

Vieles strittig oder unbekannt
zahlreiche Varianten

Das Kinder- und Volkslied ist zwar in zahlreichen Varianten überliefert, doch vieles ist rätselhaft, strittig oder unbekannt. Man weiß nicht, wann es entstanden ist (erster Druck 1800) und auf welchen Krieg (Rekrutierung des Vaters, Zerstörung des Mutterlandes) es sich bezieht. Da Johann Friedrich Reichardt (1752-1814) dem Maikäferlied dieselbe Melodie wie dem Einschlaflied "Schlaf Kindlein, schlaf" gegeben hat, kommt es zu einem Widerspruch zwischen Melodie und Text, der - wie es in einer Variante heißt - auf eine "Hölle" auf Erden verweist.

Kleinere Varianten:- Zeile 1: "Marienkäfer" statt Maikäfer. - Zeile 1-3: Vater und Mutter werden dem Maikäfer zugeordnet ("Dein Vater ist im Krieg / Deine Mutter ist in Pommerland". - Zeile 2: Umstritten ist, um welchen Krieg es sich handelt (Dreißigjähriger Krieg, Siebenjähriger Krieg?) - Zeile 3: "Pulverland" statt Pommerland, so in "Des Knaben Wunderhorn". Oder auch "Engelland" (England, Land der Engel?) statt Pommerland bzw. Pulverland.

In einigen Liedern wird nur der Aufruf an den Maikäfer, nicht Melodie und Versmaß beibehalten oder der gesamte Text ersetzt. So in Varianten aus dem Elsass (2), die auf eine einfache Häuslichkeit (Feuer im Herd, Kochen des "Sibbele", "Häfele im Ofeloch") verweisen, die zerstört wird durch unterschiedliche Gruppen (Juden, Heiden, Türken), von denen das Verderben ─ Plünderung, Brandschatzung, Tötung der Kinder ─ ausgeht.

Maikäferchen, Maikäferchen, fliege weg!
Dein Häuschen brennt,
Dein Mütterchen flennt,
Dein Vater sitzt auf der Schwelle,
Flieg in Himmel aus der Hölle. (1)

Maikäfer, fliej uf!
Mach' din're Mueder d'Schir uf!
D'Judde kumme,
D'Heide kumme,
Welle mit d'r reche,
Welle dich un dini liewe Kinder alli
     z'samme ze todt steche!

Maikäfer, Maikäfer,
Flieh au! flieh au!
Es Firele brennt,
Es Sibbele kocht,
Es Häfele steht im Ofeloch!

Maikäfer, Maikäfer,
Firio! Firio!
Din Hisele brennt!
D'Heide kumme,
D'Dirke kumme,
Si welle din Sibbele fresse!
     Oder:
Si wän d'r die Kindele brode!

In diesen Liedern, in denen gegen Juden und Heiden bzw. Türken gehetzt wird, drückt sich Abwehr, Hass und Angst vor Fremden aus, meist in tradierten Klischees.

Zitatnachweise:
(1) Erlach: Volkslieder der Deutschen, Bd. 4, 1835. 13/1. - Liederbuch des deutschen Volkes, 1843. 22/II. Maikäferlied. - Allgemeines deutsches Lieder-Lexikon. Bd. 2, 1847, Nr. 1357.
(2) Stöber: Elsässisches Volksbüchlein, Bd. 1, 1859, Nr. 550, 552, 553.

*****

Aktualisierung, Politisierung

Das Maikäferlied kennt auch Varianten, in denen eine konkrete historische Situation angesprochen wird. Das folgende Lied hat das gleiche Versmaß wie das "Maikäferlied", ist jedoch schon um 1650 belegt. "Ochsenstern" verweist auf Oxenstierna, den Nachfolger Gustav Adolfs als Oberkommandierender der schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg. (1)

Bet, Kinder, bet,
morgen kommt der Schwed’,
morgen kommt der Ochsenstern,
der wird die Kinder beten lern.
Bet, Kinder, bet.

Aus der Zeit der Revolution von 1848/49 sind mehrere Varianten des Maikäferliedes überliefert, welche von den badischen Revolutionsführern Friedrich Hecker (1811 – 1881) und Gustav Struve (1805-1870) handeln: (2)

Der Maiakäfer fliegt,
Der Häcker ist em Kriag,
Der Häcker ist em Oberland,
Der Häcker ist em Unterland.

Alternativ lauten
die dritte und vierte Zeile:

Der Struve ist im Oberland,
Macht d’Republik bekannt.

Aktuell steht "Maikäfer flieg" für Zerstörung, Flucht und Vertreibung, vor allem im und nach dem Zweiten Weltkrieg sowie im Nahen Osten. (3)

Nachweise:
(1) Wikipedia, Eintrag "Maikäfer flieg".
https://de.wikipedia.org/wiki/Maikäfer_flieg
(2) Steinitz: Deutsche Volkslieder, Bd. 2, S. 189. - Georg Nagel über das Maikäferlied in: Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie
https://deutschelieder.wordpress.com/2017/01/25/maikaefer-flieg/
(3) Beispiele:
* Song der deutschen Heavy-Metal-Band macbech: maikäfer flieg dein vater ist im krieg". Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=IEfFb2e-0G0
* „Maikäfer flieg ...“: Kunst im Bunker. Mehr als 65 Jahre war der Hochbunker in der Pallasstraße nur selten zugänglich. Nun kann man hinein. In den nächsten sechs Wochen ist hier die Ausstellung „Maikäfer flieg“ zu sehen. Raffael Rheinsbergs Installation besteht aus hunderten U-Boot und Panzerteilen, aufgereiht auf dem Boden. An beiden Enden des langen Schutzraumes erzählen alte russische und deutsche Plakate von dem vergangenen Zweiten Weltkrieg. Im Nachbarraum tragen Lilli Engels großformatige Bilder die Namen afghanischer Städte und beziehen sich somit auf noch andauernde Kriege. Die Kinderbilder im Erdgeschoss zeigen zerstörte Städte und Kriegssituationen aus dem Kosovokrieg 1999. ─ Veranstalter: Kunstamt Tempelhof Schöneberg. Ausstellungsdauer: 2. September - 25. Oktober 2009.
* Das Projekt "Maikäfer flieg" (Vernissage am 30.11.2017)  möchte "den universellen und diachronen Charakter von Leid, Verlust und Überlebenswillen, die durch Krieg und Flucht verursacht werden, einfangen und präsentieren". Kooperationspartner sind der Lehrstuhl für Zeitgeschichte der Universität Mannheim. die Orientalische Musikakademie Mannheim, Das Gemeinschaftszentrum Jungbusch / Laboratorio 17 und Port25 - Raum für Gegenwartskunst.
* 39. DUISBURGER AKZENTE | Maikäfer flieg. Raum- und Klanginstallation im Ludwigturm / Eine Inszenierung von Klaus-Dieter Brüggenwerth, Angela Schmitz, Martin Schmitz und Angelika Stienecke. Ein Kind singt „Maikäfer flieg“. Die Szene ist nur sparsam beleuchtet. Das Gefühl zwischen Poesie und Beklemmung irritiert . . . Zur Vernissage liest Petra Sörensen-Bataineh Gedichte von Erich Fried, begleitet von Anja Schröder (Cello). ─ Dauer: 03.03.-18.03.2018.

*****

Oben links: Herzliche Pfingstgrüße. Adressseite: I 4831. Im Briefmarkenfeld: Echte Kupfertiefdruck-Karte. Nicht gelaufen.
Oben rechts: Herzlichen Pfingstgruß. Adressseite: C/214?. Germany. Nicht gelaufen.
Unten: Frohes Pfingstfest. Adressseite beschrieben, aber nicht gelaufen.

*****

Das Wissen um den Maikäfer 1900
Lexikoneintrag

Maikäfer (Melolontha Fab.), Gattung der Blatthornkäfer (Lamellicornia), besonders repräsentiert durch den gemeinen M. (M. vulgaris L.), 22–23 mm lang, mit kleiner Fühlerkeule, allmählich sich verschmälerndem Aftergriffel, an der Basis gezahnten Klauen, rostfarbenen Fühlern, Beinen und Flügeldecken, rotbraunem, selten schwarzem Brustschild und kreideweißen, dreieckigen Seitenflecken am Hinterleib. Der Käfer fliegt etwa im Mai und richtet am Baumlaub großen Schaden an. Die befruchteten Weibchen legen in lockern, humusreichen Boden bis 30 weiße Eier in einigen Häuflein 5–7 cm tief unter der Oberfläche, und nach 4–6 Wochen kriechen die Larven aus. Diese (Engerlinge) sind schmutzigweiß, am hintern Ende schwarzblau durchscheinend, an den hornigen Teilen gelbbraun; ihr querfaltiger Körper besteht aus 12 Ringen, sie haben viergliederige Fühler, keine Augen und sehr kräftige Mundteile. Sie leben im ersten Jahre gesellig, häuten sich wiederholt und brauchen zu ihrer Entwickelung vier, in andern Gegenden drei Jahre. Sie schädigen Pflanzenwurzeln in Baumschulen, Gärten und auf Äckern. Wenn sie erwachsen sind, gehen sie tiefer in die Erde, arbeiten eine Höhle aus und verpuppen sich in derselben im Juli oder August. Der Käfer schlüpft bald aus, bleibt aber bis zum nächsten Frühjahr in der Erde. Durch das bei jedem M. vor dem Ausfliegen zu beobachtende Pumpen (»Zählen«) füllt er seine Luftröhren (Tracheen) und die mit diesen in Verbindung stehenden Bläschen mit Luft, um den schwerfälligen Körper zum Fluge befähigter zu machen. Feinde des Maikäfers sind Fledermäuse, Eulen, Stare und viele andre Vögel; Füchse, Marder, Dachse, Igel, Schweine stellen ihm nach; die Engerlinge werden besonders von Maulwürfen, Saatkrähe und Wiedehopf verfolgt. Zur Bekämpfung der M. kann man sie durch künstliche Brutstätten (frischer Kuhmist, 5–8 cm hoch mit Erde bedeckt) ködern, die man in Eichenwaldungen an freien Stellen anlegt und im Juli verbrennt. Sehr viel kann durch Einsammeln geschehen, wenn es in einem Flugjahr mit dem ersten Erscheinen der Käfer begonnen und während der ganzen Flugperiode fortgesetzt wird. Im Bezirk des Landwirtschaftlichen Zentralvereins der Provinz Sachsen sind z. B. in einem Jahr 30,000 Ztr. Käfer (= ca. 1590 Mill. Stück) gesammelt und mit Kalk zu Dünger verarbeitet worden. Auch ist es sehr empfehlenswert, Stare durch Aushängen von Hunderten von Brutkasten anzulocken. Außerdem sammelt man die Engerlinge hinter Pflug und Spaten und pflanzt auch zwischen den Kulturpflanzen Kopfsalat, an dessen Welken man das Fressen der Engerlinge erkennt, die dann leicht an den Wurzeln des Salats gefangen werden können. Dem gewöhnlichen M. sehr ähnlich ist der Roßkastanienlaubkäfer (M. Hippocastani Fab.), mit plötzlich verengertem Endgriffel und rötlichem Kopf- und Halsschild, der besonders in Norddeutschland vorkommt und etwas kleiner als der erstere ist. Der Walker (M. [Polyphylla] fullo L., 30 mm lang, schokoladenfarbig, weißlich gefleckt, lebt besonders in Norddeutschland auf Kiefern; seine Larve beschädigt die Wurzeln der zur Befestigung der Dünen angepflanzten Gräser. Der Junikäfer (Brach- oder Johanniskäfer, Julikäfer, Rhizotrogus solstitialis L.), 12 mm lang, mit dreiblätteriger Fühlerkeule, ohne Aftergriffel, auf der Oberseite blaß gelbbraun, am Halsschild, am Schildchen und an der Brust langzottig behaart, fliegt im Juni und Juli etwa 14 Tage lang, sitzt am Tage im Buschwerk und auf jungen Obstbäumen und schwirrt abends umher. Das Weibchen legt seine Eier an die Wurzeln besonders der Gräser und Kräuter, und die gedrungen gebaute Larve kann diesen schädlich werden. Die Entwickelung erfolgt in einem oder zwei Jahren. [...]

Quelle:
Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage 1905-1909. DVD-ROM-Ausgabe (Digitale Bibliothek; 100) Berlin: Directmedia 2005. Eintrag "Maikäfer", S. 122.697-122.699.

*****

Oben links: Fröhliche Pfingsten. Adressseite, Signet [BEGRO B&R im Kreis] 4359. Gelaufen. Poststempel unleserlich.]
Oben rechts: Fröhliche Pfingsten. Adressseite, Signet [BEGRO B&R im Kreis] 4339. Feldpost. Ohne Datum und Stempel.
Unten: Frohe Pfingsten. Trude Schaumlöffel. Adressseite: Aufn. u. Verlag: Trude Schaumlöffel, Kassel, Parkstr. 41. Fernruf 31 717. Gelaufen. Poststempel unleserlich.

*****

Verwertung der Maikäfer

Ehedem wurden die Maikäfer, nach abgenommenen Köpfen, in Öl u. Honig aufbewahrt, als Arzneimittel gebraucht, u. auch noch jetzt findet man sie in manchen Apotheken in Zucker gesotten. Man hat die Maikäfer auch zu einer kräftigen Suppe empfohlen. Diese Suppe wird wie Krebssuppe zubereitet. Die Käfer, von denen man 30 Stück auf eine Portion rechnet, werden gewaschen, ganz in einem Mörser zerstoßen, in heißer Butter hart geröstet u. in Fleischbrühe aufgekocht; fein durchgeseiht u. über geröstete Semmelschnitten angerichtet. Auch braucht man sie zu einer feinen braunen Farbe, indem man ihnen das Bruststück abreißt, den aus einem kleinen Kanal dringenden Saft mit einem Pinsel auffängt, in eine Muschel streicht u. eintrocknen läßt. Durch Ausbraten der M. in eisernen od. irdenen Gefäßen, welche am untern Ende mit Ausflußöffnungen versehen sind, erhält man das Maikäferöl, welches als Wagenschmiere zu gebrauchen ist. Auch hat man die Maikäfer zur Gasbereitung verwendet. Die rückständige Kohle (11/2 Kubikfuß) ist schwarz, etwas metallisch glänzend u. kann als Klärmittel benutzt werden. Mit Pottasche u. Eisenhammerschlag geglüht, erhält man eine gute Blutlauge, welche auch als Hornkohle zur Bereitung von Berlinerblau dient.

Quelle:
Pierer's Universal-Lexikon 4. Auflage 1857–1865. DVD-ROM-Ausgabe (Digitale Bibliothek; 115) Berlin: Directmedia 2005. Eintrag "Maikäfer", S. 135.153-135.155

***

Maikäfersuppe gehört zu den wenigen in Europa verbreiteten Insektengerichten und war bis Mitte des 20. Jahrhunderts zumindest in Deutschland und Frankreich bekannt. Der Geschmack soll an Krebssuppe erinnern.

Zur Zubereitung werden die Maikäfer ohne Flügel und Beine in Butter angeröstet und in Kalbfleisch- oder Hühnerbrühe gegart. Je nach Rezept wird die Suppe gesiebt und als Brühe genossen oder die Käfer werden anfangs im Mörser zerstoßen, die Suppe wird passiert und mit etwas Mehlschwitze und Eigelb gebunden. Sie wurde früher oft mit Scheiben von Kalbsleber oder Taubenbrust[1] und geröstetem Weißbrot serviert. Pro Person wurden etwa 30 Maikäfer benötigt.

Quelle:
Eintrag "Maikäfersuppe" in Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Maikäfersuppe

*****

Oben links: Fröhliche Pfingsten wünscht ... Handschriftliche Datierung unleserlich. Ohne Briefmarke. Adressseite ungeteilt. Prägedruck.
Oben rechts: Fröhliche Pfingsten. Adressseite: Feldpost. Datierung und Poststempel 1915.
Mitte: Gruss aus. Mit des Morgens erster Röthe / Denk ich auch schon Dein / Denn ich kann, ob früh, ob späte / Ohne Dich nicht sein. Signet: E.B.& C.i.B. [Ed. Buettner & Co., Berlin] 9351. Gelaufen. Ohne Briefmarke. Adressseite ungeteilt.
Unten: Fröhliche Pfingsten. Signet unleserlich. Adressseite, Signet: ASch mit Hut. Hbg. Series 24. Printed in Hamburg. Nicht gelaufen.

*****

Maikäferplage
Vernichtung der Maikäfer einst

Haben die Käfer bey schönen warmen Frühlings-Abenden herum geschwärmt, so hängen sie sich an die Bäume, woran sie ihre Nahrung finden, so häufig, daß man oft kaum das Laub und die Blüthen sehen kann. Die ganze Nacht über, bis gegen Morgen um 4-5 Uhr, sitzen sie am ruhigsten, fallen, wenn man an den Bäumen schüttelt, wie todt herunter und lassen sich auflesen, ohne zu entwischen. Mit leichter Mühe sind sie zu sammeln, wenn man um erwähnte Zeit Tücher unter die Bäume ausbreitet und solche behutsam schüttelt.

Haufenweise fallen sie auf das untergebreitete Tuch, und man kann alsdann ihr Leben austilgen, wenn man entweder
1) ein Loch in die Erde gräbt, die Käfer hinein, auf sie Kalk schüttet, und dann mit Wasser begießt, oder
2) in einem solchen Loch einen Schwefeldampf verursacht, oder
3) siedendes, wenigstens sehr heißes Wasser, auf sie gießt. [...]

Das Amt Lichtenberg [in Sachsen-Eisenach] hat schon seit den Jahren 1788 ernsthafte Anstalten zur Vertilgung der Maikäfer und ihrer Larven zu treffen gewußt, deren nützliche Folgen schon in den ersten Jahren gewiß  mehrere Tausende werth waren. In jenem Jahr wurde zum erstenmal eine Summe von 303237 Käfern und Käferwürmern von den hiesigen Einwohnern an die Obrigkeit geliefert und ein beträchtlicher Theil davon zur Aufmunterung aus der Gemeindekasse bezahlt. So wurde von Zeit zu Zeit die successive Ausrottung derselben fortgesetzt und im Jahr 1789 wieder eine Summe von 349400 derselben gesammelt.

Quelle:
Genßler, Der Maikäfer und seine Larve, 1796, S.7-8, 12.

***

Eines der wirksamsten vorbeugenden Mittel ist unstreitig die Anordnung gemeinschaftlicher, gleichzeitiger und allgemein in jeder Ortsmarkung betriebener Einsammlungen von Maikäfern zu der Zeit, wenn dieselben noch im Schwärmen begriffen sind, also ihre Eier noch nicht abgesetzt haben. Zu dieser Jagd würde unstreitig die Jugend, unter Anführung dazu aufgestellter erwachsener Personen, am geeignetsten seyn, und wir nehmen keinen Anstand, diese nützliche und zweckmäßige Beschäftigung der Jugend hier dringend zu empfehlen, und zwar namentlich im Gegensatz gegen die allzuhäufigen zwecklosen Quälereien und grausamen Spielereien, denen man die Maikäfer, aber auch andere unglückliche Käfer, so wie Schmetterlinge u. dgl. und allzuoft unter den Händen junger Thierquäler preisgegeben sieht, welche mit diesen geringscheinenden Thieren anfangen, ein grausames Spiel zu treiben, um damit bei ihres Gleichen, bei Menschen, aufzuhören. Für jeden Scheffel gesammelter Maikäfer dürfte von Gemeindewegen eine Prämie ausgesetzt werden, welche hinreichend wäre, um diesem Geschäfte die nöthige Aufmunterung zu geben.

Quelle:
Plieninger: Belehrung über Maikäfer, 1834, S. 51f.

*****

Links: Fröhliche Pfingsten sendet ... Ser. 719 No 3540. Nicht gelaufen. Adressseite ungeteilt. Prägedruck.
Rechts: Fröhliche Pfingsten. M.S.i.B. [Martin Schlesinger, Berlin] 13843.Adressseite, Signet: Boot, Segel mit E beschriftet [Martin Schlesinger, Berlin].  Datiert und Poststempel 1908. Prägedruck.

*****

Türkenmännchen und -weibchen

Türkenmännchen, flieg hinweg,
Die Weiber mit den Stangen,
Die wollen dich empfangen.
Türkenweibchen flieg hinweg,
Die Männer mit den Spießen,
Wollen dich erschießen.
Flieg in den Himmel,
Bring mir einen Sack Kümmel,
Tunk' ich meinen Weck hinein
Bei dem rothen kühlen Wein.

Quelle:
Wunderhorn. - Kinderfibel, 1841, S. 38.

*****

Kinderspiele mit Maikäfern

Links: Fröhliche Pfingsten. Adressseite: Signet Boot, Segel mit E beschriftet [Martin Schlesinger, Berlin] Gelaufen. Datiert und Poststempel 1908. Prägedruck.
Rechts: Fröhliche Pfingsten. M.S.i.B. [Martin Schlesinger, Berlin] 13585 .Adressseite, Signet: Boot, Segel mit E beschriftet [Martin Schlesinger, Berlin]. Poststempel 1912. Prägedruck.

***

Illustration durch Paul Thumann

Für Mutter und Kind. Alte Reime mit neun Bildern von Paul Thumann. 2. Aufl. München: Theodor Stroefer's Kunstverlag (1881). Siehe die Wiedergabe des Werkes im Goethezeitportal:
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6669

***

Maikäfer
(Wenn die Kinder einen gefangenen Maikäfer fliegen lassen.)

Maikäfer flieg hoch, flieg hoch!
dein Häuschen brennt,
deine Suppe kocht;
Leute kommen mit Spießen,
sie woll'n deine Jungen erschießen.

Quelle:
Kindervolkslieder, Nr. 52, S. 23.

***

Fröhliche Pfingsten! sendet ... Adressseite: B. K. W. I. [Brüder Kohn, Wien I.] 4517/2. Poststempel 1904. Adressseite ungeteilt.

Zu Bébés siehe die Seite
Les Bébés. Fotomontage-Postkarten. Folge I
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6894

***

Grausames Spiel

Ein Knabe, spielend im Garten, will Kleopatras Prunkschiff nachbilden. "Doppelkreidestriche" deuten den Nil an; eine "feuerfarbene Tulpe", deren Blätter mit Zwirn und Nadel, dem Nähzeug der Schwester, "zu einem Ding verbunden [wird] / Das mit sehr viel gutem Willen man als Schifflein mag erkennen". Ein gelber Falter, getötet "unterm Druck der Fingerzangen", thront als Kleopatra im "Tulpenschiffchen".

[...] Doch nun fehlte noch dem Fahrzeug, was erst Reiz gibt: die Bewegung.
Und vielleicht vom ersten Morde bebt' im Knaben eine Regung,
Mehr Lebend'ges noch zu opfern seinem Spiel. Warum nicht sollten ─
Da in diesem Fluß aus Kreide leider keine Wellen rollten ─
Ungetüme ziehn die Barke, vier gezähmte Krokodile?
Saßen dort doch die erwünschten schon auf einem Rosenstiele!
Denn Maikäfer können füglich Krokodile 'mal bedeuten,
Wo französische Husaren Cäsar sind mit seinen Leuten.

Schwer nicht war's, die vier zu fangen, auf den Rücken sie zu legen,
Gleich Schildkröten, die auf Schiffen, ohne nur sich zu bewegen,
Aus Westindiens heißen Meeren in das ferne London reisen,
Wo als Willkomm ihrer wartet Kohlenglut und Schlächtereisen.
Doch wird schneller hier das Schicksal dieser Käfer sich entscheiden.
Denn, als sie des Fadens Schlinge nicht am glatten Leibe leiden,
Als der Knoten immer gleitet, der sie soll ans Fahrzeug spannen,
Und es scheint ein Hexenwerk, sie in den Viererzug zu bannen,
Da, in ungeduld'gem Zorne, der nicht hört des Herzens Tadel,
Langt der mitleidlose Spieler nach dem Faden mit der Nadel
Und durchbohrt den Leib der Viere, die in seinen Henkershänden
Machtlos zappeln, nicht verstehend, wer sie darf so grausam schänden.
Angeschirrt sind sie gleich Rossen an den kleinen Blumenwagen,
Aber Rosse, die das Leitseil in den Eingeweiden tragen.
Doch der Knabe sieht nicht Tiere, die in Wahrheit Schweres dulden;
Fabelwesen sind die Aermsten, die ihm noch Gehorsam schulden.
Und er lenkt sie und regiert sie, treibt sie auf dem trocknen Flusse
Nach Belieben ... da ─ ein Wunder! Mit urplötzlichem Entschlusse,
Wild gestachelt von den Schmerzen, die in gleichen Wunden brannten,
Alle vier auf einmal surrend breit zur Flucht die Flügel spannten.
Und mitsamt dem Tulpenschiffchen schnurrten die dem Tod Geweihten
In des nächsten Baumes Krone, draus viel weiße Blüten schneiten.
Flatternd zwischen diesen Grüßen aus dem luft'gen Wipfelreiche
Kam herab die Pharaonin auch, ─ des gelben Falters Leiche. [...]

Quelle:
Josef Victor Widmann (1842-1911): Maikäfer-Komödie. Fünftes Tausend. Frauenfeld: Verlag von Huber & Co. 1903, S. 194-201.

*****

Montagen aus Fotos und Zeichnungen,
z.T. koloriert

Oben links: Fröhliche Pfingsten! Signet: PFB in Viereck [Paul Fink, Berlin] 2775/2. Gelaufen. Poststempel 1914.
Oben rechts: Hartelyk Gefeliciteerd [Herzlichen Glückwunsch] Signet: PFB in Viereck [Paul Fink, Berlin] 2775/1. Gelaufen. Datiert und Poststempel 1916.
Unten: Fröhliche Pfingsten. Signet: HB im Herz [Heliophot Kunstverlag, Berlin]6189/6. Gelaufen. Datiert und Poststempel 1914.

***

Hoffmann von Fallersleben
Knabe und Maikäfer

Maikäfer, summ, summ, summ!
Nun sag' mir an: warum?
Du fliegst am Fenster hin und her,
Und willst mein Laub und Haus nicht mehr!
Was schwirrst du so? was schnurrst du so?
Warum bist du nicht mehr so froh?

"Lieb Kindlein, still, still, still!
Hör', was ich sagen will.
Wie sollt' ich denn wohl fröhlich sein
In deinem dunkeln Haus allein,
So fern von frischer Himmelsluft,
Von lichtem Grün und Laubesduft?"

Maikäfer, summ, summ, summ!
Nun sag mir an: warum?
Hab' ich doch Fenster dir gemacht,
Und frisches Laub' dir stets gebracht,
Dein Haus in Sonnenschein gestellt,
und dich geführt in Wald und Feld!

"Lieb Kindlein, still, still, still!
Hör', was ich sagen will.
Wenn ich's mit dir auch so gemacht,
Du würdest weinen Tag und Nacht,
Und wär ' ich noch so gut dabei,
Du sprächst doch allzeit: laß mich frei!"

Quelle:
Hoffmann von Fallersleben (1798-1974): Kinderlieder, 1877, S. 106.

*****

Oben: Fröhliches Pfingstfest. 2933. Adressseite beschrieben, aber nicht gelaufen. Datiert 1943.
Unten: Fröhliche Pfingsten. Adressseite, Signet Amag [Albrecht & Meister AG, Berlin-Reinickendorf] 65631 | 2. Nicht gelaufen.

*****

Besuchen Sie auch die weiteren Pfingstseiten:

Folge 1
Im wunderschönen Monat Mai ...
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6785

Folge 2
Der Pfingstausflug
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6849

Folge 3
Pfingstgrüße
http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6874

*****

Fotomontagen

Oben: Ohne Titel. Signet: NPG im Kreis [Neue Photographische Gesellschaft, Berlin] Nicht gelaufen.
Unten: Ein frohes Pfingstfest. Signet: EAS im Herz [E. A. Schwerdtfeger & Co. AG Berlin] 7528/6. Gelaufen. Poststempel 1929.

*****

Literaturhinweise und Weblinks

Literaturhinweise:
(nach Erscheinungsjahren)

* Christian Jacob Genßler: Der Maikäfer und seine Larve ökonomisch betrachtet nebst den Mitteln ihre schädlichen Wirkungen zu mindern. Gotha, in der Ettingerschen Buchhandlung 1796 (Digitalisierung durch Google)
* Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, gesammelt von Achim von Arnim und Clemens Brentano (Erstausgabe 1806). Kritische Ausgabe. Bd. 1. Hrsg. und kommentiert von Heinz Rölleke (Universal-Bibliothek. Nr. 1250) Stuttgart: Philipp Reclam Jun. 1987. ISBN 3-15-021250-2
* Gemeinfaßliche Belehrung über den Maikäfer, als Larve und als Käfer, seine Verwüstungen und die Mittel gegen dieselben; ein Beitrag zu der landwirthschaftlichen Fauna. Für den Bürger und den Landmann nach fremden und eigenen Beobachtungen zusammengestellt von Prof. Dr. [Wilhelm Heinrich Theodor] Plieninger. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'sche Buchhandlung 1834 (Digitalisierung durch Google).
* Die Volkslieder der Deutschen. Eine vollständige Sammlung der vorzüglichsten deutschen Volkslieder von der Mitte des fünfzehnten bis in die erste Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Hrsg. durch Friedrich Karl Freiherrn von Erlach. Bd. 4. Mannheim: Heinrich Hoff 1835 (Digitalisierung durch Google).
* Liederfibel. Das ganze Kinder- und Familienleben nach seinen verschiedenen Stufen dargestellt in einem vollstimmigen Chore deutscher Dichter. Eßlingen: Verlag der Dannheimer'schen Buchhandlung 1841 (Digitalisierung durch Google)
* Liederbuch des deutschen Volkes. Leipzig: Breitkopf und Härtel 1843.
* Allgemeines deutsches Lieder-Lexikon oder Vollständige Sammlung aller bekannten deutschen Lieder und Volksgesänge in alphabetischer Folge. Bd. 2. Leipzig: Gustav Thenau 1847 (Digitalisierung durch Google).
* Stöber, August: Essässisches Volksbüchlein. Kinderwelt und Volksleben, in Liedern, Sprüchen, Räthseln, Spielen, Märchen, Schwänken, Sprichwörtern u.s.w. 2. stark vermehrte Auflage. Bd. 1. Mülhausen, Druck und Verlag von J. P. Risler 1859 (Digitalisierung durch Google).
* Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben. Erste vollständige Ausgabe besorgt durch Lionel von Donop. Berlin: Grote 1877 (Digitalisierung durch Google).
* Kindervolkslieder. Eine Sammlung echter Volkslieder. Bearbeitet von Josef Götz. 3. unveränderte Auflage. Wien: Österreichischer Bundesverlag für Unterricht, Wissenschaft und Kunst 1926.
* Wolfgang Steinitz: Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters aus sechs Jahrhunderten. Bd. 1 und Bd. II reprinted und zusammengebunden. Berlin: verlag das europäische buch. Sonderausgabe für Zweitausendeins 1979.
* Otto May: Pfingsten, liebliches Fest ...? Pfingstpostkarten in Deutschland 1897-1945. Hildesheim: Tharax Verlag im Verlag Franzbecker 2008. Über Maikäfer S.14-17. ISBN 978-3-88120-901-4

Weblinks:
* Eintrag "Maikäfer flieg" in Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Maikäfer_flieg
* Lotta Wieden: Altes Kinderlied: Maikäfer, flieg! Online:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/altes-kinderlied-maikaefer-flieg-13522509.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
* Deutsche Lieder. Bamberger Anthologie
https://deutschelieder.wordpress.com/2017/01/25/maikaefer-flieg/

*****

Rechtlicher Hinweis und Kontaktanschrift

Alle Bildvorlagen entstammen, sofern nicht anders vermerkt, einer privaten Sammlung. Soweit es Rechte des Goethezeitportals betrifft, gilt: Die private Nutzung und die nichtkommerzielle Nutzung zu bildenden, künstlerischen, kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken ist gestattet, sofern Quelle (Goethezeitportal) und URL (http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=6901) angegeben werden. Die kommerzielle Nutzung oder die Nutzung im Zusammenhang kommerzieller Zwecke (z.B. zur Illustration oder Werbung) ist nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung der Verfasser gestattet.

Dem Goethezeitportal ist kein Urheberrechtsinhaber bekannt; ggf. bitten wir um Nachricht.

Für urheberrechtlich geschützte Bilder oder Texte, die Wikipedia entnommen sind, gilt abweichend von obiger Regelung die Creative Commons-Lizenz.

Kontaktanschrift:

Prof. Dr. Georg Jäger
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Deutsche Philologie
Schellingstr. 3
80799 München

E-Mail: georg.jaeger07@googlemail.com

*****

Das Fach- und Kulturportal der Goethezeit